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FruehkindlicheEntwicklung / Jennifer Kroll

Jugenddroge Alkohol

Alkohol als Problembewältigung?! ~

Alkohol gehört zur Droge Nummer eins unter den Jugendlichen und es werden kaum Statistiken darüber veröffentlicht, da ein wesentlich interessanteres und heißdiskutiertes Thema die jugendlichen Drogenabhängigen sind, die jährlich an einer Überdosis sterben.

Alkohol zählt in der Gesellschaft zu einer unbewussten Droge, er ist sogar ein Bestandteil der Gesellschaft, da man mal ein Gläschen Wein zum Essen , einen kleinen Verdauungsschnaps oder einen Sekt zum Anstoßen auf einer Festlichkeit zu sich nimmt. Die Erwachsenen gelten als Vorbildfunktion, insbesondere die Eltern, den richtigen Umgang mit dem Alkohol zu erlernen!

Es beginnt schon im Kindesalter, dass dem Kind der Geschmack von Alkohol „antrainiert“ wird, da viele Süßigkeiten und verschiedene Lebensmittel Alkohol enthalten, die dem Kind normalerweise nicht als puren Alkohol schmecken würden.

Jedes Jahr trinken 75.000 Menschen, darunter Jugendliche zwischen 10 und 12 Jahren zum ersten Mal Alkohol, wobei das für ca. 10% der Beginn des Alkoholismus wird!

Bei vielen Jugendlichen beginnt dies zu Anfang der Pubertät, es ist eine schwierige Phase, die durchzustehen ist, denn man versucht sich vom Elternhaus zu lösen, muss sich in der Erwachsenenwelt versuchen zu behaupten, der schulische Leistungsdruck steigt und man befindet sich auch ausgerechnet jetzt in der so genannten „Null-Bock-Phase“! Alkohol lindert die Schmerzen in dieser Phase und wirkt enthemmend, entspannend und gibt einen Kraft sich über Verbote hinwegzusetzen. Des Weiteren gibt er den Jugendlichen ein stärkeres Selbstvertrauen und lässt einen alles vergessen.

Häufig gilt der Alkoholkonsum als Zeichen von Stärke und fördert den Gruppenzwang, da man ja nicht als Außenseiter gelten möchte!

Alkohol zählt zu einer weit verbreiteten Jugenddroge, die recht günstig und einfach zu beschaffen ist, wie z.B. das populäre Biergetränk.

Der Suchtbericht der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, von 2004 stellte fest, dass die Zahl der Drogentoten sich stark reduziert hat, aber zugleich nahm der Alkoholmissbrauch der Jugendlichen zu, weswegen die Gesetze an die Abgabe von Alkohol an Jugendliche härter durchgreifen! Die Zahl der mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebrachten Jugendlichen nahm innerhalb von drei Jahren um gut ein Viertel zu, was den Alkoholmissbrauch stark belegt und wiedergibt.

In vielen Problemfamilien wird Alkohol zur Problembewältigung getrunken, um die Stimmung zu verbessern und den Kindern wird somit das Verhaltensmuster der Eltern nachhaltig eingeprägt. Sie übernehmen von den Eltern allzu gerne und schnell das, was ihnen an Annehmlichkeiten und Genüssen angeboten, erlaubt und vorgemacht wird, was dazuführt, dass sie später schneller zur Flasche greifen.

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