Projekt der Klasse 10 a (2008)
Geschichte
In eigener Sache:
Unsere Seiten werden immer wieder auch von interessierten Außenstehenden gelesen. Wir freuen uns darüber. Manchmal werden auch einzelne Äußerungen oder Textpassagen kommentiert, kritisiert oder ergänzt.
Bei einem schmerzhaften Thema wie der Judenverfolgung muss jeder sorgfältig recherchieren und formulieren. Manchmal kommt das im Erarbeitungsprozess etwas zu kurz, so dass auch Formulierungen auf unseren Arbeitsplattformen zu finden sind, die nicht korrekt sind. Dafür entschuldigen wir uns, geben aber zu bedenken, dass diese WIKI-Seiten Arbeitsplattformen sind, die den Unterricht unterstützen. Sie geben oft den Prozess der Auseinandersetzung mit einem Problem wieder, nicht immer das Endergebnis.
Wir erhielten vor kurzem eine Mail von Herrn Jacek Schäfer-Jasinski:
Sehr geehrter Herr Fahrenkamp,
durch Zufall habe ich auf der Seite der Schule folgenden Text gesichtet:
„Judenverfolgung- Warum?“
Zur Zeit des zweiten Weltkrieges waren sehr viele Juden Geschäftsmänner und liehen auch vielen Leuten Geld, dass sie zu Wucherzinsen wieder eintrieben. Das waren teils Geschäftsleute, die mehr als einen in den Ruin getrieben haben. Heute würde man sagen, es sind clevere Geschäftsleute gewesen, aber das hat sie auch unbeliebt gemacht. Sicher waren das nicht nur Juden, aber eben größtenteils. Könnte ein Grund sein <<<<<<< „
Nun ich finde es gut wenn man sich solchen Themen widmet, gerade in unserer Zeit in der vieles etwas verflacht und man den Sachen nicht wirklich auf dem Grund geht.
Nun egal wer für diese Aussage verantwortlich zeichnet, sie ist auf der Schulseite und deswegen schreibe ich Sie an. So eine Aussage, obwohl sie teilweise sogar eine gewisse historische Berechtigung in der Vergangenheit hat, so stehen zu lassen, ist naiv, schädlich und FALSCH. Dass es die Antisemiten unter uns freut, ist ein auch Aspekt, den ich hier jedoch außer Acht lassen möchte.
So eine Teilwahrheit ist nicht hinnehmbar, eine der Maßen unkorrekte Aussage einer Schulseite nicht würdig. Sorry.
Vorerst, waren die Juden „zur Zeit“ des Zweiten Weltkrieges“ keine Geschäftsmänner, die Wucherzinsen nahmen, sondern Menschen, die einer bestialischen „Endlösung“ der deutschen Nazis zu entfliehen versuchten, meistens vergeblich, die in Ghettos, und Konzentrationslager gesteckt wurden, wo sie hungerten und starben, die gequält, vergast odererschossen wurden. Vor dem Krieg waren sie in allen Berufen vertreten, ob in Deutschland, Frankreich, Polen, Belgien usw. In Osteuropa , vor allem in Polen, gab es Millionen arme, sehr arme Juden, auch wenn auch dort ein Teil von ihnen, Ärzte, Anwälte, Wissenschaftler, Schriftsteller. Journalisten usw. waren.
Was die Juden in diversen Jahrhunderten vor dem Zweiten Weltkrieg angeht, da gehört die Information, dass den Juden damals die Ausübung der meisten Berufe nicht erlaubt war und dass man sie regelrecht dazu trieb sich mit dem Geldverleih ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch, dass die Juden kein Land besitzen durften um es zu bewirtschaften. Die Juden wurden oft zwischen dem Fürsten, den Adligen und dem Volk ausgespielt, da sie eine Rolle des Mittlers oder Verwalters zwischen verschiedenen Schichten des Volkes übernehmen mussten. Wie gesagt die für sie wählbaren berufe waren rar. Hier sollte man vermerken, dass der wirtschaftliche Neid der Nichtjuden, die jüdische Minderheiten immer wieder traf und sie zahllose Male enteignet und ausgewiesen wurden, um die Konkurrenz für die Christen auszuschalten, aber auch um sich am jüdischen Gut und Habe zu bereichern. Hierzu, kommt die Hetze der christlichen Kirchen gegen die Juden und die Behauptung, dass sie Jesus Christus ermordet haben, was so geschichtlich falsch ist, jedoch schreckliche Folgen für die Juden hat. Vielleicht sollte man auch erwähnen, dass Jesus, Maria, Josef, die Apostel und die meisten die Jesus folgten, alles fromme Juden waren und das die Kirche es einfach verschleiern wollte. Schließlich kommen die fremden Gebräuche und Sitten der Juden und oft damals, ihr fremdes Erscheinungsbild, also wie sie sich gekleidet haben und ihre Bärte und Schläfenlocken. So, man könnte weiter darüber nachdenken“ aber das würde ich gerne Ihren Schüler überlassen.
