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Fontane / Start Seite

Deutsch-Grundkurs 12

R. Eickmeier

Deutsch eic

Arbeitsplattform zu Fontanes "Irrungen und Wirrungen" des Grundkurses Deutsch 12 (Eickmeier) 2005/2006


Ein Vorschlag zur Gliederung der Analyse eines Romanauszugs Δ.

Analyse eines Romanauszugs (Word-Dokument) Δ


Nach dem Gliederungsschema für die Romananalyse wurde das 14. Kapitel des Romans analysiert.

Aus der Doppelstunde vom 18.05.06 konnten folgende Ergebnisse festgehalten werden:

Analyse 14. Kapitel

Analyse 14. Kapitel Δ

Wirkungsmöglichkeiten Δ


Methoden der Textanalyse und -interpretation

  • werkimmanente Methode
  • marxistisch-gesellschaftlicher Ansatz
  • rezeptionsästhetische Metode
  • hermeneutische Methode

Bei allen Texten ist es wichtig, Verfassernamen und Quellen anzugeben.

Bitte ergänzen.


Ist Fontanes "Irrungen und Wirrungen" ein typisches Beispiel für den bürgerlichen Realismus?

Ausgewählte Quellen:


Hier drei Quellen, die auch zur Vorbereitung der Klausur wichtig sind.

  1. Handreichungen für den Deutschunterricht, hier geht es vor allem um die Analyse fiktionaler Literatur
  2. Übersicht über Erzählperspektiven und Erzählmittel
  3. Andere Übersicht über Erzählperspektiven (stichwortartig)

Merkmale des poetischen Realismus, die zu „Irrungen, Wirrungen“ passen

  • ...so spiegeln ihre Werke häufig Ideale und Vorstellungen des Bürgertums wider
  • ...Literatur solle stets den Leser erziehen, weshalb auch der Bildungsroman besonders geschätzt wurde (Fontane wollte die Leser abschrecken und zeigen, wie schlecht die Standesgesellschaft wirklich war)
  • ...es ist vor allen Dingen die Tatsache, dass der neue Wirklichkeitsbegriff der Realisten auf die menschliche Gesellschaft bezogen ist, dass er die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen der Mensch lebt, zum zentralen Gegenstand seiner Darstellung macht (Beziehung zwischen Lene und Baron Rienäcker)
  • ...es waren der bürgerliche Mensch und seine Lebensverhältnisse, die zum Thema des Realismus wurden; (Lene, Frau Dörr, Frau Nimptsch, Herr Dörr)
  • ...Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Bürgertums (Fuhrunternehmen, Gärtner Dörr)
  • ...Werke, die sich auf die kritische Darstellung der jeweils zeitgenössischen gesellschaftlichen Wirklichkeit konzentrieren (Beziehung zwischen Lene und Rienäcker)
  • ...Fiktion, die als Wirklichkeit gedacht werden kann, die alle Merkmale der Wirklichkeit aufweist (im Detail beschriebene wahre Welt, Berlin, mit fiktionalen Charakteren)

Merkmale, die nicht zu „Irrungen, Wirrungen“ passen

  • ...der eben keine realistische Darstellung der Wirklichkeit verlangt, sondern eher durch eine poetische Überhöhung ihren Zweck erreicht
  • ...Werke des Realismus sind in verständlicher Art und Weise geschrieben

Fontanes Hauptmerkmale:

Fontane gilt als der herausragende Vertreter des bürgerlicher Realismus in Deutschland. In seinen Romanen gelingt es ihm immer wieder, die Personen durch die Beschreibung ihrer äußeren Erscheinung, durch ihre Umgebung und insbesondere durch ihre Redeweise zu charakterisieren. Typisch für ihn ist eine gepflegte Konversation in einem abgeschlossenen Zirkel, etwa ein Festessen, wo die Personen einerseits lediglich gesellschaftlichen Konventionen folgen und andererseits ihre wahren Interessen enthüllen - oft gegen ihren eigenen Willen. Dabei kommt Fontane von einer Kritik an Einzelpersonen oft zu einer impliziten Gesellschaftskritik. Auffällig an Fontanes Schreibstil ist zudem auch sein ironischer Humor.

