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Geschichte10b / Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg



1.  Die Lage auf dem Balkan

Der Erste Weltkrieg nahm auf dem Balkan seinen Anfang. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau im bosnischen Sarajevo vom 28. Juni 1914 hatte die Juli-Krise heraufbeschworen. Sie löste den europäischen Bündnismechanismus und damit den Krieg zwischen den Mittelmächten Österreich-Ungarn und Deutschland sowie der Entente England, Frankreich und Russland aus. Allerdings blieb Südosteuropa im Vergleich zu den Schlachtfeldern West- und Mitteleuropas lediglich ein Nebenkriegsschauplatz. Dies deshalb, weil der Krieg im Südosten Bestandteil einer ganzen Kette aufeinander folgender Regionalkriege war.

Bereits 1912 hatte der erste Balkankrieg mehrerer Kleinstaaten gegen das Osmanische Reich stattgefunden, der ein Jahr später in den zweiten Balkankrieg zwischen Bulgarien einerseits und Rumänien, Montenegro, Serbien und Griechenland andererseits führte. 1919 fand diese Kette der Kriege mit der rumänischen Intervention in Ungarn und dem griechischen Angriff auf das osmanische Restreich ihre Fortsetzung, um schließlich 1922 mit der Vertreibung der griechischen Armee und Zivilbevölkerung aus Anatolien zu enden.

Im Donau-Balkan-Raum kam es während des Ersten Weltkriegs zu einer Reihe von zeitlich beschränkten Feldzügen kleiner bis mittlerer Größenordnung. Ein moderner Grabenkrieg bislang ungekannten Ausmaßes wie bei Verdun fand in Südosteuropa nicht statt. Den Auftakt machten 1914 die beiden gescheiterten Angriffsoperationen Österreich-Ungarns gegen Serbien, denen 1915 zwei gleichfalls fehlgeschlagene Landungsoperationen der Entente am südlichen Abschnitt der Meerengen, der Dardanellen, folgten.

Mit deutscher und bulgarischer Hilfe gelang es im gleichen Jahr der Habsburgermonarchie, Serbien doch noch zu schlagen, zu besetzen und aufzuteilen – was die neuerliche Intervention der Entente, diesmal in Griechenland, bewirkte. So entstand die so genannte Salonikifront, die von der gleichnamigen nordgriechischen Großstadt zur albanischen Adriaküste verlief. Drei lange Jahre standen hier britische, französische, russische, serbische, italienische und griechische Truppen deutschen, bulgarischen und österreichisch-ungarischen Einheiten gegenüber.

1915/16 unternahm das Osmanische Reich, gleichsam im Schatten des Weltkrieges, einen Ausrottungskrieg gegen seine armenische Bevölkerung. 1916 gingen Österreich-Ungarn und Bulgarien erfolgreich gegen Rumänien vor, das aus der Neutralität auf die Seite der Entente gewechselt war. Der Durchbruch der Ententekräfte an der Salonikifront im September 1918 führte zum militärischen Kollaps der österreich-ungarischen und deutschen Kräfte in Südosteuropa. Unmittelbar danach zerfiel die Donaumonarchie.

Nach dem Krieg wurde in den Pariser Vororten 1919/20 nicht nur die deutsche Landkarte neu geordnet (Versailles!). Die Verträge von Trianon für Ungarn, Neuilly für Bulgarien und Sèvres für das Osmanische Reich bargen eine brisante Mischung aus gänzlich unterschiedlichen Ingredienzen, die den Balkan von da an prägten. Die Forderung des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson nach Selbstbestimmung (»Jede Nation ein Staat! In jedem Staat eine Nation!«) wurde auf eine Teilregion Europas angewandt, für die aufgrund ihrer ethnischen Gemengelage eine Gliederung nach dem Nationalitätenprinzip denkbar ungeeignet und damit hochgradig konfliktträchtig war. Zweitens versuchte man eben diesem Dilemma durch internationale Minderheitenschutzverträge und mit der Einrichtung einer Schiedsinstanz namens Völkerbund zu begegnen – mit geringem Erfolg. Und drittens wurde ganz klar unterschieden zwischen Siegerstaaten wie Griechenland, Rumänien und dem neuen Jugoslawien einerseits sowie Verliererstaaten wie Bulgarien und Ungarn andererseits.