Mit freundlichen Grüßen
Jacek Schäfer-Jasinski
Herr Schäfer-Jasinski erlaubte uns ausdrücklich, seine Stellungnahme zu veröffentlichen.
Rolf Eickmeier
(Administrator)
| Jugend und Alltagsleben | Jaqueline D., Lisa K., Sandra K., Artur B., Laura P., Louisa H. |
| Ideologie und Machtergreifung, Zensur und Propaganda | Dominik E., Lennart S. |
| Judenverfolgung | Ann-Cathrin M., Nina F., Eduard P. |
| Konzentrationslager | Johann A., Lea I., Annabelle V., Clara M., Vanessa K., Annabel L. |
| Widerstand | Svenja R., Ricardo St., Sebastian I., Hauke L., Evelyn U. |
| Kirchen und Religion | Caroline G., Evelyn P. |
| Kriegspläne und Vorbereitungen, D-Day, Ende des Schreckens | Lauritz K., Ludwig H., Maurice T., Laura Sch., Maria K. |
Schwerpunkte jedes Themas: - Jugendliche - Spuren in Blomberg und Lippe
Zeitplan:
| Do, 21.2.08: | Grundlegende Absprachen zum organisatorischen Rahmen des Projekts und jeder Stunde, Sichtung des Materials |
| Fr, 22.2.08: | Verabredungen zu Themenumfang und Aufgabenteilung in den Gruppen; Büchereibesuch, Ausleihe benötigter Literatur |
| Do, 28.2.08: | Aufteilung in 2 Großgruppen--> Gruppe 1: Besuch der Stroop-Ausstellung, Gruppe 2: Gruppenarbeit zum Projektthema |
| Fr, 29.2.08: | s. Donnerstag: umgekehrt |
| Do, 06.3.08: | Arbeit in den Gruppen |
| Fr, 07.3.08: | Vertretungsstunde: Weiterarbeit in den Gruppen |
| reguläre Stunde: | Zwischenbericht, wichtige Fragen dabei: > Schwierigkeiten > Erarbeitungsschluss vor Ostern? > Schulfestbeitrag? |
| Do, 13.3.08: | - |
| Fr, 14.3.08: | - |
Kommentare zu der Ausstellung "Jürgen Stroop"
Bitte setzt eure guten Kommentare auf die Startseite der Homepage, als Kommentare zu dem dortigen Artikel über die Ausstellung.
Bitte denkt alle daran, einen Kommentar abzugeben.
Wir finden es schade, dass so wenig Lipper Jürgen Stroop überhaupt kennen. Auch ist es verblüffend, dass ein Mann aus Detmold so eine große Macht im Nationalsozialismus hatte und solch schreckliche Taten begangen hat. Wir kannten ihn vorher auch nicht und sind froh, dass wenigstens wir an unserer Schule die Möglichkeit haben uns diese Ausstellung anzuschauen.
Oft ist es ja so, dass solche Ausstellungen sehr langweilig und viel zu viele unwichtige Informationen enthalten. Aber diese ist zwar nicht so lang, bzw. groß wie andere, aber dies ist gerade gut. Auch sind die Bilder und Zitate sehr interessant und spannend. Außerdem ist die Ausstellung sehr informativ und anschaulich dargestellt.
von Lea I. und Vanessa K.
Ich fand die Ausstellung sehr gut. Zu mal waren die Informationen gut strukturiert und es war sehr gut verständlich. Es waren nicht zu viele Informationen und die Ausstellung enthielt verschiedene Zitate von Stroop, die die Ausstellung noch interessanter machte. Außerdem war es ein Beispiel von einem Mann der hier ganz in der Nähe aufgewachsen ist und das zeigte dass der Nationalsozialismus nicht nur in der Ferne seine Anhänger hat.
