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Globalisation2007 / Start Seite

Globalisation - "Wettlauflauf um die Welt" heißt das erste Schwerpunktthema in den Zusatzkursen Sozialwissenschaften der Jahrgangsstufe 13 im Schuljahr 2007/2008


SoWi


Vorbereitung der PHOENIX-Veranstaltung

13.12.2007

Die Diskussionsveranstaltung mit Herrn Eisert und Herrn Trompeter findet am 14.02.2008 im Ei statt. Beginn: 11.25 Uhr

Folgende Fragekomplexe sollten angesprochen werden:

  1. PHOENIX als "Global Player"
  2. Aus- und Weiterbildung, Schulen als Partner
  3. Produktentwicklung und Qualität
  4. UN-Standards zur Nachhaltigkeit und zu Menschenrechten
  5. Sonstiges

Bitte Fragestellungen auf den einzelnen Plattform-Seiten auflisten. Zu der jeweiligen Hauptfrage Unterpunkte benennen und dadurch Globalisierungszusammenhänge ansprechen. Beispielhaft ist dies bei den ersten Fragen auf der Seite PHOENIX als "Global Player" geschehen. Nach diesem Muster die Fragen mit Hintergründen und Zusammenhängen aufbauen.


Abschlussthemen

Globalisierungskritiker und ihre Alternativen

Die soziale Verantwortung eines multinationalen Unternehmens

Die Firma PHOENIX-Contact im globalen Wettbewerb


Aufgabenstellungen


Planungsliste für Vorträge und Dokumentationen


Liste von Fragen - Zusammenstellung von Daten und Fakten


Linksammlung:

  1. Berliner Rede des Bundespräsidenten zur Globalisierung
  2. Northern Rock Hypothekenbank in der Krise
  3. Globalisierung, oder das Ende der Gemütlichkeit, DIE ZEIT
  4. Expertisen des Internationalen Währungsfonds
  5. Textzusammenstellung der Bundeszentrale für politische Bildung
  6. "SPIEGEL-online"
  7. Studie der asiatischen Entwicklungsbank
  8. Auswirkungen der Globalisierung am Beispiel Wal-Mart (englisch)
  9. Artikelsammlung der Wochenzeitung DIE ZEIT zur Bankenkrise

Kommentare zur Berliner Rede des Bundespräsidenten


Chancen und Gefahren der Globalisierung


Internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands


Politische Maßnahmen


Stumme Diskussion


Nachhaltigkeit



Statement zur Attac-Erklärung vom 26.5.2002

Ich denke, dass Globalisierung durchaus nützlich und vorteilhaft sein kann, jedoch ist es in unserer Welt so, dass meistens nur ein Teil profitiert (Europa) und der andere hungern muss (Afrika). Die im Text genannte „Kluft“ wächst also.

Der Punkt mit den Arbeitsplätzen ist am Beispiel der BRD gut nachzuvollziehen. Immer mehr Unternehmen lassen ihre Güter im Ausland produzieren. Deutschland macht über 95% Auslandsumsatz. Folge ist eine hohe innerländliche Arbeitslosogkeit.

Anton Tscherkaschin


Wichtige Aspekte der Globalisierung

Es gibt viele interessante und positive Aspekte der Globalisierung, wie z.B. die Entwicklung von Handel, die Verbreitung von Wissen und Technologie und auch die Kapitalmarktbewegung.

Ich denke, es ist dennoch wichtig auch über negative Aspekte zu diskutieren. Die Gewinner der Globalisierung sind die großen Industriestaaten. Sie werden stetig reicher, erhöhen ihren Lebensstandard und nutzen ihre globalen Möglichkeiten. Doch gerade die Länder der 3.Welt, die auf die Hilfe der Industriestaaten angewiesen sind, um beispielsweise ihre hohen Auslandsschulden zu begleichen, sind die Verlierer dieses weltweiten Prozesses.

Die Erfolge des "Westens" gehen auf die Kosten der Entwicklungsländer. Es gibt immer mehr multinationale Konzerne, die nur darauf aus sind große Gewinne in möglichst kurzer Zeit zu erzielen. Dies wiederum löst soziale und menschenrechtliche Konflikte aus. Zum Beispiel gehen viele Firmen vom Westen in den Osten, da die Arbeitskräfte dort sehr viel günstiger sind. Diese Arbeitskräfte können sich allerdings nicht dagegen wehren, da sie auf die Arbeit angewiesen sind und vom Staat nicht vor Ausbeutung geschützt werden.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist auf die Menschenrechte zu achten, diese zu respektieren und nicht zu überschreiten.

In Zeiten der Globalisierung ist Zeit Geld und deshalb wird nicht selten auf Kinderarbeit zurückgegriffen. Das ist wirklich dramatisch und ich hoffe sehr, dass sich das schon bald ändern wird.

Interessante Infos findet ihr auch auf der Seite: http://www.imf.org/external/np/exr/ib/2000/deu/041200g.htm

Svenja Wittrock


Nicht nur die Industriestaaten profitieren von der Globalisierung

Auch wenn ich dir in vielen Punkten durchaus zustimme, so glaube ich, dass die Industriestaaten nicht nur die Gewinner der Globalisierung sind. Auch die Länder der dritten Welt oder Schwellenländer, wie Indien oder China, profitieren enorm von der voranschreitenden Globalisierung westeuropäischer Konzerne. Immerhin liefern diese ihnen Technologie, Arbeitsplätze und vor allem Geld.

Sicher, die Arbeitsbedingungen sind (teilweise) miserabel, aber das ist nun mal die Kehrseite der Medaille. Das soll nicht bedeuten, dass ich derartiges Verhalten der "Multis" toleriere, aber man muss doch auch sehen, dass die Firmen den Menschen erhebliche Vorteile bringen. Diese Arbeiter haben ein geregeltes Einkommen und können so (zumindest ansatzweise) ihre Familie ernähren.

Im übrigen werden auch die Länder der dritten Welt wirtschaftlich immer stärker. Im Film hieß es doch: "Die Armen machen die Reichen arm". Dieses Zitat würde ich so deuten, dass immer mehr Produkte des täglichen Gebrauchs (z.B. Textilien) dort produziert werden. Dadurch werden mitteleuropäische und speziell deutsche Textilfirmen ineffizient und müssen schließen. Wer weiß, vielleicht wird es bald so aussehen, dass wir diejenigen sind, die auf Schuldenerlass und Entwicklungshilfe aus Afrika oder Südamerika angewiesen sind.

Weitere Informationen zum Nachlesen sind in dem Magazin "Informationen zur politischen Bildung, 280" zum Thema Globalisierung zu finden. KOSTENLOS zu bestellen auf: http://www.bpb.de/ . Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt zudem vielfältige Texte zum Thema Globalisierung zur Verfügung.

Oder in "Der Spiegel" Nr. 23 / 4.6.07; "Globalisierung - Gewinner/Verlierer " bzw. "SPIEGEL-online"

Christoph Müller

"Wichtige Aspekte der Globalisierung"

Selbstverständlich ist die Aussage der "Attac-Erklärung" in dem Punkt "Umbruch von historischen Dimensionen" zu nennen. Allein durch die Tatsache, dass wir das Thema Globalisierung bereits in der Schule "diskutieren", ist ja bereits ersichtlich, dass dem Thema eine gewisse Bedeutung beigemessen wird. Geographische Grenzen existieren mit den "neuen Kommunikationsmitteln" de facto nicht mehr, und Arbeiten können sehr flexibel, an jedem Ort der Welt (sofern der Zugang zu den "neuen Kommunikationsmitteln" möglich ist) erledigt werden. Der Informationsfluss ist durch das Internet meiner Ansicht nach revolutioniert worden. Wir haben mit der sekundenschnellen Datenübermittlung eine neue "Ära" eingeleitet, die wie bereits mehrfach angesprochen, beide Seiten (+/-) beinhaltet.

"Reiche werden immer reicher, und die Armut in der dritten Welt wächst" muss dagegen viel differenzierter gesehen werden. Besonders bei diesen Pauschalisierungen ist ja bekanntlicherweise Vorsicht geboten. Wie ich bereits in "Industriestaaten sind die einzigen Gewinner - Nur die halbe Wahrheit ?" angesprochen habe, sind die Entwicklungsländer auf einem guten Weg, und lediglich 10 der 143 Entwicklungsländer verzeichnen dieses Jahr ein Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens (Quelle: Unctad).

Ulrich Beck bringt die Thematik auf den Punkt: "Wirtschaft, Politik und Lebensstile drängen nicht nur über die Grenzen der alten Nationalstaaten hinaus, sie verändern ihren Aggregatzustand innerhalb dieser".

Den Eingriff in die Lebensbedingungen sehe ich ebenfalls gegeben. Das globale Intervenieren der Großkonzerne, führt vermutlich zu einer "politischen Anpassung". Hierbei möchte ich auf den Artikel von T. Stumpf verweisen, und ihm zustimmen, dass Politik wirtschaftlich betrachtet nur die Rahmenbedingungen setzt. Ein großes Problem, wie ich es sehe, ist die Zunehmende Macht der Wirtschaft auf die Politik. T. Stumpf beschreibt die Nationen bereits als "Locations", die sich attraktiv machen müssen. Weiterhin schreibt er richtig:

"Da das soziale Wohl der Gesellschaft von der Wirtschaft abhängig ist, muss die Politik versuchen, die Nation interessant zu machen."

Das bedeutet letztendlich, dass sich die Politik der Wirtschaft anpassen muss bzw. sollte. Inwiefern wir das als richtig und erstrebenswert unterstützen (sollten), muss ein Jeder für sich selbst entscheiden...

Sven W.

Unaufhaltsame Globalisierung

Globalisierung nüchtern übersetzt heißt "weltweite Ausdehnung". Sie bezeichnet den Prozess der internationalen Verflechtung und Arbeitsteilung in Wirtschaft, Politik und Kultur.

