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FruehkindlicheEntwicklung / Carolin Münnighoff

Kinder kriegen Kinder

Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei minderjährigen Frauen

Teenager-Schwangerschaft ist ein Problem, dass die gesamte Bevölkerung betrifft. Betrachtet man die Anzahl der Teenager-Schwangerschaften so liegt Deutschland mit den skandinavischen und den Beneluxländern am unteren Ende der Skala der Verbreitung. Trotzdem muss auch hier das Problem einer verfrühten Schwangerschaft erkannt werden, jährlich werden acht bis neun von 1000 15- bis 17-Jährigen schwanger, etwa fünf entscheiden sich für einen Abbruch. Das Problem steigt mit zunehmendem Alter, besonders vermehrt treten Schwangerschaften bei den 16- oder 17- Jährigen auf. Man geht davon aus, dass die Schulbildung und berufliche Perspektive einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob das Kind ausgetragen wird oder man sich für einen Abbruch entscheidet. Dementsprechend liegt das Risiko einer Schwangerschaft bei Hauptschülerinnen etwa fünfmal so hoch wie bei den Gymnasiasten, diese entscheiden sich wesentlich öfter für den Abbruch. Gerade diese Erkenntnis beunruhigt, man muss mehr Sexualaufklärung leisten. Oftmals sind die Jungendliche, obwohl Sexualunterricht in der Schule erteilt wird, zu wenig aufgeklärt, verhüten beim ersten Mal gar nicht oder wissen nicht wie Verhütungsmittel korrekt angewendet werden. Geschlechtsverkehr ist ein Tabuthema in Deutschland ,,darüber spricht man nicht’’, dennoch zeigen die Medien: ,,viel Spaß im Bett = jung und erfolgreich’’. Es fehlt der vertrauensvolle Ansprechpartner, die Kids bleiben mit ihren Fragen allein, falls es zur Schwangerschaft kommt, wird diese oftmals zu spät erkannt, die Entscheidung für den Abbruch ist dann nicht mehr möglich.

92% der Frauen sind ungewollt schwanger geworden. Die gesellschaftliche Aufgabe besteht darin mehr Sexualaufklärung zu leisten, das ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention von Teeanger-Schwangerschaften. Darüber hinaus muss den Schwangeren bei der Lebensplanung geholfen werde, damit sie ihr Kind bald selbst ernähren und finanzieren können.

Links zum Thema:

1. Ein Fallbeispiel: http://www.wdr.de/themen/panorama/10/schwangere_minderjaehrige/interview2.jhtml?rubrikenstyle=familie

2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

www.bzga.de

3. http://www.3sat.de/nano/news/37067/index.html