Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
Lesetipp, März 2011: SPIEGEL-online
Deutschland profitiert
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion und der Euro
Entwicklung
- 1970: „Werner-Plan“
Verschmelzung der Volkswirtschaften und Währungen der sechs EWG-Länder vorgeschlagen
- 1972: Europäische Wechselkursverbund
feste Wechselkursschwankung von +/- 2.25 % vorgesehen
- 1979: Einführung der Europäischen Währungseinheit (ECU)
Rechnungswährung; System von Gewichtungen
- 1986: Einheitliche Europäische Akte
Annäherung der europäischen Volkswirtschaften und Begrenzung der Kursschwankungen
- 1989: Delors-Bericht
Grundlagen für den EURO; Drei-Stufen-Programm
- 1992: Vertrag von Maastricht
bildet die Grundlage für die EWWU, Konvergenzkriterien festgelegt
Verwirklichung in drei Stufen
Erste Stufe ab 1. Juli 1990
- freier Kapitalverkehr zwischen allen EU-Ländern
- engeren Kooperation in der Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik
- Zusammenarbeit der Zentralbanken
Zweite Stufe ab 1. Januar 1994
- Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI)
stärkte Zusammenarbeit der Zentralbanken; für Durchführung einer einheitlichen Geldpolitik und Währung verantwortlich
- Vorbereitung für den Wechselkursmechanismus II
- Entwurf der Banknoten
Dritte Stufe ab 1. Januar 1999
- Endgültige Festlegung der Wechselkurse
- Einführung des Euros
- Wechselkursmechanismus II tritt in Kraft
- ab 1. Januar 2002: Münzen und Banknoten werden in Umlauf gebracht, halbjährige Übergangszeit
EWWU und Eurozone
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
Karte
- jedes Land der EU Mitglied
- geplant ist, dass jedes Land den Euro einführen wird
Eurozone
- Länder, die den Euro als Währung eingeführt haben
- Zuerst die 11 Länder Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal und Spanien
- Griechenland kommt am 1. Januar 2001 hinzu
- Zusätzlich haben noch die Mikrostaaten Monaco, San Marino und Vatikan den Euro durch Abkommen mit der EU
- Slowenien führt den Euro ein am 1. Januar 2007 ein
- Malta und Zypern streben einen Beitritt 2008 an
Voraussetzungen für den Beitritt zum Euroraum
- Zweijährige Teilnahme am Wechselkursmechanismus II
- Erfüllung der EU-Konvergenzkriterien:
- Preisniveaustabilität: geringe Inflation
- Finanzlage der öffentlichen Hand: geringe Schulden/Neuverschuldung
- geringe Wechselkursschwankungen
- Langfristige Zinssätze
- Dänemark und Großbritannien haben durch ihre Opting-out-Klausel den Euro nicht eingeführt
- Schweden hat die Konvergenzkriterien bewusst verletzt
Folgen der Einheitswährung
Vorteile
- verstärkter Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der EU
- Preisunterschiede für Produkte und Dienstleistungen in den Ländern der Eurozone nehmen ab
=> verstärkter Wettbewerb; niedrige Inflation; mehr Wohlstand
- kein Geldumtausch notwendig für die Bürger beim Reisen innerhalb des Eurolandes
- Europa erhält durch die gemeinsame Währung ein viel größeres Mitspracherecht beim Welthandel hat
Nachteile
- Gefahr bei Beitritt einer Volkswirtschaft mit einer überbewerteten Währung
=> geht auf Kosten der anderen Länder
- Probleme bei Verletzung der Konvergenzkriterien
=> strenge Kontrollen notwendig
- gefühlte Verteuerung
=> z.T. durch normale Inflation, Rundungsfehler, Anstieg in bestimmten Bereichen
Quellen