Die Klasse 8a - 2009 - verfasst eigene Texte
Häufige Fehler in den Bewerbungsschreiben
- Anredeformen müssen groß geschrieben werden
- Keine Abkürzungen
- Wenn Verben als Nomen gebraucht werden, müssen sie groß geschrieben werden.
- Unterschriften nicht vergessen (auch bei Lebenslauf) - linksbündig
- In den Anlagen müssen immer Zeugnisse mit aufgeführt werden.
- Abstände zwischen den Briefteilen und Abschnitten genau einteilen.
- Möglichst Namen der Ansprechpersonen ausfindig machen und direkt ansprechen.
Vorbereitung Klassenfahrt Aachen - Maastricht - Köln
Textlayout:
- Spaltensatz
- Silbentrennung
- Blocksatz
Vorbereitende Informationen
Schülerwettbewerb "lyrix"
In der ersten Wettbewerbsrunde des Schülerwettbewerbs mit dem Schreiben von Gedichten sind mehr als 1200 Gedichte von Schülerinnen und Schülern aus allen Bundesländern eingereicht worden. Entsprechend schwierig gestaltete sich die Aufgabe der Jury, die im Januar 2009 die Jahresgewinner von »lyrix« auszuwählen hatte. Dreizehn Jahresgewinner wurden ausgezeichnet.
Hier die Gedichte!
8a: Das Schreiben eigener Gedichte
Kennzeichnungen
- Fettdruck: Formulierung unbedingt überprüfen und möglichst verändern
- Rot: Wichtige Fragen zur Beantwortung oder Veränderung
- Grüne Überschrift: Gedicht ohne Korrekturbedarf - dennoch gibt es Verbesserungsmöglichkeiten.
Allgemeine Hinweise
- Alle eingesetzten formalen und sprachlichen Mittel müssen begründbar sein, sie müssen einen Sinn haben, also einen zusätzlichen inhaltlichen Hinweis geben.
- Das gilt insbesondere auch für Reime. Ich wiederhole noch einmal: Gedichte müssen sich nicht reimen!
- Gedichte können sich reimen, wenn sie sich wie ein Lied besonders gut einprägen sollen. Reime machen durch die Regelmäßigkeit harmonisch und erwecken dadurch den Eindruck, alles sei in Ordnung.
- Die Reimwörter müssen einen inhaltlichen Zusammenhang oder er wird durch den Reim hergestellt.
- Anders formuliert: Wird kein harmonischer Inhalt beschrieben, vielleicht sogar ein chaotischer oder feindseliger, dann sind Reime eher unpassend. Sie passen dann einfach nicht zur inhaltlichen Aussage.
- Aussagen/Worte, die als besonders wichtig hervorgehoben werden sollen, können (häufig) wiederholt werden oder allein einen Vers bilden.
- Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik gelten wie bei allen anderen Textsorten. Allerdings darf in Gedichten mit genauer Begründung für die Wirkungsabsicht davon abgewichen werden.
Aufgaben am Dienstag, 24.03.2009
Alle überarbeiten ihre Gedichte noch einmal nach folgenden Vorgaben:
- Inhaltliche Klärungen und Klarstellungen
- Fragen und Korrekturhinweise bearbeiten.
- Überprüfung von Inhalt und Form
- Überprüfung von Rechtschreibung und Zeichensetzung.
Am Ende der Stunde sollten alle Gedichte zensierungsfähig sein.
Gedichte
Niklas H.
Die harte Sache
Ich bin hier das Opfer,
und sie gaben mir einen Rückenklopfer,
dann lachten mich alle aus,
und ich wollte wieder nach Haus.
Dann ging ich in die Klasse,
und weiter ging das Gehasse.
Sie schlugen mir in die Fresse
und ich holte mir eine Kühlkompresse
In der Pause wurde ich verdroschen,
und mit einem Ball auf mich geschossen.Womit wurde geschossen?
Am Ende ging ich nach Haus,
und ich fühlte mich wie eine kleine Maus.
Am Nachmittag ging ich wieder raus,
und wieder gingen alle auf mich drauf.
