Kinder sind Naturforscher
Verweise auf Ideen zur frühkindlichen Förderung und Erziehung werden hier gegeben. Wie können Eltern auf die vielen Fragen der Kinder eingehen, Fragen, die sie sogar schon vor dem Spracherwerb stellen.
Folgende Aufgaben stellen sich:
- Verschaffe dir einen Überblick über dieses Online-Angebot.
- Fasse die Erziehungs- und Förderratschläge aus einem der zwei nachfolgend benannten Texte in kurzen Merksätzen zusammen.
- Helga Joswik, Phasen und Stufen in der kindlichen Entwicklung
- Christiane Papastefanou, Förderung der kognitiven Entwicklung in der Familie.
- Suche dir aus der Übersicht einen weiteren Fachtext. Fasse den Inhalt zusammen und erläutere, warum der Inhalt für Eltern wichtig sein könnte.
Arbeitsplanung:
| Dienstag, 07.Febr. | Aufgabe 1 und Lesen des ausgew. Textes |
| Hsaufg. | Formulieren der Merksätze |
| Freitag, 10.02. | Vorstellung der Merksätze |
| Dienstag, 14.02. | Zusammenfassung des Fachtext-Inhalts und eigene Empfehlung |
| Freitag, 17.02. | Vorstellung Zusammenfassungen |
| Dienstag, 21.02. | Forts. und kritische Beurteilung des Online-Handbuchs |
Merksätze einfügen zu:
Helga Joswig, Phasen und Stufen in der kindlichen Entwicklung
Entwicklungspsychologische Überlegungen zu den Phaseneinteilungen
- Die entwicklungspsychologischen Erkenntnisse ermöglichen es,den Prozess der Bildung und Erziehung in Familie, Schule und Öffentlichkeit erfolgreich zu begleiten.
Zur vorgeburtlichen Entwicklung
- Die Erbanlagen werden schon vor der Geburt fixiert und somit ist die Möglichkeit für zukünftige Entwicklungen geschaffen. Diese können für das Kind fördernd oder auch hemmend wirken.
- Auch psychische Belastungen und andere Emotionen der Eltern, insbesondere der Mutter, wirken auf das Kind.
- In der vorgeburtlichen Periode finden bereits vielfältige Prozesse des Wachsens und Reifens, aber auch schon des Lernens statt.
- Gesundheitlicher Schutz und psychologische Betreuung der Schwangeren sind insgesamt wichtige Bedingungen für die pränatale Entwicklung des Kindes.
- In der Schwangerschaft nimmt das Kind im Mutterleib schon äußere Reize wahr (z.B. Musik und Tagesrhytmus), im Wachstumsprozess ist besonders die Entwicklung vom Nervensystem und Gehirn wichtig.
Säuglingsalter
- Im Säuglingsalter wird die Grobmotorik entwickelt.
- Bedeutend ist der Kontakt zur Vertrauensperson.
- Die Differenzierung des geistigen Bereichs schreitet voran.
- Die Geburt verlangt von dem Kind eine starke physiologische Anpassung. Deshalb ist ein hohes Maß an emotionaler und körperlicher Zuwendung und Unterstützung notwendig.
- Notwendig: Intuitives Elternverhalten:
- Wachheits- und Erregungszustand des Kindes prüfen und regulieren.
- Herstellung visuellen Kontaktes
- Angemessene Stimulation
- Unterstützung motorischer Prozesse
- Wichtig: Sensivität Fähigkeit, auf das kindliche Verhalten angemessen zu reagieren)
- Positive emotionale Einstellung und Zuwendung
- Gegenseitigkeit und Harmonie
- Emotionale Unterstützung u. emotionales Dabeisein
- Stimulation als kognitive und emotionale Anregung
Kleinkind- und Vorschulalter
- Im zweiten bis dritten Lebensjahr löst sich das Kind aus der Mutter-Kind-Dyade und integriert sich in eine sozial und kulturelle Gemeinschaft.
- Kindgerechte Sprechweise, intuitives Verhalten und Sensibilität tragen zur erfolgreichen Entwicklung des Kindes bei.
- Unterstützung und aufmerksames Beobachten fördern kindliches Verhalten.
- Regelspiele(Spiele, bei denen gewisse Regeln eingehalten werden müssen)tragen zur Kompetenzentwicklung bei.
- Visueller Kontakt und eine bzw. in der Kommunikationssituation wirken sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.
- Die Mutter-Kind Beziehung sollte gut gefördert werden,denn diese Erfahrungen sind für das soziale und emotionale Verhalten des Kindes wichtig.
- Mit vier Jahren sollte das Kind schon hauptsächliche Satzkonstruktionen selbst bilden. Die Elter sollten ihr Kind bei dem Erwerb helfen und unterstützen.
Kindheit
- Entwicklungsaufgaben, wie Laufen lernen, können das ganze weitere Leben beeinflussen.
- Eine positive emotionale Einstellung und Zuwendung ist ebenso wichtig wie emotionale Unterstützung und Dabeisein.
- Gegenseitigkeit und Harmonie sollten herrschen!
Grundschulkind
- Durch schulische Förderung findet in der Entwicklung eine grundsätzliche kognitive Umstrukturierung statt, indem Wissen und Umwelterfahrungen neu geordnet werden. Episodisches Wissen, das in der vorangegangenen persönlichen Biographie erworben wurde, wird aus dem bisherigen Erfahrungskontext herausgelöst und in eine wissenslogisch Ordnung gebracht.
- Im Grundschulalter sollten Kinder besonders gefördert werden, da dieses Alter Bedeutung für die Selbstwertung des Kindes hat.
- Kontakt zu anderen Kindern ist wichtig, da so soziale Beziehungen, welche die kindliche Persönlichkeitsstruktur verbessern, eine wesentliche Rolle spielen.
Die entwicklungspsychologischen Phasen im Kindes- und Jugendalter
- Jeder hat eine individuelle Lebensgeschichte, die psychische Entwicklung ist ein dynamischer Prozess.
- Anforderungen, die an Kinder gestellt werden, sollten ihrem Alter gemäß sein (-> Phasentheorien).
Späte Kindheit
- Eltern sollten bedenken, dass der Prozess vom Kind zum Jugendlichen fließend verläuft.
- In der späten Kindheit legt das Kind die empirische Denkweise ab und geht zum theoretischen Denken über.
- Die grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und notwendige Konzepte und Denkschemata für das Leben sind voll ausgebildet.
- Die Ablösung von dem Elternhaus beginnt, aber die Geschlechter bleiben meistens noch getrennt (Rollenverhalten) Eltern sollten sich keine Sorgen machen, wenn das Kind ihnen nicht mehr alle ihre Probleme anvertraut oder es sich schon für das andere Geschlecht interessiert.
- Moralische Wertestandards werden entwickelt.
Jugendalter
- Die Ablösung vom Elternhaus schreitet immer weiter voran, das Kind beginnt Zukunftsgedanken zu entwicklen und äußert frei seine Meinung.
- Die Phase, in der die Jugendlichen "auf der Suche nach sich selbst" sind.
- Die Veränderung kognitiver Fähigkeiten zählt zu den gravierendsten Übergängen in der Entwicklung des Jugendlichen.
- Kinder entwickeln ihre eigene Weltanschauung und Meinung. Die Elter sollten keine Angst haben, wenn ihre Kinder eine andere Meinung haben, als die Eltern, dass sie in ihrer Erziehung etwas falsch gemacht haben.
Merksätze zu:
Christiane Papastefanou, Förderung der kognitiven Entwicklung in der Familie
- Kinder sollten mit verschiedenen Entwicklungsanreizen durch ihre Familie angeregt werden, da dies die Entwicklung des Kindes (mehr oder weniger) fördern kann, es aber ausprägend für das zukünftige Profil des Kindes sein wird.
- „Entwicklung ist stets das Produkt sowohl aktueller Umwelteinflüsse und der individuellen Entwicklungsgeschichte.“ Es gilt also nicht nur im Säuglingsalter des zu Erziehenden acht auf die Erziehung zu geben, sondern ebenso im späteren Verlauf des Lebens.
Zur vorgeburtlichen Entwicklung
Säuglingsalter
- Eltern stellen wichtige Modelle dar und bieten Anregung
- Bei Neugeborenen ist die elterliche Anregung nur dann effektiv, wenn es den Eltern gelingt, das Kind in einer Phase der "wachen Aufmerksamkeit" anzusprechen, in der es offen für Anregung ist.
- Im ersten Lebensjahr kristallisierten sich bestimmte Formen der spielerischen Anregung als am sinnvollsten heraus (face-to-face-Spiele)
Kleinkind- und Vorschulalter
- Geschwister sind wichtige Modelle für das Sozialverhalten
- Sprachinhalte und -form hängen mit zahlreichen Indikatoren der kindlichen Intelligenzentwicklung von Kindern zusammen.
