Die schriftlichen Antworten auf die drei Aufgaben
Dynamik der Gewalt
Dynamik der Gewalt
1+2)
In dem ersten Abschnitt seines Textes „Dynamik der Gewalt“ beschreibt Sutterlüty zunächst grob die von Gewalt dominierte Situation an der Rütly-Hauptschule in Berlin -Neuköln.
Zudem stellt er die Position der Lehrer dar, die besagt, dass Schüler einer Hauptschule mit Perspektivlosigkeit konfrontiert werden und sich nicht als Glied der Gesellschaft fühlen. Dies führt dazu, dass sie einen >>Machtkampf um Anerkennung<< (Z.3) führen und gewalttätiges Verhalten in der Schule einen Vorbildcharakter annimmt, diagnostizieren die Lehrer.
In dem zweiten Abschnitt geht Sutterlüty direkt auf die Begründung der Lehrer bezüglich der Verhaltensweisen ihrer Schüler ein. Er stimmt zu, dass Gewalt an der Rütli-Schule eine Folge von „sozialer Benachteiligung, der mangelnden Sozialintegration sowie der Perspektivlosigkeit der Schüler“ ist und unterstützt diese Aussage noch durch prozentuale Angaben von ausländischen Schülern (an der Rütli-Schule). Jedoch sieht Sutterlüty den sozialen Hintergrund nicht als hinreichende Erklärung für die Missstände an, denn das wäre noch zu oberflächlich und einseitig beurteilt.
In dem dritten Abschnitt geht der Autor nun näher auf die Gründe für gewalttätiges Verhalten der Schüler ein. Er erklärt, dass sich die Jugendlichen selbst als machtlos erleben und als Folge Gleichgültigkeit oder auch Wut aufbauen. Diese Wut kann folglich zur direkten Gewaltausübung führen, welche sich meist in erscheinung Expressiver Gewalt zeigt, da die Wahl der Opfer beliebig verläuft. So erlebt der Gewaltausübende sich selbst als mächtig und fähig sein Umfeld zu beeinflussen, was seine Selbstschätzung stärkt.
Obwohl wie Sutterlüty erklärt zunächst nur wenige Schüler an der Gewaltausübung beteiligt waren,nahm diese den ganzen Schulalltag ein.
In dem vierten Abschnitt bezieht sich der Autor auf seine Biografieforschung, welche die sogenannte „Gewaltkarriere“ in den Fokus nimmt. Er spricht an dieser Stelle die oft noch in der Kindheit stattfindenden Erfahrungen mit Gewalt und damit verbundener Hilflosigkeit in der eigenen Familie an. Diese Rolle als Opfer physischer Gewalt, ob direkt oder als „ohnmächtiger Zuschauer“ kann den Menschen dazu bringen diese dort erfahrene Wehrlosigkeit durch Gewalt an Mitmenschen zu kompensieren.
Tatsächlich kann dadurch auch oft ein für den Täter „neues Lebensgefühl“ erlangt werden, was folglich als „biographischer Wendepunkt“ bezeichnet wird . Dieses neu erlangte Gefühl von sich selbst, welches eine bestimmte Bedeutung für den Gewaltausübenden hat, nennt sich „epiphanische Erfahrung“.
In dem fünften Abschnitt beschreibt Sutterlüty kurz die Entwicklung der Gewalt an der Rütli-Schule. Wenn die Gewaltvorfälle eskalieren und die Leherer machtlos sind, kann es passieren,dass bis dahin nicht Beteiligte durch Gruppenzwang zum Mitmachen gedrängt werden, oder soggar keine andere Wahl haben sich zu beugen, da ein Widerstand zwecklos wäre. An dieser Stelle erklärt der Autor, dass dafür keine Ursachen wie z.B. „biografische Disposition“ verantwortlich sind und schließt damit das Thema „Eskalationsdynamik“ ab.
In dem sechsten Abschnitt geht Sutterlüty weiter auf die im ersten Abschnitt bereits erwähnte Aussage >>der Intensivtäter wird zum Vorbild<< ein.
Hier erklärt er, das Auftreten des „intrinsischen Gewaltmotivs“, welches die Gewalt an sich als Motiv für weitere Gewalttatet darstellt. Zudem wirkt hierbei die Gewalt zusätzlich noch enthemmend, was bedeutet das immer mehr das Verständnis für das Verbrechen abhanden kommt und die Tat als nichts Großartig „Schlimmes“ mehr aufgefasst wird. Ein weiterer Aspekt der intrinsischen Gewalt ist die nicht mehr nur die gewollte pysische Bezwingung, sondern eine komplette Unterwerfung des Opfers, was auch die verbale/psychische Ebene einbezieht. Dieses triumphale Gefühl der absoluten Macht über das Opfer zu haben fungiert als eine „Triebfeder des Handelns“ und führt wie oben gesagt zu immer weiteren Taten.
In dem siebten Abschnitt geht der Autor nun wieder näher auf die am ende des sechsten Abschnittes genannten „Ideale“ ein. Diese „Gewaltmythologien“ meinen die nicht mehr nur enthemmende , sondern positiv wahrgenommene Gewalt, welches ein erstrebenswertes Ideal darstellt. Ein großes Problem sieht Sutterlüty darin, dass die Tätet an der Rütli -Schule durch Anerkennung und Respekt von ihren Mitschülern in ihrem Verhalten sozusagen bestätigt werden.
Das Fazit von Sutterlüty bestätigt nochmal seine Ende des fünften Abschnittes deutlich werdende Meinung, nämlich dass nicht nur äußere Umstände, sondern gerade die Atmosphäre IN der Schule zur Enstehung und auch Ausbreitung der Gewalt geführt haben.
3)
Um zu den intervenierenden Maßnahmen zu kommen denke ich, es sollte unbedingt an der Anerkennung und Selbstschätzung der Schüler gearbeitet werden, denn andernfalls werden die Täter sich nicht von der Gewalt abwenden, weil sie dies als ihre einzige „Erfüllung“ sehen.
Zudem sollten die Schüler im Bezug auf ihre Zukunft beraten werden, weil viele von ihnen wenn nicht sogar die meisten perspektivlos als „isoliertes Glied der Gesellschaft“ herumirren. Man muss sie auf jeden Fall versuchen sie besser in die Gesellschaft zu integrieren bevor dies nicht mehr möglich ist.
Außerdem ist die Förderung der sozialen Kommunikation sehr wichtig um in Zukunft Konflikte nicht durch Gewalt sondern durch Interaktion lösen zu können.
Möglicherweise könnte das Just-Community Modell, welches die Schüler mit den Dilemmata- Diskussionen auf moralisch schwierige Situationen vorbereitet und gerade das „role-taking“ und die damit angesprochene Empathie sollte gefördert werden, damit gewalttätige Jugendliche, die zwar Gewalt schon in der Familie mitbekommen haben und sich deshalb nicht mehr mit der Opferrolle befassen möchten, trotzdem vor Augen zu führen, wie sich die eigenen Taten auf andere auswirken. Folglich kann ich mir vorstellen, dass so ein Ansatz in der Schule die gewalttätigen Jugendlichen auf sozialer Ebene ein gutes Stück weiterbringen würde.
