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Ein weiteres Problem zeigt die Bundesnetzagentur auf: Nach ihren Angaben sind bis zu 4450 Kilometer neue Leitungen notwendig, um den Süden mit dem Windstrom, der an der Küste erzeugt wurde, zu versorgen. Dazu bedarf es noch großer Investitionen. Außerdem wird der Ausbau des Stromnetzes durch langwierige Genehmigungsverfahren und Klagen, aber auch durch Lieferschwierigkeiten und technische Probleme verzögert.

Auch der Stromkonzern RWE wies die Bundesregierung darauf hin, dass es beim Anschluss der Offshore-Windparks in der Nordsee zu großen Problemen kommt. Dadurch sieht der RWE-Konzern den von der Bundesregierung geplanten Ausbau der Windparks als sehr gefährdet an, was er bereits in einem Schreiben an Wirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Röttgen mitgeteilt hatte. Der Bundesregierung wird vorgeschlagen, den so entstandenen Schaden durch eine Erhöhung oder Verlängerung der EEG-Vergütungen auszugleichen.

Des weiteren wird die Energiewende durch einen Streit in der Bundesregierung erschwert. So können sich Röttgen und Rösler nicht einigen, wer für welche Teilbereiche zuständig ist. Es wird sogar schon|vorgeschlagen, ein „Energieministerium“ einzurichten, um die Zuständigkeitsfrage zu klären.

Der einzelne Bürger kann den weiteren Entwicklung in der Energiewende mitbestimmen und vorantreiben, indem er sich weiter informiert und bei Wahlen seinen Einfluss geltend macht. Des weiteren bieten viele Stromanbieter sogenannte „Ökostromtarife“ an. Das sind spezielle Stromtarife, mit denen der Verbraucher die erneuerbaren Energien fördert, indem er nur Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenenergie kauft.

Diese Thematik macht deutlich, dass es nicht reicht, Wind- und Solarparks zu errichten, sondern dass es erforderlich ist, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, durch die die Energiewende auch praktisch umgesetzt werden kann. Verschiedene Stellen haben sich bereits intensiv mit dieser Problematik auseinander gesetzt, das Problem erkannt und arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen an einer realisierbaren Lösung.

Quellen

Lukas


„Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird, als dieses.“

Traditionell am letzten Tag des Jahres hielt die Bundeskanzlerin auch 2011 ihre Neujahrsansprache in Berlin. Aus den Ereignissen des vergangenen Jahres zog sie Bilanz und gab einen Ausblick auf das folgende Jahr 2012, gespickt von einer Vielzahl an Zielen, ob diese alle realisierbar sind? Wir werden sehen.

Die „politische Umgestaltung in Nordafrika“, die„Reaktorkatastrophe in Fukushima“ oder die Geburt des sieben milliardsten Erdenbewohners sind nur ein paar Ereignisse des vergangenen Jahres. Doch, was folgt 2012?

Ganz klar: Die „Schuldenkrise“(approve sites) geht weiter. Sie nimmt ihren Lauf und hält die Politiker sowie Bürger Europas in Atem. Auch am Ende von 2012 wird diese Krise nicht überwunden sein. Merkel spricht von der schwersten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten. Es ist nun mittlerweile zehn Jahre her, seitdem die Menschen in Europa das erste Mal mit dem Euro handelten. In dieser Zeit habe der Euro den Alltag einfacher und die Wirtschaft stärker gemacht. Auch in der Krise bewahrte er uns vor Schlimmerem.

Wären diese Krisen auch mit der DM möglich gewesen? Und welcher Weg führt aus der Krise? (siehe Artikel von Lina) Merkel zufolge muss alles daran gesetzt werden den Euro zu stärken und Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit zu ziehen. Dies sei jedoch nur möglich, wenn Europa mehr als bislang zusammenarbeitet und mit einer gemeinsamen Währung einen gemeinsamen Weg geht. Nur dann könne Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es hineingegangen ist.

Trotz all den Rückschlägen der Vergangenheit seien jedoch auch positive Momente in Deutschland zu verzeichnen: Seit einem halben Jahrhundert herrschen in Deutschland Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie und die Vereinigung Europas sei Merkel zufolge ein historisches Geschenk.

Auch dass in diesem Jahr fast alle jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bekommen haben und es so wenig „Arbeitslose“, wie seit 20 Jahren nicht mehr gibt, ist für Merkel ein Grund zur Freude: „Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird, als dieses.“ Von all dieser Zuversicht ist bei den Bürgern jedoch nicht sehr viel angekommen. Immer noch gibt es eine sehr hohe Zahl an Arbeitslosen und fast jeder unserer Mitmenschen kennt jemanden, der sich nicht zu den Menschen mit Ausbildungsplatz zählen kann.

Die Polizei und die Soldaten des Landes leisten täglich ihren Dienst und nur mit ihrer Hilfe kann ein sicheres Leben in Freiheit gewährleistet sein. Ihr Kampf gegen Terror und Gewalt aber auch jeder Hauch von Zivilcourage sei lobenswert und nützlich.

Erst im Herbst diesen Jahres wurden eine Reihe „rechtsextremer Verbrechen“ (Pia Alina berichtete) aufgedeckt. Diese Taten seien für die Opfer nicht wiedergutzumachen es sei jedoch unsere Pflicht, so Merkel diese Taten bis ins kleinste Detail aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Somit sei auch das Bestreben gegen Gewalt eine Daueraufgabe der Politik.

Um das Land weiterhin auf einem Level der Menschlichkeit und des Erfolgs zu halten, müsse es durch Familienstärkung kinderfreundlicher und durch eine Umstrukturierung des sozialen Sicherungssystems altersfreundlicher gemacht werden. Auch das Finanzsystem soll krisenfest sein und nicht weiterhin zu Lasten der folgenden Generationen werden.

Dasselbe gilt für die Umwelt, wobei der „Atomausstieg“ nun noch tatkräftiger umgesetzt werden soll (siehe Lukas).

Man merkt, 2012 hält einige Gipfel bereit und diese zu überwinden wird kein leichter, jedoch ein unerlässlicher Weg sein. An diesem Weg kann jeder einzelne mit bauen, denn Deutschland, so Heinrich Heine: - das sind wir selber. Hierzu lädt uns die Bundeskanzlerin, Angela Merkel ein ab Februar im Internet mitzudiskutieren und Vorschläge einzubringen.

Quellen

Miriam