So betreiben zum Beispiel Unternehmen nicht nur Außenhandel, sondern produzieren über die Landesgrenzen hinaus ihre Waren und erbringen in anderen Ländern Dienstleistungen. Außerdem werden politische Fragen - wie im Umweltschutz - international dikutiert und Lösungen bzw. Vorgehensweisen besprochen.

Auch in der Gesellschaft gibt es weltweite Ausdehnungen, so verbindet das world-wide-web Millionen von Menschen anderer Kulturen, Einstellungen und Lebensweisen. Wie die Aussagen aus dem "Meinungskarusell zum Thema Globalisierung - Chance oder Geisel" zeigen, gibt es Befürworter und Pessimisten in Bezug auf die Globalisierung.

Auf der einen Seite wird sie, wie von Herrn Henkel, als "gute Nachricht" (Z.5) verstanden, da durch sie Handels- und Wettbewerbsbeschränkungen abgebaut, Ideen ausgetauscht werden (Z.9) oder nach Alan Larson "Entwicklungländer" (Z.23) ein "starkes Wirtschaftswachstum" verzeichnen (Z.25f) können. Darüber hinaus werden durch die internationalen "Produktions- und Absatznetze" (Z.70), laut Henning Klodt und dem Ausbau der "Kommunikationstechnologie", "Kapitalmärkte" (Z.76 und 81) weltweit zugänglich vernetzt und integriert. Dadurch besteht eine größere Chancengleichheit und ein Rückgang der Armut (Z.28ff- Alan Larson).

Kritiker der Globalisierung, wie aus der Attac- Erklärung hervorgeht, bemängeln, dass international agierende Wirtschaftsunternehmen keiner gesellschaftlichen Kontrolle unterworfen sind und so die Globalisierung "einseitig von mächtigen Wirtschaftsinteressen dominiert" (Z.40f) wird, diese nehmen keine Rücksicht auf Menschenrechte und/oder Arbeitsplätz, wie Gehard Schwarz (Z.106) anführt, sondern nur auf Gewinn und Kapital. So werden die "Reichen immer reicher" (Z.52) und auf der anderen Seite wächst die "Armut" (z.53).

Im Ganzen zeigt sich durch die Aussagen, dass die Globalisierung ein "heikles Thema" ist, mit vielen positiven, aber auch genauso vielen negativen Aspekten, die sich zum Teil (Armut) widersprechen und gegenseitig aufheben.

Wie man an meiner detaillierten Aufzählung der Argumente erkennen lässt, fällt es mir ziemlich schwer, die Frage "Welche der Aussage finden Sie am wichtigsten?" zu beantworten. So befassen sich die Aussagen eins, zwei und vier doch nur einseitig mit Vorteilen, drei und fünf vorwiegend mit Nachteilen. Darüber hinaus versucht Ulrich Beck in der sechsten Aussage rational darzulegen, was Globalisierung ist und nimmt keine klare Stellung ein. Eine Definition ist sicherlich wichtig, aber am wichtigsten fände ich eine Aussage, in der Pro und Contra gegenüberstehen, in erster Linie jedoch Lösungen für z.B. Ungerechtigkeiten zwischen Arm und Reich oder Strategien für eine faire Globalisierung erörtert werden.

Denn meiner Meinung nach ist es egal, ob Globalisierung eine Chance oder eine Geisel ist, denn aufhalten lässt sie sich nicht mehr, es zählt die Zukunft, welchen Weg die Globalisierung nimmt und welche Rolle wir spielen!

Inga Stolz

P.S. Warum spricht Gerhard Schwarz erst von einer "offenen Attacke auf die Marktwirtschaft" (Z.99) und dann von einer "Marktwirtschaft pur" (Z.114) in Bezug auf die Globalisierung?


Die Zwei Seiten der Globalisierung

Die Frage nach den positiven und negativen Aspekten der Globalisierung beschäftigt immer mehr Menschen rund um den Globus. Viele Studien und Erfahrungsberichte halten uns immer auf dem neusten Stand. Doch wie sieht es nun wirklich aus? Bestimmt die Globalisierung nun unser ganzes Tun und Denken und weist uns den Weg in unsere Zukunft? Sind wir diejenigen, die die Konsequenzen wie Arbeitslosigkeit tragen müssen oder können wir noch etwas dagegen tun.

Die Medien zeigen uns, dass die Globalisierung für viele Menschen sowie den Handel und die Wirtschaft viele Vorteile bietet. Diesem Faktum stimme ich auch im Großen und Ganzen zu, doch ich denke, dass nicht jeder von dieser profitiert.

Betrachten wir nur einmal die Arbeiter in den Entwicklungsländern oder sogar in China: Diese müssen für uns arbeiten, damit wir billig einkaufen können. Sie arbeiten unter miserablen Bedingungen, werden schlecht bezahlt und miserabel von ihren Arbeitgebern behandelt, die nur den Profit sehen und sich nicht um das geistige wohl ihrer Arbeiter kümmern.

Aber bietet uns der Konkurrenzkampf die Möglichkeit, überhaupt Mitleid dafür zu empfinden? Einerseits sind die Zustände in diesen Ländern katastrophal, aber meiner Meinung nach können die Global-Player ohne diese Möglichkeiten nicht mehr existieren, da sie immer billiger und mehr produzieren müssen, um im Konkurrenzkampf zu bestehen.

Als positiv lässt sich jedoch bewerten, dass die Globalisierung uns die Möglichkeit bietet, auf dem ganzen Globus aktiv zu sein, ohne die Tasche zu packen und zu verreisen. Es bietet Entwicklungsländern die Chance, sich aus ihrem Status zu lösen, dass sie durch Joint-ventures die Wirtschaft in ihrem Land unterstützen und fördern können.

Ebenso ist uns durch den Fortschritt der Technik die Möglichkeit gegeben, weltweit zu fungieren, zu reisen, neue Erfahrungen zu sammeln und in anderen Ländern zu arbeiten, andere Kulturen kennen zu lernen und sich somit weiter zu entwickeln.

Alles in allem denke ich, dass die Globalisierung uns sowohl wirtschaftlich als auch menschlich die Möglichkeit bietet, international präsent und für jeden greifbar nahe zu sein.

Eva-Maria Sprenger


Kommentar zu "Die zwei Seiten der Globalisierung" (Eva- Maria Sprenger)

Die extremen Rahmenbedingungen der Arbeiter in Entwicklungsländern und die dadurch vernachlässigten Menschenrechte sind einerseits erschreckend und unbedingt zu ändern, doch andererseits unterstützen wir diese Ausbeutung durch unsere "Geiz ist geil"- Einstellung. Schließlich denken wir viel zu egoistisch, um eine Veränderung der Situation in den Entwicklungsländern zu bewirken. Außerdem sind wir nicht bereit, unseren Lebensstandard herunterzufahren und auf günstige Produkte zu verzichten.

Uns stellt sich nun die Frage: Warum? Vielleicht ist es einfach deshalb, weil wir von den harten Lebensbedingungen der Arbeiter eine zu große Distanz haben und uns nicht wirklich in deren Lage versetzen können.

Eine weitere Frage zu diesem Thema ist: Was würden die Arbeiter ohne unsere starke Kaufkraft bezüglich günstiger Produkte aus der 3. Welt machen?

Es ist davon auszugehen, dass diese bemitleidenswerten Arbeiter auf diese Arbeit angewiesen sind, um ihre Familien ernähren zu können und somit für diese doch durchaus harte Arbeit dankbar sind. Wobei dazu zu sagen ist, dass es schockierend und traurig ist, dass diese Arbeit oftmals ihre einzige Chance darstellt.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass die Verlagerung der Produktionsstätten in die 3. Welt ein Teufelskreis ist, der nicht einfach zu bewältigen ist, denn beide Seiten ziehen ihren persönlichen Nutzen daraus, der nicht immer positiv ist.

Svenja Wittrock & Stefanie Wildeis


Globalisierung als Spalt in der Gesellschaft

Am 26.05.2002 wurde in Frankfurt am Main die Attac-Erklärung beschlossen. Attac ist eine globalisierungskritische Bewegung, die für eine soziale und ökologische Globalisierung kämpft. In ihrer Erklärung beschreiben sie diese Globalisierung als einen „Umbruch von historischen Dimensionen“, welche die Gesellschaft schnell verändert, in die Lebensbedingungen eingreift und von riesigen Unternehmen „dominiert“ wird, die sich an dem „Neoliberalismus“ orientieren.

So nannte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Gruppe liberaler Menschen, die die Vorstellung einer Sozialen Marktwirtschaft mitentwickelte. Ab 1990 wurde dieser Begriff dann auch als „Angebotsorientierende Wirtschaftspolitik“ verwendet.

Kritisiert wird hier auch das neoliberale Versprechen, und zwar dass die Globalisierung Wohlstand für alle bringen soll, was nicht geschehen ist.

Als Argument wird die Veränderung der Gesellschaft genannt, in der....

....die Reichen immer reicher werden

....die Armen immer ärmer werden

....die Armut in der 3. Welt wächst

....die Finanz- und Wirtschaftskrisen volkswirtschaftlich ruiniert werden

....Hunderttausend ihren Arbeitsplatz verlieren

Ich finde auch, dass sich durch Globalisierung nichts zum Positiven verändert hat. Zum einen werden Industrieländer immer ärmer und zum anderen leben wir in sozialer Unsicherheit (hier: keine Sicherung der Arbeitsplätze), die zudem auch von Ungerechtigkeit und Ausgrenzung dominiert wird, was Attac selbst anspricht. Zudem werden auch unsere sozialen Sicherheitssysteme von der Privatisierung bedroht, d.h. von Familienunternehmen, in denen andere Menschen, die Arbeit brauchen, sie dort nicht finden können und diese Familienunternehmen immer reicher werden, wobei andere in Hungersnot stecken.

Wenn nichts unternommen wird, verschärft sich die Globalisierung und der Spalt der Ungleichheit wird größer.

