Umbau der Gesellschaft auf regenerative Energie - denkbar und möglich?
SoWi-Zusatzkurs 13, November 2009
Nico Hammann
3. Regenerative Energieerzeugung, eine Alternative zur Herkömmlichen Energieerzeugung?
Um den Planeten Erde für sich als Lebensraum zu retten setzt die Menschheit ihre Hoffnung auf regenerative Energien. Um diese regenerativen Energien möglichst ausgiebig zu nutzen wurden verschiedenste Techniken entwickelt. Es gibt z.B. die Photovoltaik und die Solarwärme. Diese beiden Möglichkeiten zu Gewinnung von regenerativer Energie nutzen die Sonne um Energie zu produzieren. Weitere Quellen alternativer Energie sind die Nutzung von Windkraft, Wasserkraft, Geothermie und die Nutzung von Biomasse.
Einige Techniken zur Nutzung sind neu und andere haben eine ca. 100 Jahre alte Geschichte. Im Folgenden werden die zuvor genannten Techniken einmal kurz beschrieben.
1.Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Dies geschieht mit Hilfe von Solarzellen, welche aus Silizium bestehen. Silizium steht uns auf der Erde nahezu unbegrenzt zur Verfügung, da z.B. Sand überwiegend aus Siliziumoxid besteht.
- begrenzte Lebensdauer von Solarzellen: ca. 25-30 Jahre
- es werden große Flächen zur effektiven Nutzung benötigt
- Herstellung von Solarzellen nahezu unbegrenzt möglich
- tägliche Sonnenbestrahlung – unbegrenzte Nutzung
- keinerlei Umwelt belastende Auswirkungen
2.Solarthermie nennt man die Umwandlung des Sonnenlichts in Wärme. In schwarzen Rohrleitungen wird ein Wasser-Glykol-Gemisch sonnenbestrahlt. Die erhitzte Flüssigkeit kann dann zur Raumerwärmung oder Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Eine andere Art der Nutzung von Solarthermie ist der Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung. Dabei wird der bei der Wassererwärmung entstehende Wasserdampf zum Antrieb dieser Turbinen verwendet. Bei Solarturmkraftwerken wird die Brennkammer auf einen Turm gebaut und die Sonneneinstrahlung mit Hilfe von verstellbaren Spiegeln auf das Medium gebündelt. So entstehen Temperatur von bis zu 1000 °C und es kann schneller mehr Dampf produziert werden.
(siehe auch „Photovoltaik“)
3.Das wohl älteste Prinzip zur Nutzung von Erneuerbaren Energien ist die Windkraft. Die Idee die Bewegungsenergie der Luft zu verwenden um Arbeit verrichten zu lassen hatte man schon im Altertum.
Modernste Technik ermöglicht es Windmühlen zu bauen, die so konzipiert sind, dass sie sich in jede Windrichtung drehen können und so, mit dem eingebauten Generator, eine maximale Energieausbeute erbringen können. Die Leistung einer solchen Anlage ist dazu noch von Rotorgröße und Windgeschwindigkeit abhängig, was dazu führt dass diese Technik nur, wegen den Windgeschwindigkeiten, an ausgewählten Standorten eingesetzt werden kann.
Windräder können sowohl „on-shore“ (an Land), als auch „off-shore“ ( im Meer) installiert werden.
Leider sind die Windräder keine optische Bereicherung für die Landschaft in der sie installiert werden, darum werden hierfür unbesiedelte Landstriche Bevorzugt.
- Mit der wohl günstigsten Art Strom zu erzeugen wurden im Jahr 2007 22247 Megawatt von 19400 Windenergieanlagen produziert, was immerhin ein Anteil von 7,2% am deutschen Stromverbrauch entspricht.
4. Die Nutzung von
Wasserkraft ist ein altes Prinzip, früher z.B. angewandt bei den Wassermühlen, welche heutzutage nahezu komplett abgeschafft sind. Heute wird die Strömung des Wassers zum Antrieb von Turbinen gebraucht. Die linearen Bewegungen des Wassers werden dabei durch die Turbine in Rotation versetzt und damit ein Generator angetrieben, welcher Strom erzeugt.