Von Annabel
Ich persönlich empfand die Ausstellung als sehr gelungen, da sie das Thema Jürgen Stroop von allen Seiten betrachtet und gut reflektiert hat. Auch gefallen hat mir, dass einmal gezeigt wurde, welchen Einfluss Menschen aus der Region Lippe zu Zeiten des Nationalsozialismus hatten.
Johann
Ich persönlich war entsetzt, dass in so geringer Entfernung eine Person aufgewachsen ist, die so grausame Verbrechen begangen hat. Auch wenn man durchaus behaupten kann, dass Jürgen Stroop kein fanatischer Überzeugungstäter war, kann ich mich trotzdem nicht in seine Situation hineinversetzen. Irgendwann hätte ihm doch eigentlich bewusst werden müssen, was für grausame Taten er begeht. Ich kann nicht begreifen, wie man so verblendet wird und so schreckliche Taten begehen kann, gerade weil er sehr um seine Familie besorgt war, denn er hat massenhaft Familien entzweit oder gar komplett ausgelöscht. Daher ist es mir unbegreiflich, wie er Tausende von Menschen umbringen konnte.
Ricardo
Ich persönlich fand die Ausstellung sehr interessant, da ich auch nicht wusste wer "Jürgen Stroop" war
und das ein Mann aus Detmoldt so eine große Rolle gespielt hat.
Ob Stroop ein gedankenloser Befehlsempfänger oder ein fanatischer Überzeugungstäter war, ist aber
nicht unbedingt genau zu bestimmen. Fakt ist, dass dieser Mann wohl meinte, nur als Helfer des Führers
Macht zu erlangen. Was solche Macht vor Auswirkungen hat, habe er ja schon in seiner Kindheit
erfahren. Doch WAS er mit seiner "Machtergreifung" als SS-Brigadeführer getan hat ist einfach nur
noch grausam und unüberlegt. Es ist echt unglaublich, wie viele Menschen nur dadurch sterben mussten!
Sein Lebenslauf wurde in der Ausstellung wirklich detailiert und eindrucksvoll, von seiner Kindheit bis zu seinem Todesurteil beschrieben. Besonders schön war die Verwendung vieler Zitate die, die Texte näher beschrieben und auch die Bilder, die mir noch genauer ein Bild von dem Mann machen liessen.
Es ist mir nun klar geworden, dass auch ein "Mann vom Lande" eine große Stellung, wie Stroop hier als Beispiel, im 3. Reich haben konnte. Das ist das Überraschenste und zugleich Erschreckenste was ich von dieser Ausstellung mitgenommen habe.
Laura S.
Das eine solche Führungs- und Ausführende Persöhnlichkeit aus unser nahen Umgebung kommt, hat mich ziemlich überrascht. Normalerweiße sucht man die Täter des 2. Weltkrieges immer in Berlin, Nürnberg usw. doch nie in der nahen Umgebung. Ich fand es höchst interressant, einmal einen näheren Einblick in die NS-Kaierre eines normalen Bürgers aus Lippe zu bekommen.
Die qualitativen Informationen, die auf den Plakaten angeführt wurden, fand ich besonders gut gewählt. Durch die Zitate Stroops konnte man sich besser in seine Lage versetzten und sein Handeln und seine Entscheidungen aus seiner Denkweise besser verstehen. Die offene Frage die über der gesamten Ausstellung hing, hat mich persöhnlich inspiriert genauer über die Geschichte Stroops nachzudenken!
Ludwig Hausmann
Ich persönlich fand die Ausstellung sehr interessant und war auch zugleich geschockt, dass ein Mann der in Detmold gelebt hat, derartige Massenmorde begangen hat. Für mich ist es unbegreiflich, wie man soetwas ohne schlechtes Gewissen machen kann. Schon nach dem ersten Mord müsste einem doch bewusst werden, was man für eine schreckliche Tat begangen hat - und das erst recht nach Tausenden von Toten.
Eigentlich ist es sehr traurig, dass die wenigsten Menschen in Lippe Jürgen Stroop kennen - auch ich kannte ihn nicht und fand es daher sehr gut, dass wir die Möglichkeit hatten uns die Ausstellung anzugucken, die im Allgemeinen gut aufgebaut war - nicht zu lang aber trotzdem sehr informativ!