Am Ende ging ich ins Bett,
und ich aß ne Hand voll Mett\\Unwahrscheinlich, dass nach dem Zubettgehen noch "ne Handvoll Mett gegessen wird. Also wohl eher der Reimteufel?
Das Gedicht ist in Paarreimen geschrieben
und eine Metapher ist auch noch drin.
Und ich habe eine sehr schöne Überschrift.
Gehört die letzte Strophe noch zum Gedicht oder sind das Erläuterungen?
\\nein gehört sie nicht
Saskia Stohlmann
Gerüchte wie Zombies
Sie kommen von hinten,
Sie fallen mich an.
Sie tragen Klamotten,
Nur Lumpen am Körper.
Wer sind sie,
Was wollen sie bloß?
Warum kommen sie zu mir?
Wie werde ich sie wieder los?
Sie schweben heran,
In ihrer Geistergestalt.
Sie kommen näher,
Verfolgen mich!
Lauf schneller, sie kommen,
In ihrer Zerstörungskraft,
Du wirst sie nicht los
Die Gerüchte!
Joelle Neubacher
Teufelskreis
Ein Wort, ein einziges Wort.
Sofort bricht das Bild einer heilen Welt;
Sofort liegt es in Trümmern;
Und das Herz weilt schutzlos und nackt dort;
Beschmutzt von der Asche drum herum.
Es schlägt wild, als wäre es in Panik;
Der Muskel öffnet und schließt sich heftig.
Es scheint nach Luft zu ringen;
Doch die Asche und der Staub geben ihm keine Chance.
Es pocht trüb, aber schließlich bauen sich die Trümmer auf.
Es ringt gierig nach dem Sauerstoff;
Darauf schlägt es wieder sanft und ruhig.
Doch da ist es wieder, dieses schwarze Loch;
Gierig zieht es nach der Schutzhülle,
Nimmt sie davon und lässt das Herz Qualen leiden.
Dieser Gedanke heilt die Wunden.
Solange der Gedanke es einlullt;
Doch schafft ES den Gedanken zu umgehen,
Leidet das Herz unter den Qualen des Bösen.
So lange, bis ich wieder in meine heile Welt abtauche.
(Joelle)
Gefühlskalt
Wie Schlangen verharren eure Zungen
Auf Worte der Unendlichkeit.
Nie werden sie aussterben,
Doch töten tun sie meine Seele.
Werden sie je verblassen?
Werden sie je abschwächen?
Werden sie je verschwimmen?
Oder gar verschwinden?
Werd ich je wieder atmen können?
Werd ich je wieder leben können?
Werd ich je wieder weinen können?
Werd ich je wieder lachen können?
Ich weiß es nicht, lebe ich überhaupt?
Vielleicht ist es nur ein böser Traum.
Doch wieso kann ich nicht erwachen?
Diese schlechten Worte zermürben mich…
Ihr werdet nie aufhören,
Es wird euch immer geben.
Ihr besitzt keine Einsicht,
Auf ewig es euch geben wird.
(Joelle)
Übertriumpft
Zungen der Unendlichkeit
Oh ja, noch höre ich euch
Ich werde euch auch immer hören
Ihr seid Narren
Narren, der verdammten Unterwelt
Ich besiege euch noch, gewiss
Denket an meine Worte
Bald stehet ihr dort
Und ich bin euch einen Schritt voraus.
Ein Grollen in der Ferne
Deine Worte können mir nichts anhaben
Mag ich verletzlich wirken
Innerlich bin ich stark
Du weißt nichts von meinen Kräften
Doch schon bald
Ja schon bald hole ich euch
Packe euch und ziehe euch in meinen Bann
Meine Ära hat begonnen
Dachtet ihr tatsächlich
Mich- mich zu bestrafen
Für Dinge, die mein eigen sind?
Für meine Gedanken, die einmalig sind?
Was denkt ihr euch nur?
Für was haltet ihr euch?
Wieso tut ihr das der Menschheit an?
Seid ihr stolz auf was ihr seid?
Ich jedenfalls stehe zu mir.
Böse Worte verschlinge ich
Tief in mir bauen sie sich zum Geschoss
Bald kommt es zu Tage
Glaubet mir
Glaubet mir
Wie ein Hagelsturm wird es niederprasseln
Jedes einzelne Wort wird euch leid tun
Schmerzen sollt ihr leiden
Wie ich zuvor...