- In offener Kommunikation ermutigen die Bezugspersonen ihre Kinder zur Selbstständigkeit
- Von besonderer Bedeutung sind die ersten zwei Lebensjahre des Kindes, die die restlichen Lebensjahre stark prägen. Diese Erkenntnis basiert auf drei wichtigen Positionen:
- Neurophysiologie:
- In den ersten Lebensjahren verläuft die Entwicklung am schnellsten
- Nervensystem weist da die höchste Plastizität auf
- Struktur & Gehirn sprechen extrem auf Umwelteinflüsse an
- Lerndefizite lassen sich wieder aufholen
- Deprivationsforschung:
- wenn keine Bezugsperson vorhanden ist, kann die kindliche Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt sein
- Kognitive Defizite sind leichter zu kompensieren als sozio-emotionale Schwierigekeiten
- In der sensitven Phase wird der Erwerb der Muttersprache gefördert
- Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Bindung:
- determinieren die Persönlichkeitentwicklung eines Menschen
Kindheit:
- Sicher gebundene Kinder verfügen über bessere soziale Kompetenzen und ein höheres Selbstwertgefühl als unsicher gebundene Kinder
- Wichtig ist, Kinder mit Lernschwächen und Wissensdefiziten speziell zu fördern
- Mit zunehmenden Alter gewinnt die sprachliche vermittelte Anregung an Bedeutung ( häufiges Fragen und Erklären)
- Während frühere Erfahrungen nachhaltig auf den Organismus wirken, haben spätere Erfahrungen nur noch einen modifizierenden Einfluss -> Zusammenhänge zwischen diesen ergeben sich aus einer langen Serie sich immer wiederholender Erfahrungen
- Einfluss des sozialen Milieus auf kindliche Entwicklung:
Die globale Indikation des Familienmilieus ist abhängig von der Schichtzugehörigkeit. Diese ist der Prädikator der Intelligensentwicklung, zum Ausgleich der Defizite im unteren Bereich ist die Förderung der häuslichen Anregung erforderlich
Grundschulalter:
- Responsivität fördert das Explorationsverhalten der Kinder und erhöht die Lernmotivation, weil es im Kind Druck vermittelt, dass sein Handeln eine Wirkung erzielt
Jugendalter:
- Autoritativer Erziehungsstil der Eltern ist förderlich für die kognitive Entwicklung der Kinder. Eltern mit diesem Erziehungsstil haben feste Prinzipien, die sie in einer emotional-warmen Atmosphäre vermitteln. In offener Kommunikation ermutigen sie ihre Kinder zur Selbstständigkeit und respektieren ihre Standpunkte.
- Gemeint ist hier die anerkannte persönliche Autorität von Erziehungspersonen, die ganz wesentlich mit emotionaler Zuwendung, Verständndnis und Anerkennung von zunehmender Selbständigkeit der Kinder verbunden ist. Erziehungspersonen werden deshalb "freiwillig" anerkannt.
- Autoritärer Erziehungsstil wäre die Berufung auf den nicht weiter zu begründenden Machtanspruch über das Kind oder den Heranwachsenden.
Zusammenfassung „Von der Familie in den Kindergarten“ (Anna-Lena)
In dem Text „Von der Familie in den Kindergarten – Düsseldorfer Kindergartenstudie“,
geschrieben von Gabriele Gloger-Tippelt und Karen Zweyer, werden die Ergebnisse einer Studie, in der es um das Thema des Übergangs von der Familie in den Kindergarten geht, vorgestellt.
26 städtische Tageseinrichtungen in Düsseldorf beteiligten sich an dieser Untersuchung, wo die soziale sowie emotionale Entwicklung der Neulinge im Kindergarten in den ersten zwei Wochen im Vordergrund stand. Ziel hierbei war die Erkennung der Einflussfaktoren für leichte bzw. schwere Eingewöhnungsphasen, denn dieser erste Einschnitt (Trennung von der Mutter, Anfang der Eigenständigkeit, etc.) ist für den Rest des Lebens in ähnlichen Loslösungssituationen von großer Bedeutung.
Zwei- bis Sechsjährige mit ausreichenden Deutschkenntnissen standen hierbei im Vordergrund. Auch Eltern und Erzieherinnen wurden in die Umfrage mit einbezogen, denn sie sind wichtige Bezugspersonen für die Kinder. Sozialverhalten der Kinder, sozialer Hintergrund der Familie, Fremdbetreuung und Anpassungsfähigkeit waren u.a. Thema der rund 70 Fragen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Übergang in den Kindergarten als unterschiedlich gedeutet werden kann. Einerseits empfanden die Erzieher die Eingewöhnungszeit als eher unproblematisch, andererseits waren es die Kinder, die diese Sache teilweise anders sahen. Bei einem Drittel der Kinder traten erst nach wenigen Wochen Probleme aufgrund der Ablösung auf. Für die Eltern, insbesondere für die Mütter, war die Trennung vom Kind nicht immer leicht, jedoch empfanden sie die Eingewöhnungsphase größtenteils positiv.
Interessant ist die Tatsache, dass Kinder, die beispielsweise vorher zu einer Tagesmutter gingen, weniger Anpassungsprobleme als ihre KameradInnen hatten. Hilfsbereite Kinder passten sich des weiteren schneller an die neue Umgebung an als weniger hilfsbereite.
Mögliche Einflussfaktoren auf die Anpassung an die neue Umgebung waren Geschwister, Alter, Geschlecht, Gruppengröße, etc.
Zur allgemeinen Überraschung trat die Tatsache hervor, dass der Beruf der Mutter scheinbar keinen Einfluss auf die Eingewöhnung hat, entscheidend sei ganz allein die Beziehungsqualität. Ein letzter wichtiger Punkt ist, dass sozialen Kompetenz bedeutend ist, da dies Voraussetzung für eine erfolgreiche Anpassung ist.
Ich denke, dass dieser Text sehr nützlich für Eltern sein kann, weil, wie bereits erwähnt, sie leiden oft unter Trennungsängsten, wenn ihr Kind in den Kindergarten eintritt.
Die Ergebnisse dieser Studie veranschaulichen, dass die meisten Kinder im Kindergarten gut aufgehoben sind und er eine wichtige Station im Leben ist. Die Eltern können somit von ihren Sorgen loslassen und sich sicher sein, dass ihr Kind von den Erfahrungen, welche es im Kindergarten erntet, für den Rest des Lebens profitiert.
Zusammenfassung von "Der Einfluss von Geschwistern auf die Entwicklung von Kindern" (Sabrina Beyer)
In dem Text "Der Einfluss von Geschwistern auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen" von Christine Schmid, geht es darum, dass Geschwister unterschiedliche Einflüsse aufeinander haben.
Es wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, die in dem Text zusammengefasst dargestellt werden.
Geschwister können nicht nur streiten, sondern auch eine Einheit bilden, z.B. gegenüber ihren Eltern. Zu einer Geschwisterbeziehung gehört ebenso ein kooperatives Spiel, vertrauensvoller Umgang miteinander und das Bewältigen gemeinsamer Probleme. Doch das hängt auch von der Geschwisterposition, dem Altersabstand und dem Entwicklungsunterschied ab.
In der Geschwisterbeziehung spielen die einzelnen Geschwister bestimmte Rollen. Ältere Geschwister (meist Schwestern) nehmen die Rolle des Helfenden und Lehrenden an, dabei gilt: Je größer der Altersunterschied, desto effektiver ist der Lernkontext. Dazu ist allerdings die Bereitschaft der älteren Geschwister erforderlich. Doch auch von den jüngeren Geschwistern können zwar geringe, aber ebenfalls positive Effekte auf die soziale und kognitive Entwicklung der älteren Geschwister ausgehen.
Bei der Lösungsfindung für Probleme oder ähnlichem setzen sich ältere Geschwister eher durch und die jüngeren stimmen stumm zu ohne nachzudenken, aber auch dabei kann das jüngere von dem älteren lernen.
Das kooperative Niveau ist höher, wenn jüngere Geschwister mit älteren kooperieren, als wenn ältere mit jüngeren kooperieren.
Aber: Ältere Geschwister können die Zone der nächsten Entwicklung des jüngeren aktivieren.
Allein arbeitende Kinder mit älteren Brüdern finden bessere Lösungsstrategien als Kinder mit älteren Schwestern. Allerdings ist die Hilfe, die Schwestern anbieten, geeigneter als die von Brüdern, da Schwestern mehr Rückmeldungen und Erklärungen geben. Dieses Verhalten haben sie sich von ihren Müttern angeeignet.
Man kann sagen, dass Kinder mit mehreren älteren Geschwistern weiter entwickelt sind als jene ohne ältere Geschwister.
Auch Nähe spielt eine gewisse Rolle in der Geschwisterbeziehung. 10% aller 12-16 jährigen gehen mit ihren Problemen zu ihren Geschwistern, besonders in der frühen Kindheit, wo die Geschwisterbeziehung noch sehr stark ist, bevor sie im Schulalter nachlässt, da man mehr Umgang mit Gleichaltrigen pflegt.
Die Intimität einer Geschwisterbeziehung ist am größten bei einer Mädchen-Mädchen-Beziehung und geringem Altersabstand. Jüngere Geschwister empfinden mehr Intimität als ältere.
Ungleiches Behandeln oder Beziehungsprobleme der Eltern führen häufig zu Konflikten und Rivalitäten zwischen Geschwistern. Doch auch die vernachlässigte Betreuungsfunktion der Eltern kann und wird häufig vom älteren Geschwister übernommen, was sich allerdings auch negativ auf die Schulnoten (des älteren Geschwisters) auswirken kann, sobald dies zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Konflikte sind jedoch nicht nur negativ aufzufassen, denn:
Kinder, die häufig Konflikte mit ihren Geschwistern austragen, pflegen (später)positivere Freundschaften.
Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Geschwisterbeziehung ein Lernkontext ist, da die in Geschwisterbeziehungen erworbenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen Auswirkungen auf das spätere Leben haben können.
Ich habe mich für diesen Fachtext entschieden, da ich es interessant finde, dass Geschwister verschiedene Einflüsse auf Kinder und Jugendliche haben. Es war für mich sehr informativ und hat mich um einige Kenntnisse bereichert. Außerdem war der Text eine gute Möglichkeit mich und andere damit zu identifizieren und zu vergleichen, da ich selbst ein älteres Geschwister habe und viele kenne, die Geschwister haben.