Die wohl bekannteste Art der Nutzung von Wasserkraft sind die Speicher- und Pumpkraftwerke. Bei dieser Art von Kraftwerken wird Wasser über einen bestimmten Zeitraum gespeichert und bei Bedarf durch die Turbinen abgelassen in ein unterhalb liegendes weiteres Speicherbecken oder einen Fluss. Bei den Pumpkraftwerken wird das abgelassene Wasser später wieder in das höher liegende Becken zurückgepumpt.
Eine weitere Möglichkeit der Wasserkraftnutzung sind die Gezeiten- und Wellenkraftwerke.
Hierbei werden zum einen die Gezeiten Ebbe und Flut genutzt. Bei Flut füllt sich ein Speicherbecken und bei Ebbe leert sich dieses wieder. In beide Richtungen fließt das Wasser durch Turbinen, sodass diese Art der Stromgewinnung doppelt effektiv ist. Das Prinzip bei den Wellenkraftwerken ist sehr ähnlich. Eine Welle drückt Wasser in eine Kammer, bei einem so genannten „Wellental“ fließt es wieder hinaus. Dadurch entsteht eine Luftzirkulation, welche zusätzliche Turbinen antreiben kann.
- Nahezu unbegrenzte Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten
- keine Umwelt belastende Auswirkungen
- sehr hohe Effektivität
5. Geothermie heißt Erdwärme und meint die Wärme, die im Innern unseres Planeten vorhanden ist und in der Hauptsache durch das heiße (und flüssige) Magma entsteht. Man nutzt einerseits Heißes Quellwasser und Andererseits Wärme, die mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche entzogen wird. Je nach Temperatur wird diese entzogene Wärme für das Beheizen von Räumen und Gebäuden, aber auch bei besonders hohen Temperaturen, zum Antrieb von Turbinen und Generatoren für die Stromerzeugung verwendet.
Diese Art der Energiegewinnung hat keine direkten Auswirkungen auf die Umwelt.
- Erdwärme steht für die nächsten Jahrhunderte unbegrenzt zur Verfügung und hat keine schädlichen Nebenwirkungen.
- Die Geothermie erfüllt in jedem Fall die Kriterien der Nachhaltigkeit
- Geothermie könnte, bei kostengünstiger Instalation, ein wichtiger Energieliferant im Einfamilienhaussektor sein.
6. Bioenergie ist die Energie, welche aus Biomasse hergestellt wird. Dafür werden organische Stoffe, wie Mais, Holz, Getreide oder Raps benötigt. Daraus entstehen die Produkte Biogas, Pflanzenöle, als auch Bioabfälle. Der Anbau von Biomassen ist ökologisch nicht sinnvoll, da eine zu große Fläche benötigt werden würde um den Energiebedarf zu decken. Zum Beispiel das Biodiesel: Um den gesamten Jahresverbrauch Deutschlands durch Biodiesel zu ersetzen, bräuchte man eine Fläche vierfach so groß, wie Deutschland.
Eine weitere Biomasse ist das Biogas. Es entsteht durch spezielle Verfahren und Verfaulung von organischen Stoffen, wobei Methan erzeugt wird. Dieses Gas dient zumeist als Brennstoff für Blockheizkraftwerke zur Stromerzeugung oder zu Heizzwecken. In den Biogasanlagen können nahezu alle organischen Stoffe verwendet werden, sodass man sich nicht auf einen speziellen Stoff, wie Raps reduzieren muss.
