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Geschichte10b / Deutschland Will Weltmacht Werden

Deutschland will Weltmacht werden´

Die Herrschaft Wilhems II.

Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen wurde am 27. Januar 1859 in Berlin als erstes Kind geboren.

Sein Vater war Kaiser Friedrich III. und er entstammte der Dynastie der Hohenzollern. Bei seiner Geburt wurde sein linker Arm durch eine falsch angelegt Geburtszange verkrüppelt. Daher folgten in seinem Leben viele heftige aber auch harmlose Therapien. Er hatte immer ein sehr gespanntes Verhältnis zu seiner Mutter Victoria from Great Britain and Ireland. Er studierte vier Semester lang in Kassel an der Universität Bonn. Am 27.2.1881 heiratete er Auguste von Schleswig-Holstein.

Mit 29 Jahren wurde er dann im Jahre 1888 zum deutschen Kaiser und König von Preußen gewählt. Seine Beziehung zu dem Reichskanzler Bismarck war von Anfang an schlecht und 1890 brachte Wilhelm II den Reichskanzler dazu zurückzutreten. In der wilhelmische Epoche, seiner dreißigjährigen Regierungs-Zeit (von 1888-1918) , ging es im größten Teil darum, das Deutsche Reich als wichtige politische Größe bei den Weltmächten darzustellen. Außerdem war ihm der Ruf des Reiches in der internationalen Öffentlichkeit sehr wichtig, was wiederum zur militärischen Aufrüstung und Forcierung der Kolonialpolitik in Afrika und der Südsee führte. Die Wirtschaft wurde während dieser Zeit immer besser und war verbunden mit dem technologischen, naturwissenschaftlichen und industriellen Fortschritt. Wilhelms II. Großvater hatte die Innen- und Außenpolitik nicht richtig beeinflusst und das wollte Wilhelm II. ändern. Seine Außen war jedoch sprunghaft und führte zur Isolation von Deutschland. Er hatte ein persönliches Regiment, das aus häufig wechselnden Beratern bestand und die Entscheidungen des Kaisers für unberechenbar hielten. Er war leicht zu beeinflussen und er träumte von Frieden. Dafür konnte er aber nicht kämpfen. Im Ersten Weltkrieg zeigte sich dann seine strategische und taktische Unfähigkeit. Er war der Meinung Russland, Frankreich und England würden diesen Krieg nur führen um Deutschland zu ruinieren. Dadurch, dass die Gegner in der Übermacht waren und dass er nur begrenzt Einfluss auf die Militärische Führung hatte war er im Krieg unsicher.

 Am Ende des Krieges dankte er dann ab.

Er starb am 04.06.1941 in Doorn (Niederlande)

Quelle: http://www.Wikipedia.de Pauline Kehl


Deutschland als Kolonialmacht

1883/1884 herrschte ein neues Gefühl des Aufbruchs in Deutschland, als ein paar Abenteurer und Kaufleute ferne Landstriche erwarben, die kurz danach unter den Schutz des Reiches gestellt wurden. Deutschland war also Kolonialmacht geworden und war nach der Meinung vieler Deutscher erst dann gleichberechtigt.

Am 9. April 1883 ankerte die Brigg "Tilly" des Bremer Kaufmanns Adolf Lüderitz in einer Bucht an der südwestafrikanischen Küste. Dies war der Beginn deutscher Kolonialpolitik des Unternehmens. Eine ganze Nation war begeistert. Am Anfang der wachsenden Kolonialstimmung 1880 soll Fürst Bismarck gesagt haben: „ Wer soll denn den ganzen Kaffee trinken?“ Sein zögern war aber auch berechtigt wie sich herausgestellt hat. Denn die Schutzgebiete waren politisch, wirtschaftlich und militärisch viel mehr Belastung als Gewinn. Von den Risiken wollte damals doch niemand richtig etwas wissen. „Bei der Verteilung der Erde“ ist die deutsche Nation leer ausgegangen. Außerhalb unseres Erdteiles besitzen alle übrigen Kulturvölker Europas Stätten, wo ihre Sprache und Art feste Wurzel fassen und sich entfalten kann. Deshalb warb im März 1884 Dr. Carl Peters im Gründungsaufruf seiner Gesellschaft für deutsche Kolonisation. Doch er wurde später aus dem Staatsdienst entfernt, weil er als Bevollmächtigter des Reiches selbst für die damalige Zeit brutal war.

Am 12 Juli 1884 unterschrieb man und schloss einen Akt mit einem begeisterten Wohl auf den deutschen Kaiser. Innerhalb weniger Jahre kamen dann viele Neuerwerbungen. Das Kolonialreich umfasste 2.5 Millionen Quadratkilometer bei seiner größten Ausdehnung. Das Kolonialreich bewohnten ca. 15 Millionen Menschen.