Insgesamt fand ich den Text sehr gut verständlich und nachvollziehbar.
Hier können sie den Originaltext nachlesen! Machen sie sich ihr eigenes Bild:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_1483.html
Ich habe mich für den text "Der Einfluss von Geschwistern auf die Entwicklung der Kinder" entschieden da ich die Überschrift ansprechend fand. Ich habe selber eine große schwester und deswegen konnte ich mich gut mit dem Text identifizieren. An sich fand ich den Text sehr informativ und konnt ihn gut nachvollziehen. Ebenfalls stimme ich der Autorin Christine Schmid zu, da ich ihre genannten Beispiele der Beziehung zwischen Schwestern nur bestätigen kann. Der Text hat mich darüber hinaus auch informiert da noch andere Gesichtspunkte dagestellt wurden wie z.B. das Verhältnix zwischen Mutter und Kind und Vater und kind. Jedoch glaub ich nicht, dass es mit dem Geschlecht zusammen hängt, dass Kinder lieber zu der Mutter gehen wenn sie Probleme haben. Es liegt meiner Meinung nach daran, dass die Mutter in den meisten Familien einfach einen näheren Kontakt zu ihren Kinder hat als der Vater.
Aber im Großen und Ganzen stimmen ich dem Text zu.
(Carola Hesse)
Zusammenfassung: „Der Einfluss von Geschwistern auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“ (Julia Niere)
In dem Text „Der Einfluss von Geschwistern auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“ von Christine Schmid geht es um den Einfluss der Geschwister auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Es wird unterschieden zwischen der Symmetrie (positive Auswirkungen) und der Asymmetrie (negative Auswirkungen).
Positive Auswirkungen auf die Entwicklung gibt es sehr viele. Durch ihre Geschwister lernen die Kinder einen vertrauensvollen Umgang, Spiel, Problembewältigung und Einheit gegenüber den Eltern. Das Alter spielt ebenso wie die Anzahl der Geschwister eine große Rolle.
Je größer der Abstand zwischen den Geschwistern desto größer ist der Lerneffekt. Die älteren Geschwister übertragen den Jüngeren ihr Wissen und ihre Fähigkeiten. Je nach Geschlecht und Alter kommen die Kinder/Jugendlichen mit Problemen zu ihren Geschwistern. Sie haben eine sehr innige Beziehung und kennen den anderen sehr gut. Durch die vertrauensvolle Basis suchen sie Hilfe bei ihren Geschwistern, was zusätzlich zu einer Festigung der Beziehung führt.
In experimentellen Studien mit Geschwistern wurde belegt, dass durch die Kooperation bei Geschwistern mit einem großen Altersabstand das Niveau höher ist als bei einem geringen Altersabstand. Man ist zum Ergebnis gekommen, dass ältere Geschwister in der Lage sind die nächste Entwicklungszone der Jüngeren zu aktivieren.
Der Lerneffekt hängt nicht nur vom Alter, sondern auch von der Geschwisterkonstellation, der emotionalen Beschaffenheit, dem Erziehungsverhalten der Eltern und den Temperamentsunterschieden der Kinder ab.
Die Intimität von Geschwisterbeziehungen ist größer in weiblichen Konstellationen im Vergleich zu männlichen oder gemischtgeschlechtlichen. Zwei weibliche Geschwister verbringen mehr Zeit miteinander und fühlen sich ihrem Geschwister ähnlicher. Intimität und Zuneigung werden eher gegenüber älteren Schwestern als gegenüber älteren Brüdern empfunden.
Bei einem großen Alterunterschied ist zwar der Lerneffekt größer, doch die Rivalität steigt, ebenso wie bei einem großen Temperamentsunterschied.
Die Eltern sollten jedem Kind gleich viel Aufmerksamkeit geben und Gespräche mit den einzelnen Kindern führen, um eventuelle Probleme der anderen zu erfahren und mit ihnen zu reden.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Geschwisterbeziehung aufgrund ihrer besonderen Struktur für Kinder und Jugendliche einen Lernkontext, der ganz eigene Qualitäten aufweist, bildet. Abhängig ist dieser Lerneffekt von Alter, Geschwisterkonstellation, der emotionalen Beschaffenheit, dem Erziehungsverhalten der Eltern und den Temperamentsunterschieden der Kinder.
Die in Geschwisterbeziehungen erworbenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen können Auswirkungen auf das spätere Leben haben.
Ich habe mich für diesen Fachtext entschieden, da ich es in erster Linie sehr interessant fand zu erfahren, wovon die Entwicklung der Kinder durch Geschwister abhängt.
Da ich selber kein Einzelkind bin, war es interessant zu sehen, inwieweit der Text auf mich zutrifft. Ich konnte mich und auch andere mit dem Text vergleichen und auch ein Stück weit identifizieren.
Alles in allem war der Text sehr informativ und es war interessant zu sehen, inwieweit man sich damit identifizieren kann.
Originaltext zum Nachlesen unter folgendem Link:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_1483.html
Zusammenfassung von "Warum brauchen Kinder Freunde?"
(Christine Reker)
In dem Text von Renate Valtin und Reinhard Fatke über die Freunde in der Kindheit geht es hauptsächlich darum, wieviele Freunde in welchem Alter normal sind und nach welchen Aspekten die Kinder ihre Freunde aussuchen.
Freundschaften spielen eine große Rolle in dem Leben von Kindern. Sie sind wichtig für die kognitive, soziale und moralische Entwicklung für jedes Individuum.
Die Beziehungen zu anderen Kindern bildet eine Herausforderung für andere Kinder, sodass sie sich weiterentwickeln können und es den Kindern ermöglicht wurd, sich ein realistisches Selbstbild zu bilden.
Im Anschluss hierzu findet man eine Studie über Freundschaften in der Kindheit. Hierbei wurden die Kinder selbst befragt und es gab sehr viele verschiedene Ansichten, jedoch auch viele Übereinstimmungen, wie z.B., dass Freunde alle Menschen sein können, die nett sind. Dieses führt dazu, dass die Freunde in der Kindheit oft sehr schnell wechseln. Die Anzahl der Freunde nimmt bis zu dem 12. Lebensjahr ab (meist nur 1 bester Freund), wobei sich hiernach die Anzahl wieder erhöht (meist mehrere Freunde --> Clique).
Allgemein hierzu kann man sagen, dass die Lebenserfahrung für Freundschaften eine sehr große Rolle spielt, da man sich Freunde meistens nach den eigenen Interessen aussucht. Es ist sehr wichtig, dass die Freunde von einem sehr viele Gemeinsamkeiten aufweisen können und nie Langeweile auftritt, jedoch sollen Freunde auch etwas gegensätzlich sein, damit die Identität des einzelnen Menschen weiterwachsen kann.
Nach dieser Studie kann man sehr schnell sehen, dass es vier verschiedene Aspekte der Freundschft gibt. Diese Aspekte überlagern sich zwar häufig, aber meistens haben Freundschaften ihre Aspekte in einer wesentlichen Begründung:
- ein pragmatisch - utilitaristischer Aspekt
- ein sozialer Aspekt
- ein personaler Aspekt und
- ein emotionaler Aspekt
zu 1) Für Kinder ist die Freundschaft meist das Wichtigste. Freunde haben jedoch verschiedene Definitionen hier: Freund benötigt man zum Spielen (5 - 6 Jährige), Freund ein Helfer in schwierigen Situationen (ab 8 Jahren), Freunde sind da, um Probleme zu beseitigen und dass man mit ihnen über diese Probleme sprechen kann --> Beistand und Unterstützung
zu 2) Freunde werden in dem sozialen Aspekt als Unterhalter und Gesellschafter angesehen. Für Kinder ist es meist das Schlimmste, wenn sie alleine sind. Dieses führt zu einer existentiellen Grundgefahr.
Hierbei kommt es bei den 5-8 Jährigen darauf an, dass ihre Freunde möglichst nett sein sollen. Bei den 10 - 12 Jährigen ist schon eine kleine Entwicklung vorhanden. Sie wollen möglichst, dass ihre Freunde hilfsbereit, umgänglich, verschwiegen und verständnisvoll sind. In dem Jugend- und Erwachsenenalter kommt es meistens darauf an, dass Freunde einen Rückhalt bilden, sodass sie sich sicher fühlen und man sich auf sie verlassen kann.
zu 3) In dem personalen Aspekt der Freundschaft geht es darum, dass sie eine Intimsphäre erschafft und der Identitätssicherung erschafft. Dieser Austausch von intimen Gedanken, Gefühlen, Ängsten und Sorgen führt zur persönlichen Reifung und Entwicklung.
zu 4) Bei Kindern bedeutet der emotionale Aspekt positive Gefühle, bei Jugendlichen entwickeln sich diese positive Gefühle immer tiefgehender, sodass sie von Zuneigung und Bindungen in den Gefühlen sprechen.
Ich denke, dass der von Renate Valtin und Reinhard Fatke geschriebene Text "Warum brauchen Kinder Freunde?" zwar sehr interessant und lesenswert ist, jedoch ist er meiner Meinung nach keine große Hilfe für Eltern.
Der Text kann zwar die Eltern in manchen Sachen unterstützen und kleine Hilfen stellen, jedoch sind diese Hilfestellungen meistens auch schon so bekannt.
