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auf der Unterrichtsplattform (Wiki) unserer Schule. Hier bereiten wir Unterricht und Projekte vor. Dieses Wiki ist Teil unserer offiziellen Schulhomepage.

DirkBecker / Start Seite

Während der Klassenfahrt konnte im Oktober 2007 in Berlin eine Diskussionsveranstaltung mit dem lippischen Bundestagsabgeordneten Dirk Becker (SPD) durchgeführt werden. Der Diskussionsaustausch über politische Fragestellungen soll auf dieser Plattform fortgesetzt werden.


Politik


Bemerkenswerte Informationen


Foto: Dirk Becker, Mitglied des Deutschen Bundestages

Diskussion mit Dirk Becker während des Berlinbesuchs der 10a (Okt. 2007)


Fragen an den Bundestagsabgeordneten Dirk Becker

..........................................und seine Antworten

Wie beurteilen Sie die Einführung der sogenannten Kopfnoten auf den NRW-Zeugnissen?

Das Arbeits- und Sozialverhalten durch Kopfnoten zu beurteilen, halte ich für kontraproduktiv. Eine solche Note wird der individuellen Vielfalt des Kindes nicht gerecht. Die Begabungen von Kindern können vielfältig sein. Eine Kopfnote ist in einem solchen Fall in der Beurteilung zu allgemein und geht nicht auf die einzelnen Facetten der Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern ein.

Welche Veränderungen könnte man im Schulwesen vornehmen, um den Leistungsstand der Schüler zu verbessern?

Bildungspolitik ist in Deutschland traditionell eine Angelegenheit der Bundesländer. Ich unterstütze das Bildungskonzept der SPD Nordrhein-Westfalen, das im Wesentlichen vorsieht, dass Bildung gebühren- und beitragsfrei sein muss, Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern durch gemeinsames Lernen verhindert wird, dass alle Schulen zu Ganztagsschulen werden sollen und dass Angebote qualitativ ausgebaut werden müssen.

Wie stehen Sie zur Forderung nach der Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems?

Ergänzend zu den Ausführungen unter 2. bin ich für eine Abschaffung des gegliederten Schulwesens. Die SPD in Nordrhein-Westfalen tritt für eine flächendeckende Gemeinschaftsschule ein, da bei dem bisherigen System zu viele Schülerinnen und Schüler auf der Strecke bleiben.

Eine Gemeinschaftsschule soll demnach alle Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule aufnehmen und bis zur 10. Klasse mit einer gemeinsamen Schulleitung und einem gemeinsamen Kollegium für den Bildungserfolg verantwortlich sein. In den Klassen 5 und 6 findet für alle Kinder ein gemeinsamer Unterricht statt. Ab der 7. Klasse oder später wird nach gemeinsamer Entscheidung der Schule, des Schulträgers und der Eltern entweder ein vollständig integrierter Unterricht weitergeführt oder eine Differenzierung, beispielweise in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen, vorgenommen. Am Ende der Klasse 10 können alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden.

Sehen Sie die Arbeit der großen Koalition nach dem Ausscheiden von Arbeitsminister Franz Müntefering gefährdet bzw. glauben Sie, dass die große Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode hält?

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Große Koalition auch nach dem – privat begründeten – Abschied von Franz Müntefering Ihre Arbeit bis zum regulären Ende der Legislaturperiode fortsetzen wird.

Ist die SPD mit der Führungsleistung der Bundeskanzlerin Angela Merkel zufrieden oder würden Sie sich eine stärkere Entscheidungskraft der Kanzlerin wünschen?

Da die Bundeskanzlerin weitestgehend sozialdemokratische Politik umsetzt, sind ich und meine Partei, die SPD, mit der Arbeit der Bundeskanzlerin wahrscheinlich oftmals zufriedener als ihre eigene Partei, die CDU.

Wie ist Ihre Meinung zu einem Verbot der NPD?

Ich unterstütze grundsätzlich einen erneuten Verbotsantrag der NPD, glaube aber, dass dieser erstens sehr gut vorbereitet werden muss und zweitens das Problem nicht grundsätzlich löst. Die Problematik von rechtsradikalem Gedankengut ist auch ein gesellschaftliches Problem.

Wie stehen Sie zu einem Verbot von jugendgefährdenden PC- und Videospielen und sind Sie auch der Meinung, dass diese bei der Gewaltentwicklung von Jugendlichen eine Rolle spielen?

Ich bin der Meinung, dass Jugendliche vor gewaltverherrlichenden und gewalttätigen Videospielen geschützt werden müssen und befürworte daher ein Verbot.

Verstehen Sie den Unmut der BürgerInnen über die jetzt beschlossene Diätenerhöhung?

Ich kann den Unmut über die Diätenerhöhung nachvollziehen, halte sie aber dennoch für vertretbar. Wichtig ist, dass die Erhöhung mit einer sinnvollen Neuordnung der Pensionsansprüche von Abgeordneten verknüpft wird. Im Detail verweise ich auf weitere Informationen auf meiner Homepage.

Sind Sie der Meinung, dass der kleine wirtschaftliche Aufschwung weiter fortbesteht?

Ich halte den derzeitigen Aufschwung für einen bemerkenswerten Aufschwung und nicht für einen kleinen Aufschwung. Es ist unter anderem das Ergebnis der Reformpolitik der damaligen rot-grünen Bundesregierung, die bis 2005 im Amt war. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass der Aufschwung auch im Jahr 2008 anhält.