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Geschichte10b / Deutschland Auf Dem Weg Zum Nationalstaat

Deutschland auf dem Weg zum Nationalstaat



1.  Der Deutsche Bund wird erneuert

1.1  Die Vorgeschichte

Im Jahr 1813 wurde Napoleon aus Deutschland vertrieben. 1814 und 1815 dann, wurde auf dem Wiener Kongress beschlossen, dass der Deutsche Bund restauriert werden sollte, was zur Folge hatte, dass Deutschland wieder in 41 Fürstentümer und Königreiche unterteilt wurde, so wie es vor Napoleons Machtzeit gewesen war. Als Abkommen wurde festgelegt, dass es kein Krieg untereinander geben darf bzw. soll und das sie sich gegenseitig beim Bekämpfen anderer Länder helfen werden.

1.2  Die Februarrevolution & die erste gesamtdeutsche Nationalversammlung

1848 und 1849 wurde die sogenannte Februarrevolution aktiv, von Frankreich ausgehend und war eine Revolution des Volkes, in der Fürsten und Könige gestürzt werden sollten und auch wurden.

Im Mai 1849 wurde dann die erste gesamtdeutche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche gegründet.

Das Volk strebe nach Macht und mehr Demokratie, sowie nach einer konstitutionelle Monarchie.

Allerdings scheiterte dieses Streben noch im selben Jahr. Schuld daran war Friedrich Wilhelm IV. Der Preußische König hätte seine Macht mit der Deutschen Nationaleversammlung teilen müssen, war aber dazu nciht bereit. Desswegen tat er alles, um zu verhindern, dass sie bestehen bleiben konnte.

1.3  Die Folge:

Es gab eine punktuelle Nachbesserung der Struktur des Deutschen Bundes.

  • wieder 41 Fürstentümer und Königreiche
  • gerechtes Starfrecht
  • mehr Rechte für die Bürger
  • bessere Handelsbedingungen durch Ausweitung des Zollvereins
  • Lockerung der Pressezensur

Allerdings wurden die Freiheits- und Einheitsgedanken der Bürgerrinen und Bürger bis zur Reichsgründung 1870/1871 nicht befriedigt.

Fragen und Aufgaben an unsere Mitschüler:

  1. Fasse in eigenen Worten zusammen, wieso die Deutsche Nationalversammlung scheiterte und was für Folgen daraus resultierten.
  2. Prüfe nach, ob es im Nachhinein gut oder schlecht für Deutschland war, dass Napoleon vertrieben wurde.

Anna Deppe, Michelle Kamps.


1.4  Der Deutsch-Französische Krieg

  • Datum: 19. Juli 1870- 10. Mai 1871 (auch 70er Krieg genannt)
  • Ort: Frankreich und Rheinpreußen
  • Ausgang: Sieg von Preußen und Vebündeten

Von Anfang an war Otto von Bismark übezeugt, dass sich ein militärischer Konflikt mit Frankreich nicht vermeiden lässt : "Krieg wäre das geeignete Mittel die Nationale Einigung Deutschland unter Führung Preußens durch "Eisen & Blut" zu vollenden!"

Kriegsanlass:

Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen wollte die Spanische Krone.

Daraufhin hat Preußen durch die Inthronisierung eines Hohenzollern in Spanien machtpolitsche Vorteile erkannt ( Preußen wurde durch die Verpflichtung zur Waffenbrüderschaft mit Deutschland politisch in das neu gegründete Reich mit einbezogen) Trotz des Rückzuges von Prinz Leopold provozierte Otto von Bismark, Napoleon III mit der "Emser Depesche", sodass es am 19.7.1970 zur Kriegserklärung Frankreichs an Preußen kam.

Der Deutsche Aufmarsch/ Verlauf:

Gelang im Westen durch Eisenbahnzüge sehr zügig

Deutschland: 519.000 Soldaten
Frankreich: 336.000 Soldaten

( im Verlauf des Krieges wuchsen beide über die Mio. Grenze)

  • 19.7.1970: Kriegserklärung, weil Napoleon III sich durch die"Emser Depesche", provoziert fühlte.
  • Ab August 1870 war die deutsche Offensive,geführt von Helmut Graf von Moltke ->erfolgreich.
  • Am 2.9.1870 endeten die Kämpfe bei einem Einsatzversuch für die französischen Truppen durch eine kriegsentscheidenden Niederlage.
  • Unter dem Sieg von Friedrich von Preußen kam nun auch Napoleon der Dritte in deutsche Gefangenschaft, der nur zu den Truppen kam, um die Moral der Truppen aufzurichten.
  • 4.9.1870 wurde die französische Monarchie gestürzt

und durch die "Regierung der nationalen Verteidigung" ersetzt.