Die präventiven Maßnahmen sollten nicht vergessen werden, jedoch fangen diese zum Teil schon früh in der Kindheit an.
Im Grunde genommen ist die Just-Community ebenso für präventive Maßnahmen geeignet, denn so könnte sicherlich auch ein besseres Schulklima geschaffen werden um Gewalt allgemein vorzubeugen.
Biljana Vicic
1) Hauptaussagen des Textes:
In seinem Text "Dynamik der Gewalt" erläutert Ferdinand Sütterlüty die Gründe für eine Gewaltkarriere und führt hierzu beispielhaft die Ereignisse der Rütli-Hauptschule in Berlin-Neuköln an.
Sütterlüty sieht mehrere Faktoren für die Entwicklung von Gewalt bei Jugendlichen. Er stimmt den Behauptungen der Lehrer zu, die Hauptschule isoliere Schüler und gebe ihnen das Gefühl, ausgesondert zu sein auf Grund von sozialer Benachteiligung und Perspektivlosigkeit. Darüber beschreibt er genauer, was die Schüler zur Gewaltbereitschaft animiert. Ihm zu Folge brauchen sie die Gewissheit, etwas bewegen zu können. Dadurch erkennen sie ihre Selbstwirksamkeit. Vorausgehend ist meist eine ohnmächtige Wut, die aus der Erfahrung mit familiärer Gewalt resultiert. Doch durch das Umkehren des Täter-Opfer-Verhältnisses ins Gegenteil, auch epiphanische Erfahrung genannt, bekommen die Betroffenen ein neues Selbstverständnis. Sie werden stark durch die Verfügungsmacht über andere und steigern ihre Euphorie in unkonrollierte Gewalt. Wenn der Intensiv-Täter zum Vorbild wird und eine gleichgesinnte Clique um sich scharen kann, verselbstständigt die Gewalt sich immer stärker. Es kommt zu einer Aufwertung der schrecklichen Taten. Es erscheint ihnen erstrebenswert für andere eine Bedrohung darzustellen.
3) präventive Maßnahmen:
Um Gewaltkarrieren vorzeitig zu verhindern, bedarf es einer Entwicklung und Stärkung des Moralbewusstsein der sozialschwachen Schüler. Ich fände es erstrebenswert, Pädagogik ab der 5. Klasse als Pflichtfach einzuführen, insbesondere bei Hauptschulen. In diesem Unterricht könnten unter anderem Dilemmatadiskussionen geführt, und abschreckende Beispiele zum Thema "Gewalt" gezeigt und analysiert werden.
In allen Unterrichtsfächern sollte man das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler durch Spiele, gemeinsame Projekte und Teamtraining fördern. Darüber hinaus wäre es wichtig, regelmäßige Einzelgespräche mit Eltern abzuhalten, um sie auf den neuesten Stand zu bringen. Hierbei sollten besonders die Stärken des Schülers hervorgehoben werden, damit die Eltern stolz sein können und somit ihre Kinder loben, statt demütigend und gewaltsam zu sein.
Eine weiterere Maßnahme wäre das Aufstellen von "Streitschlichtern", das einerseits akute Konflikte lösen kann und andererseits den Auszuführenden das Gefühl gibt, gebraucht zu werden. Damit es nicht zu Neid kommt und jeder seine Moralentwicklung stärkt, sollten die Streitschlichter regelmäßig getauscht werden.
Valerie Windt
1.
Der Text "Dynamik der Gewalt" von Ferdinand Sutterlüty vom 06.04.2006 beschäftigt sich mit Gewalt an Schulen am Beispiel der Rütli- Schule in Berlin-Neuköln.
Der erste abschnitt des Textes führt den Leser in das angesprochene Thema ein. Dort wird die Grundfrage nach dem Sinn, dass in einer Schule alle gesammelt werden, die weder von den Eltern noch von der Wirtschaft Perspekziven aufgezeigt bekommen, aufgestellt. Zudem wird die These genannt, dass der Schultyp für diese Probleme mit verantwortlich ist(" Hauptschule isoliert sie, sie fühlen sich ausgesondert und benehmen sich entsprechen.").
Im zweiten Abschnitt geht der Autor auf diese These ein. Er sagt, dass die sozialen Benachteiligungen und die Perspektivlosigkeit der Schüler mitverantwortlich für dioe Gewaltprobleme sind. Zudem argumentiert er, das hauptsächlich Ausländer die Hauptschulen besuchen und somit als "Restschulen" oder als "Ausschuss" betrachtet werden. Doch dieses sind nach Sutterlüty nicht die einzigen Bedingungen für Gewaltprobleme.
Daraufhin beschreibt er im nächsten Abschnitt, dass die Schüler zwischen Resignation und Wut hin und her schwanken. Gewallt ist für sie ein Ausweg aus der fatalistischen Hinnahme des Unannehmbaren. Zudem erleben die Schüler eine Selbstwirksamkein. In der Rütli- Schule hat sich die Gewalt verselbstständigt, da es einen Rollenwechsel an der Schule zwischen Schülern und Lehren stattfand und die Schüler den Schulalltag bestimmen können.
Im nächsten Abschnitt beschreibt Sutterlüty die Auswirkungen der Gewaltausübungen auf den Täter. Der Täter erfährt einen Triuph durch die körperliche Überlegenheit und eine Erfahrung der Verfügungsmacht. Der Rollentausch vom Opfer zum Täter, teilt ihnen die befreiende Möglichkeit eines neuen Selbstverständnisses mit. Dieses kann zu einem biographischen Wendepunkt führen. Außerdem realisieren die Täter Gewaltfantasien, so Sutterlüty.
Der fünfte Abschnitt beschreibt den Verlauf der Gewaltbereitschaft. Sutterlüty sagt, dass kleine Gewaltvorfälle, Testfälle sind und die Gewalt daraufhin gesteigert wird und somit den Schulalltag dominiert.
Im nächsten Abschnitt, wird formuliert, dass der "Intensivtäter" zum "Vorbild" geworden ist. Dieses fördert die eigendynamische Gewaltentwicklung. Zudem wird gesagt, dass das Machtgefühl der Täter zum Gewaltmotiv wird.
Der letzte Abschnitt führt diese Gedanken weiter. Gewalt wird für die Schüler erstrebenswert. Oft bekommen die Täter Anerkennung von anderen Schülern für ihre Gewaltausübung. Genau dies muss laut Sutterlüty an der Rütli- Schule passiert sein.
2.Sutterlüty weist auf verschiedene Erklärungsansätze der Gewalt hin.
Schon am Anfang sagt er, dass die Schüler einen Machtkapf um Anerkennung führen und der Intensivtäter zum Vorbild wird.
Zudem kritisiert er die mangelnde Integration, die Perspektivlosigkeit und das Klientel einer "Restschule".
Allerdings sagt er auch, dass die Täter oft zwischen Resignation und Wut hin und her schwanken. Sie wollen Respektvoll behandelt werden, setzten dies selbst aber nicht um.
Außerdem fühlen sich Täter bei Gewaltausübung überlegen und erfahren eine Verfügungsmacht. Sie können damit aus den Familienproblemen austreten und gelangen von der Opferrolle in die Täterrolle. Es findet also ein Rollentausch statt.