Sandra K. und Lisa K.
In my opinion the exhibition was just great and very informative. Historical events happen but people nowadays don't really realize that everything what was done before has to do something with the place, they live now. An exhibition showed us evidently, that such people really existed, they lived close to us and they have had a lot of power, too. And sometimes they were not a good ones, either.
I was shocked reading how many evil things this man has done and how many people he just razed to the ground. I hope that Germany and other countries will never endure this time once again.
Maria K.
Ich persönlich fand die Ausstellung sehr gelungen.
Die Plakate haben die wichtigsten Informationen geboten, sodass wir in einer Stunde viel über Jürgen Stroop erfahren konnten.
Durch die Zitate die angeführt wurden, konnte man die Sicht- und Denkweise von ihm gut nachvollziehen.
Der Fragebogen hat geholfen sich mit einigen Themen intensiver zu beschäftigen und genauere Informationen zu erhalten.
Es ist verwunderlich, dass wir jemand so bedeutendes aus unserer Umgebung der so viele Morde begangen hat nicht kenen.
Ich hätte nicht erwartet, dass jemand so Schreckliches, der zu gleich auch so viel Macht hatte, aus einer kleinen Stadt wie Detmold kommt.
Von Nina Führer und Ann-Cathrin Müller
Wir sind der Meinung, dass die Austellung sehr informativ und interessant gewesen ist. Durch die Reihe von Informationen bekam man einen genauen Einblick in das Leben von J. Stroop. Es war aber auch sehr schockierend zu erfahren, wofür er eigentlich bekannt ist. Das Morden von vielen Menschen schien seine Berufung zu sein. So etwas ist abscheulich und sollte sich nie wieder in der Weltgeschichte passieren!
Evelyn Urban & Svenja Rissiek
Wir fanden , dass diese Austellung mal einen sehr wichtigen anderen Aspekt der Geschichte gezeigt hat : Normalerweise spricht man nur über Verbrecher im Nationalsozialismus , die nicht wirklich mitunserem Umfeld zu schaffen haben: meistens kennt man die Biographien derer, die irgendwo in Berlin oder anderen großen Städten schreckliche Verbrechen begangen haben .Man wird nicht damit konfrontiert , dass so etwas auch hier in Lippe , in Detmold, also genau vor "unserer Haustür" geschehen konnte.
Zum anderen finden wir es beeindruckend , dass die Studenten , die diese Ausstellung erarbeitet haben, die Frage offen lassen , ob Stroop ein " Gedankenloser Befehlsempfänger oder fanatischer Überzeugungsäter" war.
Das hat uns wirklich dazu angeregt ,sich viele Gedanken zu machen und dieser äußerst schwierigen Fage auf den Grund zu gehen und eine zufriedenstellende Antwort zu finden.
Artur und Laura P.
Die Ausstellung hat mir gefallen, da die Texte gut strukturiert und leserlich dargestellt waren.Innerhalb von 30 Minuten konnte man sich einen guten Überblick über das Leben von Jürgen Stropp machen und wusste alles Wissenswertes und konnte so die Fragen auf dem Fragebogen gut beantworten. Ich fand es sehr interessant, besonders dadurch, dass Jürgen Stropp aus Detmold kam und eine größere Rolle im NS-Regieme führte. Außerdem hätte ich nicht gedacht, dass so ein kalter, todbringender, total vom Rassenunterschied überzeugter Mensch aus Lippe kommt und für den Tod von so vielen unschuldigen Menschen verantwortlich ist.
von Lauritz
Also ich fand die Ausstellung sehr interessant. Mich hat es echt gewundert, dass dieser Mann aus unserer näheren Umgebung so wiel Einfluss hatte und eine solche "Karriere" gemacht hatte. Es war wirklich erschreckend, was Stoop bewirkt hat und wie viele Menschen zu seinen Opfern wurden. Es war eine gute Idee diesen Mann als Beispiel von Nationalsozialisten zu nehmen, weil einem dabei klar wird wie "nah" man eigentlich selbst dem Nationalsozialismus steht, wenn man bedenkt, dass Stroop aus nächster Nähe kam.
Clara