(Joelle)
Ungewissheit
Getroffen von Worten wie Messerklingen,
Mein Herz verschlingt sie leise.
Ein schmerzhafter Druck zerquetscht mich
Und ich wispere vor mich hin.
Die peitschenden Worte beziehen sich-
Auf Ahnungslosigkeit und Unwissenheit.
Unbewusste Doofheit, die mich innerlich zerreißt;
Bezogen auf die Äußerlichkeit.
Beachtet nicht meinen rasenden Schmerz,
Schon fliegt das nächste Unheil heran.
Ohne zu wissen wie ich innerlich bin,
Beschränkt auf Ahnungslosigkeit.
Ihr verurteilt mich auf meine Gedanken- Was ist damit gemeint?
Welche einmalig sind?!
Ich entwickle' mich weiter,
Doch ihr werdet immer hier stehen.
(Joelle)
Zeit
Einst war in den Augen einmal freudiger Glanz
Doch auf dem zweiten Blick sieht man nur eine Fassade
Dahinter verbirgt sich unendliche Trauer
Diese droht zu platzen und zwingt zu einem letzten Tanz.
Gestelltes Lachen als Tarnung vor dem Abgrund
Er lastet hinter den mattdunklen Augen
Schwarze Augenringe weisen den verlorenen Kampf
Nur die Zeit kann stoppen den gierigen Schlund.
(Joelle)
Druck
Eine schwarze Sehnsucht ruht in mir,
zerfetzt durch eure Worte.
Ihr tut mir weh und merkt es nicht,
zerstört mein wahres Ich.
Worte der Dunkelheit verschlinge ich.
Ich will nicht mehr!
Warum seid ihr nur so grausam?
Mein Herz verblutet innerlich.
Jedes Mal trage ich es mit mir,
bald schon steigt es auf.
Ich kann es nicht mehr zurückhalten,
Und bald prallen eure Worte zurück.
(Joelle)
Tot
Zertrümmert, zerschmettert, zerstört.
Scherben liegen auf dem Boden,
Ich blicke auf das ebenso zertrümmerte-
Spiegelbild, wo einst ICH stand.
Das Lachen längst verklungen,
Die Augen matt und in die Ferne gerichtet.
Starr ist mein Blick auf den Tod gerichtet
Wann kommt und holt er mich nur?
Um mich herum Ruinen aus Staub,
Genau wie meine Seele jetzt.
Ich blute, meine Seele verblutet,
Du stachest mir einen Keil in mein Herz.
Die Arme aufgeschlitzt vor Wut und Trauer,
Doch quäle ich mich immer noch.
Oh Herr, hole mich zu dir!
Ich bin längst tot, nur mein Körper steht noch,
Oh bitte, mein Gebieter, ich leide Höllenqualen.
Du ließest mich sterben, doch ich erwarte noch den Tod.
(Joelle)
Hanna Hamm
Das böse Wort in meinem Herz
Diese böse Wort,
hat mich getroffen,
wo es mich schmerzt so sehr
noch immer so viel mehr.
Das böse Wort in meinem Herz
Hätt sie es doch nicht gesagt.
Ich hab sie nicht gefragt.
Es war für mich an diesem Tag
der größte Schlag.
Das böse Wort in meinem Herz
Es wäre doch viel besser,
wenn's wäre nur ein Messer.
Dann hätt ich meine Ruh
und wäre trotzdem nicht wie du.
Das böse Wort in meinem Herz
Es ist eine Qual,
nicht zum ersten Mal.
Es soll mir eine Lehre sein,
sonst mach ich andere Leute klein.
Das böse Wort in meinem Herz
Jannis Münkner
Peitschende Worte
In die Klasse kam ich hinein
und schon hörte ich:"Du altes Schwein".
Das ärgerte mich wirklich sehr,
es zu vergessen fiel mir schwer.
In der Pause war es dann so weit,
die Mädels warn zum Dissen bereit.
Meine Eltern zogen sie mit hinein,
Gefühle interessierten dabei kein.
Ich wurde wirklich sehr verletzt,
mein Herz in kleine Stücke zerfetzt.