Eine Hilfestellung ist hier z.B., dass Kinder in sehr frühem Alter zwar sehr viele Freunde haben, diese jedoch sehr schnell wechseln können. Hierbei sollten sich Eltern keine großen Sorgen machen, dass ihr Kind immer neue Freunde mitbringt, da es ihre Freunde immer nach der Freundlichkeit ihnen gegenüber aussucht. Sie sollten sich ebenfalls keine Sorgen machen, dass Kinder, die sich in dem fortlaufenden Alter immer mehr von ihren anderen Freunden entfernen und sich immer mehr auf einen (besten) Freund fokussieren. Dieses Alter ist meistens zwischen 10 und 12 Jahren. Hierbei ist es für Eltern vielleicht wichtig zu sagen, dass sich ihre Kinder die Freunde nicht mehr nur nach der Freundlichkeit aussuchen, sondern auch nach der Verschwiegenheit und Gleichsamkeit. Die Freunde in dem Alter werden eher nach den Aspekten ausgesucht, dass sie gut zuhören, verschwiegen sein und Probleme mit lösen sollen. Dieses führt dazu, dass die Kinder meistens mehrere Freunde "verlieren", da sie diese Aspekte nicht erfüllen.
Junge oder Mädchen? Der kleine Unterschied in der Erziehung (Lena I. Thielecke)
In dem Text von Lilian Fried geht es hauptsächlich um die verschiedenen Geschlechtsrollenstereotypen und wie diese durch Erziehung gefördert werden. Am Anfang stellt Lilian Fried die Frage: "Geschlechtsrollenstereotype - Was ist das eigentlich?". Die grundlegenden Charakteristika, die Frauen zugeschrieben werden, sind Emotionalität und Wärme. Die der Männer sind Kompetenz und Aktivität.
Geschlechtsrollenstereotype werden von einer Generation an die nächste weitergegeben. Diese Stereotype werden heute eher als "Zwangskorsetts" angesehen, denn in unserer Gesellschaft werden Frauen und Männer benötigt, die sowohl fürsorglich als auch aggressiv sein können.
Schon im Kindergarten finden Jungen ihre Geschlechtsgenossen schlauer und attraktiver als Mädchen, die ihnen "langweilig" und "ängstlich" vorkommen. Mädchen dagegen finden ihre Geschlechtsgenossinnen friedlicher und angenehmer im Umgang als Jungen, die ihnen "böse" und "wild" erscheinen.
Jungen zwischen 10 und 15 Jahren erleben sich als das starke Geschlecht und sind froh, Jungen zu sein, weil sie finden, dass sie es besser haben als die Mädchen. Viele Mädchen dagegen sind nicht froh, Mädchen zu sein. Die Geschlechtsrollenstereotypen führen dazu, dass Frauen den Männern unterlegen bzw. minderwertig erscheinen.
Obwohl es heute in der ehelichen Partnerschaft eigentlich eine Annäherung der Geschlechter gegeben hat, stecken Männer weiterhin die meiste Energie in ihre Berufsaufgaben, während Frauen versuchen, Berufs- und Familienaufgaben gleichmäßig zu erledigen.
Anschließend kommt die Frage auf, ob wir als Junge oder Mädchen geboren werden. Es ist unklar, wie groß die biologischen Differenzen zwischen Jungen und Mädchen sind. Kleinkinder können schon angeben, dass Menschen weiblich oder männlich sind, haben allerdings die Stereotypen noch nicht wirklich verinnerlicht. Dreijährige dagegen sagen schon, dass Mädchen viel mit Puppen spielen, der Mutter helfen, viel reden, sich nie schlagen und Hilfe brauchen. Über Jungen sagen sie, dass sie dem Vater helfen, andere schlagen wollen, ungezogen sind und andere Kinder zum Weinen bringen.
Anschließend geht es darum, ob Kinder geschlechtstypisch oder geschlechtsflexibel sind. Kinder werden hauptsächlich von Frauen erzogen, ob als Kleinkind zu Hause, im Kindergarten oder in der Grundschule. Inwieweit sich diese "Übermacht" der Frauen auf die Kinder auswirkt, ist nicht ganz klar. Außerdem beinhalten auch Medien und Spielzeuge stereotype Charakterisierungen der Geschlechter.
Eltern von Mädchen im Kindergartenalter verlangen mehr Anpassung und Gehorsam, während sie von Jungen im Kindergartenalter stärker Leistung und Unabhängigkeit fordern. Wegen diesem Unterschied entwickeln Mädchen häufig ein schlechteres Selbstvertrauen. Wenn Kinder geschlechtsflexibel erzogen werden, haben sie eine größere Chance "starke" Kinder zu werden. Dies ist aber eher schwer in die Realität umzusetzen.
Zum Schluss werden noch die Möglichkeiten und Grenzen des geschlechtsflexiblen Verhaltens aufgezeigt. Nach wie vor gilt, dass die Erziehungsaufgaben größtenteils Mütter tragen. Väter verhalten sich weiterhin gemäß den männlichen Geschlechtsrollenvorschriften. Frauen verhalten sich gemäß den weiblichen Geschlechtsrollenvorschriften und versuchen gleichzeitig auch, männliche Geschlechtsrollenvorstellungen zu übernehmen. Dies kann auf ein Kind ziemlich verwirrend wirken. Für die Erziehung ist wichtig, dass Eltern, vor allen in ihrem Verhalten, eine kritische Distanz zu den Geschlechtsrollenstereotypen wahren.
Warum der Inhalt für Eltern wichtig ist:
Der Inhalt dieses Textes ist wichtig für Eltern, weil er erklärt, was an Geschlechtsrollenstereotypen nicht gut ist und dazu aufruft das Weitergeben der Stereotypen von Generation zu Generation zu vermeiden, so gut es geht.
Diese Stereotypen wirken sich vor allem auf Mädchen nachteilig aus. Sie wirken sich auf das Selbstbewusstsein recht positiv, auf das von Mädchen allerdings negativ aus. Die meisten Jungen sind froh, Jungen zu sein und fühlen sich überlegen. Doch viele Mädchen leiden schon früh darunter, immer das "schwächere Geschlecht" zu sein, ob sozial oder körperlich. Die den einzelnen Geschlechtern zugeschriebenen Charakteristika bewirken, dass viele Mädchen nicht damit glücklich sind, Mädchen zu sein und sich unterlegen und minderwertig fühlen.
In dem Text wird aufgezeigt, dass Kinder wirklich fast überall mit den Geschlechtsrollenstereotypen konfrontiert werden: Von den Eltern, im Kindergarten, in der Schule, in den Medien und selbst beim Spielzeug und Bilderbüchern und dass sie bereits im Kindergartenalter einen recht großen Teil der Stereotypen verinnerlicht haben.
Die Eltern werden darauf hingewiesen, in ihrem Verhalten so gut wie möglich eine Distanz zu den Geschlechtsrollenstereotypen zu wahren und ihre Kinder möglichst geschlechtsflexibel zu erziehen, damit die Kinder eine gerechte Chance haben, "starke" und selbstbestimmte Persönlichkeiten zu entwickeln und nicht in einem sogenanntes "Zwangskorsett" gepresst werden.
Kinder in Deutschland - alle glücklich oder was ? (Pia Hartmann)
Lebenswelten von Kindern in einer sich ändernden Gesellschaft (Christian Alt)
- Alltag wird erweitert durch die Kommunikationsmedien, aber eingeschränkt, wegen der geringeren Geschwisterzahl -> mehr Selbstständigkeit
- die Entwicklung der Kinder wird bestimmt durch:
- das soziale Kapital der Familie
- die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel
- die Integration im Freundekreis
- die schulische Situation, manifestiert am Lernerfolg
- Wohnsituation (Stadt/Land)
- Infrastruktur der Wohngegend
- Kinder haben in der Lebenswelt der Familie, mit Mutter, Vater und Geschwistern die größte Möglichkeit, vielfältige Erfahrungen zu machen
- von den Grundschulkindern wird die Beziehung zu den Eltern sehr positiv bewertet, Geschwisterbeziehungen eher etwas kritisch, allerdings abhängig von der Familienform
- die häufigste Freizeitaktivität der Kinder zu Hause ist Fernsehen
- Jedes vierte Kinde aus Familien der untersten Einkommensgruppe hat keine Erfahrungen mit Ausflügen, Reisen oder Radtouren
- solche Kinder nutzen dann auch öffentliche Spielplätze häufiger
- Möglichkeiten von Freizeitaktivitäten hängt vom Einkommen der Eltern ab
- unklar bleibt derzeit, inwieweit sich die sozialstrukturellen Voraussetzungen in den Regionen als Chancen oder Risiken für das Aufwachsen der Kinder zeigen
- mit zunehmendem Alter gewinnen Gleichaltrige an Bedeutung
- Mädchen aus einkommensschwachen Haushalten haben besonders häufig keinen guten Freund oder gute Freundin
- der Alltag von Kindergartenkindern ist nach wie vor in Ost und West unterschiedlich
- Kinder haben oft Angst in der Schule zu viele Fehler zu machen
- Kinder aus niedrigen sozialen Schichten äußern diese Befürchtungen häufiger als Kinder aus höheren Schichten
- Sie schätzen sich in der Schule auch als schlechter ein und denken, dass sie sich mehr anstrengen müssen
Ich denke, dass der Text " Kinder in Deutschland - alles klar oder was?" interessant für Eltern sein kann. Sie erfahren, wie die Entwicklung der Kinder heutzutage aussieht und welche Faktoren für die Entwicklung der Kinder wichtig sind.
Allerdings werden diese Entwicklungen sehr stark von dem Einkommen der Eltern abhängig gemacht. Eltern aus einer niedrigen sozialen Schicht haben nicht die finanziellen Möglichkeiten das "perfekte Umfeld" für ihre Kinder zu schaffen.
