Zusatzkurs SOZIALWISSENSCHAFTEN 2009/2010: Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft
Emissionshandel - ein Weg aus der Klimakrise?
Links:
Nachhaltigkeit
Ist die Welt noch zu retten?
Chance zur Nachhaltigkeit durch den Weltklimagipfel 2009
Projektideen Klimawandel
Projektskizze
| 1. WIKI-Arbeitsplattform mit eigenen Texten | Gegenseitige Kommentierungen | - |
| 2. Themen-Homepage mit Verweisen auf Hintergrundinfos | Ansprechende Problemdarstellungen | Ständiger aktualisierender Hinweis auf Startseite der Schulhomepage |
| 3. Hintergrundtexte mit Kommentierungsmöglichkeit und Forum | Texte von WIKI-Plattform | "Stolpersteine" für Schulöffentlichkeit |
| - | - | Ansprechen und Einbeziehen anderer SoWi-Kurse |
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Materialien
Aufgabenstellung SoWi-Zusatzkurs 25.09.09
Bearbeitet bitte den Text 1 mit den dazu gehörigen Aufgaben.
Aufgabenstellung für den 02.10.09
Bearbeitet bitte die Texte 2 und 3 mit den dazu gehörigen Aufgaben.
Aufgaben:13.11.2009 fortsetzen und beenden
- Ist ein Ausstieg aus der Wachstumsgesellschaft möglich mit der Einführung eines gesetzlichen Grundeinkommens?
- Können die zurzeit genutzten Energieträger ersetzt werden und eine an Nachhaltigkeit orientierte Wirtschaft aufgebaut werden?
Möglichst Quellenhinweise/Links in den Text einarbeiten.
Anschließend sind Kommentare zu den Texten anderer durchaus erwünscht - jeweils direkt unter den jeweiligen Text gesetzt.
Die Texte sollen auf diese Plattformseite gestellt werden. Dabei ist zu beachten:
- Jeder Text braucht eine einprägsame, an den inhaltlichen Aussagen orientierte Überschrift.
- Jeder Text muss sinnvoll gegliedert werden und durch die entsprechenden Absätze gut lesbar sein.
- Die Aussagen sollten argumentativ, möglichst wissenschaftlich gestützt werden. Quellenangaben/Links verdeutlichen das.
- Es kann einzeln oder zu zweit gearbeitet werden.
Schafft Wachstum Arbeitsplätze?
Grundaussagen des Textes von Wolgang Ucharius „Wir können auch anders“, erschienen in DIE ZEIT 20.05.2009
- Deutschland hat den Ruf, eine Arbeitsgesellschaft zu sein.
- Der Erfolg im Leben wird am Beruf gemessen.
- Deutschland produziert überflüssig, nur um Arbeit zu schaffen.
- Kapitalismus ist kein Wohlstandserzeuger mehr, sondern eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
- Kommunistische Grundgedanken wie ein garantiertes Grundeinkommen und daraus folgende neu organisierte Arbeitszeiten würden Erleichterung schaffen.
- Anzustrebene Möglichkeit: DOWNSHIFTING statt Burnout
Der Stellenwert bezahlter Arbeit in unserer Gesellschaft
Speziell für die Männer ist der Stellenwert eines bezahlten Jobs sehr hoch. Jemand ohne Arbeitsplatz bekommt von der Gesellschaft subtil das Gefühl vermittelt, ein Versager zu sein und ein gutes Gehalt ist wichtig, da Geld erst das Teilhaben am modernen gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Für die Frauen ist es insofern anders, da sie, solange ihr Partner gut verdient, als Hausfrau oder mit ehrenamtlichen Tätigkeiten problemlos unbezahlte Arbeit durchführen kann.
Problematisch ist der Druck, der durch den hohen Stellenwert entsteht. Menschen müssen permanent Erwartungen erfüllen und sind durch den immensen Leistungsdruck im Stress. Das kann zum genauen Gegenteil der angestrebten Arbeitseffizienz führen: gestresste Menschen sind meist weniger leistungsfähig und möglicherweise unkonzentriert. Die Folge daraus ist Unzufriedenheit der gegebenenfalls Arbeitgeber und damit ein drohender Arbeitsplatzverlust, den es vor allem aus gesellschaftlichen Gründen um jeden Preis zu vermeiden gilt.
