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Vertriebene / Texte

Texte für 10a-Zeitschrift

"Vertreibungen - Flucht - Integration"


Gibt es heute eine Organisation, die für die Flüchtlinge Hilfe bringt?

Das UN-Kommissariat vollzieht hilfreiche Maßnahmen um Flüchtlinge vor Gefahren in ihrem Heimatland zu schützen, die aber nicht immer erfolgreich ausgeführt werden können.

Ein Flüchtling ist eine Person, die “…aus der begründeten Furcht vor Verfolgung gegen ihre Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will…“. Das UN-Kommissariat setzt Gesetze, die die Flüchtlinge vor Ausgrenzung schützen sollen, wie: - Ein Flüchtling hat das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land. - Flüchtlinge sollten zumindest die gleichen Rechte und Hilfsleistungen erhalten wie andere Ausländer, die sich rechtmäßig in dem betreffenden Land aufhalten. - Sie sollten Zugang zu medizinischer Versorgung, Schulbildung und zum Arbeitsmarkt haben. Das UN-Kommissariat setzt eine dauerhafte Lösung, bei der grundsätzlich drei Alternativen zu Verfügung stehen: - Freiwillige Rückkehr in das Heimatland. Sie kommen in Frage, wenn die Betroffenen keine Verfolgung mehr befürchten müssen. - Eingliederung in das Erstasylland. Falls eine freiwillige Rückkehr nicht möglich ist, können Integrationsprogramme Flüchtlinge dabei unterstützen, eine Existenz in ihrem Asylland aufzubauen. - Umsiedlung in ein Drittland. Sie wird erforderlich, wenn Flüchtlinge in ihrem Erstasylland auf Dauer nicht bleiben können.

Alles in allem kann man sagen, dass es eine Organisation gibt, die den Flüchtlingen eine Hilfe ist und sie in ihrer Sicherheit unterstützt. Alle Beispiele beweisen ,dass das UN-Kommissariat eine Organisation ist, die diese Kriterien erfüllt. (siehe auch „Schutz für nordkoreanische Flüchtlinge in China“)

Quelle: UN-Kommissariat (UNHCR.de)

Nadine K., Gabi K.

(Überarbeitung)

Gibt es heute eine Organisation, die den Flüchtlingen Hilfe bringt?

Das UN-Kommissariat vollzieht hilfreiche Maßnahmen um Flüchtlinge vor Gefahren in ihrem Heimatland zu schützen, die aber nicht immer erfolgreich ausgeführt werden können.

„Ein Flüchtling ist eine Person, die …aus der begründeten Furcht vor Verfolgung gegen ihre Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will…“. Das UN-Kommissariat setzt Gesetze, die die Flüchtlinge vor Ausgrenzung schützen sollen, wie z.B. das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land und die Gleichberechtigung zwischen ihnen und anderen Ausländern. Das UN-Kommissariat setzt eine dauerhafte Lösung, bei der grundsätzlich drei Alternativen zu Verfügung stehen: Sie können in ihr Heimatland zurückkehren wenn dort keine Gefahr mehr für sie herrscht. Weiter wird auch Hilfe bei dem Aufbau ihres „neuen Lebens“ angeboten, falls sie nicht mehr zurückkehren können. Falls sie in der neuen Heimat nicht bleiben dürfen, werden sie in ein Drittland umgesiedelt.

Man kann also sagen, dass es eine Organisation gibt, die den Flüchtlingen eine Hilfe ist und sie in ihrer Sicherheit unterstützt. Alle Beispiele beweisen , dass das UN-Kommissariat eine Organisation ist, die diese Kriterien erfüllt. (siehe auch „Schutz für nordkoreanische Flüchtlinge in China“)

Quelle: UN-Kommissariat (UNHCR.de)

Nadine K., Gabi K.


Tausende Flüchtlinge aus dem Kosovo

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen flüchteten von 1998 bis 1999 zwischen 100000 und 150000 Kosovo-Albaner vor der Gewalt des serbischen Militärs. Viele Flüchtlinge versuchten in Albanien und Mazedonien in einem Flüchtlingslager unterzukommen. Doch die Aufnahmekapazität von diesen Ländern reichte nicht aus, um alle Flüchtlinge aufzunehmen und so wurden EU-Länder, wie Deutschland, aufgefordert Flüchtlinge aufzunehmen.

Die meisten Kosovo-Albaner(etwa 442000) wurden in Albanien aufgenommen. So wurde mit Unterstützung von Hilfsorganisationen entlang der Grenzen Flüchtlingslager aufgebaut. Das zweitwichtigste Land war Mazedonien. Doch die Anwesenheit der etwa 250000 Flüchtlingen wurde von einem großen Teil der mazedonischen Bevölkerung als eine Bedrohung für die innenpolitische Stabilität angesehen. Um Albanien und Mazedonien zu entlasten, haben auch Montenegro und Bosnien-Herzegowina Flüchtlinge aus dem Kosovo aufgenommen. Um auch diese Länder zu entlasten, erklärten sich viele EU-Staaten bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärte, dass die Flüchtlinge hauptsächlich in Albanien und Mazedonien versorgt werden sollten. Die Bundesrepublik Deutschland sei bereit Flüchtlinge vorübergehend aufzunehmen, jedoch wird erwartet, dass auch andere EU-Länder Flüchtlinge aufnehmen. Die Aufnahme der ca. 13000 Flüchtlinge gestaltete sich jedoch sehr schwierig, da es unter den Politikern eine geteilte Meinung zu diesem Thema gab. Einige Politiker waren der Meinung, dass die Rückführung der Flüchtlinge aus dem Kosovo sich als sehr schwierig erweisen würde, wenn diese erkannt hätten, dass sie in Deutschland von Sozialhilfe besser leben könnten als in ihrer Heimat. Andere wiederum sprachen sich für eine großzügigere Aufnahme der Kosovoflüchtlinge aus. Über die Anzahl, der in ihre Heimat zurückgekehrten Flüchtlinge, gibt es leider keine Angaben.