Die Tränen konnt ich nicht mehr unterdrücken,
sie nun mein Antlitz schmücken.
Worte können so verletzend sein,
wie Messer in einem Bein.
Bei mir sie sich entschuldigten,
für den Schmerz, den sie verschuldeten.
Warum reimt sich das Gedicht??
Nelia Baumert und Maria Abrams
Warum?
So wie jeden normalen Morgen,
ging ich in die Schule ohne Sorgen.
Doch dann etwas passierte,
was mich wirklich sehr schockierte.
Ich kam hinein in die Klasse
und stand mitten in der Masse.
Alle schimpften mich aus,
deswegen lief ich gleich wieder raus.
Tränen liefen mir übers Gesicht,
denn das alles verstand ich nicht.
Warum taten sie das, ich sah keinen Grund,
die bösen Worte kamen immer wieder aus ihrem Mund.
Der Nachhauseweg verlief nicht wie am Morgen,
ganz problemlos und ohne Sorgen.
Da kamen fünf Jungs, die ich gut kannte,
das war der Grund, warum ich rannte.
Übel wurde ich zusammengeschlagen
und diese Last war kaum zu ertragen.
Sie hielten mich für wirklich dumm
und ich fragte mich wieder "Warum?"
Warum reimt sich das Gedicht?? Es ist ja wirklich nicht die Rede von harmonischen Zuständen.
Das Gedicht reimt sich, damit man es sich besser einprägen kann. Wir haben nicht gereimt um es harmonisch klingen zu lassen.
Laura Ann Sölla, Jana Postma, Lisa Niedertopp
Falsch
Wie Engel stehn' sie hinter mir,
wie duftende Blumen im Beet.
Sie unterstützen mich, sind immer da,
wie Freunde eben sind.
Doch plötzlich hör ich Worte,
die sehr verletzend sind.
Vielleicht sollte ich sie nicht hörn`
Aber ich krieg' sie nicht aus dem Kopf
Kann man sie wirklich so ernst nehmen,
wie ich sie verstadnden habe?
Wollten sie mich verletzen
oder haben sie unsere Freundschaft vergessen?
Auch gute Worte von ihnen
nützen jetzt nichts mehr;
ich bin schon verletzt
und das ändert sich erst nicht mehr.
Elisa Kracht und Justina Dell
Wieso tun sie das?
Sie lachen,
sie zeigen,
sie machen Sachen????
und ich leide.
ich will mich verstecken,
ich will mich wehren,
ich will meine Angst verdecken
und sie hören nicht auf!
Jetzt hole ich mir Hilfe geschwind,
sie sehen ihre Fehler ein
und weg weht die Angst wie Wind!
Nun lebe ich glücklich .
Warum am Schluss noch die gereimten Verse?
Wie jeden Tag
Ich ging nach Hause ganz allein,
die Schule war wie immer.
Niemand wollte bei mir sein,
ich dacht es ging nicht schlimmer.
Doch ich sah ihn kommen,
einen Jungen den ich kannte.
Ich war wie benommen,
als plötzlich noch einer auf mich rannte.
Sie beleidigten mich die ganze Zeit,
meine Gefühle waren ihnen egal.
Ihre Freunde waren auch nicht mehr weit,
es war wie jedes Mal.
Sie schlugen mich, sie zögerten nicht,
und einer von ihnen lachte.
Schlugen mir oft ins Gesicht,
und lachten,obwohl ich zusammenkrachte.
Ich ging nach Hause, Blut verschmiert,
meine Mutter öffnete die Tür wie immer.
Sie fragte mich:"Was ist passiert",
doch ich ging nur schnell in mein Zimmer.
Ich war traurig sogar sehr,
keine Lust auf den nächsten Tag.
So machte alles keinen Sinn mehr,
da mich niemand mag.
Arend Koßmann, Marc-Oliver Stoffelen
Feli und Sophia
Gott schenk ihr Flügel
Sie geht zur Schule doch ungewollt,
ihr Aussehen, das man lieben sollt,
wird verachtet wie ein Stück Dreck,
weil der Speck schon längst ist weg.
Seit drei Jahren wird sie gemobbt,
dadurch ihr Essen wird gestoppt.