Mit den vielen neuen und kleinen Staaten in Südosteuropa wucherten während der gesamten Zwischenkriegszeit irredentistische, separatistische und revisionistische Bestrebungen. Indirekte Folge war ein neuerlicher Schub von Staatsbildungen im Zweiten Weltkrieg. So wurde etwa 1940 und erneut 1944 aus dem rumänischen Bessarabien die Sowjetrepublik Moldawien; 1941 entstanden der »Staat« Slowakei von Hitlers Gnaden sowie der gleichfalls nur nominelle »Unabhängige Staat Kroatien« als deutsch-italienisches Herrschaftsgebiet. Das bereits 1939 italienisch annektierte Albanien mutierte im Krieg zu einem Großalbanien unter Herrschaft Mussolinis, welches das Kosovo, Westmakedonien, Montenegro und Teile Griechenlands einschloss.

Abdu

2.  Aufgaben:

1.Welche Länder waren am Balkankrieg beteiligt?

2.Welche Länder gingen aus dem Krieg hervor?


2.1  Europa wird zum Schlachtfeld

Vor ca. 94 Jahren standen Österreich-Ungarn und Serbien im Krieg, Russland hatte die Mobilmachung angeordnet und Deutschland erklärte dem Zarenreich den Krieg. Der Erste Weltkrieg brach als Inferno über die europäischen Staaten herein. Nach dem Mord an dem österreichischen Thronfolgerpaar in Sarajewo hatten sich die Spannungen zwischen den europäischen Großmächten England, Frankreich, Russland, Österreich-Ungarn und Deutschland immer weiter verschärft. Dann, am 1. August 1914, brachte Kaiser Wilhelm II. den Stein ins Rollen: Deutschland erklärte Russland den Krieg. Die erste große Schlacht des 20. Jahrhunderts begann.

Das Unglück hatte sich schon lange im Voraus angekündigt: Seit Jahren schon hatten sich die europäischen Staaten gegenseitig Großmachtsbestrebungen unterstellt, hatten vorsorglich aufgerüstet und sich eigene Militärpläne zurechtgelegt. Und so war Europa zum Pulverfass geworden, das nur auf den fliegenden Funken wartete - bis zum 28. Juni 1914.

Der erste Weltkrieg war der erste "moderne" Krieg. In diesem Zusammenhang bedeutet modern, daß neue innovative Mittel erforscht und genutzt wurden, um Menschen in großer Anzahl zu ermorden. Zu diesen modernen Mitteln gehören eine großkalibrige Artillerie, Flammenwerfer, U-Boote, Giftgas und Panzer. 8,7 Millionen Tote forderte der 1. Weltkrieg. Im Gegensatz zum zweiten Weltkrieg waren nur wenige Zivilisten unter den Toten, es wurden hauptsächlich Soldaten getötet.

http://www.spiegel.de/panorama/ http://www.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg

Marcel

3.  Aufgaben

1. Recheriere im Internet warum der Krieg von Österreich-Ungarn und Serbien entstand.


3.1  Deutschland im Krieg

Am 1. August begann der erste Weltkrieg, mit der allgemeinen Mobilmachung. Die imperialistische Politik der letzten Jahre war auf Krieg ausgerichtet, da Deutschland zu einer Weltmacht herran wachsen sollte. Eigentlich war geplant, dass der Krieg nur Monate dauern sollte, jedoch wurde schnell klar, dass dies nicht so einfach war. Das deutsche Volk wurde von der nationalen Begeisterung erfasst, d.h. das Volk war für den Krieg, da man ihnen sagte,dass dies zwingend notwendig wäre um Deutschland so zu erhalten wie es war.

Um sicher zu stellen, dass dies so bleibt, verkündete der Kaiser Burgfrieden, d.h. innere Auseinandersetzungen sollten ruhen. Auch kannte er keine Parteien an, damit das Volk geschlossen hinter den Plänen stände. Der Reichstag und die Regierung verloren ihre Bedeutung, da von nun an die Politik von der Obersten Heeresleitung (OHL) bestimmt wurde.

Im August 1914 bewilligt die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, die zu diesem Zeitpunkt die größte Fraktion war, Kredite für die Kriegsführung und stimmt somit in die nationalistische Kriegsthysterie mit ein. Mit dieser neuen Stellung stellt sich die SPD gegen ihr eigenes internationalistischen und pazifistisch ausgerichtetes Programm. Hierzu sagte Friedrich Ebert Zitat:" Wir lassen das Vaterland in der Stunde der Gefahr nicht im Stich." Im weiteren schloss die SPD Burgfrieden mit einstigen Gegnern, d.h. sie unterstützte die Regierung im Krieg und verzichtete auf Klassenkämpfe.