Sie können allerdings ihren Kindern Mut machen und ihnen erklären, dass sie deswegen nicht weniger schlau oder weniger wert sind.
Meiner Meinung nach ist der Text "Kinder in Deutschland - Alle glücklich oder was?" sehr interessant für Eltern, weil er viele Bereiche,die Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben, anspricht. Die Eltern können sich nun nicht ihre Kinder aufgrund der Erklärungen des Textes erziehen, aber sie können sich einen Überblick verschaffen, welche äußeren Einflüsse die Erziehung und die Entwicklung begleiten.
Allerdings stellt der Verfasser die Klassenunterschiede sehr stark dar, so könnte man denken, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien sich viel schlechter entwickeln als andere, doch hängt meiner Meinung nach die Mutterliebe nicht von ihrem Kapital ab.
Swantje Cramer
Zusammenfassung „Junge oder Mädchen? Der kleine Unterschied in der Erziehung“ (Jessica)
In dem Text „Junge oder Mädchen? Der kleine Unterschied in der Erziehung“ von Lilian Fried werden Grundlagen der Geschlechtsrollenstereotypen erläutert und die Konsequenzen, die sich hier durch für das Zusammenleben ergeben.
Fried gibt an, dass das Zusammenleben durch eine soziale Ordnung geprägt ist, welche auch allgemeine Charakteristika über Männer und Frauen enthält (Geschlechtsrollenstereotypen). Diese Merkmale werden von einer Generation in die nächste weitergegeben und bei nicht Erfüllung kommt es oft zu gesellschaftlichen Außenseitern.
Die Geschlechtsrollenstereotype beinhalten unter anderem auch Wertung. Männer werden beispielsweise als das "starke Geschlecht" bezeichnet, während sich Frauen eher minderwertig fühlen. Dies ergibt natürlich Konsequenzen für das Zusammenleben.
Die Stereotype lassen sich noch aus dem 18.Jhr. ableiten, Frauen waren nicht nur von den Männern abhängig, sondern auch geistig und körperlich unterlegen. Heute ist das natürlich nicht mehr so festgelegt wie früher. Frauen wollen alles unter einen Hut bringen und Männer kümmern sich eher um den Beruf.
Allgemein sagt Fried jedoch, dass es ein angeborenes Mädchen und Jungen Verhalten gibt. Die biologische Ausstattung von Mädchen und Jungen ist verschieden und schon als Kinder erkennen sie ihr Verhaltensmuster. Die Kinder identifizieren sich schon im Kindergarten mit den Geschlechtsrollenstereotypen. Die Verhaltensweisen beim Spielen und im Kontakt mit anderen sind grundsätzlich verschieden. In der Intelligenz gibt es jedoch keine Unterschiede.
Die Erziehung des Kindes erfolgt in erster Linie immer noch durch die Frau. Hierbei lässt sich eine Unterscheid im Umgang zwischen Mutter und Vatter mit Söhnen und Töchtern beobachten. Eine Verhaltensänderung erfolgt auch bei Alleinerziehenden.
Bei dem Vorgang der Erziehung spielt auch der Einfluss durch die Medien eine Rolle.
Auch die Forderung der Kinder im Kindergartenalter weisen Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen auf. Bei Mädchen wird Anpassung und Gehorsam gefordert, welches die Entwicklung des Selbstvertrauens nicht unbedingt fördert. Jungen werden hingegen zu stärkerer Leistung und Unabhängigkeit erzogen, dies fördert ihr Selbstvertrauen.
Hieraus kann man ableiten, dass die Erziehung geschlechtsflexibel sein sollte, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Mädchen und Jungen sollten geschlechtsflexibles statt geschlechtsstereotypes Verhalten lernen. Obwohl Frauen und Männer weiterhin den Geschlechtsrollenvorschriften entsprechen wollen.
Warum sind diese Informationen für Eltern wichtig?
Zuerst einmal ist der Text wichtig, damit Eltern einige Grundlagen zu den Geschlechtsrollenstereotypen erfahren. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sind wichtig für die Erziehung sowie für das Zusammenleben von Mann und Frau.
Eltern sollten ihre Kinder nicht in ein Rolle zwängen und sie geschlechtsstereotyp erziehen. Sie sollten Wert auf eine geschlechtsflexible Erziehung legen, die dem Kind alle Möglichkeiten der Entwicklung bietet.
Allerdings muss beachtet werden, dass es ein angeborenes Mädchen-/Jungenverhalten gibt, welches nie vollständig abgelegt werden kann und auch bei der Erziehung berücksichtigt werden sollte.
Warum brauchen Kinder Freunde? (Elena Reuschel)
Zusammenfassung (Familien Handbuch Renate Valtin und Reinhard Fatke)
- Freundschaft spielt für die kognitive, soziale und moralische Entwicklung eine große Rolle und stellt eine wesentliche „Sozialisationsinstanz“ dar
- Struktur einer Freundschaftsbeziehung stellt besondere Herausforderungen an das Kind
- Freundschaftsbeziehungen sind durch Gleichheit, Gleichrangigkeit und Gegenseitigkeit gekennzeichnet
Freundschaftsbeziehungen :
- Geben Anstöße zur kognitiven Entwicklung, indem sie mithelfen, den Egozentrismus des Kindes zu überwinden
- Herausforderungen für das Kind
- Bieten Orientierungssicherheit
- Ermöglichen dem Kind ein realistisches Selbstbild zu entwickeln
- Helfen dem Kind moralische Standards zu entwickeln, die an dem Prinzipien der Gleichheit, Wechselseitigkeit und Fairness orientiert sind
Im Folgendem wird eine Studie zu Freundschaftskonzepten genauer analysiert. Befragt wurden dabei rund 100 Kinder und Jugendliche in Einzelgesprächen.
Die Fragen konzentrieren sich auf folgende Bereiche:
- Wie entstehen Freundschaften?
- Welche Motive liegen der Freundschaft zugrunde?
- Wodurch zeichnet sich ein idealer Freund/ eine ideale Freundin aus?
- Gibt es Streit in der Freundschaft? Wie entsteht er, und wie wird er geschlichtet?
- Welche Rolle spielt Vertrauen?
- Wodurch gehen Freundschaften auseinander?
- Welche Beziehungen existieren zwischen Freundschaft und Liebe?
Anzahl und Geschlecht der Freunde
- Freunde sind für Kinder offenbar alle die Menschen (oder auch Tiere), die zu ihnen nett sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Freunde rasch wechseln
- Mit steigendem Alter nimmt die Zahl der Freunde zunächst ab. Die Acht- bis 10- 12-Jährigen nennen in der Regel nur noch einen „besten Freund“ (begrenzt auf das eigene Geschlecht)
- Jugendliche (16-18 Jährige) geben meist mehrere Freunde an (Clique)
Ähnlich oder verschieden?
- Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen –hinsichtlich Alter, Herkunft, Interessenlage und Einstellung sind für das Zusammenkommen von Freundschaftsbeziehungen ausschlaggebend,
Lebenserfahrung spielt eine entscheidende Rolle
- Für Kinder sind Freunde vor allem Gleichaltrige, die genauso sind wie sie selbst
- Jugendliche differenzieren meist ihre Ansichten hinsichtlich der Freundschaftsbeziehung:
- es wichtig Gemeinsamkeiten zu haben
- die Ergänzung des Freundes ist ebenfalls wichtig, da
- Eintönigkeit und Langeweile dadurch entgangen wird
- man bekommt Ansichten, Widerspruch und erhält Korrekturen, die zur Erweiterung des eigenen Horizonts wie auch zur Bereicherung des Lebenserfahrung führen können
- Freunde sollen auch Gegenpart sein, weil dies eine produktive Spannung ergibt. Dies führt zur Erweiterung der Identität
Motive der Freundschaft
Unterscheidung in vier Aspekte:
- ein pragmatisch- utilitaristischer Aspekt
- ein sozialer Aspekt
- ein personaler Aspekt und
- ein emotionaler Aspekt
- ein pragmatisch- utilitaristische Gesichtspunkte
- sind für kleine Kinder das wichtigste Motiv für eine Freundschaft
- 5 – 6 Jährige: ein Freund brauche man zum Spielen
- von 8 Jahre an: à Freund= Helfer in schwierigen Situationen
- Jugendliche und Erwachsene: Freund wird bei seelisch- moralischen Problemsituationen benötigt. Man erwartet von seinem Freund Beistand und Unterstützung.
- sozialer Aspekt
- Freund= Gesellschafter, Unterhalter und als Mittel gegen das Alleinsein
- Alleinsein ist im Jugendalter eine existentielle Grundgefahr
- Freunde bieten geschützten und sozialen Nahraum der Sicherheit, Verlässlichkeit und Stabilität garantiert
- 5-8 Jährige: à der Freund soll vor allem nett sein
- 10-12 Jährige: der Freund sollte freundlich, hilfsbereit, verträglich und umgänglich sein; Er darf nicht petzten und keine Geheimnisse verraten (vor allem Jungen betonen diesen Punkt); Freundin sollte eine verschwiegene, verständnisvolle Gesprächspartnerin sein, der man Probleme anvertrauen kann ( Sicht der Mädchen)
- Jugendliche und Erwachsene: à Freundschaft= Rückhalt im Leben; verleiht ihnen Sicherheit und Stabilität; es ist wichtig, dass sie einfach da sind und man sich auf sie verlassen kann
- personaler Aspekt
- Bei der Freundschaft geht es darum eine Intimsphäre zu schaffen, die der Identitätsfindung und Identitätssicherung dient
- Jugendliche und Erwachsene: à Austausch von intimen Gedanken, Gefühlen, Ängsten und Sorgen
- Dieser Austausch führt zur persönlichen Weiterentwicklung und zur Selbsterkenntnis
- Freundschaftsbeziehung kann zur Identitätssicherung und Persönlichkeitsentfaltung beitragen
- emotionaler Aspekt:
- Emotionale Aspekt begleitet die Freundschaft
- Bei Kindern: à emotionaler Aspekt= positive Gefühle
- Bei Jugendlichen:à emotionaler Aspekt= tiefgehende Gefühle von Zuneigung und Bindungen
Zusammenfassend ist die Bedeutung der Freundschaft für die Befragten der Studie altersabhängig. Dabei ergeben sich folgende Grundmuster:
Für die Fünf- bis 6-Jährigen ist es wichtig, dass der Freund bzw. die Freundin nett ist und man gut mit dieser Person spielen kann.