Matthias Tunke


Kommentar zu „Globalisierung als Spalt in der Gesellschaft“ (Matthias Tunke)

Zunächst einmal sind wir nicht der Meinung, dass durch die Globalisierung die Industrieländer immer ärmer werden und an Wirtschaftskraft verlieren. Denn zum einen werden die Disparitäten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern immer größer und zum anderen werden die Dependenzen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern immer gravierender. Aus diesem Grund halten wir die Behauptung das die Industrieländer immer ärmer werden für falsch.

Außerdem können wir nicht nachvollziehen, warum die Familienunternehmen immer reicher werden. Unserer Ansicht nach haben die kleinen Familienunternehmen im Zuge der Globalisation kaum eine Chance dem Wettbewerbsdruck der großen Unternehmen standzuhalten, da sie ihre Produkte weitaus billiger produzieren können. Des Weiteren haben die großen Industrieunternehmen die Möglichkeit kleinere für sie unangenehme Firmen mit ihrem größerem Kapital aufzukaufen und sich somit eine Monopolstellung zu sichern. Marcel Zimmer, Sven Toepelt


Stärkeres Wirtschaftswachstum, aber sinkende Wohlstandsentwicklung

Zu Beginn meines Textes möchte ich auf den letzten Abschnitt meines Vorredners eingehen. Matthias, du meinst, dass die Industrieländer immer ärmer werden und wir in sozialer Unsicherheit leben. Zudem würde die Arbeitslosigkeit immer weiter steigen und die "Ungleichheit" immer größer werden.

In diesen Punkten unterstütze ich dich uneingeschränkt, weshalb ich auf die Aussage von Alan Larson "Handel führt zu Wirtschaftswachstum und Wohlstand" vom 10.11.2001 eingehen werde.

Larson zieht aus Studien der Weltbank (ob diese Studien wohl objektiv waren?) die Schlussfolgerung, "dass Entwicklungsländer, die in den letzten 20 Jahren ihre Handelsschranken gesenkt und den Handel gesteigert haben, auch ein stärkes Wirtschaftswachstum verzeichneten"(Z.22-26). Es sei ein "Rückgang der absoluten Armut" (Z.28/29) erkennbar und die Einkommensunterschiede würden sich nicht verstärken.

Dass die Entwicklungsländer, trotz stärkerem Wirtschaftswachstum, arm bleiben, erwähnt Larson an dieser Stelle anscheinend bewusst nicht. Wie bereits von Matthias erwähnt, ist die Folge der Globalisierung, dass die Reichen immer reicher werden. Während die Armen sich ausbeuten lassen müssen, um nicht in dem Sog der absoluten Armut zu versinken, scheffeln sich die Reichen das, durch billige Arbeiter, schmutzig verdiente Geld in die Taschen. Nur so ist Larsons Erkenntnis, die "absolute Armut" erlebe einen Rückgang, zu deuten.

Aber in welchen Punkten berührt uns die Globalisierung?

Was für die Entwicklungs- oder Schwellenländer gilt, kann man genauso gut auf die Industrienationen übertragen. Auch hier ist ein Wachstum der Wirtschaft erkennbar.

Der wichtige Punkt hierbei ist aber, dass trotz des Wirtschaftswachstums ein Wohlstandsabbau erkennbar ist. Was nützt da ein eine stärkere Wirtschaft, wenn der Wohlstand sinkt?

Ein wichtiger Schritt, sei er positiv oder negativ, war die Einführung des Zollabbaus (gegen 1980). Vor dem Abbau hat sich der Wohlstand etwa alle 25 Jahre verdoppelt (Wo könnten wir heute sein? Hätte jeder Schüler einen eigenen Dienstwagen?). Nach 1980 hat diese Entwicklung plötzlich abgebrochen. In einigen Ländern (so auch in Deutschland), hat der Wohlstand abgenommen.

Matthias meint, dass sich durch die Globalisierung nichts zum Positiven geändert hat. Trotz Massenarbeitslosigkeit, fatalem Einwirken in die Umwelt (Stichwort: sinnloses Verschieben von Gütern, um möglichst billig zu produzieren) und Ausbeutung der Menschen, hat die Globalisierung allerdings auch gute Seiten.

  1. Die Firmen können ihre Mitarbeiter rund um die Uhr in verschiedenen Ländern arbeiten lassen (Arbeitsteilung).
  2. Es kann ein gesteigerter Austausch von Wissen stattfinden.
  3. Man muss einfach nur die Entwicklung der Technik betrachten, die als Ursache der Globalisierung gelten kann.

Oder wer von euch könnte sich heute ein Leben ohne Internet und andere technische Errungenschaften vorstellen?

Rico Horn


Der kulturelle Aspekt

Globalisierung - nicht nur die weltweite Vernetzung der Märkte, sondern auch eine Vernetzung von Kulturen. Tatsächlich ist in beiden Fällen Fortschritt der Vater der Globalisierung. Ein Fortschritt oder vielmehr ein stetiges Fortschreiten sowohl im Bereich der Mikroelektronik und Telekommunikation als auch im Denken der gesamten Menschheit.

Die Welt verschmilzt, tauscht sich aus, schafft gemeinsam, reicht sich die Hand und wird - mehr und mehr - eine Welt ohne Zäune und Barrieren. Wir stehen an der Schwelle zu einer geeinten Gesellschaft, zu einer ultimativen Kultur. Eine Kultur, die vieles ist. Eine Kultur, zusammengesetzt aus verschiedenen Riten und Gebräuchen der unterschiedlichsten Zivilisationen und Lebensstile. Zusammengesetzt, gekoppelt und kombiniert um mit fremden Traditionen unsere eigene Persönlichkeit zu definieren und auszudrücken.

Globalisierung ist mehr als der Transfer von nackten Gütern. Globalisierung ist ein Lebensgefühl, eine Überwindung von Grenzen. Es ist die Tatsache, dass wir dänisches Bier in Shanghai und deutsche Bratwurst in Amerika kaufen können.

Amerika - wohl das beste Beispiel für multikulturelle Lebensoffensive. Amerika übernimmt fremde Kleidung, Nahrung, Sprachen so schnell, dass man die Wurzel oder die Wurzeln dessen nicht länger auszumachen vermag. Amerika tanzt Salsa, trinkt Wodka, isst Pasta, ohne spanisch, russisch oder italienisch zu sein. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten übernimmt fremde Brauchtümer, ganz einfach weil es passt, weil es der Suppe Amerika mehr Würze verleit.

Und das ist der springende Punkt! Wir schöpfen eine Kultur, die uns konveniert, und die uns letztlich zu dem macht, was wir noch nicht sind, aber ganz bestimmt sein wollen.

Wir dürfen diesen kulturellen Aspekt bei all der Marktwirtschaft, bei all den Kapitalmärkten, bei all dem "wir müssen so gut sein, wie wir teuer sind" nicht aus den Augen verlieren. Denn das ist doch die eigentliche "gute Nachricht" (Henkel), das ist der beste Anzug der Globalisierung und das ist schlicht etwas Wunderbares.

Quelle: Erla Zwingle, Globalization, National Geographic, 2000

Kevin Sommer


Stellungnahme zum "kulturellen Aspekt"

Im Großen und Ganzen stimmen wir Kevins Aussagen zu.

Jedoch sehen wir auch negative Aspekte im Hinblick auf die Verschmelzung der unterschiedlichen Kulturen und Nationen. Einerseits ist es fortschrittlich,mit der ganzen Welt kommunizieren und politische Barrieren durchbrechen zu können.

Aber wo bleibt die Identifikation mit dem eigenen Heimatland und dessen Traditionen? Wir meinen damit, dass jedes Land seine eigenen Besonderheiten nicht verlieren darf.Wir reden nicht von Fundamentalismus oder Nationalismus! Es ist unserer Meinung nach wichtig,die Bindung zu den persönlichen Wurzeln aufrecht zu erhalten und dennoch einen freundschaftlichen Kontakt zu anderen Nationen zu pflegen.

Kevin meint in seinem Text:"Wir schöpfen eine Kultur, die uns konveniert, und die uns letztlich zu dem macht, was wir noch nicht sind, aber ganz bestimmt sein wollen."

Doch worin begründet er diese Behauptung? Stellt euch einmal vor, wir alle hätten ein und dieselbe Kultur ohne jegliche Unterschiede! Wäre das nicht grauenhaft? Aus diesem Grund finden wir, es darf durch die Globalisierung NICHT zu einer einheitlichen Kultur kommen. Es macht die Welt aus,dass sie viele verschiedene,einzigartige und erhaltenswerte Kulturen beherbergt. Es wäre demnach schrecklich,wenn wir spezielle Kulturen in jedem Land treffen würden. Nun aber ohne Glanz und ohne Persönlichkeit! Mindestens genauso tragische wäre es, wenn eine Kultur dominieren würde und die restlichen untergehen!

Wir müssen den Ländern das lassen,was sie ausmacht!

Nadja Nadgornaja & Jana Keller


Stellungnahme zu Herrn Henkels Meinung (M2/1)

Meiner Meinung nach hat Herr Henkel einen wichtigen Punkt in seiner Aussage genannt. "Globalisierung beinhaltet vielmehr einen Austausch der besten Ideen" Diese Ideen sieht Herr Henkel in den Berreichen Politik und Wirtschaft.

Er nennt ausdrücklich die Demokratie als politische Organisationsform, die im Rahmen der Globalisierung immer mehr Völker erreicht. Weiterhin spricht er die Menschenrechte an, die von immer mehr Völkern akzeptiert und umgesetzt werden.

Als aktuelles Beispiel kann hier China genannt werden, das - weil es die olympischen Spiele ausrichten darf - im Bereich der Menschenrechte Zugeständnisse machen muss.

Als letztes nennt Herr Henkel die soziale Marktwirtschaft. Nachdem die Planwirtschaften der ehemaligen Ostblockstaaten nicht mehr exestieren, ist weltweit eine Hinwendung zu marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften zu beobachten.

