Arbeitsgruppe "Kulturspezifische Aspektze von Erziehung"
Projekt: Informationsaustausch mit Polen
Aufgabenbearbeitung:
Louisa (S.141-149)
Vanessa (S.150-159)
Annabelle (S.159-168)
Nina (S.169-180)
Themenschwerpunkte
1. Vergleich: drei Kinder auf drei Kontinenten
- Kenia,Francis Mutia David
- Vietnam,Ha Le Nguyen
- Deutschland,Paulina Hoffmann
2. Deutschland multikulturell:
- Statistiken
- Vorurteile
- Probleme
3. Probleme und Erfolge der Ausländer
4. Multikulturelle Gesellschaft und interkulturelles Lernen
5. Leben mit zwei Welten
6. Familien wandern nach Deutschland ein
- Kulturelle Umstellungen
- Probleme für ausländische Kinder in der Schule
7. Kultur und Erziehung
- Verhaltensmodelle
- Entwicklungsprozesse
8. Interkulturelle Kompetenz
9. Ein-Spruch
10. Problematik Kopftuch in der Schule
11. Multikulturelle Erziehung:Kindergarten bis Altenpflege
- Diskriminierung
- Vorurteilsbewusste Bildung
- Kultursensible Altenpflege
Präsentation
- Powerpoint Tabelle: 3 verschiedene Lebenswelten / Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- Rollenspiel: Als Au-Pair ein halbes Jahr bei Francis oder Ha Le/ Ha Le oder Francis ein halbes Jahr in meiner Familie
- Folie:Statistik Deutschland multikulturell; Statistik unserer Umgebung/Gemeinde
- Vorlesen: Gedichte (Heaven/Hell is...); evtl.Einbeziehung Comic
- Pinnwand:Gründe für ein Kopftuch/Pro-Kontra : unter Einbeziehung der Klasse
- eigene Meinung der Klasse über Kopftücher
- Comic
- Folie: Heißt Integration Anpassung? - Verschiedene Lebenssituationen (Tabelle)
- Buch Seite 162 kurzer Dialog mit der Klasse zusammen lesen
Inhalte
Annabelles
Aufgaben: S161-163 Nr.1),2)
Heißt Integration Anpassung?!!
Über zugewanderte Familien in Deutschland
Laut Ingrid Gogdin liegen verschiedene Lebenssituationen der Kinder aus Zuwanderungsfamilien vor.
Kinder, die in einsprachigen/ deutschsprachigen Familien aufwachsen, lernen diese Sprache gut und haben in der Schule kein Problem, den Erwartungshorizont zu erfüllen.
Bei Kindern mit mehrsprachigen Vorraussetzungen, wie z.B. deutsch und der Muttersprache des einen oder beider Elternteile, treten einige Probleme auf. Sie können an Analphabetismus
In beiden Sprachen erleiden, da im Kindesalter das Vermischen der zu erlernenden Sprachen zu Missverständnissen und zum Verlernen der korrekten Aussprache und des Schreibens auf beiderlei Hinsicht führt.
Diese Kinder haben keine konkrete Orientierung zum Erlernen einer Sprache.
Ein dritter Fall sind Kinder, welche z.B. in Deutschland leben und aufwachsen, jedoch kaum die Möglichkeit haben, durch ihre Eltern die gebrauchstüchtige Sprache zu erlernen. Innerhalb der Familie wird nur die Muttersprache der Eltern gesprochen, die einzigen Deutschkenntnisse, die erlangt werden können, sind in der Schule oder unter deutschsprachigen Freunden. Dies reicht jedoch keineswegs aus, um dem späteren Erwartungshorizont in der Schule oder im Berufsfeld zu entsprechen.
Nr. 3)
Definitionen
Die Fähigkeit Anerkennung zu verleihen oder zu erlangen ist vielseitig. Sie anderen Menschen zu verleihen entsteht bei der Einsicht, ein anderer Mensch hat gute Leistungen erbracht oder Dinge getan/ erreicht, die einen selbst beeindrucken.
Sie zu erlangen lässt sich so erschließen, dass man etwas im Leben erreicht/ vollbracht hat, was andere Menschen zu schätzen wissen.
In Hinsicht auf den Zustand der Kinder au Zuwanderungsfamilien zeigt sich die Anerkennung in der Sprache und dem Anpassen und der Integration in dem neuen Heimatland.
Ein Dialog ist ein Gespräch zwischen zwei Menschen. Er kann einsprachig oder mehrsprachig geführt werden und dient zur Verständigung und Übermittlung von Informationen beider Seiten.
Identität ist das Eigentum jedes Menschen, der sich durch seine Einzigartigkeit, seinen Wohnsitz, seine Eigenschaften und Ähnlichem ausweisen kann.
Toleranz ist die Aneignung etwas zu akzeptieren in vielerlei Hinsicht. Jeder Mensch besitzt eine Toleranzgrenze, welche durch das eigene Bewusstsein und Gewissen festgelegt wird.
In jeder möglichen Lebenssituation kann es zu einem Konflikt kommen. Ob zwischen zwei Menschen, die verschiedene Ansichten zu einem Thema vertreten oder Sonstigem. Wenn Konflikte auftreten ist die beste Lösung, diese verbal zu lösen.