- Größe Anbauflächen von Nöten
- Relation Anbau – Energiegewinnung nicht ausreichend
- auch Abfälle von organischen Stoffen finden Verwendung
- teilweise Reduzierung von CO2-Ausstoß
Fazit:
Der Umbau der Gesellschaft mit Bedacht auf die Nachhaltigkeit ist durchaus möglich, jedoch wird dafür noch einige Zeit benötigt werden, da es zum momentanen Zeitpunkt noch größere Komplikationen gibt. Zum einen haben sich die oben genannten Möglichkeiten der regenerativen Energien noch nicht durchgesetzt und zum anderen ist ein solcher Umbau mit extrem hohen Kosten verbunden. Allerdings wäre ein Umstieg nicht nur möglich, sondern auch sehr wichtig für die Umwelt und das Klima. Natürlich sind nicht alle alternativen Energien ausschließlich von Vorteil, doch bei der Masse der Möglichkeiten ist es sehr sinnvoll, möglichst viele von den oben genannten Prozessen umzusetzen.
http://www.alternative-energie-24.de/
Tobias und Manuel
Kommentar:
Regenerative Energien, die vor die Kraft der Natur nutzen, um nachhaltige Versorgung zu gewährleisten, werden in diesem Artikel gut und ausführlich beschrieben. Vor allem die stichpunktartigen Zusammenfassungen zum Abschluss der jeweiligen Paragraphen geben dem Leser einen strukturierten Überblick, der die wichtigsten Aspekte nochmals festhält, aber auch Pro und Contra der jeweiligen nachhaltigen Energieform aufzählt.
Es werden zum einen der Allgemeinheit eher unbekannte Praktiken wie die Photovoltaik oder Solarthermie erläutert, zum anderen aber auch altbekannte Methoden wie die Wind- oder Wasserkraft nicht vergessen und deren Neuerungen und Modernisierungen beschrieben.
Das abschließende Fazit ist durchaus schlüssig und nachvollziehbar und geht auf die einleitende Fragestellung ein. Zudem wird die Problematik erwähnt, die ein Umbau der Gesellschaft mit sich bringen würde.
Auch wir sehen das größte Problem in der Finanzierung erneuerbarer Energien. Da der Klimawandel ein globales Thema ist und da die Erderwärmung auch global gestoppt werden muss, ist nicht nur Deutschland von dem Umbau der Gesellschaft auf regenerative Energieerzeugung und den daraus resultierenden finanziellen Problemen betroffen. Vor allem in ständing wachsenden Ländern wie Indien, Brasilien oder China dürfte die Nutzung regenerativer Energien vor allem an der Finanzierung scheitern. Hier sind die Politiker gefragt, damit nicht Geld die einzige Hürde für effektiven Klimaschutz ist.
L.Fischer und K.Mansfeld
4. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und regenerative Energien
Die Frage, ob eine an Nachhaltigkeit orientierte Gesellschaft durch erneuerbare Energien aufzubauen ist, stellt in der heutigen Zeit ein umstrittenes Thema dar.
Um der Antwort auf den Grund zu gehen, befasst sich der folgende Text einleitend mit der Definition von Wirtschaftswachstum und zeigt anschließend dessen Gefahren und Grenzen auf, welche hauptsächlich durch die Knappheit der zur Energieversorgung benötigten Ressourcen bestimmt werden.
Abschließend wird auf den Aspekt der Nachhaltigkeit eingegangen, die vor allem im Bereich der Energieversorgung elementar ist, um die an Wachstum orientierte Wirtschaft dauerhaft fortführen zu können.
Wirtschaftswachstum bedeutet zunächst die Erhöhung des Bruttosozialproduktes und/oder des Bruttoinlandsproduktes. Für die Gesellschaft bedeutet das höhere Lebensqualität, die sich in der Vorhandenheit zahlreicher Dienstleistungen, Institutionen, Infrastrukturen und Gütern zeigt. Um den Lebensstandard zu erhalten, oder möglichst noch zu verbessern, wird ununterbrochen Wirtschaftswachstum angestrebt.
Außerdem bedeutet eine sich profilierende Wirtschaft in den Augen vieler Befürworter Arbeitserhaltung und -beschaffung und sei für das Überwinden der Diskrepanzen zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten hilfreich. Man könne kaum jemandem etwas wegnehmen, „leichter sei es, den Zuwachs stärker zugunsten sozial schwächerer Schichten zu verteilen“.
Quelle:Greenpeace
Laut Stimme der allgemeinen Kapitalgesellschaft muss das Wirtschaftswachstum also weiter fortschreiten, damit der individuelle sowie allgemeine Wohlstand erhalten bis vergrößert werden kann. Ob eine wachsende Wirtschaft jedoch dass Wohlbefinden der Menschen steigert, ist fraglich.