Gewerkschaften wurden für Kriegspolitik bzw. Kriegswirtschaft gewonnen, indem die Gewerkschaften offiziell anerkannt und Arbeiterausschlüsse eingerichtet wurden. Doch im Gegenzug wurde der Arbeitsalltag verschärft. Die SPD und die Gewerkschaften, die sich personell fast gleich waren, stimmten für den Verzicht von Lohnforderungen und Streikmaßnahmen, damit die Kriegsproduktion nicht gefährdet werden könnte, trotzdem kam es 1918 zu Streiks in Arbeiterregionen, jedoch wurden diese gewaltsam niedergeschlagen.

Da das Elend in der Bevölkerung, besonders in den Städten, stark anwuchs und weil massenhaft Soldaten an der Front starben, wurde die "Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands"(USPD) gegründet. Diese setzte sich aus dem revolutionären Teil der SPD und den sozialdemokratischen Kriegsgegner zusammen.Jedoch wurde sie durch innere Unstimmigkeiten, ende 1918, politisch blockiert.

Auf der anderen Seite standen die konservativen, reaktionären und national(-liberalen) Kräfte, die gemeinsam mit der Obersten Heeresleitung unter Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg noch weiterreichende Kriegspläne verfolgten.

Doch ende September 1918 war klar, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Um die Ehre des Militärs zu retten und dennoch die Waffenstillstandsverhandlungen beginnen zu können musste die Niederlage politisch und nicht militärisch eingestanden werden. Daher brauchte man eine Regierung die für Frieden steht. Auch musste der Kaiser abdanken, um dem Ausland klar zu zeigen, dass ein demokratisches umdenken statt fand. Die SPD bot sich als Regierung an und diese ließ sich auch darauf ein und übernahm somit die Verantwortung für das Waffenstillstandsangebot.

Quelle: http://www.lsg.musin.de/LKGeschichte/deutschland_im_ersten_weltkrieg.htm

Sascha

4.  Aufgaben:

1. Wodurch wurde das Volk für den Krieg begeistert?

  • Welche Maßnahmen wurden getroffen damit dies so blieb?

2. Aus welchen Teilen setzte sich die USPD zusammen?

  • Was waren die ausschlaggebenen Punkte zur Gründung?
  • Wozu folgten innere Unstimmigkeiten?

3. Durch welche Maßnahmen wurde versucht die Ehre des Militärs zu retten?


4.1  Der Zusammenbruch der Mittelmächte

Im Januar 1918 verkündet der damalige US-Präsident Wilson ein 14-Punkte-Programm zur Beendigung des Krieges und für die Bewahrung des künftigen Weltfriedens.

Zwischen April und Juli führte die Entlastung im Osten zu einer 3,5 Mio.-Mann starken deutschen Großoffensive im Westen, um die Entscheidung zu erzwingen. Diese wurde jedoch durch den massiven Panzereinsatz von England, FRankreich und den USA gestoppt.

Am 8.8. , dem „schwarzen Tag des deutschen Heeres“, gelang es den Alliierten in der Nähe von Amiens ein tiefer Einbruch in die deutschen Linien, welcher die Deutschen zum Rückzug zwang.

Am 14.8. fordert Hindenburg im Hauptquartier Waffenstillstandsverhandlungen.

Im September bricht die deutsche Front am Balkan zusammen, worauf ein Waffenstillstand mit Bulgarien folgt.

Im Oktober wird Prinz Max von Baden zum Reichskanzler ernannt und bildet eine parlamentarische Regierung.

Am 4.10. suchen Deutschland und Österreich auf der Grundlage des 14-Punkte-Programms von Wilson um Waffenstillstand, am 14.10. auch die Türkei. Aufgrund der Bedingungen dankt Kaiser Karl I. (1916-1918) ab, was den Zerfall der Donaumonarchie zur Folge hat und sich in Ungarn, Jugoslavien, Deutsch-Österreich und der CSR eigene Regierungen bilden.

Am 27.10. gibt die OHL den Befehl zum Einsatz der Kriegsflotte, um den Widerstand fortzusetzen, was eine Meuterei der Matrosen auf den Schiffen auslöst, der sich auch Matrosen und Werftarbeiter in den deutschen Häfen anschließen.

Im November breitet sich die Revolution über ganz Deutschland aus. Nun bilden sich Arbeiter- und Soldatenräte nach russischem Vorbild.