Allerdings spricht Herr Henkel auch von einem "magischen" Dreieck. Nur mit den Kräften eines Magiers ließen sich alle drei Aspekte sofort und überall umsetzen. Es ist nicht zu übersehen, dass immer noch in vielen Staaten Diktaturen vorhanden sind und demokratische Ideen noch nicht überall umgesetzt sind. Auch die Menschenrechte, so wie sie bei uns im Grundgesetz verankert sind, stellen in vielen Ländern noch eim Ideal dar, das noch lange nicht verwirklicht werden kann.

Ebenso ist es mit der sozialen Marktwirtschaft. Marktwirtschaftliche Systeme mit dem Ziel des Gewinnstrebens gibt es viele, aber wie sozial solche Wirtschaftssysteme sind, das bleibt doch fraglich, sonst gäbe es nicht so viel Armut und Elend, so wenig Bildungschancen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Herr Henkel hat sicherlich Recht, wenn er sagt, dass die Ideen von Demokratie, Menschenrechten und sozialer Marktwirtschaft im Rahmen der Globalisierung in immer mehr Teilen der Welt benannt werden, aber die Umsetzung dieser Ideen, der eigentliche Siegeszug, der lässt in vielen Bereichen noch auf sich warten.

Ann-Cristin Mönnig


Stellungnahme zu Theos "Hilfe! Globalisierung!

Dieser Text beinhaltet meiner Meinung nach einige interessante Aspekte der Globalisierung. Dennoch fällt mir auf, dass einige Textpassagen:

...."Es gab zwei Fronten, welche durch eine Mauer getrennt waren."

...."Daher ist die entscheidende Frage, ob die Globalisierung uns bestimmt, oder ob wir die Globalisierung bestimmen."

sehr dem Gedankengut von Tony Bliar ähneln, welches er in der Rede vom 30. Juni 2000 der Öffentlichkeit mitgeteilt hat. Ich würde es daher begrüßen wenn Theo einen Verweis eingefügt hätte, der den Lesern die Möglichkeit gegeben hätte, Tony Blairs Rede nachlesen zu können.

Manuela Paus


Antwort auf die Stellungnahme

Ja ich gebe zu, einige meiner Thesen in Anlehnung an die Rede, welche Toni Blair am 30.Juni 2000 in Tübingen hielt, verfasst zu haben.

Über den Link ist sowohl eine Übersetzung dieser Rede in die deutsche Sprache als auch der englische Originaltext einsehbar.

Theo Meier-Hans


Wichtige Aspekte der Globalisierung

Auch Ich möchte die Attac-Erklärung: „Während die Reichen immer reicher werden, wächst die Armut in der Dritten Welt“ (Z. 52/53) als wichtig unterstützen und mich der Meinung von Matthias und Rico anschließen.

Immer mehr Menschen müssen um ihren Arbeitsplatz bangen, weil Firmen ihre Produktion in den Osten verlegen. Im gesehenen Film wurde ausführlich darüber berichtet. Kleine (Familien-) Unternehmen haben keine Chance, auf dem globalisierenden Markt zu existieren. Auch in dem Punkt, dass die Armut in der Dritten Welt wächst trotz steigender Wirtschaft, muss ich Rico Recht geben. Die Wirtschaft mag vielleicht steigen, doch trotzdem bleiben die Leute arm, weil sie für einen Hungerlohn Fließbandarbeit und Massenproduktion betreiben. Ein Lohn, für den nur die wenigsten Deutschen arbeiten würden.

Aber nicht nur Arbeitslosigkeit oder Hungerlöhne, sondern auch die Umwelt leidet unter der Globalisierung. Durch die vielen Fahrt- und Transportwege über lange Strecken, ob See oder Land, gelangt immer mehr CO2 in die Atmosphäre und treibt somit den Klimawandel voran. Ich denke, dass ist ebenfalls ein Punkt, den man heutzutage nicht aus den Augen verlieren darf.

Natürlich bringt die Globalisierung auch positive Effekte mit sich. Wie z.B. den technischen Fortschritt und allgemein die Bereitschaft zu forschen. Nicht zu vergessen ist der gefestigte Weltfriede. Durch die viele und intensive Kommunikation zwischen vielen Ländern findet ein großer Austausch und Zusammenhalt statt, erkennbar daran, dass amerikanische, europäische und russische Astronauten gemeinsam an der ISS im All arbeiten. Das ist zwar erst ein kleiner Schritt, aber er geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.

Carola Hesse


Globalisation - Ein Widerspruch ?!

Der Begriff "Globalisation", steht für mich auf der einen Seite für Fortschritt und internationale Kommunikation und auf der anderen Seite, wie bereits von Sophia erwähnt, für eine Möglichkeit der Machtausübung sowie Unterdrückung.

Die Aussage: "Globalisierung beinhaltet vielmehr einen Austausch der besten Ideen" ( Henkel), soll wie bereits von Ann-Cristin aufgenommen, auf die zum Teil verbesserten politischen sowie wirtschaftlichen Verhältnisse in den "früheren" Entwicklungsländern hinweisen.

Doch sie weckt zugleich in mir die Frage: "Was beinhaltet sie noch? Und wohin wird sie uns führen? Wäre all das, auch ohne Globalisation passiert?" Ja, was beinhaltet sie noch? Angst? Hoffnung? Zuversicht? oder doch Verzweiflung?

Wirtschaftlich gesehen hat sie meiner Meinung nach hauptsächlich den Industrieländern etwas gebracht, diese ziehen nun den Nutzen aus den offenen Grenzen und suchen sich die besten Bedingungen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Was dieses zum Teil für Konsequenzen hat, merken die Meisten leider erst zu spät oder nie...Diese konzentrieren sich nur auf ihre Markt- & Geschäftsbeziehungen. Sie sollten auch einen Blick für die Globalisation der Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte sowie der Demokratie bekommen und ein Stück Verantwortungsbewusstsein zeigen.

Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass die Globalisation nicht nur ihre schlechten Seiten hat, so führt sie durch ihren Fortschritt in der Elektrobranche, verschiedenste Nationen und Nationalitäten zusammen, schickt wichtige Tagesmeldungen & Nachrichten in Bruchteilen von Sekunden einmal um den gesamten Globus, eröffnet neue Einblicke und hat die Sichtweise der Menschen, in den letzten Jahren, verändert.

Durch diesen Forschritt besteht nun die Möglichkeit zu einer global vernetzten Zusammenarbeit sowie die Verfügbarkeit von Elementen aller Nationen.

Auf jeden Fall öffnet sie uns die Türen zu anderen Teilen der Welt, ob dieses für uns negativ oder positiv endet... dass können wir nur in einem geringen Maße beeinflussen....jedoch sollte jeder das Beste dafür tun.

Cosima Rath


Die Verantwortung des Einzelnen? oder Die Verantwortung einer ganzen Gesellschaft?

Ein wichtiger Aspekt der Globalisierung ist und bleibt, neben allen technischen Errungenschaften, Innovationen etc., der Mensch als Individuum.

Menschenrechte, wie sie hier öfters angesprochen wurden, werden neu ausgelegt, neu ausgebeutet, so dass offiziell alles in Ordnung ist. Doch inwiefern kann man hier von "alles in Ordnung" sprechen?

Ein kurzer Gedanke hierzu meinerseits: Wo liegt die Verantwortung an diesem Problem?

An dir?

An mir?

Oder an uns???

Die Antwort scheint leicht und schwer zugleich, denn grundsätzlich ist immer die Politik, der Staat, die Gesellschaft schuld. Doch bei genauerem Betrachten schließt es einen dann selbst mit ein, denn wir sind die Gesellschaft, der Staat, die Politik. Ohne das Mitwirken eines jeden können wir die sozialen Probleme der Globalisierung nicht lösen.

Doch hier kommt es zu dem eigentlichen Problem.

An dieser Stelle möchte ich mich kurz auf Svenja und Steffi beziehen, die in ihrem Kommentar die Problematik der Gesellschaft, vor allem der Gesellschaft in Industriestaaten wie Deutschland, klar herauskristallisieren:

"Außerdem sind wir nicht bereit unseren Lebensstandard herunterzufahren und auf günstige Produkte zu verzichten. "

Ein Widerspruch in sich, oder?

Der Lebensstandard in Deutschland ist hoch. Das ist vielen bewusst, also ist die logische Konsequenz, dass wir ihn herunterschrauben müssten. Aber auf der anderen Seite müssen wir auf sogenannten "Billigprodukte" verzichten, um den Markt in China und anderen Billigmärkten zu boykottieren. Aber dies macht angesichts des Ausmaßes der Globalisierung ebensowenig Sinn, da man erstens als Individuum keinen Einfluss hat (wieder dieselbe Problematik, der Kreis dreht sich) und zweitens, wie schon gesagt die Arbeitskräfte in China von der Arbeit abhängig sind und man vorerst keinen fühlbaren oder gar sichtbaren Effekt erzielen würde.

Ich denke, dies ist die entscheidende Problematik des 21. Jahrhunderts, die auch uns zukünftig noch stärker betreffen wird.

Die Abhängigkeit von "Global Player"n, die Einverleibung der Wirtschaft durch Privatunternehmen, die politische und soziale Unmündigkeit im Alltagsleben. Das Wettrüsten um den Platz an der Spitze dieser Welt hat bereits begonnen, und zwar nicht in der Form wie es der Erste Weltkrieg betrieben hat, sondern in der modernen Fassung: Wissen/Forschung/Technik = Geld = Macht = Unterdrückung/Abhängigkeit.

Ich würde mich über Gedanken oder gar Lösungen eurerseits zu dieser Problematik freuen.

Sophia Bulmahn


Wirtschaft – Herrscher der Welt?

Zu Beginn der Industrialisierung waren Begriffe wie „Wirtschaft“ und „Firmen“ noch etwas, womit die Menschen Positives verbanden. Waren sie doch Errungenschaften, die der Mensch selbst entwickelt und umgesetzt hatte, meist zum Wohl der Allgemeinheit, für schnellere und bessere Produkte, ja und auch für billigere. Doch das war im 18. und 19. Jahrhundert.