Ungerecht ist diese Evaluation gegenüber denjenigen, denen bildungstechnisch nicht viele Möglichkeiten einer Karriere gegeben sind. Einen Großteil der Menschen aus sozial tiefen Schichten schließt man also kategorisch aus der Gesellschaft aus.
Andererseits sollte bezahlte Arbeit für Arbeitslose ein Ansporn sein, sich in die Gesellschaft zu integrieren, und zwar durch zielgerichtete, produktive Arbeit.
Nützliche, aber unbezahlte Arbeit
Ich denke, dass speziell ehrenamtliche Arbeit z.B. in Vorständen von Sportvereinen sehr wichtig ist. Viele für uns selbstverständliche Institutionen würden ohner ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren. So könnte sich zum Beispiel kein durchschnittlicher Dorfverein einen bezahlten Vorstand geschweige denn bezahlte Betreuer für z.B. Jugendmannschaften leisten. Jedoch ist vor allem deren Einsatz für die Kinder in der Gesellschaft enorm wichtig, da diese unsere Zukunft gestalten.
Gesellschaftlich ist diese Form von Arbeit zwar durchaus respektiert und angesehen, scheitert jedoch oft an der Problematik, dass parallel zum Beruf nicht ausreichend Zeit für zusätzliches Ehrenamt bleibt.
Die Tätigkeiten von Hausfrauen/-männern sind meiner Meinung nach jedoch absolut unterhonoriert. So ist zum Beispiel die Erziehung der Kinder mit einer so großen Verantwortung verbunden und für das zukünftige Funktionieren einer sozialisierten Gesellschaft so unabdinglich, dass diese Arbeit im Grunde mehr Wert ist, als (Textbeispiel:) Fließbandarbeit bei Opel.
Quelle: http://www.zeit.de/2009/22/DOS-Wachstum
Lisa F.
Wie werde ich im Jahr 2020 leben? - Problem der Nachhaltigkeit
Wie sieht die Welt heute aus? Hohe Arbeitslosigkeit, wenig Kinder oder Mütter, wenig Verständnis für die Umwelt. Zur Zeit haben wir alles, kann es so weitergehen?
Irgendwann muss ein umdenken stattfinden. Da unsere Energiequellen endlich sind. Im Jahr 2020 müssen wir auf alternative Energien zurückgreifen wie Solar-Energien wie z.B. Windrädern und Sonnenkollektoren. Jeder muss seine Energie selbst erzeugen und umweltbewußter denken. Die Hybritautos werden standartisiert und es gibt weitere Möglichkeiten der Schadstoffverarmung.
Es wird Viele alte Menschen geben die medizinisch und körperlich versorgt werden müssen.
Im Beruf werden immer mehr Maschinen und Roboter eingesetzt, es wird andere Berufe geben müssen wo der Mensch gebraucht wird.
Hoffentlich wird die Menschheit den Bauern mit eigenem Anbau von Obst und Gemüse nicht vergessen. Ich hoffe nicht das wir uns von Pillen ernähren.
Im Jahr 2020 möchte ich auch für mich noch eine Zukunft sehen.
Wir müssen endlich die hohe Arbeitslosigkeit loswerden, und neue Perspektiven gewinnen.
Deutschland ist ein Rohstoffarmes Land und deswegen müssen wir in anderen Bereichen führend sein, wie zum Beispiel der Automobilbau-Industrie.
Um dies alles zu bewegen, muss sich außerdem natürlich in der Politik etwas ändern.
Ich denke in der Politik ist das entscheidende Problem, der Kampf zwischen Konservativen und Sozialdemokraten. Wenn sich das Volk mal für eine der Parteien durchgehend entscheiden könnte, wäre die ganze Politik wahrscheinlich nicht mehr so ein „Hin und Her“ wie wir es von der großen Koalition kennen, sondern es würde in eine Richtung gehen.
Christian L.
http://www.alternative-energie-24.de/solarstrom.html
Was ist Nachhaltigkeit?
sustainable development
Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.