Die Gewalt teilt den Schülern die befreiende Möglichkeit eines neuen Selbstverständnisses mit.
Sie realisieren nun ihre Gewaltfantasien und bekommen meist noch Anerkennung von anderen Schülern.
Die Schüler drängen auch so die Lehrer in eine Opferrolle, welche die Gewalt nicht mehr kontrollieren können.
Janina Klose & Severin Schröder
Dynamik der Gewalt
1. Zusammenfassung und Struktur:
erster Absatz:
- Einleitung: Situation an der Rütli-Hauptschule
- Gewalt als Alltag
- Lehrer schrecken vor den Schülern zurück
- „Machtkampf um Anerkennung“
- Überleitung zum zweiten Absatz: Problem Hauptschule
zweiter Absatz:
- erster Grund für die Gewalt
- Hauptschule: „Restschule“ , Kinder fühlen sich ausgeschlossen („Ausschuss“)
- soziale Benachteiligung
- mangelnde Sozialintegration
- Perspektivlosigkeit
- Überleitung zum dritten Absatz: weitere Gründe
dritter Absatz:
- zweiter Grund
- Gewalt als Ausweg aus dem Schicksal
- Schüler wollen Schulalltag bestimmen können
- gefangen zwischen Ohnmacht und Resignation
vierter Absatz:
- familiäre Gründe
- Rollentausch: Opfer in der Familie wird zum Täter
- Glücksgefühle, Triumph und berauschende Erfahrung der Macht über andere = biografische Wendepunkte ihres Lebens
fünfter und sechster Absatz:
- Eigendynamik der Gewalt
- Schüler testen Dinge aus und wenn sie nicht aufgehalten werden, wird die Gewalt zum Alltag
- Gruppenzwang
- schlechte Vorbilder
- Gewalt hat tiefere Ursachen als nur Umfeld und Gesellschaft
- „normative Aufwertung der Gewalt“
- Machtgefühl kann zum Gewaltmotiv werden
- Übergang zum letzten Absatz: verändertes Selbstbild und veränderte Moral
siebter Absatz:
- Gewalt wird ein positiver Wert zugeschrieben
- es wird erstrebenswert eine Bedrohung für andere zu sein und mit Respekt behandelt zu werden à „Gewaltmythologie“
- Glauben, dass Gewalt zu ungeahnter Größe und Bedeutung führt
- Gewalt ist das Produkt aus Wertorientierungen
- Gewalt wird zur Norm
2. Erklärungsansatz:
Biographischer Ansatz einer Gewaltkarriere:
- Ohnmachtserfahrungen: keine Anerkennung, schon früh Opfer/Zeuge von Gewalt, Gefühle von Ausgeliefertsein, Wehrlosigkeit (3ter, 4ter Absatz)
- Missachtungserfahrungen: keine Anerkennung, Achtung, weniger Weltvertrauen (4ter Absatz)
- offenbarende Erfahrungen und biografische Wendepunkte (points of no return): bleibende Bedeutung für weiteres Leben, der individuelle Charakter zeigt sich in einem neuen Licht (4ter Absatz)
- Handlungsschemata: Jugendliche wollen Macht demonstrieren, es entstehen Handlungschemata, verstricken sich in eine Leben voller Gewaltausübungen (3ter Absatz)
- Gewaltaffine Interpretationsregime: erkenn im Verhalten anderer die Absicht sie zu demütigen, in der Familie erworbene Verhaltensmuster, Blick eines anderen kann Gewalt hervorrufen
- Intrinsische Gewaltmotive: Verbindung von Gewalt mit Gewinn, faszinierende Gewalterlebnisse, vollständige Unterwerfung der Opfer, Auskosten der Angst (6ter Absatz)
- Gewaltmythologien: Das Ideal: eine leidhaftige Bedrohung für andere darzustellen (Machtgefühl) und stets zum Kampf bereit zu sein, Gewalt positiver Wert, andere an sich binden, die sie ablehnen (7ter Absatz)
- à späte Einsicht, dass man Wertschätzung nicht erzwingen kann
- à Weg ist gekennzeichnet von points of no return
3. Maßnahmen gegen Gewalt:
1. Veränderungen in der Schule:
- Schule als zweites Zuhause
- (schlechte) Erlebnisse verarbeiten
- Spaß lenkt von gewalttätigen Gedanken ab
- Lehrer müssen mehr als nur Lehrer sein: Bezugs- und Vertrauenspersonen
- Schüler müssen sich wohl fühlen
mehr Mitbestimmungsrecht/Demokratie
- Kinder wollen den Schulalltag bestimmen
- wollen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen
- fördert Verantwortungsbewusstsein und Stolz
keine Regelschule, sondern individuelles Schulsystem:
- Reform-, Gesamtschule
- keiner fühlt sich wie ein Aussätziger
- Schwächere lernen von den Leistungsstärkeren
- Förderung der individuellen Fähigkeiten
2. Identitätsentwicklung
- Rollentheorien (Krappmann)
- Empathie lernen: in die Opfer hineinversetzen, eigenes Fehlverhalten erkennen
- sich den Rollen bewusst sein und sie zu verändern wissen: Schüler müssen Lehrern gehorchen, Lehrer muss jedoch auf die Wünsche der Schüler eingehen
- Vorbilder kritisch betrachten
- eigene Identität betrachten
- sich darüber bewusst sein, was man wert ist
- à Verbesserung der Moral (Kohlberg) (durch Rollentheorien, Dilemmata, just-community)
3. Verminderung aggressiven Verhaltens:
- Agressionsabbau um Stau zu vermeiden (Nolting), Ablenkung (fragwürdig!!)
- Verminderung von Einengungen, Stress und Entbehrungen, von Provokationen und Herabsetzungen, und von aggressiven Vorbildern
- Aggressionen durch Gegenkräfte (Moral, Ängste, Sanktionen, Regeln) unterbinden
- Erlernen von alternativem Verhalten: Einfühlungstraining, Konfliktlösungsstrategien, Gesprächsführung, klassische Verhaltensforschung, Rollenspiele
Jaqueline Seifert
Dynamik der Gewalt
von Clara
1) In dem Artikel „Dynamik der Gewalt“ aus der „Zeit“, verfasst von Ferdinand Sutterlüty und erschienen am 06.04.2006, geht der Verfasser den Gründen für die Gewalteskalationen an der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln nach.
Des Weiteren erläutert er, wie es zu derartigen „Gewaltkarrieren“ von Kindern und Jugendlichen kommen kann und wo man ansetzen muss, um diese zu verhindern.
Sutterlüty leitet seinen Text mit der Darstellung der Problematik an der Rütli- Schule ein. Er gibt die Grundsatzkritik der Lehrerschaft dieser Schule wieder, welche den Schultypen der Hauptschule dafür verantwortlich machen, dass die Schüler sich isoliert fühlen und sich dem entsprechend verhalten.
Im zweiten Absatz stimmt der Verfasser den Lehrern der Rütli- Schule zu, die der Meinung sind, dass soziale Benachteiligung, mangelnde Sozialintegration und die Perspektivlosigkeit der Schüler mit verantwortlich für die Probleme an der Schule sind. Sutterlüty ist allerdings davon überzeugt, dass an der dauerhaften Präsenz von Gewalt nicht allein die eher mangelhafte deutsche Integrationspolitik schuld sei. Mit dieser Aussage leitet der Verfasser seine Suche nach anderen Gründen für solch eine starke Gewaltbereitschaft, wie sie an manchen deutschen Schulen zu beobachten ist, ein.
