Texte zur Problematik des Klimagipfels 2009
Handlungsbedarf ist dringend erforderlich
Angesichts des diesjährigen Weltklimagipfels in Kopenhagen, stellt sich für uns alle die Frage, ob der Klimawandel unserer Erde überhaupt noch zu stoppen ist!? Eine weitere Frage ist, wer das Ganze finanzieren soll und wie das vonstatten gehen soll? Und welche Rolle wird uns in dem Kampf um unsere Mutter Erde zugemessen bzw. was können wir JETZT tun?
Fragen über Fragen, aber leider nur vage Antworten. Es ist ein Armutszeugnis, dass so große und einflussreiche Staaten wie die USA und China sich bis zuletzt aus den Verhandlungen herausgehalten haben. Vor allem, weil diese beiden Staaten den größten Anteil an CO2-Emissionen verursachen! Gerade die USA und China sollten deshalb doch eher eine Vorbildfunktion für andere Länder einnehmen.
Neben der Frage, welche Rollen China und die USA einnehmen sollten, steht auch die Frage nach der Finanzierung des Klimaschutzes - wer soll all die hohen Kosten übernehmen?
Dass der Schutz vor Klimafolgen sehr teuer wird, ist eigentlich leicht zu erkennen. Die Kosten für den Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels sind, laut Expertenmeinungen, deutlich zu niedrig berechnet worden. "2007 hatten die Vereinten Nationen eine jährliche Summe von 49 und 171 Mrd. Dollar errechnet." Doch selbst diese Unsumme an Geld scheint zu wenig zu sein, um den Schutz unserer Erde zu finanzieren. Besteht da überhaupt noch eine Chance den Klimawandel einzudämmen und somit unsere Welt zu retten?
Hoffnung macht da eine Studie der Unternehmungsberatung McKinsey. Sie sagt aus, dass es noch möglich ist, bis zum Jahre 2030 weltweit die rund 27 Milliarden Tonnen Kohlendioxid einzusparen, die nach den meisten wissenschaftlichen Erkenntnissen nötig sind, um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen - und das auch zu "überschaubaren" Kosten! Laut den McKinsey-Experten müsste die Europäische Union für alle Maßnahmen zusammen zwischen 800 Milliarden und 1,1 Billionen Euro aufbringen, um das selbst gesteckte Ziel einer 20 %tigen Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2020 zu erreichen.
Doch ob all diese Finanzierungspläne und -vorschläge wirklich Wirkung zeigen und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen, wird sich wohl erst in einigen Jahren zeigen - zu hoffen wäre es!
Auch Kopenhagen bietet hierfür eine enorme Möglichkeit, die von allen genutzt werden sollte - denn wenn nicht, dauert es erneut einige Jahre bis uns diese Chance geboten wird! Jahre, die wir vielleicht nicht mehr haben...
Und hier kommen wir zu der Frage, welche Rolle Deutschland spielt? Als Vermittlerland bei internationalen Klimaverhandlungen agiert Deutschland ja bekanntlich gut.
Auch innenpolitisch hat unser Land schon einiges für den Klimaschutz getan. Für das kommende Jahr plant unsere Bundesregierung beispielsweise, 20 Mio. Euro aus dem Zweiten Konjunkturpaket für den Einsatz von Hybridbussen bereitzustellen. Ein weiteres Vorhaben stellt die vom Staat geförderte Nachrüstung von Diesel-Rußpartikelfiltern dar. Auf vielen Dächern von Unternehmen, Schulen (wie auch auf dem Dach Hauptgebäudes des HVGs), landwirtschaftlichen Betrieben oder auch privaten Haushalten kann man ebenfalls Solarzellen und/oder Photovoltaik sehen.
Diese Tatsachen deutet an, was wir hier und jetzt für Mutter Erde tun können. Neben der Installation von solchen Anlagen für die Nutzung regenerativer Energien, die sich sicherlich nicht jeder Haushalt leisten kann, sind auch die "kleinen Dinge" von größter Bedeutung. Dabei denken wir an schaltbare Steckdosen, die den Stand-by-Modus von Elektrogeräten umgehen können, den Einsatz von Energiesparlampen, das "richtige" Lüften und Heizen von Wohnräumen oder auch an eine gute Wärmedämmung.
Das Thema der Erderwärmung ist sehr ernst. Deshalb sollte jeder auch ernsthaft drüber nachdenken, was er tun kann. Wir alle sind betroffen! Um es in den besonders treffenden Worten eines Demonstrationsplakates vom Kopenhagener Klimagipfel auszudrücken: There is no Planet B!!!
Lisa C. und Irina R. :)
Stellungnahme zum Klimagipfel in Kopenhagen
Hat die Versammlung in Kopenhagen wirklich die höchste Priorität?
Der Grundgedanke des Klimagipfels ist mit Sicherheit ein sehr lobenswerter und richtiger Ansatz.Es ist bemerkenswert,dass sich so viele tausend Delegierte aus aller Welt um das Wohl der Erdbevölkerung sorgen, doch gibt es nicht Probleme die viel wichtiger zu diskutieren und zu lösen wären?!
Wenn das Zusammenleben weltweit aufgrund von Machtgier, Egoismus und Rücksichtslosigkeit nicht funktioniert, wie will man dann über solche wichtigen Fragen entscheiden, ohne dass wieder große Bevölkerungsteile gravierend benachteiligt werden?!
Selbst ein weltpolitisch anerkanntes Klimaabkommen, würde unsere eigentlichen Missstände auf der Welt nicht lösen. Ein sehr großes Problem ist die Ungerechtigkeit auf der Welt, u.A. die ungleichmäßige Verteilung der Nahrung, obwohl auf der Welt ausreichend für jedermann vorhanden ist.
Uns ist natürlich klar, dass das Hauptproblem die machtgierigen und machthungrigen Menschen sind. Solange es diese gibt, wird es fast unmöglich sein, Gerechtigkeit auf der gesamten Welt zu erreichen.
Unter diesen Gesichtspunkten, ist der Klimagipfel eine gute Initiative.
André Giesbrecht & Ernst-Fabian Flor