Die internationale Finanzkrise
Die internationale Finanzkrise begann im Frühsommer 2007 in den USA. Die Gründe für die Krise sind weitreichend und ziehen schwerwiegende Folgen mit sich.Beruhend auf Wirtschafts- und Massenspekulationen, die von Krediten finanziert wurden, entwickelte sich die zweite Weltwirtschaftskrise der Geschichte.
Zunächst waren durch die fallenden Immobilienpreise nur die Suprimen-Kredite betroffen, da viele Kredite an Personen ohne hinreichende Rücklagen vergeben wurden. Diese konnten allerdings die Kredite nicht mehr bezahlen, aufgrund von niedrigem Einkommen und steigenden Zinsen. Dadurch mussten mehrere amerikanische Banken Insolvenz einreichen oder von der Regierung gerettet werden. Zu diesen Banken zählen zum Beispiel die Lehmann Brothers.
Diese sogenannten faulen Kredite wurden allerdings auch weiterverkauft, wodurch sich die Folgen global bemerkbar machten.
Jene globalen Unternehmenszusammenbrüche und Produktsenkungen führten dazu, dass die Regierung die Kontrolle über die Hypothekenbanken der USA übernahmen. Die Folge daraus waren Kursstürtze an globalen Aktienmärkten.
Weiterhin stieg die Arbeitslosigkeit durch die zahlreichen Unternehmen, die Konkurs anmelden mussten.
Auch eine beginnende Deflation, also ein Rückgang des Preisniveaus von Waren- und Dienstleistungen, entstand dadurch.
Durch Konjunkturprogramme erhöhte sich ebenfalls die ohnehin schon große Staatsverschuldung vieler Staaten. Die Verluste der Finanzkrise werden weltweit auf 58 Billionen Dollar geschätzt.
Die internationale Finanzkrise zog auch die Automobilindustrie in Mitleidenschaft.
Ein Lösungsweg daraus war die Abwrackprämie, die 2009 für volle Autohäuser sorgte, aber anschließend die Verkäufe auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren sinken ließ.
Der vermeintliche Versuch neue Kunden zu werben scheiterte somit.
Die Abwrackprämie verschob zugleich deutlich die Marktanteile zugunsten ausländischer Autohersteller. Von den Autos, die mit Unterstützung der Abwrackprämie gekauft wurden, stellte VW 18,8 Prozent und Opel 11,3 Prozent her. Beide gehörten damit zwar zu den Profiteuren der staatlichen Konjunkturförderung, doch wurden mehr Fahrzeuge beider Hersteller verschrottet als neu zugelassen. Das gilt auch für Audi, BMW und Mercedes Benz.
Doch welche Maßnahmen werden als Rettung aus der Finanzkrise getroffen?
Die Europäische Union ergreift Konjunkturmaßnahmen und verdoppelt den Notfallfond für EU-Länder in Finanznöten auf 50 Milliarden Euro.
Deutschland bürgt mit bis zu 400 Milliarden Euro für Kredite zwischen den Banken. Es soll eine Staatsgarantie in unbegrenzter Höhe für Spareinlagen geben. Deutschland setzt sich für mehr Transparenz der Märkte und ein besseres Regelwerk ein.
Auch Merkel und Steinbrück setzen sich dafür ein, dass das Gesetz zur Unterstützung der angeschlagenen Bankbranchen schnell in Kraft tritt, damit Hilfsmaßnahmen gestartet werden können.
Weiterhin denkt die Bundesregierung daran, Eigenkapitalhilfen für die angeschlagenen Banken zur Verfügung zu stellen. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten allein für diese Maßnahme laut Regierungsexperten auf 50 bis 100 Milliarden Euro.
Allerdings ziehen diese Rettungsmaßnahmen auch Schwierigkeiten mit sich.
Die Stützungsmaßnahmen zugunsten von Finanzinstitutionen erhöhten den staatlichen Bruttoschuldenstand 2008 und 2009 insgesamt auf 98 Milliarden Euro.
Außerdem werden die Renten im Umlageverfahren finanziert. Das heißt, dass die eingezahlten Beiträge der Arbeitgeber sofort wieder zur Finanzierung der laufenden Renten verwendet werden. Sie werden also nicht am Kapitalmarkt angelegt, wie es bei Kapitaldeckungsverfahren (Versicherungen und Banken) üblich ist.
Es wird dazu geraten, in Gold zu investieren, sowie in Bauspar- und Lebensversicherungsfonds.
Ein Beitrag von Annabelle Vejmelka und Christina Meier zum Sozialwissenschaftsunterricht des Hermann-Vöchting-Gymnasiums Blomberg.
Quellen:
www.wikipedia.de
www.tagesschau.de
www.focus.de