Im dritten Absatz erklärt der Autor des Textes, dass die gewalttätigen Jugendlichen zwischen Resignation und ohnmächtiger Wut hin und her driften und das Gewalt und Aggression ihnen helfen sie von dieser ungewissen Situation abzulenken oder sich damit abzufinden.
Nun erwähnt Sutterlüty eine Untersuchung des Verfassers über Gewaltkarrieren, die besagt, dass Jugendliche Gewaltausübung oft als Offenbarung erleben. Ohnmachtsgefühle, die meist familiären Ursprungs sind, verkehren sich ins Gegenteil und der Rollentausch vom Opfer zum Täter bedeutet einen wichtigen Wendepunkt im Leben dieser Jugendlichen.
Im nächsten Absatz erwähnt der Verfasser, die Eskalationsdynamiken der Schüler, die man im Auge haben muss um einen Zustand wie den an der Rütli- Schule zu begreifen.
Für Jugendliche, die das euphorisierende Machtgefühl der Gewaltausübung kennen lernen kann die Gewalt selbst zum intrinsischen Motiv werden. So können sich sogar Gewaltmythologien entwickeln, in denen die Wirkung der Gewalt von den Jugendlichen glorifiziert wird.
Abschließend sagt Sutterlüty, dass Gewalt eben nicht nur ein Produkt von falschen Wertorientierungen ist, die die Schüler von zu Hause mitbringen, sondern dass auch der Einfluss der Schüler untereinander sehr stark zur Gewaltbereitschaft der Jugendlichen beiträgt.
2) Mit Hilfe der Biografieforschung geht Ferdinand Sutterlüty den verschiedenen Gründen für die Entstehung von Gewalt nach.
Er erwähnt zum Beispiel den Begriff der „Gewaltkarriere“ und definiert ihn so, dass Gewaltkarrieren von Jugendlichen nicht nur Phasen des zielgerichteten Handelns aufweisen, sondern auch Phasen des Gefühls von Kontrollverlust. Dieses Hin und Her zwischen den Phasen des Kontrollverlusts und denen, die Kontrolle wieder zurück zu gewinnen nennt man „driften“. Die Figur/den Begriff des „Drifters“ hat David Matza 1964 eingeführt.
Ein anderer Punkt den Rütli in „Dynamik der Gewalt“ anspricht ist die „familiäre Gewalt“ und „Ohnmacht“. Gewalttätige Kinder und Jugendliche sind in den frühen Phasen ihrer familiären Sozialisation meist selber über längeren Zeitraum Opfer von Gewalt. Diese Erfahrungen gehen fast immer mit einem Ohnmachtsgefühl einher, das unmittelbar an den Körper gebunden ist, da die Opfer der Gewalt ihre Handlungsunfähigkeit direkt am eigenen Leib erfahren.
In Familien herrschen allerdings nicht nur physische Misshandlungen. „Missachtungserfahrungen“ gelten als psychische Gewalt und beziehen sich auf die Interaktion innerhalb einer Familie. Missachtung bedeutet, die Anerkennungsbedürfnisse und Ansprüche auf Zuwendung, Achtung und Wertschätzung eines Kindes oder Jugendlichen zu verletzen. Sie kann eine Beeinträchtigung des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls hervorrufen, die die psychische und soziale Integrität betrifft.
Darüber hinaus erwähnt Sutterlüty „epiphanische Erfahrungen“ und „biografische Wendepunkte“ der gewalttätigen Jugendlichen. Epiphanien sind Momente der Offenbarung im Leben einer Person. Nach der Erfahrung in solch einem Moment ist eine Person nie mehr dieselbe. Durch epiphanische Erfahrungen gewinnen Menschen ein anderes Verhältnis zu sich selbst, was sowohl eine negative als auch eine positive Änderung bedeuten kann.
So kann in einer Familie mit gewalttätigem Vater eine epiphanische Erfahrung sein, dass der geschlagene Sohn sich zum ersten Mal gegen seinen Vater wehrt. Eine Art Rollentausch würde stattfinden und der Sohn würde sich ab diesem Moment nie wieder ohne Gegenwehr schlagen lassen.
Der nächste Oberbegriff des Verfassers ist „Gewaltaffine Interpretationsregimes“. Dies sind in der familiären Sozialisation erworbene Wahrnehmungsmuster, welche in Interaktionssituationen Ohnmachts- und Missachtungserfahrungen in den jugendlichen wecken. Dies macht die Gewalttäter stark angreifbar, da sie sich schnell erniedrigt oder bedroht fühlen.
Als nächstes erwähnt Sutterlüty die „Intrinsischen Gewaltmotive“. Dieser Begriff meint, dass die Gewalttat nicht nur enthemmend auf den jeweiligen Täter wirkt, sondern auch als Motiv für weitere Gewalttaten angesehen wird.
Ab diesem Punkt hat die Gewalt nicht mehr nur die physische Bezwingung zum Ziel, sondern die komplette Macht über andere. Es geht darum, anderen Angst zu machen, sie einzuschüchtern und sie verbal zu unterwerfen. Das verbale Eingeständnis des Opfers über seine Unterlegenheit führt zu einem Gefühl des völligen Triumphes beim Täter.
Die Unterwerfung des Opfers wird als zur Triebfeder des Handelns.
Als letzten Begriff nennt der Verfasser die „Gewaltmythologien“. Das heißt, dass die Gewaltausübung ein anziehendes Moment für die Jugendlichen darstellt und somit auch negative Folgen für ihre Werthaltung hat. Die Gewalttäter entwickeln mythisch aufgeladene Idealbilder der Gewalt.
Die Verherrlichung der Gewalt führt zu weniger Hemmungen und das Bild des Täters wird zum angestrebten Ideal.
Dies sind die biografischen Ansätze die Sutterlüty als Auslöser für eine Gewaltkarriere beschreibt. Hinzu kommen allerdings Einflüsse und Zusprüche von Freunden und Bekannten, die seiner Meinung nach, auf dem Schulhof nicht minder zu Ausführungen von Gewalttaten führen.
Dynamik der Gewalt
1. Der im Jahre 2006 von Ferdinand Sutterlüty verfasste Artikel „Dynamik der Gewalt“ versucht den Beweggründen des häufigen Auftretens von Gewalt an Schulen auf den Grund zu gehen. So ist er der Ansicht, dass gewalttätige Schüler sich nach nicht vorhandener Anerkennung und Respekt sehnen und mit Hilfe von Gewaltanwendung ihr Ziel erreichen wollen.
Der Autor strukturiert seinen Text mit Hilfe von sieben Sinnesabschnitten, so dass ein klares Verständnis möglich ist.
Um das Thema einzuleiten, greift Sutterlüty auf das extreme Beispiel der Neuköllner (Stadtteil von Berlin) Rüttli-Hauptschule zurück.