Selbst Freunde hat sie keine mehr,
das Leben ist eigentlich nur noch schwer.
Auch zu Hause hat sie keinen Halt,
Mutter tot, Vater im Herzen kalt.
Papa und sie daheim zu zweit,
jedoch allein mit ihrem Leid.
Der Gedanke spielt mit,
zu machen den letzten Schritt.
Das letzte was man von ihr fand,
war das, was im Tagebuch stand:
"Gott meine Flügel sind gebrochen,
bitte erlös mich von dem Fluch."
Nathalie Brand & Tina Peda
Noch einen Funken Hoffnung!
Voller Trauer blicke ich in die Welt.
Und ich weiß nicht mehr,
wie lange ich es noch aushalten kann.
Ich frage mich immer wieder, warum.
Warum musste das alles so kommen?
Warum immer diese verletzenden Worte?
Wann werden sie endlich aufhören?
Ich fühle mich hilflos den Worten ausgesetzt,
die mir ins Herz stechen und tiefe Wunden hinterlassen.
Ich versuche zu fliehen, doch ich schaffe es nicht.
Die Worte erreichen mich immer.
Ich habe noch einen Funken Hoffnung
ein kleines Licht brennt da noch,
doch ich weiß nicht,
wie lange es noch brennen wird.
Ich warte noch.
Noch kann ich warten,
und hoffen, dass es aufhört...
Gibt es einen Grund für die unterschiedlich langen Verse?
Alina,Alwina
Frei
Opfergeruch liegt in der Luft.
Der Täter, er ist ein Schuft.
Schimpfwörter nehmen ihren Lauf,
aber ich nehm´das alles in Kauf.
Der Täter, er heißt Hans.
Hans ist nicht der Gleiche wie Franz.
Franz hat nur Gutes im Sinn,
Hans leidet unter seinem Doppelkinn.
Doch alle mögen ihn.
ich will nur noch fliehn´.
Franz hilft mir dabei,
dann bin ich endlich frei.
Frei von Kummer und Sorgen.
Frei von gestern und morgen.
Frei von Boshaftigkeit.
Ja, nun bin ich bereit.
Andreas
Das Opfer
Ich gehe in die Schule
alle sagen ich bin kacke
und ich wär der Schwule
und ich hätt ne Macke
Ich malte grad ein Bild
da wurden alle wild
sie lachten
während sie mich umbrachten
Es ist gescheitert
aber sie schlugen mich zusammen
und waren angeheitert
ich sah alles verschwommenKein Reim? reimt sich doch
Ich versteckte mich auf der Toilette
doch da kam der Fette
hat mich gedisst
und ins Klo gepisst
Fertige mal selbst eine Gedichtanalyse an. Vielleicht verstehe ich den Einsatz der Worte und Fórmen dann besser.
Luca
Mobbing
Ich kam in die Schule
alle sagten, ich sei der Schwule
die Worte flogen so herum
mein Selbstvertrauen stoßen sie um.Muss doch wohl Präteritum bleiben.
Sie haben geschlagen mich zusammen
heulend bin ich weggegangen.
Denn die Situation war sehr vertrackt
und ich fühlte mich angekackt
Dann schlugen sie mich mit einem Pfosten,
immer geht alles auf meine Kosten.
Ich war schon äußerst aggressiv,
als ich "Scheiße" in den Himmel rief.
Ich fing an in dunklen Ecken zu sitzen
mich mit scharfen Messern zu ritzen.
Als sie gingen durch den hellen Gang
zog ich ein Messer an ihren Adern entlang.
Ich saß am Pult des Angeklagten,
der Richter Zeugen zu befragen wagte,
ich kam immer stärker in Bedrängnis,
die Schandtat wurde mir zum Verhängnis.
Ich sagte, dass ich zur Toilette muss,
doch dann stieg ich in den Bus.
An Flucht und Karibik hab ich gedacht,
und dann wurd' ich umgebracht.
Tina, Nathalie
Kein Grund
Wie von Dornen gestochen
so fühlt sich mein Herz.
Es ist leer und von Eis umgeben.
Immer wieder frage ich nach einem Grund.
Doch ich bekomme keine Antwort.