Als Assimilation bezeichnet man die Anpassung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aneinander.
Ist die räumliche Abbildung sozialer Ungleichheit in einer Gesellschaft- Studentenviertel, Armutsviertel…- und bezeichnet dadurch die Absonderung einer Bevölkerungsgruppe nach Merkmalen wie sozialer Schichte, ethnisch-kulturellem Hintergrund oder Lebensstil.
Eine Immigration findet statt, wenn Menschen aus ihrem Heimatland in ein anderes Land ziehen und die Nationenzugehörigkeit, ihre Pässe und weitere Dinge darauf abstimmen lassen.
Diese kann in vielerlei Hinsicht geschehen. Bezüglich dieses Themas findet eine Anpassung der Immigranten statt, wenn sie versuchen die Sprache zu erlernen und sich die kulturellen Bereiche anzueignen.
Durch eine Anpassung versucht man, sich z.B. in ein soziales Umfeld einzufügen.
S. 164 Nr. 2)
Die Wechselbeziehung zwischen Kultur und Erziehung!!
Konsequenzen aus der These für die Zielsetzung einer interkulturellen Pädagogik
Laut Friedrich Karl Rothe ist der Mensch Kulturträger. Allerdings muss der Mensch zuerst als ein solcher heranwachsen und zu seiner Kultur erzogen werden. Geschieht dies nicht, kann die bestehende Kultur nicht weiter getragen und aufrechterhalten werden.
Kultur ist also auf Erziehung angewiesen.
Zitat aus dem Text: „Der Mensch ist nicht nur "Geschöpf der Kultur", sondern auch "Schöpfer der Kultur" (Landmann), aber er muss erst in diese Schöpferrolle hineinwachsen."
S. 166 Nr. 1)
Die gesellschaftliche Entwicklung
Die gesellschaftliche Entwicklung lässt sich so beschreiben, dass durch die Zuwanderung vieler verschiedener Kulturen auch immer mehr Neues zum Alten hinzukommt.
Es befindet sich nicht nur eine Nation in einem Land, sondern es treffen die unterschiedlichsten Nationen aufeinander. Die Vermischung dieser Nationen beeinflusst zunehmend die gesellschaftliche Entwicklung. Ob in positiver oder negativer Hinsicht ist für jeden individuell zu sehen.
Nr.2)
Unter diesem Begriff lässt sich viel beschreiben. Die eigene Identität jedes Menschen wird durch die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst.
Kinder hören amerikanischen Hip-Hop und tragen New Yorker Großstadtlook, neue Hobbies, wie Graffitis sprühen oder verschiedene Sportarten, Tänze und weiteres kommen hinzu.
Alles, was seine eigene Identität auszeichnet, wird durch den multikulturellen Zuwachs beeinflusst.
Nr.3)
Ein Beispiel für „Kreolisierungstendenzen“ aus eigenem Umfeld
Kleinere Kinder und Heranwachsende werden oft durch ihr Umfeld mehr beeinflusst.
Ein Beispiel dafür ist Folgendes:
Ein kleines Mädchen ist Christin, ihre ganze Familie auch. Ihre Freundin im Kindergarten ist Muslimin. Nun fragt sich das Mädchen, wie es ist Muslimin zu sein und möchte sich gern anpassen und zu dem Glauben wechseln. Sie versteht nicht genau, was es für Unterschiede gibt, warum sie Christin und ihre Freundin Muslimin ist und möchte es einfach ausprobieren.
Ihre Eltern versuchen ihr zu erklären, dass dies nicht so möglich ist.
Der Begriff der Kreolisierung, der Vermischung, Widersprüchen und durchlässigen Grenzen von Bedeutungssystemen.
Auf Kultur übertragen, versucht der Begriff jener neuen kulturellen Diversität gerecht zu werden, die mehr auf Verbindungen und weniger auf Autonomie der einzelnen Kulturen basiert.
Nr.4)
Wie kann und muss Pädagogik auf diese „Kreolisierung“ reagieren?
Meiner Meinung nach ist diese Kreolisierung eine Erweiterung unserer Kultur und deren Erziehung. Es hat viele Vorteile, unter Anderem lernen Kinder verschiedene Nationen und deren Kulturen kennen und können sich deren etwas anpassen und erweitern ihren Horizont, was sich fürs spätere Leben auszahlt. Ein Nachteil könnte sein, dass es zur Suggestion, d.h. zur manipulativen Beeinflussung einer Vorstellung oder Empfindung usw. kommen kann.
Was vor allem den jeweiligen Glauben der Menschen betrifft.
Die Pädagogik sollte daher mit Vorsicht darauf reagieren und die Entwicklungen beobachten, die vor allem im Kindesalter auftreten. Ich kann mir vorstellen, dass es in Zukunft irgendwann keine Kultur, wie sie der „Ursprungskultur“ zuzusprechen ist, geben wird. Es sind nur noch Mischkulturen und werden durch die Kreolisierung weiter beeinflusst und vermischt.
(Beispiel aus Aufgabe 3)