Quelle: www.migration-info.de

Von Lisa L, Marie S. und Theresa O.


Flucht über das Haff

       Vertrieben aus Ostpreußen

Am 25. Januar 1945 musste Frau Anna S. und ihre Familie aus Ostpreußen vor den Russen fliehen. Der einzige Weg um aus Ostpreußen zu fliehen war das Haff. Mit Pferdewagen und nur ein bisschen Handgepäck mussten sie völlig überstürzt aufbrechen „Die Flucht über das Haff war zwar sehr gefährlich für uns, doch die einzige Chance zu fliehen, um nicht in russische Gefangenschaft zu geraten.“ Die Zeit ihrer Flucht wurde von Angst, Verzweiflung aber auch Hoffnung bestimmt. Frau Anna S. musste am 25.Januar 1945 zusammen mit ihren Eltern, ihrem Mann, ihren Schwiegereltern, einer Tante und einer Cousine aus Lohberg/Kreis preußisch Holland in Ostpreußen vor der russischen Armee fliehen. Zum Zeitpunkt der Flucht war sie 26 Jahre alt. Der Bürgermeister hatte die Bewohner von Lohberg zur Flucht aufgerufen, da die russische Armee immer näher kam. Sie durften nur ein bisschen Handgepäck zusammenpacken, dann wurden die Pferde eingespannt und Anna S. und ihre Familie mussten ihren Hof verlassen. Von Lohberg ging es dann auf ein Gut, wo sie circa drei Wochen blieben. Auf dem Gut waren noch sehr viele andere Flüchtlingsfamilien. Nach den drei Wochen brachen dann alle Richtung Haff auf, weil sie auf dem Gut auch nicht mehr sicher vor der russischen Armee waren. Kurz bevor sie auf dem Haff angelangten mussten sie noch die Nehrung überqueren. Anna S hat mir erzählt, dass die Leute so lange wie möglich versucht haben nicht auf das Haff zu müssen, da sie gehört hatten, dass viele Menschen in dem Eis eingebrochen und ertrunken seien und auch die Pferdewagen auf dem Eis einbrechen würden. Trotzdem beschloss ihr Vater das Haff mit den Pferden zu überqueren. Sie hatten Glück, sie kamen ohne größere Komplikationen über das Haff. Kurz nachdem Anna S. und ihre Familie vom Haff runter waren fingen russische Kampfflugzeuge an die flüchtenden Menschen auf dem Haff zu bombardieren. Die Leute versuchten so schnell wie möglich aus der Nähe des Haffs weg zu kommen, denn die Bomben schlugen auch auf dem Festland ein. Vom Haff fuhren sie dann immer Richtung Schleswig-Holstein. Sie fuhren jeden Tag bis es dunkel wurde. Manchmal fanden sie nachts auf einem Hof Unterschlupf, aber manchmal mussten sie aber auch bei sehr niedrigen Temperaturen draußen auf dem Pferdewagen schlafen. Essen bekamen sie sehr oft von Bauern, aber es gab auch Tage, an denen sie gar nichts zu essen hatten. Nach sieben Wochen kamen sie dann endlich in Schleswig-Holstein an, wo sie in Vosberg auf einem Bauernhof Unterschlupf fanden. Die Familie von Frau S. wurde auf dem Bauernhof sehr freundlich aufgenommen, ihnen wurde ein Zimmer zur Verfügung gestellt und die Pferde konnten im Stall stehen. Im Oktober 1945 kamen sie dann nach Lippe und wurden vom Kreisamt auf Höfe verteilt. Die Familie von Frau S. kam auf einen Hof in Siebenhöfen. Auf dem Hof in Siebenhöfen hat man sie sehr freundlich aufgenommen und Herr und Frau S. haben dort Arbeit bekommen. In Siebenhöfen haben sie dann schließlich ihre neue Heimat gefunden und ihre beiden Kinder sind auf dem Hof aufgewachsen. Eine enge Freundschaft ist zwischen den Hofbesitzern und der Familie meiner Oma entstanden, die bis heute noch besteht. Aus der Sicht von Frau S. war der Integrationsprozess sehr unkompliziert und ihre Integration ist sehr gut gelungen. Die Menschen waren sehr hilfsbereit, was entschieden zum Integrationsprozess beigetragen hat. Kontakt zur ihrer alten Heimat hat Frau S. nicht mehr, da ihre Erinnerungen an die Flucht sehr schrecklich sind außerdem möchte sie ihre alte Heimat so in Erinnerung behalten, wie sie vor der Flucht war. Vor ein paar Jahren hatte sie sich doch einmal entschieden ihre alte Heimat zu besuchen doch dann konnte sie diese aus gesundheitlichen Gründen leider doch nicht machen. Meine Oma bekommt aber jedes Jahr ein Buch über ihre alte Heimat und ein guter Freund von ihr fährt manchmal noch in die alte Heimat und erzählt ihr dann von ihrem alten Hof. Heute wohnen Polen auf ihrem alten Hof, die den Hof immer mehr verfallen lassen. Frau S. ist der Meinung, dass man sich, so schrecklich die Flucht auch war, an sie erinnern muss, da es zum einem sehr wichtig ist zu wissen was damals passiert ist und zum anderen sollen die Menschen verstehen, das so etwas schreckliches nie mehr passieren darf.

von Lisa L.

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also meine stellung dazu ist folgende:

ich finde alle beiträge sehr ausführlich und genau, und können so mit das projekt vorantreiben! Mfg, Daniel Frieske