Taira, Mario, Marc
Die wichtigsten Anhaltspunkte der Texte:
Als ich in deinem Alter war! Erziehung in den 50er-Jahren
Gliederung:
- Bildbearbeitung der Bilder der Seiten 181, 182, 183 (Zeugnis) [Marc, Mario]
- Textbearbeitung der Seite 183 (Marc, Mario)
- Textbearbeitung der Seiten 184-185 (Taira)
- Textbearbeitung der Seiten 186-188 (Marc, Mario)
- Textbearbeitung der Seiten 193-196 (Taira)
Bearbeitungen:
Bildbeschreibung der Seite 181:
"Die Schuluhr" (Paris 1956)
- drei Jungen
- der links sitzende Junge verfolgt den Unterricht
- der mittig sitzende starrt nach vorne eventuell fühlt er sich zu weit nach hinten gesetzt
- der rechts sitze schaut erwartungsvoll auf die Uhr
- eine Uhr, welche 11.25 Uhr zeigt
- schwarz-weiß abgebildeter, schlichter Klassenraum
- Schule war früher, in den 50er Jahren, ähnlich wie heute alle warten darauf, dass die Schulstunde endet
Bildbeschreibung der Seite 182:
Erster Schultag, Ostern 1958
Linkes Bild:
- das Kind geht alleine, ohne Schultüte, schüchtern und nachdenklich zur Schule
- bleibt stehen und schaut an den Wegrand, eventuell wird es zurückblicken
- trägt einen Schulranzen bei sich
Rechtes Bild:
- das Kind kehrt mit nur einem Schuh zurück
- lustlose Körperhaltung
Bildbeschreibung der Seite 183 (Zeugnis):
- kein „sehr gut“ vorhanden
- andere Kriterien/Schulfächer
- andere Strukturierung
- einige Sachen bis heute unverändert zum Beispiel: Fehlstunden und unentschuldigte Stunden, Fächer wie zum Beispiel Lesen und Rechnen, Daten und Fakten
Textbearbeitung der Seite 183:
- Zwergenschulen
- vier Klassen verteilt auf zwei Lehrer in zwei Räumen
- Abschaffung galt als Fortschritt
- unglaubliche Konzentrationsleistung
- die Jüngeren hörten ab und an den Älteren zu, obwohl sie sich auf ihre Leistung konzentrieren mussten/wollten
Nr.1/2:Was scheint ihnen an diesen Materialen typisch für die 50er Jahre zu sein?/Wo liegt der deutliche Kontrast zur Gegenwart?
- Kleidungsstil
- mehr Kinder in einem Klassenraum als heute
- strengere Zensierung
- zu viele Schüler; zu wenig Materialien/Lehrpersonal
Nr.4: Welche Fragen ergeben sich für die Weiterarbeit?
- Wie ging es in den 40ern zu und wie wird es in den 60ern sein?
- Wie groß waren die Änderungen in die nahe/ferne Zukunft?
Textbearbeitung der Seiten 184-185
1. Was erfahren Sie über die Lebensumstände und die Erziehung der beiden Befragten?
- Väter waren oft in Gefangenschaft
- Kinder kennen ihn kaum und hören mehr auf den Großvater
- es gab in der Erziehung häufig ohne zu diskutieren "gleich was hinter die Ohren"
- auch in der Schule und der Lehre gab es die Prügelstrafe
- in der Schule hatten die Kinder nur ein Heft, wenn es voll war, musste es ausradiert werden oder man bekam für 3 Säcke Altpapier ein neues
- die Mütter waren meist arbeiten
- Kinder bekamen nicht regelmäßig etwas zu Essen
- Häuser waren zur Hälfte durch Bomben zerstört
- um Geld zu bekommen haben Kinder Schrott und Kohle gesammelt
- sie haben mit ihren Banden in Trümmern gespielt, Festungen gebaut und sie verteidigt
2. Welche Fragen ergeben sich für die Betrachtung der Erziehung in den 50er-Jahren?
- War die Prügelstrafe sinnvoll?
- Hat sie etwas genützt?
- Waren die Kinder mehr allein oder mit anderen Kindern zusammen als bei ihren Eltern?
Textbearbeitung der Seiten 186-188
| | 1955 | 1984 - Jugend | 1984 - Erwachsene |
| sehr streng | 9 | 3 | 19 |
| streng | 36 | 32 | 44 |
| gütig-milde | 50 | 60 | 36 |
| zu milde | 4 | 4 | 1 |
| keine Angaben | 1 | - | - |
- überwiegend gütig-milde Erziehung
- Erwachsene sehen die Erziehung strenger
Textbearbeitung der Seiten 193-196
Wandel der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen
- Ende des zweiten Weltkrieges
- Rückkehr zu ehemaligen Lebensformen
- Zusammenleben in Großfamilien, private Organisation und Herstellung von lebenswichtigen Gütern & keine Einrichtungen für Kinder außerhalb der Schule
- Entwicklungsprozesse von Kindern teilweise aufgehoben, teilweise beschleunigt
- Väter waren noch abwesend (Soldaten im Krieg)
- Zusammenrücken mit Verwandten und Freunden nach Zerstörung der Wohnungen
- Flucht oder Evakuierung
- Mangel an Spielzeug, Kinderzimmern und Zeit zur Betreuung: unbeaufsichtigtes Spielen im Freien
- Kinder beteiligen sich am Beschaffen des Lebensunterhaltes (Holzsammeln bis Schwarzhandel)
Nach wenigen Jahren...
- wieder ein richtiges Schulsystem
- Väter kehrten zurück, falls sie überlebt hatten
- materieller Mangel nach der Währungsreform war nicht mehr so extrem
- Mütter wurden wieder zu Hausfrauen
- Kinder konnten wieder leben wie Kinder
- trotzdem weiterhin kein Spielzeug oder Kinderzimmer
- Kindergärten, Horte, Spielplätze und Sportmöglichkeiten wurden eingerichtet
"Die Bundesrepublikane Gesellschaft befasste sich weder materiell noch pädagogisch besonders mit Kindern und Jugendlichen."