Für die Acht-Jährigen ist die Freundschaft eine einseitige und zweckorientierte Beziehung.
Bei den Zehn- und Zwölfjährigen ist die Freundschaft eine eher wechselseitige Beziehung, der die Verfolgung gemeinsamer Aktivitäten und der gegenseitigen Unterstützung der Notlagen dient. Freunde sollen vertrauenswürdig, solidarisch und verträglich sein.
Bei Jugendlichen gewinnt der Freund eine charakterliche Kontur. Freunde sollten ehrlich, zuverlässig, vertrauenswürdig, taktvoll und sensibel sein. Intime Gedanken und Probleme werden in einer Freundschaft wechselseitig ausgetauscht.
Bei einigen Erwachsenen deutet sich eine Konzeption von Freundschaft an, die durch Raum für Autonomie und Distanz gekennzeichnet ist. Auf diese Weise wird das eigene Lebenspotenzial erweitert.
Ich denke, der Inhalt des Textes „Warum Kinder Freunde brauchen“ ist sehr interessant. Allerdings bietet er keine genaueren Hilfestellungen für Eltern. Zwar können sich Eltern an einige Aspekten über die Entwicklung ihrer Kinder orientieren, allerdings klappt dies nur in geringen Maßen.
Dennoch finde ich es hilfreich den leicht zu verstehenden Text zu lesen, da man die verschiedenen alterstypischen Grundmuster genauer kennen lernt.
Kinder optimal fördern - mit Musik von Hans Günther Bastian (Christian Happe, Alexander Penner)
Eine empirischen Studie, die zwischen 1992 und 1998 an sieben Berliner Grundschulen durchgeführt wurde, bestätigt, dass Musik und Musizieren die Lebensqualität und die Lebensfreude unserer Kinder und stark fördert und bereichert. Alle Kinder in den Grundschulen aller Bundesländer sollen die Chance erhalten, ein Instrument zu lernen und in einem Ensemble ihrer Wahl zu musizieren. Im Folgenden sollen einige ausgewählte Ergebnisse der Studie vorgestellt werden.
Soziale Kompetenz
- Ein Ergebnis war, dass musizierende Kinder eine deutliche Sympathie gegenüber ihren Mitschülern ausstrahlen. Dies bedeutet, dass es in musizierenden Grundschulklassen weniger häufig ausgegrenzte Schüler gibt.
- Die Quote der einfach und mehrfach geäußerten Antipathien ist in nicht-musizierenden Grundschulklassen nahezu kontinuierlich doppelt so hoch wie in Musikklassen.
Dies verdeutlicht die Annahme, dass sich Musik auch im Zusammenleben positiv auswirkt.
Die fundamentalen sozialen Bezüge sind Merkmale und Bedingungen einer lebendigen häuslichen und gesellschaftlichen Gemeinschaft die durch Musik gefördert werden.
Musik öffnet den Menschen
Musik ist die sozialste aller Künste. In Anlehnung an Nietzsche können wir festhalten: Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum. Der Umgang mit Musik "öffnet" den Menschen zum Mitmenschen. Die Schüler gehen mehr aufeinander zu, aufeinander ein und tauschen sich gegenseitig aus, über die Musik.
Psychische Macht der Musik gegen physische Gewalt!
Musik und insbesondere eigenes Musizieren sind "eine" soziale Chance in der Pro- und Metaphylaxe von Aggressionen unter Kindern und Jugendlichen, wirken also gewalthemmend. Wir sollten unserer Gesellschaft, d.h. nichts anderes als uns selbst eine Chance geben und gegen die physische Gewalt die psychische Macht der Musik setzen.
Zur Intelligenzentwicklung
- Bereits für 6-7jährige Kinder stellen wir einen monoton-steigenden Zusammenhang zwischen musikalischer Begabung und Intelligenz fest. Mit höherem Musikalitätswert steigt auch der Intelligenzquotient (= IQ).
- Kinder aus der Modellgruppe, die bereits zu Projektbeginn überdurchschnittliche IQ-Werte erreicht haben, steigern diesen kognitiven Begabungsvorteil nochmals signifikant deutlicher als Kinder aus der Kontrollgruppe.
- Sozial benachteiligte und in ihrer kognitiven Entwicklung weniger geförderte Kinder (mit unterdurchschnittlichem IQ) profitieren ebenso vom Umgang mit Musik. Sie legen über die Jahre hinweg in der Tendenz kontinuierlich zu.
Ein Instrument zu spielen ist eine der komplexesten menschlichen Tätigkeiten. Schon bei einfachsten Stücken werden Fähigkeiten des Intellekts (Begreifen), der Grob- und Feinmotorik (Greifen), der Emotion (Ergreifen) und der Sinne beansprucht. Die präzise Koordination der Hände und Finger auf Saiten oder Tasten verlangt eine ausgeprägte Feinmotorik und räumliches Vorstellungsvermögen.
Wenn aber Musikerziehung die Intelligenz vor allem auch kognitiv weniger entwickelter Kinder vorteilhaft fördern kann, dann folgt daraus:
Bildungspolitik mit Musik ist die beste Sozialpolitik!
Eltern, die ihre Kinder in ihrer Entwicklung optimal fördern wollen, und wer wollte dies nicht, sollten ihre Jüngsten möglichst früh ein Instrument lernen lassen - und zwar das Wunschinstrument des Kindes selbst.
Konzentration
- Für die Gesamtstichprobe heutiger Grundschulkinder lässt sich bilanzieren, dass die Fähigkeit zur konzentrierten Wahrnehmung von der 1. bis zur 6. Klasse im Trend eher nachlässt, was sicher auch auf zunehmende Umwelt- und insbesondere Medieneinflüsse zurückgeführt werden kann.
- Erfreulich ist die Bilanz für Lehrer aller Fächer: In der Modellgruppe gibt es weniger schwache und weniger extrem schwache Konzentrationsleistungen als in der Kontrollgruppe. Dies bedeutet, dass das Musizieren besonders Kindern mit hohen Konzentrationsdefiziten intensiv helfen kann.
Musikalische Begabung/ Leistung/ Kreativität
- Kinder der musikbetonten Grundschulen schneiden in allen musikalischen Begabungs-, Leistungs- und Kreativitätstests über die Zeit hinweg besser ab als Kinder aus der Kontrollgruppe.
Angst - Emotionale Labilität
- Die meisten Kinder können, und dies unabhängig von ihrer Gruppenzugehörigkeit, überdurchschnittliche Angstwerte im Verlaufe ihrer Grundschulzeit erfreulicherweise deutlich abbauen.
- Schüler der Kontrollgruppe glauben jedoch von sich selbst, über die Zeit hinweg eher ängstlicher geworden zu sein, während Kinder der Modellgruppe meinen, allgemeine Ängste besser reduzieren zu können.
- Instrumentlernen und Musizieren "neurotisiert" unsere Kinder trotz Übens, musikalischer Leistungserwartung und öffentlichem Musizieren nicht auffällig oder gar bedeutsam. Sie leiden nicht unter stärkeren Angstsymptomen oder ausgeprägter emotionaler Labilität, die in Untersuchungen mit Berufsmusikern immer wieder repliziert wurden.
Allgemeine Schulleistungen
- Musikbetonung bedeutet an Berliner Grundschulen für alle Schüler zusätzliche Zeitinvestitionen bis in die Nachmittagsstunden, so im Erlernen eines Instrumentes, im Üben, im Ensemblespiel oder in der Vorbereitung von Aufführungen.
Ein geradezu sensationelles und für Eltern/Erziehungsberechtigte wichtiges Ergebnis: Der erhebliche Zeitaufwand geht ganz eindeutig nicht zu Lasten der allgemeinen schulischen Leistungen. Zu keinem Erhebungszeitpunkt sind die Leistungen der Kinder aus der Modellgruppe in den so genannten "Hauptfächern" schlechter als die der Kinder aus der Kontrollgruppe. Der prozentuale Anteil der Kinder mit überdurchschnittlich guten Leistungen ist in der Modellgruppe oftmals höher als in der Kontrollgruppe.
- Daraus ist für Eltern und Erzieher diesem Rat zu folgen:
Lasst Eure Kinder musizieren, trotz und gerade wegen schulischer Durststrecken! Ein Abmelden vom Instrumentalunterricht wäre für die kindliche Entwicklung in kognitiver und emotionaler Hinsicht geradezu kontraproduktiv!
Was folgt daraus? - Fachpolitische Konsequenzen
Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Studie fordern eine engagierte(re) Bildungs- und Schulpolitik, die in unseren allgemein bildenden Schulen das Fach Musik vom Rand in die Mitte rückt und eine Kulturpolitik, die das förderliche Umfeld der Laienmusik stärker als bisher anerkennt und demzufolge auch fördert.