- Grundgedanke: Heute so zu leben, dass die Kinder und Enkel auch morgen gute Lebenschancen haben
- Jeder Einzelne muss seinen Beitrag dazu leisten
- Eine Politik für eine lebenswerte Zukunft lebt nicht alleine von Argumenten und Zahlen, sondern auch von Wünschen, Träumen, Hoffnungen und Ängsten
Nationale Nachhaltigkeitsstrategie
- Bereiche des Regierungshandels:
Haushaltskonsolidierung, Steuerreform, Altersvermögensgesetz, Bildung und Forschung, Energiewende, Neuorientierung in der Landwirtschaft
Generationengerechtigkeit, sozialer Zusammenhalt, Lebensqualität, internationale Verantwortung
- 21 Ziele für das 21.Jahrhundert: Bürgerinnen und Bürger hatten erstmals die Möglichkeit, aktiv an einem Strategiepapier der Bundesregierung mitzuwirken
- Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung nach:
Wirtschaftwachstum, Arbeitslosenquote und Inflationsrate
- DAX: Bild von der Gesamtentwicklung des Marktes
- Rat für Nachhaltige Entwicklung:
gegründet unter Gerhard Schröder; neuer Politikstil
Zukunft 2020
Träume: Eine heile Welt, auf der jeder eine gerechte Überlebenschance erhält und auf der das Vermögen gerecht aufgeteilt ist
„Realität“ (Mein Leben im Jahr 2020)
- Ich lebe in Deutschland
- Habe genug Geld um „ordentlich“ zu leben
- Schichtdienst, 40h Woche, gelegentlich Überstunden
- Beförderung: per Auto, in der Stadt hauptsächlich Magnetschwebebahn
- Sprachen: deutsch, englisch, französisch, evtl. japanisch
- Arbeit: beim Bundeskriminalamt, viel internationale Arbeit
- Lebensglück: ich bin glücklich, ich lebe zusammen mit meiner Frau und kann in meinen Job anderen Menschen (der Gemeinschaft) helfen und unterstützen
„Realität“ (das allgemeine Leben in der Gesellschaft)
- Wir können uns frei bewegen
- Die Konflikte zwischen den Ländern haben nicht wesentlich zugenommen, aber auch nicht abgenommen; der Irak, Afghanistan und der mittlere Osten sind noch fast täglich in den Zeitungen
- Die verschiedenen Ressourcen werden knapper und die Physiker und andere Forscher suchen noch nach der „optimalen“ alternativen Energie; sie suchen nach einer Möglichkeit optimal zu nutzen
- Hoffnungen: s. o. Träume, leider noch ziemlich unrealistisch, irreal
Nachhaltigkeit zur zentralen Politikgröße?
Vorteile:
- Gute Überlebenschancen für die kommenden Generationen (Generationengerechtigkeit)
- Ausgeprägte internationale Zusammenarbeit (hauptsächlich Europa)
- Durch das gemeinsame Problem --Einigung
- Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Völker
- Verbesserung der aktuellen Situation
Nachteile:
- Staatsverschuldung wächst durch überdurchschnittlich hohe Ausgaben für Entwicklung und ähnlichem
- Globalisierungsprozess sorgt für Qualitätsverlust
- Globale Konkurrenz wird größer
- Schaden für den Einzelnen
- Vernachlässigung der aktuellen Probleme
'Ein sehr waghalsiger Versuch!#
IRREAL in der heutigen Politik;
es gibt zu viele aktuelle Probleme,
Bsp.: Globalisierung, Abwrackprämie, etc.
Nachhaltigkeit in der Politik
- Die Energie- und Rohstoffproduktivität soll bis 2020 (gegenüber 1990) verdoppelt werden, d.h. mit der gleichen Menge Energie soll mehr Wirtschaftsleistung erbracht werden
- In der Zeit von 2008-2012 sollen die Kyoto-Gas-Emissionen um 21% gegenüber 1990 verringert werden.
- Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2010 (gegenüber 2000) verdoppelt werden.
- Der Anteil des Schienenverkehrs an der Güterverkehrsleistung soll bis 2015 gegenüber 1997 verdoppelt werden.
Beispiel Landwirtschaft:
Zertifikate sollen Landwirtschaft nachhaltiger machen
Während Teile des deutschen Waldes bereits gemäß Nachhaltigkeitskriterien bewirtschaftet werden und entsprechende Zertifikate tragen, steht eine vergleichbare Entwicklung bei landwirtschaftlichen Betrieben noch aus. Zwei aktuelle Vorhaben zur Zertifizierung ökonomisch tragfähiger, umweltverantwortlicher und sozial verträglicher landwirtschaftlicher Unternehmen sollen das ändern.