Abgesehen davon, dass gegensätzliche Stimmen z.B. behaupten, Wachstum gefährde den „sozialen Ausgleich“ Quelle:Greenpeace, hat Wirtschaftswachstum auch andere Grenzen, wie vor allem die längst nicht mehr unendlich vorhandenen Rohstoffe. Der Verbrauch natürlicher Ressourcen gefährdet nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Umwelt.
Von zwar effizienten, jedoch umweltschädlichen Energieträgern muss abgelassen werden, denn die Gefahr einer Klimakatastrophe ist momentan aktueller denn je. Die Zerstörung der eigenen natürlichen Lebensgrundlagen ist wohl das ausschlaggebende Problem, dem sich Entwickler regenerativer Energieträgern widmen.
Ein Grundstein nachhaltiger Wirtschaft ist also die „Dezentralisierung“ des Energiesystems statt „Monokultur“ (Zitat von http://www.hamm.de/sonne-fuer.die-welt/zusamm/b_wir_3.html ) .
Geothermische Energie, Biomasse, Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie sind zum einen Beispiele für umweltverträgliche Möglichkeiten der Energiegewinnung, aber auch Beispiele für die Unabhängigkeit von anderen Staaten durch lokale Produktion. Durch ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der neuen Technologien ist absehbar, dass die Kosten für den Verbraucher sinken werden, und die regenerative Energie verbraucherfreundlich machen.
Die Nachhaltigkeit in diesem Aspekt besteht darin, dass die Umwelt geschützt wird, aber auch darin, dass Arbeit geschaffen wird. Laut Greenpeace sei mit „ca 120.000 neuen Arbeitsplätzen im Energiewirtschaftsbereich Deutschlands zu rechnen“.
Die Umstellung vom alten System auf ein nachhaltiges erfodert zunächst viele Kosten, vermutlich sehr viel Disziplin und möglicherweise auch einige Einschränkungen in dem bislang ausschweifenden Konsumleben. Jedoch ist Nachhaltigkeit im Sinne der Generationsverantwortlichkeit absolut notwendig, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, denn ohne diese nützt auch ein noch so großes Wirtschaftswachstum nichts. Und für den Erhalt der Umwelt nützt es nichts, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und immer wieder auf Technologien zu hoffen, die einem das Leben in verschlechterten Umweltbedingungen ermöglichen, sondern aktiv an der Begrenzung von Umweltschädigung zu arbeiten.
Das Kyoto-Protokoll ist bereits ein Ansatz, dem viele regierungsinitiierte sowie persönlich motivierte Maßnahmen folgen müssen, um eine nachhaltige Wirtschaft mithilfe regenerativer Energien aufzubauen.
Konstantin Mansfeld,
Lisa Fischer
Quellen:
http://www.greenpeace.de
http://www.hamm.de
http://www.klimaktiv.de
Kommentar:
Liebe Lisa, lieber Konst(antin). Euer Text ist logisch aufgebaut und verknüpft das Thema Wirtschaftswachstum gut mit dem Thema der regenerativen Energien. Die Sinnabsätze geben dem Leser die Möglichkeit, euren Text auf einfache Weise zu verfolgen.
Lisa C. und Irina R.
Kommentar:
Liebe Lisa, lieber Konstantin,
mit Interesse habe ich euren Text gelesen. Die ausführliche Einleitung hat mir sehr gut gefallen, da sie dem Leser/der Leserin einen ersten Überblick auf das was kommt verschafft und desweiteren auch noch eine Definition des Wortes Wirtschaftswachstum beinhaltet. Dies halte ich für sinnvoll und hilfreich. Der durchaus kritische Hauptteil weiß durch logisch belegte Aussagen und Ideen zu überzeugen (auch wenn leider nicht alle Links funktionieren). Ein abschließendes Fazit vermisse ich ein wenig, doch alles in allem habt ihr hier einen gut gegliederten und hilfreichen Text geschaffen. Man erkennt, dass ihr euch Mühe gegeben habt.
Dominik H.