Heute sind Firmen etwas Allmächtiges und Unantastbares, die Wirtschaft für den normalen Arbeiter kaum noch (be-)greifbar. Man könnte fast meinen, wir haben die Kontrolle verloren, sie abgegeben an Wenige, die nun die Masse beherrschen und mit der Globalisierung ist diese Macht nur noch weiter gewachsen. Wer würde es denn heute noch wagen, gegen eine Firma, wie Microsoft vorzugehen oder sich gegen die Cola-Company zu wenden?

Jedoch zu behaupten, die Globalisierung sei durch und durch schlecht, ist völlig übertrieben, das ist mir klar.

Es gibt Dinge, die uns durch sie ermöglicht worden sind, auf die keiner von uns mehr verzichten will, sei es nun exotisches Obst und Gemüse zu jeder Jahreszeit, fremde und faszinierende Kulturen, Musik, Religion und Kunst, das alles ist etwas, was uns im hohen Maße bereichert und auch unsere Kultur verändert und weiterentwickelt.

Auch die Vorstellung von einer offenen Marktwirtschaft für alle ist durchaus als positiv und vollkommen natürlich unter den Gesichtspunkt der Gleichberechtigung jedes Individuums zu bewerten. Zudem ließ sich dieser Faktor schon zu Beginn der Industrialisierung nicht mehr vermeiden, da vorhandener Markt logischerweise genutzt wird.

Doch unsere Globalisierung kümmert sich nicht um Gleichberechtigung, selbst Menschenrechte scheinen ihr fremd zu sein.

Wie sonst könnte man sich die anklagenden Worte der Attac-Bewegung erklären? Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird immer größer. Wer das bezweifelt, sollte sich nur einmal Deutschland selbst ansehen. Hartz 4-Empfänger und Arbeitslose, weit mehr als uns die Regierung glauben machen will (Denn wer bitte hält 1-Euro-Jobs für ein ausgleichendes System?). Auch bei uns gibt es Kinder, die weit unter der Armutsgrenze leben und das in unserer Wohlstandsgesellschaft!

Ich denke deshalb, dass man nicht nur von der Kluft zwischen Nord und Süd sprechen kann, sondern allgemein, für die ganze Welt von einer Auflösung der Mittelschicht, sodass am Ende nur zwischen Armut und Reichtum unterschieden werden kann. Und das bedeutet ebenfalls Globalisierung.

Wer jetzt immer noch jammert und meint, die „bösen“ Asiaten nehmen uns unsere ganzen Jobs weg, mag vielleicht nicht ganz unrecht haben, aber bieten wir den meisten Firmen denn nicht gerade das wie auf einem Präsentierteller an?

Um wirtschaftlich zu handeln, müssen die Firmen ihre Ausgaben möglichst gering halten und ihren Gewinn maximieren. Ausgaben entstehen durch Arbeitskräfte (Gehalt, Rente, Versicherungen) und Steuern. Jetzt stellt sich die Frage, warum nicht dort produzieren, wo Steuern kaum existieren, Gehälter niedrig sind und etwas wie Rente unbekannt ist? Warum nicht in Entwicklungsländern produzieren, wo dies alles möglich ist?

Klingt doch logisch!

Firmen haben aber leider die Tendenz, ihre humanitären Grundlagen völlig zu vergessen, deshalb nutzen sie diese Möglichkeit schamlos aus, um ihren Gewinn noch zu erhöhen. Sie nutzen ihre Arbeiter aus, speisen sie mit Hungerlöhnen ab, welchen diese meist noch dankbar annehmen, verbieten Gewerkschaften und entlassen Arbeiter, die sich gegen die strikten, unmenschlichen Regeln zur Wehr setzten. Es gibt ja noch genug, die ihren Platz dankbar übernehmen würden.

Europa und Nordamerika sehen sie hingegen nur noch als Konsumenten, kaum noch als Produzenten. Und wir erfüllen das Bild des Käufers perfekt, da wir immer auf der Suche nach einem Schnäppchen sind.

Die einzige Hoffnung, die uns Europäern noch bleibt, sind die Bemühungen der EU für einen unabhängigen, europäischen Markt zu sorgen und das Vertrauen darauf, dass sich die sozialen Einstellung in den Entwicklungsländern irgendwann ändern und die Arbeitnehmer dort ebenfalls auf höhere Gehälter und Versicherungen pochen, um sich weiter dem westlichen Vorbild zu nähern. Denn auch bei uns mussten sich Institutionen wie Gewerkschaften erst durchsetzen und Gehälter einem akzeptablen Standard anpassen. Und auch Länder wie Spanien und Italien haben sich schnell den Maßstäben des alten Europas angepasst.

Ich meine aber, dass wir zumindest heute schon versuchen sollten, deutsche Firmen so weit wie möglich zu unterstützen, denn auch wenn ein einzelner nichts bewegt, so bahnt er zumindest den Weg, damit andere folgen können.

Deshalb: Es Lebe das Volk, Nieder mit der Macht der Wenigen!

Alexandra Hale


Konkurrenzkampf belebt das Geschäft!?

Diese Aussage gibt es schon seit vielen Jahren, doch was ist noch dran an der Aussage zur Zeit der Globalisierung?

Den Konkurrenzkampf kann man aus zwei verschiedenen Sichtweisen betrachten:

  • Zum Einen lässt sich die Aussage aus der Sicht der kleinen Firmen sehen
  • Zum Anderen sind dort die großen Firmen, die deutlich mehr Kapital besitzen

Es stellt sich aber nun die Frage, wie die kleinen Firmen in näherer Zukunft eine Chance im Überlebenskampf zur Zeit der Globalisierung haben?

Oftmals können die kleineren Firmen mit der Massenproduktion und den billig Preisen der großen Firmen nicht mithalten und gehen oft unter oder werden von großen Firmen absichtlich in den Ruin getrieben. Auch große Firmen wie Phoenix Contact, die sich auch trotz des stetigen Umsatzwachstums jeden Tag neu beweisen müssen, um mit anderen Firmen mitzuhalten sind immer wieder gefährdet, den Anschluss zu verlieren.

Folglich lassen sich für uns nur zwei Theorien für die Zukunft aufstellen:

  1. Durch den Konkurrenzkampf entsteht eine Spaltung der Gesellschaft in wohlhabend und Existenzminimum. Zwei Schichten von reich und arm entstehen.
  2. EINE Firma geht als Gewinner des Konkurrenzkampfes hervor und regiert den kompletten Weltmarkt. Die anderen Firmen sind am Ende, gehen pleite oder werden von der EINEN Firma aufgekauft.

Sebastian Magers und Tobias Blinne


Kommentar zu "Konkurrenzkampf belebt das Geschäft"

Dieses beschriebene Problem der Konkurrenz gehört zu den ganz normalen unsere Generation. Ist Konkurrenz nicht ein alltägliches Phänomen, was uns überall begegnet?

Wenn es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer und jede Firma muss mit diesem Erfolgsdruck leben, da wir Menschen eben nach genau diesem Prinzip leben.

Sebastian und Tobias stellen die Frage, wie kleinere Firmen eine Überlebenschance im Wettrennen mit der Welt haben können.

Ich denke, auch kleinere Firmen haben eine Chance im weltweiten Konkurrenzkampf, solange gerade die Manager und Vorstände bereit sind ihre Macht nicht auszunutzen, sondern Vorteile und Erfolg auch an die Arbeitnehmer weiterzugeben.

Denn trotz der Unberechenbarkeit der Globalisierung sind fahrlässige Fehler von Verantwortlichen immer noch die Hauptursache von vielen Insovelnzen.

http://www.wirtschaftrecht.de/wwg/wwg9/vonderau-rw/M2-Insolvenzgruende.doc

Julia Schnur


Kommentar zu "Konkurrenzkampf belebt das Gechäft"

Globalisierung bietet einen wirtschaftlichen Vorteil, doch ist es zu beachten, wenn grosse Unternehmen z.B. nach China auswandern, dass die chinesischen Mitarbeiter den Vorsprung in der Entwicklung (von Autos) für ihre eigene wirtschaftliche Lage nutzen.

Sie übernehmen den technischen Vorsprung unserer Firmen, um selbst mithalten und konkurrieren zu können. Sie verkaufen die imitierten Produkte für einen wesentlichen günstigeren Preis, was wiederum unsere Produktion einschränken könnte. Dieses könnte ein Bankrott unserer Firmen bedeuten.

Tanja Wiederspan und Julia Spilker


Globalisierung und Ökologie

Bei dem Meinungskarussell zum Thema Globalisierung wurde bereits darauf eingegangen, dass unsere Welt immer stärker zusammenwächst und dass sich dieses Thema auf alle Lebensbereiche auswirkt.

In erster Linie davon betroffen ist natürlich der wirtschaftliche Bereich. Er dominiert den Prozess der Globalisierung eindeutig. Auch wurde schon von einigen erwähnt, dass auf kultureller und politischer Ebene näher zusammengerückt wird. Die neoliberale Politik bestimmt zentral, was die Globalisierung für Auswirkungen auf die Zukunft hat. Das einseitige Interesse an der Wirtschaft missachtet vielfach die soziale Gerechtigkeit und die Demokratie, besonders in Entwicklungsländern.

Bisher nur von Carola angeschnitten wurde das Thema Ökologie oder der Umweltschutz, was meiner Meinung nach mit in den Vordergrund gerückt werden sollte. Die Entwicklung ökologischer Produktions- und Lebensweisen wird durch kurzfristige Renditeinteressen gebremst. Internationale Wirtschaftsabkommen bringen nationale Umweltgesetzgebungen in Gefahr und das, was die Umweltbewegung jahrzehntelang erkämpft hat, wird plötzlich zunichte gemacht.

Auch die Gentechnologie ist ein großes Thema. So klagen zum Beispiel die USA vor dem WTO- Schiedsgericht gegen das Einfuhrverbot von genmanipulierten Lebensmitteln in die EU - und was ist die Reaktion? Die EU und die Bundesregierung knicken ein und geben dem Druck der Gentechnik- Industrie nach.