  • Am 13.9.1870 wurde der "Volkskrieg" ausgerufen und die deutschen Truppen wurden in zähen Kämpfen in Paris erfolglos angegriffen. --> Niederlage von Frankreich
  • Am 27.10.1870 ergaben sich die Franzosen, Preußen machte 170.000 Gefangene
  • am 28.1.1871 kapitulierte Paris

zum endgültigem Waffenstillstand kam es am 1.2.1871!

Kriegsfolgen:

für Frankreich:

  • Kriegsentschädigung im Wert von 5 Mrd. Frances an das Deutsche Reich
  • Französische Wirtschaft wurde in der Entwicklung behindert (wegen der Kriegsentschädigung)
  • tiefe Demütigung
  • Mussten Elasass und ein Teil von Lothringen an Deutschland abgeben.

für Deutschland:

  • Die 41 Fürstentümer und Königreiche (mit Außnahme vom Österreich) schlossen dich zum Deutschen Reich zusammen
  • bessere Infrastruckturmaßnahmen wurden durch die Kriegsentschädigungen finanziert : z.B. : Poststationen, Schulen, Kirchen usw.
  • wurde die größte Binnenvolkswirtschaft der Welt
  • besaß eine hochmoderne, schlagkräftige Hochseeflotte
  • wurde neben GB und FR als Großmacht akzeptiert
  • der Beistandspakt veranlasste an der Seite Ungarns den Ersten Weltkrieg einzugehen.

Quellen:

Wikipedia , Zeno

Fragen & Aufgaben an unsere Mitschüler:

1.) Informiert euch über Otto von Bismark

2.) Stellt die wichtigsten Daten mit Zusammenhang, des Deutsch- Französischen Krieges raus.

Schreibt eure Ergebnisse auf die Plattform.

1.5  Die Reichsgründung

Definition:

Zusammenschluss verschiedener souveräner Staaten zu einer staatlichen Einheit oder auch Bezeichnung für einen Staat, der sich übermäßig ausbreitet/ anwächst.

Nach der Revolution von 1848/49, die gescheitert war, stoppte der Einigunsprozess in Deutschland für einige Zeit.

Um 1850 kam wieder mehr Schwung in die Nationalbewegung und später orientierte man sich an der Gründung Italiens in 1861, die für viele ein Vorbild war.

Nun endlich eignete Preußen sich die im sogenannten Deutschen Krieg mit Österreich verbündeten Staaten an:

  • Hannover
  • Kurhessen
  • Nassau
  • Frankfurt am Main

sowie die Herzogtümer Schleswig und Holstein und entthronte ihre Herrscher.

Preußen hatte schon länger vor, eine Landverbindung zwischen den Altprovinzen und dem Rheinland zu schaffen, was nun endlich Realität wurde.

Durch die Preußen kam der Norddeutsche Bund zustande (an Stelle des Deutschen Bundes), doch dieser war kein lockerer Staatenbund, sondern ein Bundesstaat mit einem Bundeskanzler:Bismarck.

Die Reichseinigung Deutschlands von 1871 ist am bekanntesten, Deutschland wurde als einheitlicher Nationalstaat gegründet.

Dieses war das sogenannte "Zweite Deutsche Reich" nach dem heiligen römischen Reich, damals in 1867 wurde Deutschland vom Militärbündnis zum Bundesstaat.

In Versailles wurde 1871 Wilhelm der Erste zum deutschen Kaiser proklamiert/gekrönt-> 170 Jahre nach der Gründung des Königreichs Preußen.

Die meisten waren von der Reichseinigung begeistert, es gab nur wenig Protest.