5. Chancen regenerativer Energieerzeugung
Das derzeitige Problem läuft durch die Medien und ist den meisten Menschen bewusst: Das Klima wandelt sich, Rohstoffe werden knapper, die Rezession ist tief. Daher werden Forderungen nach regenerativen Energiequellen immer lauter. In Zeiten einer wirtschaftlichen Krise wäre die Nutzung erneuerbarer Energien von großem Vorteil, da man Wachstum braucht, um aus der Krise zu kommen und daher viel produziert werden muss. Um viel zu produzieren wird natürlich auch viel Energie benötigt und das würde in der aktuellen Situation einen hohen CO2- Ausstoß zur Folge haben.
Erneuerbare und naturfreundliche Energiequellen wären daher sehr vorteilhaft, da sie immer wieder Energie liefern und kaum Schadstoffe ausstoßen. Somit würden Energie und Ressourcen effizienter genutzt. Die Natur würde geschützt. Mit Blick auf die derzeitige Klima- Situation ist dies natürlich ein starkes Argument.
Doch es gibt auch noch andere Argumente, die für regenerative Energieerzeugung sprechen. Gerade für mittelständische Betriebe würden sich sehr große Vorteile ergeben. Rechnungen ergaben, dass im Verlauf von 10 Jahren, somit 20% Energie- und Materialkosten eingespart werden könnten. Außerdem könnten 700.000 neue Arbeitsplätze entstehen und das Bruttoinlandsprodukt stiege um 10%.
Eine andere Studie ergab, dass der Staatshaushalt um ca. 20 Milliarden Euro entlastet würde, Umsätze, Löhne und Gewinne der Unternehmen steigen würden und kleine sowie mittelständische Unternehmen Material im Wert von 11 Milliarden Euro sparen könnten. Dies sind sehr gute Argumente für die Nutzung regenerativer Energiequellen.
Hinzu kommt, dass Unternehmen auch im internationalen Sinne ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern könnten. Auch im Gastronomie- und Hotelbereich ließen sich massive Energiekosten von bis zu 30% einsparen.
Wenn man sich diese Zahlen und Statistiken ansieht, ist dies natürlich auch ein Grund zur Nachahmung durch private Haushalte. Die Menschen könnten somit selbst Verantwortung für die Natur übernehmen und längerfristig viel Geld und Energie einsparen. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Umrüstung auf erneuerbare Energien durch den Staat gefördert wird. Auch durch diesen Anreiz wurden 1,6 Milliarden Euro in Heizsysteme mit erneuerbaren Energien investiert.
Man sieht also, dass ein Umbau der Gesellschaft auf regenerative Energieerzeugung quasi nur Vorteile für das ganze Land, ja sogar für die ganze Welt, mit sich bringen würde. Ein Umrüstungsprozess wäre daher eine sehr logische und lohnende Sache.
Ein radikaler Ausstieg aus dem Atomenergieprogramm wäre aber voreilig. Man sollte von Zeit zu Zeit Atomkraftwerke immer weiter abschalten und das Netz Regenerativer Energieerzeugung immer weiter entwickeln und ausbauen. Dies würde Stabilität gewährleisten und eine gesunde Zukunft ermöglichen.
Dominik H.
Kommentar:
Lieber Dominik,
deine Thesen sind durch plausible Argumente gut begründet. Zudem gefällt uns, dass du wichtige Stichwörter fett markiert hast.
Uns stellt sich zum Ende nur die Frage: WER soll den Umbau der Gesellschaft auf regenerative Energieerzeugung bezahlen? Uns scheint dies mit viel, viel Geld verbunden zu sein...
Irina R. und Lisa C.
Kommentar 2:
Lieber Dominik,
du hast für deinen Text eine sehr gelungene Einleitung verfasst, in der du die Grundproblematik der fossilen Energiequellen in angemessener Kürze darstellst. Im weiteren Text konzentrierst du dich auf das eigentliche Thema, die erneuerbaren Energiequellen, auf welche du deinen Schwerpunkt setzt. Hier findest du treffende Worte für eine angemessene, sachliche Evaluation der verschiedenen Maßnahmen, jedoch solltest du die der gelungenen Illustration dienenden Fakten (Zahlen, Daten) unbedingt mit Quellenangaben belegen!!!