Forschungsergebnisse, die Artenschwund und andere negative Auswirkungen von Gentechnik auf die Umwelt belegen, werden dabei außer Acht gelassen und nicht mal Vorteile der Gentechnik in der Praxis konnten bisher festgestellt werden. Unter anderem gerät auch zunehmend das Vorsorgeprinzip durch beispielsweise die WTO unter Druck.

Zwar konnte man in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse am Umweltschutz feststellen, trotzdem denke ich, dass dies bislang nicht ausreicht. Wir müssen unsere heutige Vorstellung von Fortschritt überdenken und unsere Lebensstil ändern, sonst wird sich nichts ändern – im Gegenteil.

Umweltstandards müssen dabei für alle und überall gelten. Wieso nicht die Globalisierung des Umweltschutzes zum Ziel setzen? Was nützen Wohlstand, Gerechtigkeit und Frieden auf einer kranken Erde?

Ich denke, Sophia hat Recht, wenn sie sagt, dass jeder einzelne ein Stück Verantwortung trägt.

Leonie Korbach


Globalisierung - Fluch oder Chance?

Viele Menschen sehen die Globalisierung als einen Fluch, besonders in den Ländern, die seit Jahrzehnten, wenn nicht schon seit Jahrhunderten die Weltwirschaft entscheidend beeinflussen. Fast täglich wird uns in den Medien über Konzerne berichtet, die zum Beispiel in Deutschland Stellen abbauen und teilweise ganze Produktionsketten in Billiglohnländer zu verlegen.

In solchen Situationen geht man häufig dazu über, die Handlungsweise der jeweiligen Firmen zu "verteufeln". Viel zu selten versetzt man sich selbst in deren Lage und betrachtet das Vorgehen aus ihrer Perspektive.

Jedes Individuum und gerade der Mensch handelt mehr oder weniger nur zum Nutzen seiner selbst. Alle denken erstmal an sich und dann an die anderen.

So gehen die meisten auch in den Supermarkt und kaufen höchstwahrscheinlich das preiswerteste Produkt, wenn dieses die gleiche Qualität hat wie ein vergleichsweise teureres. Bei diesem Auswahlverfahren spielt es keine Rolle, ob das Produkt aus Deutschland oder Afrika kommt, es geht allein um das Preis - Leistungsverhältnis.

Der Mensch ist ein Egoist und hinzu kommt, dass wir es bevorzugen, den einfacheren Weg zu nehmen.

So ist es nicht verwunderlich, dass viele auf die Globalisierung als Arbeitsplatz- vernichter schimpfen, aber nicht sehen, dass wir das eigentliche Problem sind, welches den Stein erst ins Rollen bringt.

Da es aber müßig ist, über die Möglichkeit nachzudenken, die Globalisierung zu stoppen, sollten wir uns lieber mit dem Gedanken arrangieren und eigene Systeme entwickeln, die es uns ermöglichen, den Standard aufrecht zu erhalten, den wir gewöhnt sind. Die aufstrebenen Wirtschaftsmächte wie China werden den alten Industriemächte nicht den Gefallen tun und auf den verlockenden Reichtum und damit einhergehenden Gewinn an Einfluss verzichten, um uns vor Veränderungen zu schützen.

Und dennoch sehe ich es als falsch an von der Globalisierung als Fluch zu sprechen, denn sie ist keiner. Eher sehe ich in dem Näherkommen der Länder eine wunderbare Möglichkeit neue Wege zu finden.

Insbesondere wir in Deutschland müssen uns dahingehend verlagern, die einfachen Prozesse der Industrie Billiglohnländer zu überlassen. Bildung und das damit eingehende fachliche Knowhow lassen uns konkurrenzfähig bleiben. Wir müssen dafür sorgen, dass die Regierung auf ihren Sparkurs bei der Bildung verzichtet, damit sie uns nicht unsere Möglichkeiten verbauen.

FLEXIBILITÄT und BILDUNG wird unsere Zukunft sein.

Wir können die Globalisierung nicht stoppen, aber wir können von ihr profitieren, wenn wir unsere Chancen ergreifen, auch wenn diese vielleicht in einem anderen Land liegen.

Ich hoffe, dass einige von euch Globalisierung wie ich als eine Chance sehen und nicht als Fluch. Für mich hat die Globalisierung bis jetzt nur Vorteile gebracht!

NUTZT EURE CHANCE! ENTDECKT DIE GLOBALISIERUNG FÜR EUCH!

Manuela Paus


Die Verluste der Menschheit durch die Globalisierung

Im Gegensatz zu Manuela sehe ich den Globalisierungsprozess doch eher als Fluch und nicht als Chance. Die Chance, die die Globalisierung bietet, bezieht sich, wie du ganz richtig betonst, auf Individuen. Natürlich bietet sie eine Erweiterung des Marktes und ich kann es für einen Betrieb wirtschaftlich klar nachvollziehen, welche Gründe zu einer globalen Entscheidung führen.

Allerdings finde ich es von menschlicher Seite aus nicht akzeptabel. Manuela hat Recht, die Menschen sind Egoisten und so sehen die meisten Deutschen die Globalisierung als Fluch, weil sie ihren hohen Lebensstandard verlieren könnten oder auf Dauer auch werden.

Ich aber denke, dass wir gerade durch die Globalisierung und die enge Verknüpfung der globalen Bevölkerung einsehen müssen, dass es nicht mehr um Staaten geht, sondern um Betriebe.

Die Betriebe sind diejenigen, die in unserer heutigen Wirtschaftslage die Macht in der Hand haben. Sie allein sind Arbeit- und Geldgeber in Deutschland so wie auch anderswo. Der Staat ist abhängig von den Betrieben. Deshalb kann man erstens nicht sagen, dass die Industriestaaten immer reicher werden und die Entwicklungsländer immer ärmer. Man kann höchstens sagen, dass die Betriebe und die reichen Individuen , die dahinter stecken, immer reicher werden. Genau das ist der Problempunkt.

Wenn Manuela nun sagt, "wir in Deutschland müssen uns dahingehend verlagern, die einfachen Prozesse der Industrie Billiglohnländer zu überlassen", heißt das für mich, wir sollen möglichst versuchen, uns zu dem reichen Teil zugehörig zu machen und die anderen in den Billiglohnländern ihrer Misere überlassen.

Denn warum sind denn die Billiglohnländer so billig?

Wir könnten sagen, "die stellen halt nicht so hohe Ansprüche", doch sind unsere Ansprüche wirklich immer so hoch?

Natürlich finde ich es übertrieben, dass jeder Mensch in Deutschland ein Recht auf einen Fernseher hat, doch dagegen finde ich es nicht übertrieben, dass wir staatliche Absicherungen haben, wie Krankengeld, Sozialhilfe etc.

Genau das sind Dinge, die sich andere Länder nicht leisten und deshalb "billiger" sind. Doch wäre es nicht gerecht, auch diesen Menschen diese Absicherung zu geben, und wäre es nicht gerecht, auch die Kinder aus ihrer erzwungenen Kinderarbeit zu befreien, welche ihr Leben hergeben, damit Menschen in Einkaufsketten wie dem amerikanischen Wallmart günstig einkaufen können???

Wie auch Sophia schon erwähnte, ist es schwer als Individuum zu handeln und zu versuchen, den Zwiespalt zwischen Ansprüchen auf günstige Produkte und Ablehnung von Billigproduktion zu überwinden. Doch ich bin der Meinung, wir sollten diesmal nicht nur egoistisch handeln, sondern auch an unsere globalen Mitbürger denken.

Was mich außerdem verleitet, die Globalisierung als Fluch zu sehen, ist der Verlust der Individualität, der Traditionen und der Kultur.

Mich persönlich hat es wirklich erstaunt, dass ich zum Beispiel in meinem ganzen 10 monatigen Aufenthalt in Kanada nur einen einzigen Bäcker und keinen einzigen Blumenladen entdeckte. Es gab nur größe Einkaufzentren oder Malls, wo man in riesigen Supermarktketten (unter anderem Wallmart) einfach alles kaufen konnte und kleinere Läden schlichtweg nicht mehr existierten.

Ich bekam es doch schon etwas mit der Angst, dass das, was bei uns noch als normal gilt, auch hier bald verschwinden könnte. Dass wir irgendwann nicht mehr zu dem Bäcker von nebenan gehen können, sondern mit dem Auto zu dem nächst größeren Supermarkt fahren müssen, weil es den Bäcker nicht mehr gibt.

Auch schockierte mich die Feststellung, dass ich mein heißgeliebtes Souvenir aus einem südamerikanischen Busch plötzlich auch auf Mauritius und tatsächlich auch in unserem Blomberger Teeladen kaufen konnte. Großes Dankeschön an die Globalisierung! Man findet kaum noch ein Mitbringsel, wie es so schön heißt, was wirklich einzigartig ist. Ich kann alles überall kaufen. Schön? Meiner Meinung nach überhaupt nicht.

Genauso wenig finde ich es schön, dass es in Bangkok so aussieht wie in New York oder in Sao Paulo. Wo sind die Traditionen und die ganzen Kultureinflüsse geblieben? Zurückgedrängt auf die ländlichen Bereiche von der Globalisierung. Auch dies hat vielleicht Vorteile, wie zum Beispiel die Übertragung von Emanzipations- und Aufklärungsgedanken.

Doch dafür nehmen wir (im wahrsten Sinne!) in Kauf, dass wir auf Dauer gesehen auf einem Planeten leben werden, wo die Städte alle gleich sind und die Menschen alle gleich sind und die Kluft zwischen Arm und Reich so groß ist wie nie zuvor!''

Luisa Voita


Weltweite soziale Ungerechtigkeit

Text 3, der von der sog. Attac- Erklärung 2002 zusammengefasst wurde, spiegelt meine persönliche Meinung zum Thema Globalisierung wider. In dem Artikel wird u. a. gesagt, Globalisierung wäre „bisher einseitig von mächtigen Wirtschaftsinteressen dominiert“, wie z. B. von großen Banken oder einflussreichen Kapitalbesitzern.