Thomas Behn


Oh, wir haben echt viel gemacht zu dem buch... Unsere Lehrerin kauert alles durch... Ich überleg mal...

  1. Also, über die Personen gesprochen, klar, dann über die Stellen, an denen deutlich wird, dass Botho oder Lene schon wissen, dass sie nicht für immer zusammen sein können. (Textstellenanalyse zu einer bestimmten Fragestellung)
  2. Dann den Romananfang von "Berlin Alexanderplatz" mit dem von "Irrungen, Wirrungen" verglichen... Das ist wichtig, weil das evtl im Abi dran kommen könnte.
  3. Gesellschaftwandel zu Fontanes Zeiten - Feudale Standesgesellschaft vs. Kapitalistische Klassengesellschaft
  4. Beschreibung des Handlungsortes (die ersten paar Seiten des Romans)
  5. Symbolsprache im Roman ist nicht das gleiche wie das Motiv der ungleichen Liebe, d.h. Symbol wäre "weiße Taube = Frieden" und Motiv der ungleichen Liebe wäre dann "der märchenhafte Garten als ein von der Wirklichkeit abgehobener Ort"
  6. Vergleich Botho-Lene
  7. Struktur des Romans (Aufbau der Beziehungen zueinander
  8. Aspekte zur Interpretation des Romans: gesellschaftliche Aspekte, Sprache des Romans, Bedeutung des Titels, Handlungszeit im Kontext zur historischen Entwicklung, Charakterisierung von Botho und Lene, Erzählperspektive

So, habe jetzt alles aufgezählt, was wir gemacht haben. Hab einfach nachgeschaut, vielleicht hilft es dir ja... Romananfänge, Personenkonstellation, Charakterisierungen und viele andere Hilfen findest du in:

Lektürehilfe Theodor Fontane Irrungen, Wirrungen von Michael Bengel Klett Lernen und Wissen GmbH Stuttgart 2006 ISBN: 3-12-923012-2

(aus einer Mail von ganz wo anders in NRW) eingestellt von: valerie obermeier, also viel spaß damit. so viel zum verfassernamen. die quelle ist ganz simpel schlicht und ergreifend eine bekannte von mir, die mir erzählt hat, was die so gemacht haben zu diesem schönen kleinen büchlein. bei weiteren fragen stehe ich gerne zur verfügung


übereinstimmungen mit bürgerlichem (!nicht poetischem!) realismus:

  • interesse an sozialen umständen
  • nationale einheit deutschlands (bismark?)
  • konflikt zwischen individuum und gesellschaft
  • persönlichkeit der figuren
  • beschreibung des innenlebens der figuren
  • humor (?!)
  • extreme detailtreue/ wirklichkeitsnachahmung
  • subjektives schönheitsempfinden
  • ideale und vorstellungen des bürgertums
  • industrialisierung (gideon franke)
  • objektive betrachtung
  • tod wird thematisiert ohne beschönigt oder romanitisiert zu werden

keine übereinstimmungen mit bürgerlichem und poetischem realismus in den punkten:

  • phantastisches (alles andere als märchen-like)
  • historismus (spielt zu fontanes zeit)

valerie obermeier


Bemerkung: ''Naja, etwas "Märchenhaftes" kann man schon entdecken: "halb märchenhafte Stille" (S.5), ein goldener Pantoffel (...) oder sonst was aus dem Märchen" (S.19), "Schloss" (S.24) als Bezeichnung des Hauses Dörr und "Prinzessin" (S.7) als Wort für Lene. Ich finde es auch märchen-like, dass man nie etwas von Lenes wahren Eltern erfährt, sondern nur von der Pflegemutter Fr Nimptsch. Ich kann diese Anlehnungen an Märchen nur am Anfang des Buches entdecken. Vermutlich sollen sie irgendwie die schöne, glückliche Zeit von Lene und Botho verdeutlichen.''