Abgesehen von dem genannten formalen Fehler schaffst du einen guten Überblick, indem du einen unkomplizierten Übersichtstext mit Einsteigercharakter verfasst hast.
Lisa Fischer und Konstantin Mansfeld
Kommentar zu Photovoltaik:
Was die regenerative Energie in Form von Photovoltaik angeht, wollte ich noch was loswerden. Bei Frontal 21 hatten sie letztens einen Bericht dadrüber, wie das finanziert wird. Es heißt ja immer, dass Photovoltaik vom Staat gefördert wird, dabei sind es leider mal wieder die "dummen" Verbraucher. Sie bezahlen für den Strom aus der Steckdose Geld in die Staatskasse. Dieses Geld kommt wiederum den Haushalten zu Gute, die sich für Photovoltaik entschieden haben. Pro Kilowattstunden Strom erhalten diese nämlich einen bestimmten Betrag.
Klingt logisch, finde ich, wo soll das Geld auch herkommen? Doch meiner Meinung nach kann es nicht sein, dass dadurch der Strompreis für die anderen Verbraucher mit "Steckdosenstrom" erhöht wird, vor allem in diesen Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise. Es müssen andere Wege gefunden werden. Als erstes würde ich da bei der Kürzung der Managergehälter anfangen, oder würde zumindest verbieten, dass die Aktionäre, die sich verschätzen und somit dafür verantwortlich sind, dass Unternehmen Insolvenz anmelden müssen und viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, dafür noch enorme Abfindungen bekommen. Das verstehen Lisa und ich nicht. Und dieses Geld für die Abfindungen wird wahrscheinlich auch aus der Staatskasse genommen, oder wie!?! Dann stehen wir Verbraucher dafür gerade, was die "hohen Tiere" verzapft haben. Schöne Aussichten sind das.
Wir haben seit Kurzem Photovoltaikzellen auf dem Dach, aber natürlich nicht, um den anderen Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern um unseren Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt zu leisten. Das Thema betrifft ja uns alle und deshalb sollte, denke ich, auch jeder sein Bestmöglichstes dafür tun.
Irina Rau
6. Können die zurzeit genutzten Energieträger ersetzt werden und eine an Nachhaltigkeit orientierte Wirtschaft aufgebaut werden?
Zurzeit nutzt die Welt zu 34% Erdöl, 27% Kohle und 21% Gas als Energieträger. Das sind insgesamt 82% des Energieträgeranteils, die nur begrenzt vorhanden sind und somit in absehbarer Zeit nicht mehr vorhanden sein wird.
Um eine nachhaltig orientierte Wirtschaft aufzubauen, sollten erneuerbare Energieträger eingesetzt werden. Diese wachsen ungefähr in der Zeit und an dem Ort, wo er verwendet wird nach. Im Moment werden diese nur zu 13% genutzt. Im Interesse der Umwelt sollten diese Statistiken grundlegend geändert werden.
Zu einem der vorteilhaftesten nachhaltigen Energieträger gehört Geothermie. Es sind zwar aufwendige Vorarbeiten notwenig, da man mit Wärmesonden in die tieferen Erdschichten eindringen muss. Des Weiteren sind sie nicht überall realisierbar, da trotz gegebenen geologischen Vorraussetzungen nicht an allen Orten Erdwärme genutzt werden kann. Außerdem ist eine Energiezufuhr für Wärmepumpen notwendig. Somit muss Energie eingesetzt werden, um die Erdwärme nutzen zu können.
Allerdings spricht auch vieles dafür, z.B. dass die Restwärme der Erde dauerhaft genutzt werden kann, da diese niemals versiegen wird. Auch die Atmosphäre wird nur wenig durch CO2 - Ausstoß belastet, was gegen die globale Erwärmung hilft. Mit Erdwärme lässt sich nicht nur elektrischer Strom und Wärme erzeugen, sondern in den Sommermonaten kann es auch zur Klimatisierung von Gebäuden genutzt werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind somit sehr vielseitig. Somit lässt sich sagen, dass das Zukunftspotential von Erdwärme sehr groß ist aber sehr vom Standort abhängt.