Globalisierung ist ein Kampf um Wohlstand, so dass zwar eine weltweite Kooperation geschaffen wird, vordergründig jedoch eine globale Konkurrenz herrscht, denn jedes Land will ein Stückchen vom Kuchen haben. Doch ist es so, dass v. a. die Industriestaaten ausreichend Kapital besitzen, um in diesem Kräftemessen mitzuhalten.

Laut dem Text sei der Neoliberalismus das Leitbild der Globalisierung. Das bedeutet, dass gesellschaftliche Probleme dem Markt und Privatunternehmen überlassen werden, um sie zu lösen. Dadurch soll angeblich allgemeiner Wohlstand für alle erreicht werden. Doch wie kann sich ein armes Entwicklungsland, wie z. B. Ghana oder Nigeria, dieses leisten? Woher sollen die privaten Investoren kommen? Wieder nur aus dem reichen Ausland, so dass die afrikanischen billigen Arbeitskräfte wieder nur ausgebeutet werden.

Wie soll denn auf diese Art und Weise Gleichheit für alle entstehen? Da hat der Text schon recht, wenn gesagt wird, die Kluft zwischen Nord und Süd werde tiefer!

Außerdem kann eine Wirtschaftskrise aufgrund der globalen Vernetzung tiefgreifende Folgen haben! Die Welt ist zu einem einzigen Wirtschaftsraum geworden, in dem soziale Ungerechtigkeit, unterschiedliche gesellschaftliche Klassen und zahlreiche negative Kettenreaktionen entstehen!

Jana Keller


Globalisierung, Segen oder Fluch?

Wie wir schon feststellen mussten, werden durch die Globalisierung die Reichen immer reicher und die Armut in der 3.Welt wächst stetig. Hunderttausende verlieren ihren Arbeitsplatz und heutzutage einen Job mit Zukunftsperspektive zu finden, ist auch kaum möglich.

Alles ist im Wandel, auch die Bildungssysteme. Deutschland will mehr Wissensarbeiter (Ingenieure usw.) .

Handwerkliche Berufe sind nicht mehr das, was sie mal waren. Immer mehr Tätigkeiten werden automatisiert und von Maschinen übernommen, der Handwerker steuert und programmiert Maschinen.

Die globale Vernetzung durch das Internet und die hohe physische Mobilität trägt dazu bei, dass in Billiglohnländern einfach billiger produziert wird.

Aber wohin soll es führen, wenn wir alle nur noch studieren wollen würden?

Wäre das nicht noch fataler für Deutschland?

Angelina Trope & Christopher Werner


Globalisierung - Und dann?

Sicherlich liegt diese Entscheidung (Segen oder Fluch?) im Auge des Betrachters. Dabei hätte man es wohl nicht besser formulieren können als Ernst Ulrich v. Weiszäcker, der unserer Meinung nach zutreffend folgendes feststellte:

"Mit dem Wort Globalisierung verbinden sich bei den Menschen in allen Erdteilen Hoffnungen und Ängste. Auffällig ist folgendes: Wer Einfluss auf das globale Geschehen hat, spricht typischerweise positiv bis enthusiastisch über die Globalisierung. Wer sich machtlos und ausgeliefert fühlt, bei dem überwiegen die Ängste."

Doch wie sollen wir auf die fortschreitende Globalisierung reagieren? Wie sollen wir es schaffen, dass Firmen ihren Standort nicht in den Osten verlegen? Wer wäre denn von uns bereit für noch weniger Geld noch mehr zu arbeiten, auf Urlaubstage zu verzichten und auch mal sonntags im Betrieb zu erscheinen?

In Ländern wie China oder Indien wird diese Frage gar nicht erst gestellt. Dort ist eine ganz andere Denkweise verbreitet und eine komplett andere Lebenseinstellung wird an den Tag gelegt.

Bestes Beispiel ist die Firma Siemens:

"Für den Lohn eines deutschen Ingenieurs bekomme ich sechs chinesische Ingenieure. Aber während der deutsche 1600 Stunden im Jahr arbeitet, arbeiten die Chinesen jeweils 2000 Stunden," so Heinrich von Pierer, dt. Manager - Siemens AG.

Welche Firma bleibt bei diesen Perspektiven denn dann bitte noch im Inland?

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssten die einheimischen Firmen mit nationalem Kapital unterstützet werden, um somit Investitionen aus dem Ausland zu vermeiden.

Wir müssen zusehen, dass wir wieder den Punkt erreichen, wo der Chinese uns nicht mehr nur als Konsument sieht, sondern auch als Produzent achtet. Das wird sicherlich nicht einfach, denn: Der Chinese schläft nicht!!!

Diese Entwicklung haben wir hingegen jedoch bereits ein wenig verschlafen. Wie Angelina und Christopher bereits feststellten, fehlen in Deutschland z.B. massenhaft Ingenieure. Was also in Deutschland Mangelware ist, wird in China jedoch geradezu am Fließband produziert.

Auch in diesem Punkt sollte die Regierung sich dafür einsetzen, dieses Verhältnis nicht abreißen zu lassen, sondern für einen Ausgleich zu sorgen. Also die Ausbildung von Ingenieuren unterstützen, um somit der Tatsache entgegenzuwirken, dass diese Plätze von Anderen besetzt werden.

Abschließend stellt sich uns die Frage, wann die Globalisierung ihren Endpunkt erreichen wird. Es ist klar, dass die Möglichkeiten irgendwann ausgeschöpft sein werden, da nicht zuletzt die Natur das nicht ewig mit sich machen lassen wird/kann.

Ein Milliardenvolk wie die Chinesen können auf der Welt nicht ewig wüten. Für jeden neuen Firmenstandort muss eine Fläche zur Verfügung gestellt werden, doch was, wenn die Welt an ihre Grenzen kommt. Wer weiß, was die von Carola und Leonie bereits angesprochenen stetig zunehmenden Umweltbelastungen irgendwann für Auswirkungen haben werden.

Globalisierung - und dann?

Matthias Schulze-Terharn & Max Isenberg


Globalisierung mindert die Armut!

Durch die Globalisierung kann jedes Land auf der ganzen Welt am internationalen Handel teilnehmen und so seine Wirtschaft stärken und die Armut gegebenenfalls senken. Von der Globalisierung profitieren eigentlich fast alle Länder, und so können insbesondere die Entwicklungsländer auf Verbesserungen ihrer Lebensumstände hoffen, wie zum Beispiel mehr Arbeitsplätze und einen höheren Umsatz.

Torben Gründken


Globalisation - Ein Widerspruch ?!

Der Begriff "Globalisation" steht für mich auf der einen Seite für Fortschritt und internationale Kommunikation und auf der anderen Seite, wie bereits von Sophia erwähnt, für eine Möglichkeit der Machtausübung sowie Unterdrückung.

Die Aussage: "Globalisierung beinhaltet vielmehr einen Austausch der besten Ideen" ( Henkel), soll wie bereits von Ann-Cristin aufgenommen, auf die zum Teil verbesserten politischen sowie wirtschaftlichen Verhältnisse in den "früheren" Entwicklungsländern hinweisen.

Doch sie weckt zugleich in mir die Frage: "Was beinhaltet sie noch? Und wohin wird sie uns führen? Wäre all das auch ohne Globalisation passiert?" Ja, was beinhaltet sie noch? Angst? Hoffnung? Zuversicht? oder doch Verzweiflung?

Wirtschaftlich gesehen hat sie meiner Meinung nach hauptsächlich den Industrieländern etwas gebracht, diese ziehen nun den Nutzen aus den offnen Grenzen und suchen sich die besten Bedingungen um konkurrenzfähig zu bleiben. Was dieses zum Teil für Konsequenzen hat, merken die Meisten leider erst zu spät oder nie...Diese konzentrieren sich nur auf ihre Markt- & Geschäftsbeziehungen. Sie sollten auch einen Blick für die Globalisation der Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte sowie der Demokratie bekommen und ein Stück Verantwortungsbewusstsein zeigen.

Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass die Globalisation nicht nur ihre schlechten Seiten hat, so führt sie durch ihren Fortschritt in der Elektrobranche, verschiedenste Nationen und Nationalitäten zusammen, schickt wichtige Tagesmeldungen & Nachrichten in Bruchteilen von Sekunden einmal um den gesamten Globus, eröffnet neue Einblicke und hat die Sichtweise der Menschen, in den letzten Jahren, verändert.

Durch diesen Forschritt, besteht nun die Möglichkeit zu einer global vernetzten Zusammenarbeit sowie die Verfügbarkeit von Elementen aller Nationen.

Auf jeden Fall öffnet sie uns die Türen zu anderen Teilen der Welt, ob dieses für uns negativ oder positiv endet... dass können wir nur in einen geringen Maße beeinflussen....jedoch sollte jeder das Beste dafür tun.

Cosima Rath


Kommentar zu: Globalisation - Ein Widerspruch ?! (Cosima Rath)

Wir verstehen bzw. sehen die Intention deines Essays leider nicht, denn zu Beginn rezitierst du Sophias und Ann-Christins Meinung ohne diese zu kommentieren bzw. mit eigenen Ideen zu versehen. Desweiteren bleibst du bei der Bearbeitung des Themas nur oberflächlich. Es fehlt, unserer Meinung nach, der tiefere Sinn. Wo genau siehst du einen Widerspruch? Du nennst zwar positive und negative Aspekte der Globalisierung, die aber keinen Widerspruch darstellen (müssen). Wir denken nämlich, dass nicht nur die Industrienationen profitieren,sondern auch die Entwicklungsländer einen Entwicklungsvorteil genießen. Zum Beispiel die VR China oder Indien. Beide Länder waren vor relativ kurzer Zeit noch unterentwickelt und spielen heute schon,durch ihren Status als Schwellenländer eine große ökonomisch politische Rolle in der Welt!! Deiner Meinung in Bezug zu der Nachrichtenbranche stimmen wir zu.

