Protokoll
21.2.2008
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Kirchen im Dritten Reich (ausgedruckt)
Ha: Bücher über Kirchengeschichte lesen und Notizen rausschreiben
22.2.2008
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Ha. lesen und Notizen
-Unterthemen: Hitlers Stellung zu Kirchen
Widerstand der Kirchen
" Wie sie mitgemacht haben"
28.02.08: Recherche
06.03.08: Recherche, Ha:Caroline: lesen
Evelyn: Material lesen, sortieren
Definition: Staatskonkordat
Ein Staatskirchenvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Staat bzw. einer seiner Untergliederungen (in Deutschland insbesondere die Länder) und einer Religionsgemeinschaft. Soweit es sich um eine nicht-christliche Religionsgemeinschaft handelt, wird mitunter auch (missverständlich) von einem Staatsvertrag gesprochen (etwa "Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland").
Staatskirchenverträge mit der römisch-katholischen Kirche, genauer: mit dem Heiligen Stuhl heißen Konkordate (lateinisch concordatum: Vereinbarung, Vertrag). Nach strengem römischem Sprachgebrauch schließt der Papst ein Konkordat nur mit einem katholischen Staatsoberhaupt, während die Verträge mit nicht-katholischen Regierungen Konventionen heißen.
Staatskirchenverträge mit nicht-katholischen Religionsgemeinschaften, insbesondere mit evangelischen Kirchen, bezeichnet man dagegen als Kirchenverträge.
Bericht Gottesdienst!!
Ein echter Gottesdienst – kein Vortrag wie bei den EvangelischenKurz vor ihrer Hinrichtung erlebte eine protestantische Kämpferin gegen den Nationalsozialismus vor dem Tabernakel und bei der Messe, was den meisten Katholiken fremd geworden ist.(kreuz.net) Am 22. Februar 1943 wurde die 21jährige Sophie Scholl wegen ihres Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in München enthauptet.
Die nach dem Krieg berühmt gewordene Studentin stammte aus einer evangelischen Familie. Doch in ihrem Tagebuch und in ihren Briefen gibt es auch interessante Aussagen zum Katholizismus.
So schreibt Sophie Scholl am 11. April 1941 im baden-württembergischen Krauchenwies in ihr Tagebuch:
„Ich möchte sehr gerne einmal in die Kirche, nicht in die evangelische, wo ich kritisch den Worten des Pfarrers zuhöre. Sondern in die andere, wo ich alles erleide, nur offen sein muß und hinnehmen.“
Sophie SchollAm 4. November 1941 schreibt sie in Blumberg an der schweizerischen Grenze folgendes ins Tagebuch:
„Ich war Samstag nachmittag in der Kirche. Angeblich, um Harmonium zu spielen. Es war ganz leer. Es ist eine kleine bunte Kapelle.
Ich versuchte zu beten. Ich kniete hin und versuchte zu beten. Dabei aber dachte ich: Du mußt dich schicken, damit du bald aufstehen kannst, bevor jemand kommt.
Ich hatte keine Angst, wenn fremde Menschen mich knien sehen würden. Aber vor Hildegard hatte ich Angst, sie könnte hereinkommen. So mochte ich mein Verschwiegenstes nicht preisgeben.
Wahrscheinlich ist das falsch, wahrscheinlich falsche Scham.
Darum wurde mein Gebet auch hastig, und ich stand auf, wie ich vorher niedergekniet war. Ich war gar nicht bereit gewesen, ich wollte bloß etwas erzwingen.“
In einem in Ulm geschriebenen Brief an Lisa Remppis berichtete sie vom Besuch der Vigil am Osterfest des Jahres 1942:
„Gestern sind wir ganz früh, schon um 4 Uhr aufgestanden, um zur Osterliturgie in der Söflinger Kirche recht zu kommen. Doch kamen wir trotzdem ein bißchen zu spät und sahen nicht mehr, wie das Feuer aus einem Stein geschlagen wurde, um die Osterkerze zu entzünden.
So sehr ich das Bedürfnis nach dieser Art des Gottesdienstes habe, denn es ist wirklich Gottesdienst, und nicht ein Vortrag wie in der evangelischen Kirche, braucht es doch sicher eine Übung oder Gewohnheit, um ganz mitzuerleben und nicht abgelenkt zu werden von dem Schauspiel, das einem geboten wird.
Dieses Schauspiel gerade wird ja ein tiefes inneres Erlebnis, wenn man den Glauben hat. Da geht es mir aber so:
Ich möchte hinknien, weil es richtig ist meinem Empfinden nach, aber ich habe Hemmungen vor denen, die mir zuschauen könnten, vor allem, wenn jemand Bekanntes dabei ist.
Ich möchte mich beugen vor einem Bilde Gottes, weil man nicht nur empfinden, sondern dieses auch äußern müßte, aber wiederum habe ich Hemmungen.
Deshalb bin ich nie ungeteilt dabei, wenigstens bis jetzt noch nicht.“
Zitate aus: Jens, Inge (Herausgeber): Hans Scholl und Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen. Frankfurt am Main 2005 (1. Auflage 1988)