Wasserkraft gehört ebenfalls zu den erneuerbaren Energieträgern. Ihre Nachteile bestehen darin, dass sie vergleichsweise hohe Investitionskosten haben. Zudem entstehen häufig große Entfernungen zwischen günstigen Wasserkraftstandorten und Verbraucherzentren. Des Weiteren ist die Energieerzeugung sehr unregelmäßig und überstaut anderweitig nutzbare Flächen und ökologisch wertvolle Lebensräume.
Das Wasserkraftwerk, das die mechanische Energie des Wassers in elektrischen Strom umwandelt, besitzt auch viele Vorteile. Zu diesen gehören z.B. dass sie die natürlichen Ressourcen nicht verbrauchen und keine Emissionen von Schadstoffen entstehen. Die Anlagen haben eine hohe Lebensdauer und die Energiespeicherung ist möglich. Zudem entstehen nur niedrige Betriebskosten aufgrund geringer Erfordernisse an Wartung und Bedienung.
Eine solarthermische Anlage arbeitet mit Hilfe von Solarzellen oder Kollektoren, die auf dem Dach installiert werden. Auf diese umweltschonende Art und Weise kann man Wärme erzeugen. Diese kann nun eingesetzt werden, um die Heizung im Haus zu betreiben, ebenso kann das Wasser zum Duschen erwärmt werden. Dabei wird ausschließlich die Energie der Sonne genutzt, sodass man der Umwelt keinen Schaden zufügt und auch keinerlei Reserven angreift, die sich mit der Zeit aufbrauchen. Die Energie der Sonne ist nach wie vor schier unerschöpflich.
Die Vorteile der Solarthermie Anlage liegen also klar auf der Hand: Auf der einen Seite Umweltfreundlichkeit, auf der anderen niedrige Heizkosten.
Doch es finden sich leider auch einige Nachteile. Die Kosten für die Installation einer solchen Anlage sind sehr hoch. Ohne staatliche Förderungen für die Inbetriebnahme solcher Anlagen würde man kaum in diese investieren. Denn die Kosten amortisieren sich erst nach einiger Zeit. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Energieverbrauch bei der Herstellung der Solarzellen bzw. Kollektoren. Des Weiteren muss bei dem Standort Deutschland bedacht werden, dass hier keine optimale Sonneneinstrahlung gegeben ist, d.h. südliche Regionen, in denen die Sonne deutlich häufiger scheint und die zu dem ausreichend Platz auch für große Anlagen bieten, sind besser geeignet, um solare Wärme zu nutzen.
Jelena B. und Jana B.
7. Energiesparen fängt zu Hause an
Der Klimawandel nimmt immer mehr Form an, um dies zu verhindern oder wenigstens zu mindern, muss jeder einzelne bei sich zu Hause anfangen.
Denn jeder hat seinen Teil zur Verbesserung der Welt beizutragen.
Wäre jeder bereit seine Energiekosten und Kohlendioxidausstoß zu verringern würde dies zumindest zu einer geringfügigen Verringerung des Klimawandels beitragen.
Es ist möglich schon durch Kleinigkeiten große Veränderungen zu bewirken.
Aus alt mach neu.
Stromfresser durch Spargeräte ersetzen. Wenn Sie Ihre alte Spülmaschine (älter als 15 Jahre) ersetzen, können Sie fast 50 % der Energiekosten einsparen! Achten Sie beim Neukauf darauf, dass das Gerät mindestens die Energieeffizienzklasse A+ oder A++ aufweist.
Energiesparlampen
Mit Energiesparlampen und LED geht Ihnen bestimmt ein Licht auf, was Energieeffizienz angeht.
Energiesparlampen rein, Glühlampen raus. Und der Stromverbrauch sinkt.