Kristina Nunne & Christoph Müller


Kommentar zum Kommentar....

Ich denke, dass sowohl Cosima, als auch Christoph und Kristina Recht haben! Jedoch muss man genauer differenzieren. Es lässt sich nicht verleugnen, dass auch Entwicklunsländer von der Globalisierung profitieren können. Jedoch liegt hierbei die Betonung auf "können". Ein Land wie China ist durchaus attraktiv für Direktinvestitionen seitens des Auslandes, weil viele in China den Markt der Zukunft sehen. Das Milliardenvolk bietet ausreichend Arbeiter, von denen mittlerweile viele hochqualifiziert sind.

Was ist aber mit dem Großteil von afrikanischen Entwicklungsländern wie z.B. Sambia. Hier sind 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig und weitere 14% im Bergbau. Oft herrscht in solchen Ländern eine hohe Analphabetenrate und eine politische Instabilität. Die Rechtssicherheit ist oft auch nur mangelhaft gegeben. Die infrastrukturellen Verhältnisse sind größtenteils sogar katastrophal. Da stellt sich mir die Frage, inwiefern diese Länder dann noch attraktiv sind, für Investoren aus den Industriestaaten. Selbst bei niedrigsten Löhnen, schaffen diese Länder es oft nicht, Auslandsinvestitionen anzuziehen. Ihre einzige Hoffnung stellt oft die Landwirtschaft dar, wo sie sich aber häufig auf ein Produkt konzentrieren und somit von Schwankungen am Weltmarktpreis sehr stark betroffen sein können.

Das Problem ist, dass eben solche Länder dann vom Globalisierungsprozess ausgeschlossen werden und sie immer weiter in ihrer Rückständigkeit zurückfallen. Während sich Länder wie China scheinbar schier unaufhaltsam weiterentwickeln, verpassen andere Entwicklunsländer dann komplett den Anschluss.

Matthias Schulze - Terharn


Industriestaaten sind die einzigen Gewinner - Nur die halbe Wahrheit ?

- Jahresbericht der Unctad -

In der FAZ (siehe Quellenangabe) ist mir ein interessanter Artikel aufgefallen, dem der Jahresbericht der "Unctad" zugrunde liegt, und der sich mit der Frage beschäftigt, ob wirklich nur die Industriestaaten von der Globalisierung profitieren. Im folgenden findet sich von mir eine Zusammenfassung des Artikels.

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung ("Unctad") weist in ihrem aktuellen Jahresbericht (in Genf veröffentlicht) darauf hin, dass die Entwicklungsländer kräftig aufholen. In dem ca. 200 seitigen Bericht schreibt Generalsekretär Supachai Panitchpakdi: "Die Leistung dieser Staaten und ihre Möglichkeiten, zu den entwickelten Ländern aufzuschließen, haben sich beträchtlich verbessert".

Diese Zuversicht gründet sich unter anderem auf die nun seit fünf Jahren wachsende Weltwirtschaft, die in diesem Jahre ein Plus von 3,4% verzeichnen konnte.

Die Unctad sieht darin eine Chance für Rohstofflieferanten, unter denen sich viele der ärmsten Länder der Welt befinden. Eine Prognose für Afrikanische-Staaten lautet, dass diese in diesem Jahr um 6% wachsen werden.

Natürlich wird nicht verneint, dass weiterhin große Einkommensunterschiede in der Welt vorliegen: Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt je Kopf ist in den Industriestaaten 18x höher als in den Entwicklungsländern. Beachtlich ist aber, dass die dritte Welt ihr Bruttoinlandsprodukt je Kopf seit 2003 um 30% steigern konnte, wobei die Staaten der G7 (Deu,Fra,Ita,Jap,Kan,USA,GB) nur 10% zulegen konnten. Den größten "Schub" gab es in Ost- und Südasien, hier wurde die "Pro-Kopf-Leistung" in den vergangenen 14 Jahren mehr als verdoppelt. Aufgrund der angetriebenen Weltwirtschaftsentwicklung in Indien und China wird dort auch das stärkste Wachstum erwartet.

Somit haben (aufgrund des günstigen Weltwirtschaftsklimas) viele Menschen in den Entwicklungsländern arbeit gefunden, aber eine Reduzierung der Arbeitslosenquote sei nur in lateinamerikanischen Staaten gelungen.

Ich denke dieser Artikel (Grundlage: Jahresbericht der "Unctad") zeigt auf, dass wir keine eindeutigen "Gewinner" und "Verlierer" haben, und dass auch die oft genannten "Verlierer" keine wirklichen Verlierer sind, wie leider oft voreilig geurteilt wird. Selbstverständlich bedeutet diese Aussage nicht, dass anders lautende Artikel bzw. Quellen falsch oder nicht ordentlich und mit Sachverstand recherchiert sind, sondern vielmehr das wir ein enorm komplexes Thema vorliegen haben, dass eine Betrachtung aus den verschiedensten Perspektiven benötigt, und der möglichst verschiedene Quellen zugrunde liegen sollten, um eine qualifizierte Bewertung zu dem Thema abgeben zu können. Dieser Artikel ist weder die letztendliche Wahrheit, noch eine umfassende Beurteilung zum Thema "Gewinner und Verlierer in der Weltwirtschaft", sondern wie angesprochen ein Puzzelstück, dass im Verbund mit anderen Informationen gesehen werden sollte, und einen kleinen Beitrag zum Verständnis und zur möglichen Entwicklung leisten soll.

Quelle bzw. Grundlage:

- "Die Entwicklungsländer holen auf" - Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 07.09.2007, Seite 14 (Wirtschaft)

Sven W.


Die Frage nach der Ethik...

ich habe vor einigen Tagen einen kleinen Bericht über die schnelle Entwicklung der Industrialisierung in China geguckt und es kam die Frage auf, ob die Industrialisierung auch auf ethischer Sicht vertretbar ist.

Und da muss man ganz klar sagen: NEIN, es ist nicht vertretbar!!!

Die Chinesen müssen um ihre Familien zu ernähren und ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen unmenschliches Leisten und das nur, um möglichst schnell die Wirtschaft anzutreiben. Doch wie und wo leben diese Männer, die den ganzen Tag Hochhäuser bauen? Sie wohnen wie Vieh,zusammen gefercht und schlecht behandelt.

Man verletzt ihre Würde und sie können nichts dagegen tun, denn sie sind auf diese Arbeit angewiesen!! Man zieht ihnen Geld für Mittag-. und Abendessen ab, aber bekommen nie welches. Jeder hat ein kleines Bett, Hygiene wird nicht sonderlich beachtet und Toiletten oder Sanitäreanlagen waren garnicht zu finden.Diese Männer leben unter schlechtesten Bedingungen, getrennt von ihrer Fanilie um ihren Kindern einmal ein besseres Leben in der Welt voll von Konkurrenz und Machtpolitik zu ermöglichen.

Und hier muss man sich spätestens die Frage stellen, ob man die Würde und Ehre eines Individuums verletzten darf, nur um die Welt reicher und Mächtiger zu machen!!!Und sich untereinander zu beweisen.

Meiner Meinung nach ist dieses nicht zu rechtfertigen und man sollte so etwas verbieten. Denn niemand hat das Recht so mit Menschen umzugehen, die es nötig haben jeden Job zu nehmen, egal ob er menschlich ist oder nicht, zu nehmen. Diesen Aspekt sollte man nicht vergessen, wenn man sich ein Urteil über Globalisierung erlauben möchte.

Kristina Nunne


Global Compact

Global Compact oder auch United Nations Global Compact ist der englische Name für einen weltweiten Pakt (deutsch: Globaler Pakt der Vereinten Nationen), der zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten.

Unternehmen, die den Global Compact unterschreiben, sollen …

1. die international verkündeten Menschenrechte zu respektieren und ihre Einhaltung innerhalb ihrer Einflusssphäre fördern. 2. sicherstellen, dass sie nicht bei Menschenrechtsverletzungen mitwirken. 3. das Recht ihrer Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu betätigen, respektieren sowie deren Rech auf Kollektivverhandlungen effektiv anerkennen. 4. alle Formen von Zwangsarbeit bzw. erzwungener Arbeit ausschließen. 5. an der Abschaffung von Kinderarbeit mitwirken. 6. jede Diskriminierung in Bezug auf Beschäftigung und Beruf ausschließen. 7. eine vorsorgende Haltung gegenüber Umweltgefährdungen einnehmen. 8. Initiativen zur Förderung größeren Umweltbewusstseins ergreifen. 9. die Entwicklung und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien ermutigen. 10. gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.

Auch Phoenix-Contact ist diesem Zusammenschluss beigetreten. -Doch was heißt es für Phoenix-Contact in diesem Pakt zu sein? -Und inwiefern sind die einzelnen Punkte überhaupt realisierbar?

Vor allem bei den Punkten 7-9 ist die Umsetzbarkeit zweifelhaft, denn welche Firma stellt ihre ganzen Produkte auf umweltfreundliche Produkte um? Alleine die Kosten für eine Umrüstung auf eine umweltfreundliche Produktion würde das Budget von vielen Firmen übersteigen. Die Prinzipien des Global Compact sind Minimalstandards, die auf Dokumenten beruhen, die von einem Großteil der Völkergemeinschaft akzeptiert werden und daher ohnehin in die nationale Rechtsprechung eingeflossen sind.Darüber hinaus ist die Einhaltung der Kriterien freiwillig!

Dieses führt zu einem weiteren Kritikpunkt: Dadurch, das die Kontrolle und einhaltung der vorgeschriebenen Kriterien nicht pflicht sind, treten viele Firmen dem Global-Compact bei um auf dem Weltmarkt Werbung zu machen ohne überhaupt die Kriterien einzuhalten.

Fazit: Somit sollte man die Notwendigkeit eines solchen Global-Compacts noch einmal überdenken, denn solange die Einhaltung der Kriterien nicht gewährleistet ist sollte so ein Zusammenschluss nicht Globalisierungsfähig sein.

Tobias Blinne und Sebastian Magers