Quelle:Google-(Ultimate Heroswelt) Vivien Schlichte

  • 1883/1884 herrschte ein neues Gefühl des Aufbruchs in Deutschland. Warum?
  • Warum, war Fürst Bismarcks Zögern am Anfang der wachsenden Kolonialstimmung berechtigt?
  • Was war am 12. Juli 1884?

Deutsch- Südwestafrika

1884-1885

Der Beginn der deutschen Kolonialzeit wird in zwei Punkten charakterisiert. Zum einen durch Improvisation und zum anderen durch einen Mangel an Verwaltungserfahrung in Afrika. Die Gemeinschaften des heutigen Caprivizipfels bilden einen Teil des Barotse- Königreiches unter der Herrschaft von König Lewanika.

Bis zur Besiedlung der Europäer in Afrika:

Bevor die Europäer afrikanisches Land betraten, war das land nur dünn besiedelt. Vor allem Hirtenvölker wie vorrangig die Damara und die San bewohnten das Land. Man glaubt heute, dass die San aus zentral- oder Nordafrika einwanderten. Entdeckung durch die Europäer

  • erster Europäer: der Portugiese Diego Cao 1486
  • Bartolomeo Diaz 1488 stellte in der heutigen Lüderitzbucht (dazu später mehr) ein Steinkreuz auf.

Aufgrund schwerer Auseinandersetzungen zwischen den Noma und den Hereros im 18. Jahrhundert kam es zu ersten Handelskontakten von den weißen Siedlern Südafrikas und den Völkern Zentralnamibias.

  • 1761 wird der südliche Teil Namibias erstmals von der Kapregierung kartografisch festgehalten.

1820 kamen Nama verwandte Orlam- Stämme und brachten europäische Güter und moderne Waffen, die den Nama einen militärischen Vorteil brachten .Es gelang ihnen sogar die bantus sprachigen Völker weiter in den Norden Namibias zurückzudrängen. Britische Missionare versuchen vergeblich durch Christianisierung das Land zu befrieden. 1840 gelingt es den Orlam zusammen mit den Nama, die Herero aus Windhoek zu vertreiben.

Deutsche Kolonialzeit:

  • Franz Adolf Eduard Lüderitz, Gründer von Deutsch- Südwestafrika

1883 erreichten der Bremer Tabakhändler und Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz und sein Begleiter Heinrich Vogelsang die Angra Pequenabucht. Diese Bucht ist heute nach Lüderitz benannt. Die beiden Kaufmänner bekommen durch geschickte Verhandlungen mit den Stammeseltesten, große Ländereien und das spätere Lüderitz in ihren Besitz. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, billige Absatzmärkte, günstige Bodenschätze und Land für arbeitslose Deutsche zu gewinnen. Die spätere deutsche Kolonialherrschaft hatte ihre Grundlage auf diesen Gebieten. Auf der bekannten Berliner Konferenz, die vom 15.11.1884 bis zum 26.2.1885 ging, verteilten die europäischen Großmächte die verschiedenen Einflussgebiete in Afrika. Das deutsche Reich bietete Südwestafrika seinen Schutz.

Am 30. April 1885 wird die deutsche Kolonialherrschaft für Südwestafrika gegründet. Um Farmland zu verpachten, werden deutsche Siedler ins Land geholt. All das wird ohne Rücksichtnahme auf die Stammesgebiete vorgenommen, was zu unvermeidlichen Konflikten führt. Im Verlauf des Jahres 1889 beginnen deutsche Schutztruppen systematisch, die Völker Zentral- und Südnamibias zu unterwerfen.

Im Laufe der weiteren Zeit kommt es immer wieder zu Überfällen auf Händler und Siedler der Deutschen. Es erhoben sich im Januar 1904 die Herero in einem Aufstand, der sich rasch über das ganze Land verteilte. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und nahm mit der Schlacht am Waterberg und der Flucht der übrigen Herero im September 1904 ein tragisches Ende.

Deutschland hatte die Macht, doch die Zahl der Toten ist umstritten. Man geht jedoch von einem Völkermord aus. War das das Ziel der Deutschen? Erst im Jahre 2004 bekannte sich die Bundesrepublik Deutschland zur deutschen Schuld in der Kolonialzeit, doch statt eine Entschädigung zu zahlen wurde erhöhte Entwicklungshilfe geboten.

Quelle: http://www.Wikipedia.de

        http://www.namibia-info.net/namibia/geschichte_info.html

Anne-Marie Menzel

Fragen:

  • Wer war der Gründer von Deutsch-Südwestafrika?
  • Wie bekamen Lüderitz und sein Begleiter die großen Ländereien und das spätere Lüderitz in ihren Besitz?