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Globalisierung2008 / Verstädterung

Zusatzkurs SOZIALWISSENSCHAFTEN 13d - 2008


Verstädterung im Bezug auf Globalisierung

Welche Bedeutung hat die Globalisierung für das Wachstum von Städten?

Seit beginn der Globalisierung konnte auch eine zunehmende Verstädterung festgestellt werden. Dieses Phänomen lässt sich leicht durch das zunehmende Wachstum von Firmen begründen, da diese sich meist in größeren oder in günstig gelegene Städte ansiedeln. Dadurch erfahren die Städte eine wachsende Attraktivität. Dies lockt meistens junge Menschen in die Städte, die neben einer hohen Zuwanderungsrate auch mit einem natürlichen Bevölkerungswachstum zur Vergrößerung der Stadt beitragen.


Prozess

Prozess und Gründe der Verstädterung

Der Prozess der Verstädterung begann um 1750 mit der einsetzenden Industrialisierung. Zuvor waren die Länder landwirtschaftlich geprägt. Kennzeichnend für diese Gesellschaft war eine hohe Geburten- und Säuglingssterberate. Außerdem lebten nur 2 -3% der Bevölkerung in Städten über 20.000 Einwohner. Durch die einsetzende Industrialisierung wurden Anbaumethoden verbessert und somit eine bedeutende Produktionssteigerung gewährleistet. Die zunehmende Mechanisierung sorgte dazu, dass viele tausend Arbeitskräfte in der Landwirtschaft frei wurden. Diese fanden jedoch in den sich entwickelnden Industriestädten neue Arbeitsplätze. Aber neben den Faktor der neuen Arbeitsplätze wirkten auch noch andere Faktoren auf die Menschen ein, in die Städte zu wandern. Die so genannten Push- / Pull- Faktoren.

Neben dem technischen Fortschritt brachte die Industrialisierung auch einen medizinischen Fortschritt. Hierdurch sank die Säuglingssterberate und die Menschen wurden älter. Das hat zur Folge, dass das Bevölkerungswachstum steigt.


Probleme

Verstädterung in den Industrie- bzw. Entwicklungsländer

Industrieländer

Da sich die Industrialisierung in den Industrieländer relativ langsam entwickelt hat, kam es nicht zu größeren Problemen in der Stadtentwicklung. Die Städte erfuhren einen „geregelten“ wirtschaftlichen Aufschwung, der neue Arbeitsplätze schaffte. Und somit zu einer deutlichen Steigerung der Lebensstandarte führte.

Entwicklungsländer

Die Industrialisierung in den Entwicklungsländern beginnt erst gerade zum jetzigen Zeitpunkt oder hat noch gar nicht angefangen. Da diese Länder auf Technologien der Industrieländer zurückgreifen können, läuft die Industrialisierung schneller ab.

Das sorgt für zahlreiche Probleme. Durch den starken Zuwanderungsstrom in die Städte, wachsen diese enorm und unkontrolliert. Aus diesem Grund sind eine ausreichende medizinische Versorgung und eine gute Infrastruktur nicht mehr gewährleistet.

Neben diesem Problem treten auch sozioökonomische Probleme auf. Das größte Problem ist die Entstehung randstädtischer Slums. 40- 50% der Stadtbevölkerung lebt hier. Gegenüber dieser totalen Armut steht eine reiche Oberschicht (10%). Konflikte sind hier nicht vermeidbar.

Ein weiterer Punkt sind die ökologischen Probleme. Durch unzureichende Abwasser- und Müllentsorgung, als auch die mangelhafte Trinkwasserversorgung setzt der Gesundheit der Bevölkerung zu. Zusätzlich wirkt sich die starke Umweltbelastung, durch nicht ökonomisch arbeitende Fabriken ebenfalls auf die Stadtbevölkerung aus.

Beispiel Bangladesh: Beträgt die Säuglingssterberate auf dem Land 9,4%, beträgt sie in den Slums der Großstädte 13,4%.


Katharina Ridder u. Kevin Kohl