Am 7.11. erreicht die Revolution München, woraufhin König Ludwig III. (1913-1918) abdankt. Kurt Eisner von der USPD ruft nun auf der Theresienwiese die „Demokratische und Soziale Republik Bayern“ aus.

Am 9.11. siegt die Revolution in Berlin und Wilhelm II. dankt ab. Von Philipp Scheidemann (SPD) wird nun die „Deutsche Republik“ ausgerufen, von Karl Liebknecht (USPD) die „Freie Sozialistische Republik Deutschland“. Prinz Max von Baden übergibt die Regierung an Friedrich Ebert (SPD).

Am 11.11. unterzeichnet Matthias Erzberger den Waffenstillstand, die Räumung der besetzten Gebiete und die Auslieferung des schweren Kriegsmaterials. Die Blockade bleibt jedoch bestehen.

Am 12.11. wird der „Rat der Volksbeauftragten“ als neue Regierung gebildet, daneben ein „Vollzugsrat“ als Spitze für Arbeiter und Soldatenräte.

Im Dezember beschließt der „Zentralkongress der Arbeiter- und Soldatenräte“ Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung auszuschreiben, was der erste Schritt zu einer parlamentarischen Demokratie ist. Diese Entscheidung führte zum Ausscheiden der USPD aus dem Rat der Volksbeauftragten.

Am 30.12. gründet die extreme Linke die KPD, die im Januar 1919 den Spartakusaufstand in Berlin wagt. Dieser wird im Auftrag der Regierung von Militär und Freikorpsverbänden zerschlagen. Die KPD-Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg werden am 15.1. von Freikorpsmitgliedern ermordet.

Quellen:

         http://www.dhm.de/lemo/html/wk1/kriegsverlauf/mittelma/index.html
         http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg
         http://www.lsg.musin.de/geschichte/!daten-gesch/20jh/wk1-ende.htm
         http://www.geschichtslehrer.in/index.php?SUBJECT=&actualid=34&flowtext_id=33

Fabian

5.  Aufgaben:

  • Gib den Inhalt des Textes möglichst kurz wieder
  • Lies einige der verlinkten Texte über wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse
  • Wer war maßgeblich am Zusammenbruch der Mittelmächte beteiligt? Mache Notizen zu den 3 Personen, die dir am wichtigsten erscheinen. Warum?

5.1  Kriegsende und Folgen

6.  Abschluss von Friedensverträgen und Zahl der Opfer

Nach den Sonderfriedensschlüssen der Mittelmächte mit Sowjetrußland (Brest-Litowsk 3. 3. 1918) und Rumänien (Bukarest 7. 5. 1918) fand der Krieg völkerrechtlich seinen Abschluß in den Pariser Vorortverträgen: dem Versailler Vertrag mit Deutschland (28. 6. 1919) und den Friedensverträgen von Saint-Germain-en-Laye mit Österreich (10. 9. 1919), Trianon mit Ungarn (4. 6. 1920), Neuilly-sur-Seine mit Bulgarien (27. 11. 1919) und Sèvres mit der Türkei (10. 8. 1920). Über 65 Mio. Soldaten waren auf beiden Seiten mobilisiert. Insgesamt gab es rd. 8,5 Mio. Gefallene, über 21 Mio. Verwundete, 7,8 Mio. Kriegsgefangene und Vermisste.

7.  Die Folgen des 1.Weltkriegs

Im 1. Weltkrieg wurde die Bildung eines Staates aller Serben, Kroaten und Slawen unter der Führung Serbiens vorangetrieben. Am 1. Dezember 1918 verkündete Alexander Karadjordjevi´c als Prinzregent das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen ("Kraljevina SHS"). Es gab aber Grenzziehungsprobleme, die auch der Friedenskongreß von Versailles nicht beseitigte. Statt dessen gab es Einzelverträge mit Bulgarien (Neuilly, 1919-11-27) und Italien (Rapallo, 1920-11-12).

Das neue Reich unter Alexander Karadjordjevi'c (seit 1921 als König) hatte 13 Millionen Einwohner, darunter auch nichtslawische Minderheiten, nämlich im Norden eine deutsche und eine ungarische Volksgruppe und im Süden albanische und türkische Minderheiten. Außerdem blieben etwa 200.000 Kroaten und 400.000 Slowenen außerhalb des neuen Staates.