Ersetzen Sie herkömmliche Lampen durch Energiesparlampen – überall dort, wo Licht durchgängig mehr als eine Stunde am Tag brennt. Sie sparen damit 80 % der Energie für Beleuchtung ein. Den höheren Anschaffungspreis macht die lange Lebensdauer schnell wett:Energiesparlampen halten im Durchschnitt fast 20 Mal länger als herkömmliche Glühlampen.
LED: Langes Leben garantiert
LED – hinter dem Kürzel steht die Bezeichnung „light emitting diodes“ sind mit etwa 50.000 Betriebsstunden äußerst langlebig. Ein weiterer Vorteil: Sie strahlen keine Wärme ab und erfreuen dadurch Ihre Besitzer durch einen niedrigen Stromverbrauch.
Stand-by Modus verbraucht viel Energie.
Knopf aus, Geld gespart.
Hi-Fi-Anlagen, Fernseher & Co. sind im Stand-by-Modus wahre Stromfresser. Bis zu 50 % der Energie können Sie einsparen, wenn Sie Multimedia-Geräte immer komplett ausschalten. Ganz komfortabel: Sie können alle Geräte gleichzeitig über eine schaltbare Master/-Slave-Steckerleiste abschalten.
Wenig Strom durch Sleep-Funktion.
Faxgeräte und Anrufbeantworter können nicht ganz ausgeschaltet werden, weil sie sonst ja nicht empfangsbereit sind. Die Lösung: Faxgeräte mit Sleep-Funktion laufen zwar ständig im Bereitschafts-Modus, verbrauchen aber nur wenig Strom.
Der Name ist Programm: Energiesparfunktion.
Moderne Computer verfügen über eine spezielle Energiesparfunktion, um nur in den Hardware-Bereichen, mit denen gerade gearbeitet wird, Strom zu verbrauchen. Wenn Ihr Computer über diese Funktion verfügt, aktivieren Sie diese. Den Energieverbrauch des Computers können Sie so bis zu 49 % reduzieren. Achtung: Bedienungsanleitung lesen – die Energiesparfunktion ist meist nicht automatisch aktiviert.
Wegweiser für Energie sparende Geräte
Damit Sie den Überblick behalten: die wichtigsten Schutz- und Prüfzeichen – sowie Links zu informativen Internetseiten.
GS-Zeichen
Dieses freiwillige Sicherheitszeichen zeigt an: Eine unabhängige Zertifizierungsstelle hat bestätigt, dass ein Gerät konform ist mit dem Gerätesicherheitsgesetz. Das GS-Zeichen gilt nur in Deutschland und ersetzt keine anderen Prüfzeichen.
E-CHECK
Wertvolles Gütesiegel, aber kein Energielabel. Die E-CHECK-Plakette wird nach einer Generalinspektion ausschließlich von Innungsfachbetrieben des Elektrohandwerks vergeben. Durch das Aufdecken von Energielecks und Energiespar-Beratungen soll die Sicherheit von Elektroanlagen erhöht und der Energieverbrauch reduziert werden.
VDE-Zeichen
Dokumentiert die Sicherheit eines Elektrogeräts hinsichtlich elektrischer, mechanischer, thermischer, toxischer und sonstiger Gefährdungen. Nur das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut (VDE-PZI) darf es vergeben.
Blauer Engel
Dieses nationale Umweltzeichen vergibt die Jury Umweltzeichen zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL). Es gilt für Produkte, die unter anderem vergleichsweise Energie sparender, emssions- und lärmärmer sind.
EU-Umweltzeichen
Gilt für Produkte aus EU-Mitgliedsstaaten. Die Vergabebedingungen sind weiter gefasst als beim „Blauen Engel“. Zuständig sind in Deutschland das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL) und das Umweltbundesamt (UBA).
von Isabell d. B. und Jason O.
Kommentar:
Ich finde die Idee, gängige Güte- und Prüfsiegel zu erläutern sehr gut. Viele dieser "Zeichen" finden sich schon auf Alltagsprodukten, doch oft weiß man zugegebenermaßen beim Einkauf nicht wofür welches nun eigentlich steht. Die Informationen über den Hintergrund machen offener für die Bedeutung dieser und lassen vielleicht öfter zu ebensolchen geprüften Produkten greifen.
Nico Hammann