Die Situation der Lehrer wird erläutert, indem gesagt wird, dass an ihrer Schule ein „Machtkampf um Anerkennung“ stattfindet, sodass der Intensivtäter als Vorbild fungiert. Es ist die aussichtslose Lage der Jugendlichen, die sie dazu anstachelt noch gewaltbereiter als ihre Mitschüler zu sein. Sie sehen keine Zukunft und fühlen sich ausgesondert.
Im zweiten Abschnitt wird weiter auf die sozialen Hintergründe der Jugendliche eingegangen. Es wird festgestellt, dass häufige Ursachen fehlende Sozialintegration sowie die bereits angesprochene Perspektivlosigkeit sind. Somit handelt es sich bei vielen Tätern um Ausländer, die sich von ihrer Umwelt ausgeschlossen fühlen .
Schließlich wird von dem Beispiel der Rüttli-Schule vorerst Abstand genommen und auf die allgemeine dauerhafte Präsenz von Gewalt geblickt.
Gewalttätige Jugendliche stehen zwischen zwei Gefühlsseiten- auf der einen steht die Resignation und auf der anderen die Wut. So sehen sie sich bereits als Hartz IV-Empfänger, und wissen dennoch, dass auch sie ein Recht auf Respekt besitzen, was sie mit Hilfe von Gewalt verdeutlichen wollen. Sobald die Schüler merken, dass ihre „Methode“ funktioniert, ist die Schule fast nicht mehr zu retten. Sie unterdrücken ihre Lehrer, so gut sie können, und übernehmen die Machtpositionen.
Im folgenden Abschnitt geht der Autor auf die Beschreibung von „Gewaltkarrieren“ ein, was an Hand von einer Untersuchung gestärkt wird. Es wird erklärt, dass jugendliche Täter Gewalt oft als Offenbarung ansehen. Verantwortlich dafür sind oft Gewaltanwendungen in der (frühen) Kindheit. Mit Hilfe eines Rollentausches möchte das Opfer zum Täter werden, sodass sich in ihren Biografien ein Wendepunkt erkennen lässt.
Anschließend werden die jeweiligen Situationen von Lehrern und Schülern untersucht.
Bei den Schülern wird deutlich, dass bereits unabsichtliche Gewaltausübungen den Auslöser für eine unberechenbare Gewaltbereitschaft bieten und Gewalt schließlich positiv gewertet wird.
Die Lehrer hingegen sprechen von einer „eigendynamischen Gewaltentwicklung“.
Der abschließende Absatz fasst alle Ergebnisse noch einmal kurz zusammen, sodass Sutterlüty zu dem Ergebnis kommt, dass ein falsches Auffassen von Gewalt bei gewalttätigen Jugendlichen stattfindet.
2.
Sutterlüty weist in seinem Artikel auf mehrere Erklärungsansätze für die Gewalt an der Rüttli-Schule hin.
Der Autor beginnt bereits im ersten Abschnitt damit den ersten möglichen Grund zu beschreiben- „Machtkampf um Anerkennung“.
Auf Grund von mangelnder Sozialintegration und Perspektivlosigkeit der Schüler, versuchen sie auf ihre Art und Weise sich Respekt zu verschaffen. Sie sehen in ihrem Leben keine Zukunft mehr, sodass ihnen Gewalt als letzte Möglichkeit erscheint und deshalb auch als „Schrei nach Hilfe“. Und meistens funktioniert diese Methode auch, sowohl Schüler als auch Lehrer bekommen Angst vor ihnen und sie erhalten den geforderten Respekt.
Indem die anderen Schüler das Gelingen an Respekt wahrnehmen, sehen sie die „Intensivtäter“ als Vorbilder an und versuchen sie nachzuahmen, um ebenfalls einen Platz in der Gesellschaft zu bekommen. Man könnte dieses Phänomen deshalb als eine Art Kreislauf beschreiben.
Desweiteren fällt Sutterlüty auf, dass der überwiegende Teil der gewalttätigen Jugendlichen eine ausländische Abstammung haben. Allein dieser Fakt in ihrer Geburtsurkunde ist der erste Schritt zur Gewaltanwendung. Sie fühlen sich ausgeschlossen, isoliert und von ihren deutschsstämmigen Mitschülern nicht respektiert.
Als ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gewaltanwendung zu Hause. Viele Jugendliche sind durch Prügel und Schläge geprägt und übertragen ihre Kinderheitserlebnisse in die Gegenwart und wollen andere Menschen ihre ertragenen Schmerzen spüren lassen.
Zudem wird ihre Situation als zwiegespalten betrachtet. Auf der einen Seite herrscht die Resignation, so dass sie sich schon auf ein Leben als Arbeitsloser einstimmen und sich erst gar nicht um einen guten Schulabschluss bemühen. Auf der anderen Seite steht die blinde Wut.
Auch wird auf die „Rollentheorie“ zurückgegriffen. Der Schüler möchte die Rolle einer Autoritätsperson übernehmen und wird somit von Opfer zum Täter und gelangt an den ersehnten Respekt. In dem Zusammenhang wird auch die „Gewaltkarriere“ genannt. Mit Hilfe des Rollentausches gelangt der Jugendliche an einen Wendepunkt in seinem Leben, ab dem sein Leben erst richtig beginnt und er sich nicht länger untergeordnet fühlt.
Als letzten Erklärungsansatz nennt Sutterlüty die falsche Auffassung von Gewalt. Da die Schüler durch ihre Gewaltanwendungen ihre Ziele erreichen, findet eine normative Aufwertung der Gewalt statt. Sie halten es für erstrebenswert, anderen eine Bedrohung zu sein. Man kann also insgesamt von einem negativen Produkt von Wertorientierung sprechen, die die Schüler häufig von zu Hause oder von der Straße mitbringen.
3.
Um den vielen gewalttätigen Jugendlichen entgegenwirken zu können, muss u.a. dringend eine Veränderung in der Gesellschaft stattfinden. Ein Hauptschüler darf nicht sofort als „unnützer Dreck“ abgestempelt werden, sondern im Gegensatz dazu muss ihm deutlich gemacht werden, dass man sich um ihn bemüht und alles dafür tut, ihm ein geregeltes Leben zu ermöglichen.
Desweiteren muss die Abstammung in den Hintergrund geraten, so dass es unter Schülern zu keiner Gruppenbildung kommen kann und somit kein Grund zur Isolation besteht.
Auch ist es wichtig, dass die Jugendlichen wieder ein korrektes Verständnis von Gewalt bekommen, so dass es nicht länger positiv gewertet wird, sondern auch erkannt wird, dass es sich dabei um Straftaten handelt.
Um diese Punkte den Schüler zu verdeutlichen, sind sich immer wiederholende Projekte an Schulen nötig, die die Gemeinschaft fördern. Die Schüler müssen ihre Gefühle offenbaren und ihre Ängste und Sorgen mitteilen, um dann auf friedliche Weise eine Lösung für die Probleme zu finden. Es muss begriffen werden, dass Gewalt nicht der einzige Weg zur Problemlösung ist.
Ich denke auch, dass es wichtig ist Lehrgänge für Lehrer zu ermöglichen, in denen diesen gezeigt wird, wie sie am besten mit gewalttätigen Schülern umgehen müssen und auf sich als Autoritätsperson beharren können.