Es ist als ob ich diese Frage
in einen leeren,schwarzen Raum stelle.
Jeden Morgen die Angst vor dem kommenden Tag.
Jede Nacht die Trauer über die vergangenen Stunden.
Wenn ich doch wüsste, was ich falsch gemacht habe.
Ich würde alles ändern, von vorne anfangen.
Vielleicht wäre dann alles anders gekommen,
vielleicht hätte ich ein normales Leben führen können.
Doch jetzt ist es zu spät,
ich kann es nicht mehr ändern.
Ich muss damit leben.
Mein Herz wird immer Spuren dieser Worte tragen
und mein Gesicht wird noch sehr lange
von Angst und Trauer gekennzeichnet sein.
Diese Worte, die mich so sehr verletzen,
werde ich nie vergessen.
In meinem Herzen herrscht Chaos
und es wird einige Zeit dauern,
bis ich es wieder in Ordnung gebracht habe.
Vielleicht werde ich dann ein normales Leben führen können.
Vielleicht...
Irgendwann...
Doch so lange werde ich noch alles ertragen müssen.
Könnte man die recht langen Sätze auch kürzen und auf den Kern reduzieren? Das wäre in einem Gedicht naheliegender.
Garret
Einfach nur weg
In der Schule angekommen,
wurde wieder gelacht.
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
Der Schmerz wurde größer,
mein Herz war gebrochen.
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
Von hinten wurde ich geschubst,
auf dem Boden wurde ich getreten.
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
Meine Kleider waren mit Dreck beschmutzt,
mein Selbstvertrauen war im Keller
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
Ich ging zum Lehrer und suchte Hilfe,
das machte es nur noch schlimmer.
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
In meinem Zimmer schloss ich mich ein,
Keiner konnte mir helfen.
Einfach nur weg wollte ich,
einfach nur weg von hier.
Den Alkohol schüttete ich in mich hinein,
ich dachte nur "Hilf mir!"
Einfach nur weg wollte ich
einfach nur weg von mir.
Tina, Anita
Verzweiflung
Langsam öffnete ich die Augen
und schon wieder war sie da.
Die Angst die ich schon vor mir sah
und ich dachte zu nichts zu taugen.
Langsam ging ich die Straße hinauf
und ging in die Schule hinein
Da fingen schon wieder alle an zu schrein
und sie hörten einfach nicht auf.
Warzenschwein und dummer Specht,
das riefen sie mir so zu
und Esel und dumme Kuh,
mir war das gar nicht recht.
Tränen liefen mir übers Geschicht,
mir war das viel zu viel.
Ich hasste dieses blöde Spiel
und ich dachte, dass die Welt zerbricht.
Kleín aber stark
Harte Worte aus feigen Mündern,
Geklaut von anderen Menschen.
Es tut mir weh, merkt ihr's nicht?
Was ihr da macht ist wie seelisches Plündern.
So klein ich bin, so groß bin ich,
Wer will mir ehrlich sagen,
Ich sei ein kleiner, armer Wicht?
Was ich bin, das bist du eben nicht!
Mag ich zerbrechlich wirken,
Bin ich kein Ziel zum Treffen.
Ich schaff' es zu ertragen,
Fragt sich nur was wird's bewirken?!
(Anna)
Alina, Alwina, Anita
Meine Freunde
Schmerz, der nie vergeht.
Er macht mir Angst.
Er zerreißt mich innerlich.
Er verläßt mich nicht.
Er ist mein Freund.
Trauer und Frust begleiten mich.
Mein Leben lang.
Für immer und ewig.
Sie verraten mich nicht.
Sie sind meine Freunde.
Böse Worte sind mein täglich Brot.
Sie sind bittersüß.
Mal schmecken sie.
Mal sind sie ungenießbar.
Auch das sind meine Freunde.
Tränen laufen mir über´s Gesicht.
Nie werden sie mich verlassen.
Sie sind immer in mir.
In ihnen spiegelt sich mein wahres Ich.
Auch sie sind Freunde von mir.
Die Einsamkeit verfolgt mich.
Doch meine Freunde stehen hinter mir.
Sie lieben mich.
Ohne sie wäre ich nichts.
Trotz meiner Freunde bin ich allein.