Das Deutsche Reich setzte sich zusammen aus:

  • Königreichen: Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg.
  • Großherzogtümer:Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg und Sachsen-Weimar.
  • Herzogtümer:Anhalt, Braunschweig, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg, Sachsen-Meiningen und Gotha.
  • Fürstentümer:Lippe, Schaumburg-Lippe, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen
  • Freie Städte:Bremen, Hamburg und Lübeck

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsgr%C3%BCndung

        http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/reichsgruendung/index.html

1.6  Reichsverfassung Hier ist noch vieles ungenau und unklar

Im Jahre 1817 war der Deutsche Kaiser auch der König von Preußen.

Er hatte die Aufgaben, den Bundes- und Reichstag einzuberufen und gegebenenfalls den Reichstag aufzulösen.

Der Reichstag machte zusammen mit dem Bundestag die Gesetze,muss dem Staatshaushalt zustimmen und wird vom allgemeinen,geheimen Wahlrecht gewählt.

Am 15.November 1870 hat der Norddeutsche Bund Verträge mit dem Großherzogtum Baden und dem Großherzogtum Hessen abgeschlossen. Zudem am 23.November 1870 mit dem Königreich Bayern und am 25,November mit dem Königreich Württemberg.

In Deutschland gab es zwei Reichsverfassungen:

  • Die "Bismarksche Reichsverfassung" vom Deutschen Reich,1871:

Sie entstand aus der Verfassung des norddeutschen Bundes und der Zusammenfassung vieler Einzeldokumente.

  • Und 1919 gab es die Weimarer Reichsverfassung:

Diese war die erste praktizierte demokratische Verfassung in Deutschland.

Einige Artikel aus der Weimarer Reichsverfassund sind auch im heutigen Grundgesetz wieder zu finden.

Der Name "Weimarer Verfassung" kommt von dem Ort Weimar in dem diese gegründet wurde. Auf einer Nationalversammlung, an der auch Frauen teilgenommen haben wurde sie beschlossen.

Zu der Zeit war die SPD die stärkste Partei und bildete mit der DDP (Deutsche Demokratische Partei) die "Weimarer Koalition". Während der Zeit der Weimarer Verfassung wurde am 11. August ein Nationalfeiertag zu Ehren der demopkratischen Verfassung gefeiert.

  • Heute ist das "Grundgesetz" die Verfassung Deutschlands.

Quelle: http://www.gzg.fn.bw.schule.de

        http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsverfassung

Fragen & Aufgaben

Thema REICHSGRÜNDUNG:

  1. Erkläre mit eigenen Worten den Begriff "Reichsgründung"
  2. Welche "Region" war maßgeblich an der Reichsgründung Deutschlands beteligt?
  3. Warum war Italien ein Vorbild für viele beim Thema Reichsgründung? Recherchiere im Internet!

(Fragen von Valerie Stock)


Antwort zu 2.:

Der preußische König weigerte sich, die ihm angetragene Kaiserwürde anzunehmen.

Antwort zu 3.: Hier muss noch nachgearbeitet werden.

Otto von Bismark war 1862 der Ministerpräsident und von 1864-1866 war er Außenminister war für Frankreich als Intergrationsfaktor sehr von Bedeutung.

In den 1880ern war er dann Reichskanzler. Außenpolitisch rechnete Bismarck von Seiten Frankreichs mit dem stärksten Widerstand gegen einen deutschen Nationalstaat. In der französischen Öffentlichkeit wurden unter der Losung(Königgrätz) territoriale Forderungen gestellt, die zur Luxemburgkrise führten. Mit der Neutralisierung Luxemburgs wurde das Problem im Mai 1867 gelöst.Außerdem war Otto von Bismark an der Gründung des Deutschen Reiches beteiligt.

Kriegsanlass:

  • Prinz Leopold von Hohenzollern- Sigmaringen wollte die spanische Krone.
  • ab August 1870 begann die deutsche Offensive
  • 27.10.1870 ergaben sich die Franzosen
  • 1.2.1871 endgültiger Waffenstillstand

Antwort zu 5.:

Definition: Die Reichsgründung ist der Zusammenschluss mehrerer Staaten zu einem Nationalstaat. Das beste beispiel für eine Reichsgründung ist die Gründung des Zweiten deutschen Reiches 1871.

Preußen war maßgeblich an der Reichsgründung Deutschlands beteiligt.

Italien war ein sehr gutes Beispiel für eine erfolgreich Verbindung von traditioneller Machtpolitik und organisiertem Volkswillen.

Constantin,Armin