Gegen die zu Hause angewandte Gewalt ist es schwierig präventive Maßnahmen zu finden, was die ganze Sache deutlich erschwert, da sie einen wichtigen Punkt zur Gewaltanwendung von Jugendlichen beiträgt.
Jana Kuhlmann
Aufgaben zu „Dynamik der Gewalt“ von Ferdinand Sutterlüty
1. Formulierung der Hauptgedanken des Textes und beschreibe die Argumentationsstruktur
In dem Zeitungsartikel „ Dynamik der Gewalt“ von Ferdinand Sutterlüty , erschienen am 6.04.2006 in der 15.Ausgabe der Zeitung „ Die Zeit“, wird die Problematik an der Rütli-Hauptschule aus Berlin, deren Lehrer im März 2006 verlangten, die Schule aufgrund von nicht mehr in den Griff zu bekommender Gewalt aufzulösen, dargestellt.
In diesem Zusammenhang beschäftigt sich der Verfasser mit den Ursachen, die zu einer solchen Gewalteskalation führen und erläutert, wie die verschiedenen Komponenten von sozialer Benachteiligung bis hin zu Problemen im Elternhaus ineinander greifen und das Entstehen von sogenannten Gewaltkarrieren zur Folge haben.
Zu Beginn des Zeitungsartikels stellt Sutterlüty zunächst dar, dass die Lehrer der Rütli- Hauptschule augrund der an ihrer Schule herrschenden Gewaltatmosphäre kapituliert haben.
In diesem Zusammenhang nennt Sutterlüty die von den Lehrern aufgestellte Diagnose des Problems und zeigt auf, dass die Lehrer mit ihrer direkten Vorgehensweise eine Grundsatzkritik beabsichtigt haben, die besagt, dass Schüler einer Hauptschule weder von den Eltern noch von der Wirtschaft eine Zukunftsperspektive aufgezeigt bekämen und sich die Kinder u.a. aus diesem Grund wie Ausgesonderte vorkommen und sich auch dementsprechend benehmen würden.
Der Verfasser bewertet diese Grundsatzkritik, d.h. die soziale Benachteiligung, die mangelnde Sozialintegration und die Perspektivlosigkeit der Hauptschüler als richtigen Ansatzpunkt für die Ursachen der Probleme, da der Anteil an ausländischen Schülern an einer Hauptschule überdurchschnittlich hoch sei.
Im Folgenden, weist Sutterlüty allerdings darauf hin, dass diese Punkte noch nicht komplett die Frage beantworten würden, warum es an der Rütli- Schule zu einer solchen Gewalteskalation kommen konnte.
Seiner Meinung nach sollte man den Fall an der Berliner Schule nicht als Kritik an der Integrationspolitik stilisieren, sondern die dauerhafte Präsenz von Gewalt genauer untersuchen, denn Gewaltereignisse bauen, laut Sutterlüty, auf einer Logik auf und wenn man diese nicht erkennen würde, könnte es zu Kurzschlüssen führen.
Im anschließenden Absatz zeigt der Verfasser auf, dass die hier angesprochenen jungen Menschen zwischen Resignation und ohnmächtiger Wut hin und her driften.
Sutterlüty erläutert, dass Gewalt den jungen Menschen einen Weg aufzeige, der Hinnahme des Unannehmbaren zu entrinnen und dass Gewaltausübung ihnen die Gewissheit gäbe, dass sie etwas geschehen lassen können.
Dies bezieht er dann auch im Folgenden auf die Rütli- Schule, in der eine Minderheit von Schülern es geschafft habe, eine untergründige, auf Gewalt und Gewaltdrohungen gestützte Schulordnung zu etablieren, der sich niemand entziehen könne und die zu einer Verselbständigung der Gewalt führe.
Im vierten Absatz bezieht sich Sutterlüty auf seine Untersuchungen bzgl. „Gewaltkarrieren“, denen er entnimmt, dass die Täter in der Gewaltausübung eine Offenbarung erlebten und dass die vom Täter empfundenen Ohnmachtgefühle, die meist in der Familie ihren Ursprung hätten, sich ins Gegenteil verkehren könnten.
Laut Sutterlüty kommt es so zu einem Rollentausch vom Opfer zum Täter, der wiederum zu einer epiphanischen Erfahrung führt.
Im darauffolgenden Absatz erklärt der Verfasser, dass in einer Situation, in der die Schüler die Angst der Lehrer erwarten und gegen Gewalt kaum noch vorgegangen würde, die Voraussetzung für solche Erfahrungen entständen.
Um die Entstehung der Vorgänge in der Berliner Schule zu begreifen, müsse man die Eskalationsdynamik im Auge haben, so Sutterlüty. Des weiteren weist er darauf hin, dass eine solche Entwicklung der Gewalt und ihre Vorgeschichte auch familiäre ( meint er hier mit hausgemachte Ursachen familiär???) Ursachen haben müsse, die sich weder auf biografische Dispositionen noch auf sozialstrukturelle Verwerfung und Erfahrungen der Deprivation reduzieren lassen.
Im vorletzten Abschnitt weist Sutterlüty auf die, von den Rütli- Lehrern erkannte, Vorbildfunktion des Intensivtäters hin und erläutert in diesem Zusammenhang die normative Aufwertung von Gewalt.
Er erklärt außerdem, dass Jugendliche, die sich sonst als ohnmächtig vorkämen und das euphorisierende Machtgefühl kennen lernen würden, dies zum intrinsischen Gewaltmotiv führe, was wiederum das Selbstbild und die normativen Ideale des Täters beeinflussen würde.
Im letzten Absatz kommt Sutterlüty auf die Gefahr von sog. Gewaltmythologien zu sprechen, in denen sich Jugendliche aufgrund von Gewaltausübung ungeahnte Größe und Bedeutungsgewinn erhoffen.
Problematisch würde dies, so der Verfasser, wenn sich diese Verhaltensweisen und Einstellungen mit der Anerkennung von Gleichaltrigen decken, was an der Berliner Schule wohl passiert sei. Als einen Grund dafür sieht Sutterlüty, dass gewaltförmige Sekundärregime an der Schule und nicht bzw. nur z.T. die vom Elternhaus oder von der Straße vermittelten
Wertorientierungen.