Bewertungssysteme, die den Nachhaltigkeitsstatus von Höfen punktgenau ermitteln und den Landwirten Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen sollen
Nachhaltigkeit – Auch in Blomberg wichtig!!
- Generationengerechtigkeit
- Verbesserung der Lebensqualität für alle
- Sozialer Zusammenhalt und
- Internationale Verantwortung
Projektideen:
- Runder Tisch Radverkehr
- Vernetzen von Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden - gemeinsame Ziele
- Wissen und Nachhaltigkeit
- In den Schulen wird das Schulfach eingeführt, oder zumindest werden Unterrichtsbesuche zu den Themen durchgeführt.
Abfall als Ressource
- Energiegewinnung und der Klimaschutz; der energetische Gehalt von Abfällen wird heute noch nicht vollständig genutzt
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Ansprüche der Arbeitgeber an Qualifikation, Einsatzbereitschaft und Mobilität anpassen
- Einführung eines Energiemanagements
- "Klimaschutz in Kommunen"
Reduzierung des Energieverbrauchs
Minderung des Energieverbrauchs von Geräten in privaten Haushalten und bei Unternehmen
Ernst-Fabian Flor
Friedensnobelpreis für Barrack Obama
Ende letzten Jahres lief eine Nachricht durch die Meiden, die Experten wie Laien gleichermaßen überraschte. Der Friedensnobelpreis wurde dem ersten afroamerikanischen Präsidenten der Geschichte, Barrack Obama, verliehen. Dieser nahm die Auszeichnung an, was zu einer Reihe von Diskussionen über die Rechtfertigung dieser Auszeichnung führte. Deshalb möchte ich im Folgenden diese Thematik ein wenig genauer unter die Lupe nehmen.
1. Friedensnobelpreis:
Der Friedensnobelpreis ist eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises und wird seit 1901 jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Oslo verliehen. Der Preis ist mit 10.000.000 schwedischen Kronen dotiert, was in etwa dem Wert von 1.000.000 Euro entspricht. Der Preis soll an diejenige Person gehen, die „am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat.
2. Begründung:
Ein Grund dafür, dass die Wahl auf Barrack Obama fiel sei der, dass Obama ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen habe. Des Weiteren befand das Komitee Obamas Vision von einer atomwaffenfreien Welt für auszeichnungswert. Weitere Gründe für die Auszeichnung seien Angebote für Gespräche mit dem Iran und Nordkorea, sowie Signale der Entspannung an Russland. Außerdem sei ein weiterer wichtiger Grund für die Nominierung Obamas sein geplanter Truppenabzug aus dem Irak. Anscheinend vorausahnend, dass es dahingehende Kritik geben würde, betonte das Nobelpreiskomitee, dass es immer schon versucht habe, noch nicht abgeschlossene Entwicklungen für den Frieden zu stimulieren und zu fördern. Zusammenfassend hieß es vom Komitee, dass Obama „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken“ ausgezeichnet wurde.
3. Internationale Stimmen:
Natürlich ließen es sich internationale Regierungsoberhäupter und andere wichtige internationale Personen nicht nehmen zu der Verleihung des Friedensnobelpreises Stellung zu beziehen. So ließ die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verlauten es sei Obama „in kurzer Zeit gelungen, weltweit einen neuen Ton zu setzen und Gesprächsbereitschaft zu schaffen“. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gratulierte Obama „von ganzem Herzen“. Seiner Meinung nach verkörpere Obama „einen neuen Geist des Dialogs“. Israels Präsident Schimon Peres meinte sogar Obama würde „der ganzen Menschheit neue Hoffnung“ geben.
4. Kritik:
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barrack Obama war allerdings auch mit einer Menge Kritik verbunden. So scheint es Paradox, dass der Friedensnobelpreis unter anderem an denjenigen gehen soll der für die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sorgt, während Obama kurz vorher angekündigt hatte 30.000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Des Weiteren wurde kritisiert, dass es sich bei der Verleihung um einen Preis für Prophezeiungen handele. Prophezeiungen seien allerdings eine Sache von Religionen und nicht von Politik. Der Zeitpunkt sei zu früh, da Obama noch nichts wirklich erreicht habe und es auch wahrscheinlich sei, dass einige von Obamas Initiativen scheitern würden. Manch einer geht sogar soweit und spricht von einem „Messias-Wahn“.