Die schlichte Botschaft lautet daher:
Politiker, Eltern, Lehrer, lasst unsere Kinder musizieren!
Und sie tun dies nicht um der sozialen oder kognitiven Nebenwirkungen wegen, sondern ausschließlich um ihrer selbst willen, aus Freude an der Musik und an der eigenen Begabung.
Wo immer wir Kinder fordern und fördern wollen, wo immer wir Verantwortung für ihre Entwicklung tragen, sollte Musik mit ihrem Geist-, Gefühls-, Kreativitäts- und Sozialpotential ins Spiel kommen. Wir brauchen sie, die Musik, heute dringender denn je!
Wir haben diesen Text gewählt da er unserer Meinung nach sehr informativ und ansprechend geschrieben ist. Wir sind der meinung, dass man den KIndern die möglichkeiten geben muss sich mit musik auseinaderzusetzten - sei es durch Instrumente oder auch ein breitgefächertes Musikangebot, jenseits von dem
oberflächlichen MTV\VIVA angebot, welches die KInder sonst nur in ihrem Alltag kennenlernen.
Zusammenfassung "Wie gesund sind unsere Kinder und Jugendlichen?" (Christine)
Der Fachtext "Wie gesund sind unsere Kinder und Jugendlichen" von Priv.-Doz. Dr. med. Dipl. Phys. E. Friederichs beschäftigt sich mit der Frage nach körperlichen und psychischen Problemen junger Menschen.
Entgegen der klassischen Lehrmeinung, die besagt, dass das Kindheits-und Jugendalter die beste Phase der Gesundheit ist, leiden Kinder und Jugendlich heutzutage immer mehr unter verschiedenen Problemen, die zum Beispiel durch Trinken, Rauchen, Drogen, mangelhafte Bildung, auffällige Ernährungsgewohnheiten, mangelnde körperliche Ertüchtigung, erhöhter Fernsehkonsum, Gewaltvideos- und spiele zu erklären sind.
Hierbei unterscheidet man körperliche und psychische Probleme.
Zu den körperlichen Auffälligkeiten zählt das erhöhte Auftreten von Diabetes und die Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bedingt werden solche Erkrankungen durch Übergewicht, welches, wie oben genannt, durch auffällige Ernährungsgewohnheiten, mangelnde körperliche Ertüchtigung und erhöhten Fernsehkonsum entstehen kann.
Weiterhin wurden auch Haltungsschäden, Lese-Rechtschreib-Probleme und Gewalt an Schulen beobachtet.
Oft leiden Kinder und Jugendliche heute auch unter psychischen Störungen, zu denen auch die Angststörungen mit 14,5%, affektive (überwiegend depressive) Störungen mit 14,5% und körperbezogene Störungen mit 11% zählen.
Auf solche Störungen gibt es einige Hinweise, die einen sehr hohen Stellenwert haben. Man beobachtet bei Kleinkindern also Schreien, Schlafen, Essen, Temperatur und Immunsystem um festzustellen, ob einen Verhaltensstörung vorliegt.
Begünstigt werden solche Entwicklungsstörungen durch
- Mangelhafte Kindheitserfahrung der Eltern
- Sozialen Stress (z.B. Armut)
- Verlust sinnvoller Familientraditionen und familiärer Netzwerke
- inadäquates und inaktivierendes Reizangebot (Medien, Spielmaterial)
- elterliche Bequemlichkeit, materielle Ersatzbefriedigung
Ein wichtiges Stichwort, welches dem entgegenwirkt, ist die Resilienz (Bewältigngsfähigkeit).
Die stärksten Faktoren für die Resilienz eines Kindes sind somit ein unbeschwertes Temperament, dauerhafte familiäre Beziehungen, kompetente Bezugspersonen u. a. auch in der Schule, die Entwicklung von Selbstachtung und ein Gefühl emotionaler Sicherheit.
Kompetenz auf akademischem, gesellschaftlichem und beruflichem Gebiet, Zuversicht oder eine positiv eingestellte Identität, Verbindungen oder gesunde Beziehungen, Charakter oder positive Werte, Integrität und Maßstäbe sowie Fürsorge und Mitgefühl gelten als die wichtigste Eigenschaften, die es zu erwerben gilt, um resilient zu werden.
Warnsymptome, die auf eine mangelnde Resilienzentwicklung hindeuten, sind zum Beispiel geringes Mimikverhalten, lange Tagträume, Rückzug in eine eigene Spiel-Erlebnis-Welt, ein geringes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verbunden mit Essstörungen, und Schlafstörungen oder exzessives Schreien ("Schreibabys").
Besonders interessant an diesem Thema ist die Tatsache dass Kinder und Jugendliche anscheinend durch moderne Medien so sehr körperlich und psychisch geschädigt sind, dass sie sehr genau beobachtet werden müssen, um die dadurch entstandenen Entwicklungsstörungen zu beheben oder ihnen vorzubeugen. Auch durch das für uns meist als normal angesehene Ess-und Bewegungsverhalten entstehen Schäden, die behoben werden müssen.
Alles in allem erscheint mir der Text sehr aktuell und problembezogen.
Zusammenfassung des Fachtextes ,,Junge oder Mädchen? Der kleine Unterschied in der Erziehung`` (von Lilian Fried)
In dem Fachtext geht es um Geschlechtsrollenstereotype und welche Konsequenzen für die Erziehung wichtig sind. Ein Problem der Kindererziehung besteht darin, dass Mädchen und Jungen geschlechtstypisch erzogen werden, d.h. z.B. Mädchen spielen mit Puppen, Jungen mit Bauklötzen, stattdessen rät die Autorin zur geschlechtsflexiblen Erziehung. Schwerpunkte legt der Text auf die Entwicklung und die durchlaufende Erziehung in der frühen Kindheit.
Frauen und Männer verhalten sich unterschiedlich, das liegt einmal am Körperbau (Erbanlagen), an der Geschichte, der bedeutendste Einfluss scheint aber die Erziehung auf das geschlechtstypische Rollenverhalten zu haben.
Diese Kennzeichnung ist geprägt durch eine soziale Ordnung und die allgemeinen Charakteristika über Männer und Frauen, die in einer Gesellschaft gelten. Die Geschlechtsrollenstereotype werden durch Nachahmung an die nächste Generation weitergegeben.
Für das Zusammenleben von Männer und Frauen heißt das, dass sie in bestimmte Rollenmuster gedrängt werden. Die Männer gelten im Allgemeinen als das ,,starke Geschlecht``, Frauen fühlen sich meist minderwertig.
Deswegen fordert der Text einen Gestaltenwandel des Zusammenlebens und geschlechtsflexible Erziehung.
Frauen kümmern sich um den ,,ganzen Apparat Familie``, sie sind heutzutage oftmals berufstätig, kümmern sich um den Haushalt und die Kindererziehung, für alle Aufgabenbereiche fühlen sie sich verantwortlich, der Mann dagegen kümmert sich eher nur um seinen Beruf.
Kinder erkennen schon früh die unterschiedlichen Verhaltensmuster von Männern und Frauen und verhalten sich meist dementsprechend.
Schon im Frühstadium unseres Lebens werden wir auf die Geschlechterrollen programmiert und vorbereitet. Die frühkindliche Erziehung scheint eine Domäne der Frau zu sein, trotzdem sind gerade bei der Erziehung junger Kinder Männer wichtig, da sie oft positive Impulse zur Förderung der Aktivität und Leistung geben können. Es handelt sich bei der Erziehung um ein kompliziertes Zusammenspiel.
Im Kindergarten fordern die Eltern von Mädchen Anpassung und Gehorsam, von Jungen stärkere Leistungen und Unabhängigkeit, diese Unterschiede wirken sich anders auf die Entwicklung des Selbstvertrauens aus, dass der Jungen wird mehr gestärkt. In der Umwelt treten erschwerend verwirrende Faktoren auf, z.B. durch Medien.
Diese geschlechtstypische Erziehung soll reformiert werden, eine geschlechtsflexible Erziehung gebe die Möglichkeit zur stärkeren Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Erlernen von geschlechtsflexiblen Verhalten ist allerdings schwer umzusetzen, da Kinder die typischen Verhaltensmuster von ihren Eltern abgucken und nachahmen (Rollenvorbilder).
Der Text kann Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder durchaus eine Hilfe sein, da er Grundlagenwissen über die Erziehung der Geschlechter bietet. Er weist daraufhin, dass Mädchen und Jungen in bestimmte Rollenverhalten hineingeboren werden. Dieses von der Gesellschaft gewohntes Rollenverhalten soll durch geschlechtsflexible Erziehung gelockert werden.
Projiziert man die geschlechtsflexible Erziehung auf den Alltag, treten einige Schwierigkeiten auf, denn einerseits ist ein bestimmtes Junge-Mädchen-Verhalten angeboren, andrerseits haben schon die Eltern in ihrer Kindheit die Geschlechtsrollenstereotype erlernt, die Gewohnheiten sind nur schwer abzulegen. Durch Nachahmung werden sie immer wieder an die nächste Generation weitergegeben.
(Carolin)
Auf das Vorbild kommt es an (Tanja und Lena D.)