2)Erklärungsansätze für die Gewalt an der Rütli- Schule auf die Sutterlüty hinweist:
- die soziale Benachteiligung, die mangelnde Sozialintegration und die Perspektivlosigkeit der Hauptschüler
- Hauptschule= Restschule, Ausschuss; Kinder fühlen sich isoliert und verhalten sich entsprechend
- Jugendliche driften zwischen Resignation und ohnmächtiger Wut hin und her
Daher:
- Gewalt als Weg der fatalistischen Hinnahme des Unannehmbaren zu entrinnen
- Gewaltausübung gibt ihnen die Gewissheit, dass sie etwas geschehen lassen können à sie erleben eine ungekannte Selbstwirksamkeit
- die Jugendlichen erleben die Gewalt als eine Offenbarung - ihre Ohnmachtsgefühle verkehren sich ins Gegenteil, sie erfahren Triumph; - Der Rollentausch vom Opfer zum Täter = epiphanische Erfahrung
- die Situation in der Rütli-Schule : Schüler gewärtigen die Angst der Lehrer und Gewalt wird kaum noch bestraft
- diese Situation bietet Gelegenheit für epiphanische Erfahrungen und somit für weitere Gewalt
- Lehrer sind nicht gegen Gewalt vorgegangen
- Eine solche Gewalteskalation muss auch hausgemachte Ursachen haben
- An der Rütli- Schule ist der Intensivtäter zum Vorbild geworden= Merkmal für eine eigendynamische Gewaltentwicklung
- In diesem Zusammenhang:
- normative Aufwertung der Gewalt- Gewalt ist positiv,
- Beeinflussung der normativen Ideale,
- Entstehung von Gewaltmythologien, die daraus resultierende Allüren sind fatalerweise mit der Anerkennung Gleichaltriger gedeckt
- gewaltförmiges Sekundärregime an der Schule
- erfolgreiche Gewalt schafft sich ihre normative Aufladung
3. Entwickle Ansätze für intervenierende und präventive Maßnahmen, die beim Umgang mit Gewalt an der Rütli-Schule beachtet werden müssen
Man könnte der Gewalt an der Rütli-Schule anhand der Frustrations-Agressionstheorie von John Dollard auf den Grund gehen und auf der Grundlage dieser Theorie nach einer Lösung suchen.
Dollard besagt, dass die Behinderung von Zielreaktionen zu Frustrationen führt, die auf verschiedene Art und Weise abgebaut werden können bzw. müssen.
Dieser Abbau der durch Frustration erzeugten Erregungszustände erfolgt entweder durch Aggression gegen andere oder durch Gespräche und Lachen.
Im Fall der Rütli-Schule wäre die verhinderte Zielreaktion z.B. die Perspektivlosigkeit der Schüler, die bedeutet, dass sie sich keine klaren Ziele für die Zukunft setzten können.
Durch die Perspektivlosigkeit kommt es also laut Dollard zu Frustration. Diese Frustration könnte in der Schule durch Gespräche mit Lehrern oder, wenn das Verhältnis zu schlecht ist, mit Sozialpädagogen oder ähnlichem abgebaut werden. Es wäre auch möglich, dass den Schülern die Möglichkeit gegeben würde, mehr zu lachen, um so ihre Erregungszustände abzubauen.
Diesen Ansatz und die damit verbundenen Lösungsansätze sind allerdings kritisch zu betrachten, denn es ist fraglich, ob man Aggression wirklich abreagieren kann.
Vor allem Nolting spricht sich gegen dieser sog. Ventiltheorie aus.
Nolting liefert hingegen verschiedene Ansätze zur Verminderung aggressiven Verhaltens z.B. Entdramatisierung, d.h. sich der eigenen Frustration bewusst werden und evtl. zu einer positiveren Bewertung kommen. Dies kann man in der Schule z.B. durch Entspannungstraining erreichen.
Um die Gewalt der Schüler untereinander zu minimieren, würde sich auch das von Feschbach und Feschbach entwickelte und von Nolting aufgegriffene Einfühlungstraining anbieten, in dem die Schüler lernen, die Gefühle der anderen zu erkennen und auch sich in andere Personen hineinzuversetzen und so erkennen, dass man nicht gewalttätig mit anderen umgehen darf.
Die Lehrer der Rütli-Schule könnten Noltings klassische Verhaltensmodifikation anwenden, die sich vor allem bei Problemfällen bewiesen hat. Hierbei wird das positive Verhalten also der gewaltfreie Umgang miteinander belohnt, das nicht erwünschte Verhalten wird ignoriert bzw. leicht bestraft. Des weiteren wird das erwünschte Verhalte vorgemacht. So könnte es nach und nach zu einer gewaltfreieren Atmosphäre kommen.
Grundsätzlich wäre es in der Rütli-Schule aber wichtig, den Schülern zu zeigen, dass sie nicht zum Rand der Gesellschaft gehören, dass sie etwas wert sind und dass auch sie eine Perspektive haben.
Die Kinder müssen erkennen, dass sie etwas aus ihrem Leben machen können, wenn sie nur wollen und dass sie sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen dürfen.
Hier kommt vor allem den Lehrern eine wichtige Rolle zu.
Sie müssen den Schülern zunächst zeigen, dass sie keine Angst vor ihnen haben, ihnen aber auch nichts Böses, sondern helfen wollen.
Die Lehrer müssen sich im höchste Maße für ihre Schüler einsetzten. Sie müssen ihnen Perspektiven aufzeigen, sich darum bemühen, dass die Schüler zunächst Praktikumstellen und dann Ausbildungsstellen bekommen oder die Schüler unterstützen einen weiteren Schulabschluss zu machen.
Des weiteren muss die Schulleitung sich bemühen, dass die Schule wieder ein besseres, gewaltfreies Image bekommt.
Außerdem muss den Schülern gezeigt werden, dass sie nicht ohnmächtig sind, sondern auch ohne Gewalt etwas bewegen können.
Die Schule könnte z.B. neu strukturiert werden und jedem Schüler wird eine bestimmte wichtige Aufgabe zugesprochen, sodass die Kinder die Bedeutung und die positive Kraft einer Gemeinschaft erfahren. Dies könnte evtl. im Sinne einer Just-Community oder mit Ansätzen von Montessori sowie Waldorfpädagogik geschehen, denn alle drei Schulformen legen großen Wert auf Gemeinschaft und das positive Miteinander.
Mariel Matyschok
Stellungnahme zu Mariels Nr.3)
Meiner Meinung nach hat Mariel sehr gute Maßnahmen erarbeitet um die Gewalt an der Rütli-Schule zu mindern. Das Konzept des Einfühlungstrainings von Nolting halte ich für besonders sinnvoll. Die moralischen und sozialen Kompetenzen der Schüler sollten viel mehr gefördert werden. Sie müssen ein gesundes Verhältnis zu sich selbst und zu anderen gewinnen um respektvoll gegen andere zu handeln. Die bereits von Valerie erwähnten "Dilemmatadiskussionen" wären zum Beispiel ein Ansatz zur Förderung des moralischen Denkens der Kinder.
Ich denke auch bewusst veranstaltete Rollenspiele könnten die Empathiefähigkeit der Schüler stärken. Darüber hinaus gewinnen sie so ein distanzierteres Verhältnis zu ihrem eigenen Verhalten und können auf diese Weise ihr Handeln von einer anderen Position beurteilen.
Wie Mariel schon sagte, halte ich es auch für zweifelhaft nach Dollards Theorie zu handeln und die Aggressionen "einfach" abzureagieren. Ich denke die Kinder und Jugendlichen müssen verinnerlicht haben was "richtig" und was "falsch" ist und erst dann sind sie in der Lage ihr Verhalten zu ändern.
Aber wie lernen sie das? Der Fakt das Gewaltkarrieren in den meisten Fällen schon in der Kindeheit beginnen und auf die eigene Biografie zurück zu führen sind lässt mich zu dem Schluss kommen das man als präventive Maßnahme nicht außer Acht lassen kann das man in den Familien der Kinder ansätzen muss. Die Dinge, die in der Familie fehlen oder falsch gemacht werden können leider auch besonders engagierte Lehrer meistens nicht auffangen. Trotzdem halte ich es genau wie Mariel für wichtig, dass die Lehrer als Vertrauenspersonen fungieren. Des Weiteren sollten Jugendämter, Beratungsstellen, Frauenhäuser und andere Mittel zur Unterstützung von Familien ausgebaut werden um an den Ursprüngen der Gewalt anzusetzen um sie so, so weit wie möglich zu verhindern.