5. Dankesrede:
Seine 36-minütige Dankesrede hielt Barrack Obama im Rathaus von Oslo. Im Vorfeld war vermutet worden, dass Obama in seiner Dankesrede eine defensive Strategie verfolgen würde. Doch ganz im Gegenteil: Obama versteckt sich nicht und betonte, dass die Instrumente des Krieges bei der Bewahrung des Friedens eine Rolle spielen müssten. So ließ er verlauten, dass eine gewaltfreie Bewegung Hitlers Armeen nicht hätte stoppen können. Obama ließ es sich aber auch nicht nehmen friedfertige Personen wie Ghandi oder King zu loben, ließ aber direkt folgen dass deren gewaltfreie Theorien nicht in allen Situationen praktikabel seien, wobei die Liebe und der Glaube in die menschliche Entwicklung, die sie predigten natürlich immer der Nordstern sein sollte, der die Menschen auf ihrer Reise leitet. Des Weiteren sprach er bei sich selbst von eher „geringen Leistungen“ im Vergleich zu den „Giganten der Geschichte“. Außerdem gab er auch offen zu „keine definitive Lösung für das Problem von Kriegen“ mitzubringen. Er rechtfertigte sich aber auch indem er verkündete, dass Krieg nun einmal nicht beliebt sei und dass die Überzeugung, dass der Friede wünschenswert ist, kaum genug sei, um ihn zu erreichen. Insgesamt zeigte Obama sich über die Verleihung des Friedensnobelpreises überrascht und demütig. Seiner Meinung nach habe er die Auszeichnung „nicht verdient“, er sehe sie allerdings als „Aufforderung zum Handeln“.
6. Persönlich Einschätzung:
Ich persönlich schließe mich bei diesem Thema den vielen Kritikern an, die meinen, dass die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barrack Obama zu früh kam. Natürlich ist das Argument, dass der Preis zur Motivation diene nachvollziehbar, jedoch nicht sehr überzeugend. Sollten seine Initiativen scheitern, so stünde er im Nachhinein als unberechtigter Preisträger da. Er kündigte viele bestrebenswerte Maßnahmen an, doch konkrete Ergebnisse hat er bis heute noch nicht vorweisen können. Falls er seine Vorhaben also wirklich umsetzen kann und alles klappt, so wäre die Vergabe des Friedensnobelpreises zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich eine logische und auch richtige Konsequenz. Doch zum jetzigen Zeitpunkt halte ich die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barrack Obama für überfrüht und übertrieben. Andere Personen hätten den Preis vielleicht mehr verdient gehabt.
Dominik Hase
Hallöchen, Hase! :)
Ich finde deinen Text sehr gut geschrieben. Er lässt sich leicht lesen, vor allem auch dadurch, dass du die vielen Reaktionen der Menschen in "internationale Stimmen", "Kritik" etc. aufgeteilt hast.
Was meine Meinung zu der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama angeht, so denke ich ebenso, dass der Zeitpunkt zu früh gewählt wurde. Die Visionen von weltweitem Frieden haben denke ich die meisten Menschen. Bedeutende Personen wie Willy Brandt, der den Preis für seine Ostpolitik verliehen bekam, Nelson Mandela, der ebenso einen für seinen Einsatz gegen die Apartheid in Südafrika erhielt, oder Organisationen wie das Rote Kreuz, das in den Weltkriegen die Kriegsgefangenen versorgte und unterstützte, weisen große Taten vor.
Wie du schon sagtest hat Obama zwar Bemühungen angestellt, aber noch nichts "Handfestes" erreicht. Sein Plan von der Reform des Gesundheitssystems stößt in den USA größtenteils ja leider auch auf Ablehnung.
Dazu muss ich sagen, dass ich Obama als neuen Präsidenten der USA sehr schätze. Selbst dass er von afroamerikanischer Herkunft ist, macht ihn schon zum Symbol der Hoffnung. Doch leider denke ich, dass man ihmmit dem Friedensnobelpreis keinen Gefallen getan hat, denn dadurch sind die Erwartungen und der Druck auf ihn noch viel viel größer geworden. Es ist schade, dass er als eine Art Superheld gilt. Er ist doch auch nur ein Mensch und wenn man ihn vorher nicht so "hochgejubelt" hätte, wäre der Druck auf ihn wahrscheinlich auch nicht so groß gewesen.
von Irina Rau