Wie Kinder von Vorbildern lernen
von Hans Biegert
- Unser Gehirn
- Wie wie lernen
- bei einem Neugeborenen sind nur wenig Neuronen vorhanden und nicht viel untereinander verbunden
- einige Monate später werden viele Verbindungen aufgebaut
- wenn ein definierter Bereich des Gehirns einen spezifischen Input erhält, kommt es zur Netzwerkbildung
- dies ist somit das Spiegelbild gelernter Fähigkeiten
- verbleibt Input wird also nicht " gelernt" so erfolgt automatisch keine Vernetzung der Neuronen untereinander
- LERNEN = im weitesten Sinne Sozialisation / Erfahrung
- setzt voraus : neuronaler Input / neuronale Stimulation / Erfahrung
- hat zum Ergebnis: Neuronale Vernetzung / Netzwerkbildung
- Lernen und Erfahrungen verändern also nachweislich psychologisch ( organisch) unser Gehirn
- Vernetzung zeigt, dass das Gehirn nicht ein unveränderbarer Computer ist
- durch die Verkabelungen können Informationen Erfahrungen und Fähigkeiten abgespeichert werden und jederzeit abgerufen werden
- um eine Tasse greifen zu können setzt voraus, dass der für die Hand und Fingermotorische Teil des Gehirns ausreichend Input über Greiferfahrung erhalten hat
- es liegt bei Kindern in der Natur, Dinge so lange zu tun, bis sie deren sicher sind
- Lernen ist nichts anderes als neuronaler Input
- Bsp. bei Geigern die linke Hand ist viel ausgeprägter als die rechte Hand, die nur den Bogen hält
- genauso führt aber auch verminderter Gebrauch, verminderte Stimulation, reduzierter Input, im Extremfall z.B. die Amputation eines Fingers, zu einer ausbleibenden sensorischen Reizung (Stimulation)
- dieser Bereich ist nun im Gehirn inaktiv
- diese stimulations- / inputabhängige Netzwerke führen also zu Festigung oder Verfall bzw. Funktionsintensierung-/ reduzierung von neuralen Netzwerken und Neuronenverbindungen und hat entwicklungsbiologisch ihren Höhepunkt in der Altersphase von 12- 18 Jahren
- jedes Baby ist neuronal bis zum 8. Monat für alle ca. 70 Phoneme der weltweit 8.000 bestehenden Sprachen in dem für Sprachwahrnehmung zuständigen Hirnbereich offen und besonders empfänglich
- sensibele Phase 1-3 Jahre
- Warum Vorbilder so entscheidend sind
- neueste Forschungsergebnisse: dass auch durch visuelle und akustische Wahrnehmungen von Bewegung oder so die neuronalen Verbindungen aktiv werden
- Bereits von Bewegungen werden spezifische Gehirnzellen der motorischen und sensomotorischen Rindenareale stimuliert und aktiviert
- Spiegelneurone werden schon frühzeitig aktiv
- Kinder immitieren oft das Spiegelbild und die Mimik ihres Gegenübers
- das Gesicht von Vater und Mutter ist wie ein Spiegel für die Verhaltensweisen des Kindes
- dieses Verhalten nennen die Forscher Resonanzverhalten
- auch beim Erlernen von Fähigkeiten sind die Spiegelneurone somit von großer Bedeutung
- Tipps für Eltern
- um das Lesen zu fördern, sollten lieber Bücher als Videos in den Regalen stehen
- auch wenn das Fernsehen unterbunden werden soll, sollten die Fehrnseher in Wohnzimmer, Küche und Kinderzimmer zu bestimmten Zeiten ausgeschaltet sein
- für eine gesunde Ernährung sollten nicht nur Süßigkeiten in der Küchenschublade liegen
- Eltern sollten nicht jede kleinste Strecke mit dem Auto fahren, Kinder sollten sich mehr bewegen
- Alkohol ist schädlich, der Keller ist aber im reichlichen Maß voll mit alkoholischen Getränken
- die Schüler können nicht motiviert arbeiten, wenn der Lehrer unmotiviert und ohne Engagement vor der Klasse steht
- Kinder sollen pünktlich sein, jedoch sind die Eltern als Vorbild auch oft sehr unpünktlich
- Kinder sollen selbstständig und allein ihre Schulaufgaben machen, obwohl Eltern bereits bei kleinsten Schwierigkeiten dazwischen funken
- Kinder sollen Schulmaterial pflegen, obwohl in der Schule die Türen ramponiert, Tische defekt sind
- Kindern sollen sich an aufgestellte Regeln halten, obwohl die Eltern greifen bei Regelverstößen nicht ein, sie sind folglich unkonsequent
- Kinder sollen engagiert und mit Freude zur Schule gehen, viele Erwachsene empfinden ihren Beruf als Last und Qual, nur 40% erreichen die gesetzliche Pensionsgrenze auf dem Dienstweg.
Eigene Meinung:
Insgesamt fanden wir die in dem Text enthaltenen Informationen sehr wichtig für die Eltern. Der Text enthält lehrreiche Informationen, für die Entwicklung und Erziehung für die kindliche Erziehung.
Leider ließ sich der Text sehr schwer zu Anfang lesen, erst im Verlauf des Textes konnte man sich einen genaueren Überblick verschaffen. Der erste Teil des Textes "Gehirn" ist sehr wissenschaftlich geschrieben und nicht von großer Bedeutung für die frühkindliche Entwicklung. Jedoch kann er mit Hilfe des Links auch gelesen werden.
Christina Luef: Mit den Augen der Kinder – Aufwachsen zwischen Familie, Freunden und Institutionen
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_1970.html]
In dem Text „Mit den Augen der Kinder – Aufwachsen zwischen Familie, Freunden und Institutionen“ von Christina Luef geht es um die Verschiedenen Einflussfaktoren auf das Aufwachsen von Vorschul- (5 – 6jährige) bzw. Grundschulkindern (8 - 9jährige).
Grundlage ihrer Erörterung war eine Studie des Deutschen Jugendinstitutes (DJI), das unter der Leitung des Soziologen Christian Alt „das Aufwachsen von Kindern in Deutschland aus Perspektive der Kinder“ untersucht hat.
Demnach ist das Wohlbefinden der Kinder in der Familie wie auch der gute Kontakt zu primären wie sekundären Familienmitgliedern sehr wichtig für das Selbstbild der Kinder.
Nur wenige Kinder meinen sie seien manchmal traurig und alleine. Dennoch sind Freunde und Spielgefährten notwendig, um ein Kind normal aufwachsen zu lassen.
Viele Kinder wurden emotional extrem auffallend (durch Wut, Angst und Trauer) und sind somit gefährdet später Schwierigkeiten in verschiedenen Lebensbereichen zu bekommen.
Weiterhin ist der soziale Umwelteinfluss (Familien mit vielen Kindern, Stieffamilien, weniger Bildung der Eltern oder aggressive Erzeihungsformen) oder auch die Schichtzugehörigkeit sowie der Wohnort (regionaler Aspekt) ausschlaggebend für eine gute Kindheit und somit Wohlbefinden in der Familie. Des weiteren zählen Faktoren wie die kulturelle Herkunft oder auch das Geschlecht eine Rolle.
Die Art und Intensität der Betreuung hängt von dem regionalen Faktor (z.B. Stadt, ländliche Gegend,...)
Auch die Schule kann Gefahren für da Selbstbild des Kindes birgen. Ist der Leistungsdruck für die Schüler zu hoch, so kann es zu Belastungssymptomen woe kopf- und Bauchschmerzen oder Angst vor dem Lehrpersonal kommen.
Alles in Allem bildet dieser Text eine wichtige Grundlage für z.B. die Wahl der Eigentumswohnung, oder dem Stadtort der (Ganz-)tagesbetreuung.
Zusätzich gibt er Anregungen für ein positives Selbstbild der Kinder und die damit zusammenhängenden Faktoren (wie z.B. Freunde,...)
Für die Autorin sind die optimalen Rahmenbedingungen für das Aufwachsen der Kinder eine Halbtagsbetreuung in ländlicher Gegend mit einer teilzeitbeschäftigten Mutter, die einen Großteil der Erziehung übernimmt.
(Jacqueline Becker)
Was Kinder über lügen aus Höflichkeit denken (Renate Valtin und Sabine Walper) von Marina H.
In diesem Text ging es um eine Studie, die an Kindern von 6 Jahren bis 10 Jahren durchgeführt wurde, um herauszufinden, ob sie aus Höflichkeit lügen würden oder immer die Wahrheit sagen. Man hat ihnen eine Geschichte vorgelesen, wo es darum ging, dass jemand aus Höflichkeit lügt. Danach wurden die Kinder befragt, wie sie über diese Situation denken und wie sie gehandelt hätten.
Die Forscher sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
- Die wahrheitliebenden Sechsjährigen:
- sind mehrfach dafür die Wahrheit zu sagen
- verstehen den Zusammenhang von Höflichkeitslügen noch nicht
- wollen niemanden verletzten
- Die unsicheren Achtjährigen:
- nur halb soviel wie bei den Sechsjährigen würden die Wahrheit sagen
- schwächen ihre Antwort ab ( "Der Kuchen schmeckt nicht so gut")
- sagen schon mal die Wahrheit
- Die höflichen Zehnjährigen:
- sagen als Gast nicht oft die Wahrheit
- die Hälfte würde der eigenen Mutter die Wahrheit sagen
- lassen sich nette Formulierungen einfallen
Ich denke, dass der Text wichtig ist, da viele Eltern glauben, dass sie in der Erziehung etwas falsch gemacht haben oder die Kinder zu frech sind. Dadurch kann es zu Unstimmigkeiten kommen und unter anderem auch zu Strafen. Ich denke, dass dieser Text die Eltern aufklärt darüber, dass ihre Kinder einfach noch nicht wissen, was sie sagen und den Zusammenhang noch nicht kennen. Er gibt ihnen Aufschluss darüber, wie ihre Kinder die Situation sehen und gibt ihnen eine gewisse Hilfe in der Art, wie sie zu reagieren haben.
Paedagogik