Clara
Aufgabe 1 :
Der Text „Dynamik der Gewalt“ von Ferdinand Sutterlüty wurde am 06.04.2006 in DIE ZEIT veröffentlicht. Grund hierfür war die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen an der Rütli-Hauptschule in Berlin-Neukölln. Die Lehrer bekamen diese nicht mehr in den Griff und wanden sich mit einem Brief an die Schulverwaltung in Berlin, woraufhin der Brief an die Öffentlichkeit kam. In dem Text beschäftigt sich der Autor mit dem oben genannten Problem und sucht einen Erklärungsansatz für diese Gewaltbereitschaft. Gegliedert ist der Text in 7 Abschnitte.
Zunächst beginnt der Autor, indem er die Lage schildert. So sei die „Lehrerschaft vor einer Atmosphäre der Gewalt in die Knie gegangen“ (Z. 1) Unter den Schülern sei ein „Machtkampf um Anerkennung“ (Z.2) ausgebrochen. Er ist der Meinung, dass die Lehrer der Rütli-Schule mit ihrer Flucht nach vorn einen Stein ins Rollen gebracht haben. So sind kurz nach der Veröffentlichung weitere Fälle von Gewalt in Hauptschulen bekannt gegeben worden.
Hier wird mit einer Frage seine Argumentation und seine Absicht des Textes eingeleitet. Es wird die Frage gestellt , welchen Sinn es macht, dass in einer Schule alle gesammelt werden, die weder von den Eltern noch von der Wirtschaft Perspektiven aufgezeigt bekommen (Z. 7-9). Hauptschulen würden all diese isolieren und seien für diese Aussichtslosigkeit mitverantwortlich (Z. 11).
Im zweiten Abschnitt geht der Autor auf die sozialen Hintergründe der Hauptschüler ein. Es seien 61 Prozent arabisch- oder türkischstammig, 17 Prozent deutscher Herkunft (Z. 14). Diese sehen sich oft als „Ausschuss“ der anderen an und neigen deshalb zur Gewalt. Die mangelnde Integration ist laut Sütterlüty jedoch nur die halbe Antwort auf die Gewaltfrage. Er stellt die These auf, dass Gewaltereignisse stets einer eigenen Logik folgen (Z. 21) und man nicht zu schnell Kurzschlüsse, aus z.B. der Herkunft, ziehen sollte.
Der darauf folgende Abschnitt behandelt die Sichtweise der Schüle und jungen Menschen die zu Gewalt neigen. Dass diese zwischen Wut und Resignation (Z. 23) hin und her schwanken. Einerseits wollen sie Hartz 4, andererseits wollen die Respekt und Anerkennung. Um diese zu erlangen sehen sie nur den Ausweg in die Gewalt. Im Text wird die Gewalt beschrieben, als einen Weg der ihnen erscheint, der fatalistischen Hinnahme des Unannehmbaren zu entrinnen (Z. 26). Sie erleben eine umgekehrte Wirklichkeit, in der sie Macht ausüben und Dinge geschehen machen können. So ist es den Schülern in de Rütli-Schule gelungen, den Schulalltag zu bestimmen. Die Gewalt verselbstständigt sich und wird allgegenwärtig.
Im vierten Abschnitt wird erklärt, dass die Gewaltbereitschaft oft familiäre Hintergründe hat (Z. 37). Hier sind die Schüler die Opfer. In der Schule erleben sie nun einen Rollentausch und werden vom Opfer zum Täter. Dieser Rollentausch wird als Wendepunkt in ihrem Leben gesehen. „Sie erfahren den Triumph der physischen Überlegenheit und machen die berauschende Erfahrung der Verfügungsmacht über andere.“ (Z.39) Diese Erfahrung ist meist der Einstieg in eine neue Gewaltsamkeit.
Nun kommt der Autor auf die Entstehung der Gewalt an der Rütli-Schule zu sprechen. Er meint, dass die Schüler die Angst der Lehrer gewärtigen. Die Gewalt wird nicht mehr sanktioniert (Z.48) und kann sich weiter ausbreiten, bis dass sie nicht mehr kontrollierbar ist. Diesen Vorgang nennt er Eskalationsdynamik (Z.53). Der zwischenmenschliche Austausch wird durch die Gewalt unterdrückt und auch unauffällige Schüler müssen sich den „Stärkeren“ beugen.
Im weiteren Verlauf (Abschnitt 6) wird gesagt, dass nun der Intensivtäter zum Vorbild geworden ist (Z. 59), was ebenfalls ein Grund für die Eigendynamik ist. Das euphorisierende Machtgefühl wird zum Agens des weiteren Handelns. Die Person möchte diese Macht nicht missen.
So wird im letzten Abschnitt gesagt, dass die Gewaltsamkeit sich zu einem positiven Wert erhebt (Z. 67). Die Schüler sehen den errungenen Respekt als erstrebenswert, auch wenn damit eine leibhaftige Bedrohung verbunden ist. Durch die Gewalt erlangen sie an Anerkennung, also genau das, wonach sie sich sehnen. Diesen Vorgang kann man als Gewaltmythologie (Z. 69) kennzeichnen. Treffen nun alle oben genannten Aspekte, wie bei der Rütli-Schule aufeinander, kommt es zu einer solchen Eskalation an Gewalt.
Aufgabe 2:
Erklärungsansätze für die Gewalt an der Rütli-Schule, auf die Sutterlüty hinweist
In seinem Text nennt Sutterlüty einige Erklärungsansätze für die Gewalt an der Rütly-Schule. So ist er der Meinung, dass Gewalt ihre Wurzeln schon in einem familiären Gewaltzusammenhang hat. Erfährt man in der Kindheit oft Gewalt, kommt es oft zu einem Rollentausch in späterem Alter. Der Mensch wird vom Opfer zum Täter. Er möchte selbst das nie erlebte Machtgefühl erfahren. Auch wird gesagt, dass die mangelnde Sozialintegration zur Gewaltbereitschaft beiträgt. Durch die von den Eltern und der Wirtschaft aufgezeigte Perspektivlosigkeit wird die Wut und Resignation des Einzelnen verschärft. Da die Hauptschüler generell als „Ausschuss“ betrachtet werden, ist klar, dass sich in solchen Orten die Gewaltbereitschaft steigert. Sie wollen Respekt und Anerkennung, für sie scheint da die einzige Lösung die Gewalt zu sein. Auch haben sie nie ein richtiges Vorbild gehabt, da die Lehrer ja scheinbar unfähig waren, die Schüler zu leiten. So haben diese sich selbst Vorbilder gesucht und diese in den Intensivtätern gefunden. So werden diese und mit ihnen die Gewalt zum Vorbild. Durch die somit vollzogene Unterwerfung der Lehrer wird ihr Macht- und somit auch ihr Glücksgefühl noch mehr gesteigert. Sie sind fasziniert von ihren Taten und der damit verbundenen Macht und kosten diese aus.
Dinah Roser