Kroaten und Slowenen wollten sich den zentralistischen Absichten der Serben nicht anschließen. Schwierigkeiten erwuchsen auch aus der Tatsache, dass die Serben orthodox und von balkanischer Kultur waren, währen die Kroaten größtenteils römisch-katholisch und kulturell westlich ausgerichtet waren.

Eine Zersplitterung der Parteien verhinderte eine stabile Regierung. 1929 löste der König das Parlament auf und führte ein diktatorisches Regime ein. 1931 gab er dem Land als "Königreich Jugoslawien" eine neue (autoritäre) Verfassung, 1934 wurde er bei einem Besuch in Marseille ermordet, sein Nachfolger wurde Prinz Paul Karadjordjevi´c. Premierminister Stojadinovi'c schloß 1937 mit Bulgarien einen Vertrag, in dem auf das jugoslawische Makedonien verzichtet wurde. 1939 erhielten die Kroaten weitgehende Autonomie mit einem selbst gewählten Parlament.

Philipp

8.  Aufgaben:

1. Nenne die 7 Länder die Friedensverträge abgeschlossen hatten.

2. Was für ein Länderzusammenschluss löste der 1. Weltkrieg aus?


9.  Schuldfrage

Eindeutig geklärt werden konnte die Schuldfrage bis jetzt noch nicht,da sich die Geschichtsschreiber immer noch nicht mit dieser Frage im Klaren sind. Der Auslöser, für den Krieg war das Attentat am 28. Juni 1914 auf den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau in Sarajewo, durch eine Serbische Untergrundorganisation.

Der Mord mußte die Donaumonarchie innerlich erschüttern, denn es war nicht die Tat einiger Fanatiker, es war ein Zeichen für das fortschreitende Selbstbewußtsein und Unabhängigkeitsstreben Serbiens und anderer Staaten.Dadurch wechselten die Sozialdemokraten auf die Seite der konservativen anitparlamentarischen anti Sozialdemokraten und der Krieg mit Serbien begann.

 Fischer-Kontroverse

Der Hamburger Historiker Fritz Fischer erforschte erstmals alle zugänglichen Archivbestände nach den Kriegszielen der Mittelmächte vor und während des Krieges. Im Oktober 1959 erschien dazu sein Aufsatz Deutsche Kriegsziele – Revolutionierung und Separatfrieden im Osten 1914–1918. Mit Hans Herzfelds Antwort in der Historischen Zeitschrift darauf begann eine bis etwa 1985 andauernde Kontroverse, die den bis dahin geltenden nationalkonservativen Konsens in der Kriegsschuldfrage nachhaltig veränderte. Fischers Buch Griff nach der Weltmacht (1961, erweitert 1965) zog aus der ausführlichen Analyse längerfristiger Kriegsursachen und ihres Zusammenhangs mit der wilhelminischen Außen- und Kolonialpolitik das Fazit:

Da Deutschland den österreichisch-serbischen Krieg gewollt, gewünscht und gedeckt hat und, im Vertrauen auf die deutsche militärische Überlegenheit, es im Jahre 1914 bewusst auf einen Konflikt mit Russland und Frankreich ankommen ließ, trägt die deutsche Reichsführung einen erheblichen Teil der historischen Verantwortung für den Ausbruch eines allgemeinen Krieges.

Anfangs bezichtigten rechtskonservative Autoren wie Giselher Wirsing Fischer der Geschichtsfälschung und versuchten wie Erwin Hölzle, die OHL-These der russischen Kriegsschuld aufrecht zu erhalten.

Nach einer mehrstündigen Redeschlacht auf dem Historikertag 1964 räumte Fischers Hauptkontrahent Andreas Hillgruber eine erhebliche Verantwortung der deutschen Führung unter Bethmann-Hollweg für den Kriegsausbruch ein, widersprach aber weiter einem kontinuierlichen Hegemoniestreben des Kaiserreichs vor und im Krieg.

Also kann man sagen,dass Deutschland bewusst das Kriegsrisiko auf sich genommen hat und auch auf den Krieg hingearbeitet hat, da die Kriegsdrohung nicht reichte um sich in vielerlei Hinsichten durzusetzen.

Aus dem Versailler Vertrag ging hervor,dass Deutschland die alleinige Schuld tragen musste.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsschuldfrage

Jan-Hendrik

10.  Aufgaben

1. Welcher Meinung bist du? Erkläre welches Land den 1. Weltkrieg nun wirklich ausgelöst hat oder ob diese Frage nicht eindeutig klärbar ist.

2.Fasse die Kontroverse Fischers kurz zusammen.