Die Jahrgangsstufe 13 beschäftigt sich mit den Veränderungen und Veränderungsmöglichkeiten unseres demokratischen Systems. "Mehr Demokratie wagen!" lautete einst das Motto in der Regierungserklärung von Bundeskanzler Willy Brandt. Sollte dieser Grundsatz in der heutigen Zeit wieder mehr Beachtung finden? Welche Beispiele und Anregungen bieten uns andere Staaten?
Sozialwissenschaften
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Partizipation ist einer der wesentlichsten Grundpfeiler der Demokratie. Partizipation meint, dass die Menschen das Gemeinwesen aktiv mitgestalten, dass sie in allen sie betreffenden Belangen mitwirken, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Das gilt nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch und in besonderem Maße für Kinder und Jugendliche als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Fragen und Entscheidungen ist gesetzlich vorgesehen und eine wichtige Aufgabe von Politik und Verwaltung sowie von Bildungseinrichtungen.
Allgemeine Aufgabenstellungen
Petra Pau, Zur Krise der politischen Repräsentation - Mehr Demokratie wagen
Aufgaben:
- Beschreiben Sie kurz das Grundproblem, mit dem sich die Verfasserin auseinandersetzt.
- Listen Sie die Kritikpunkte auf.
- Nehmen Sie Stellung zu den Schlussfolgerungen Petra Paus.
Ekkehard Krippendorff, Mehr Demokratie wagen
Aufgaben:
Antworten insbesondere zu Aufgabe 4 bitte auf die verlinkte "Aufgaben"-Seite !
- Erläutern Sie die Fragestellung dieses Textes.
- Welche Aspekte kritisiert der Verfasser?
- Welche Reformmöglichkeiten und Alternativen sieht er?
- Nehmen Sie zu den Forderungen des Textes kritisch Stellung.
Demokratie in anderen Ländern
Fragestellungen
- Wie ist das demokratische System aufgebaut?
- Welche staatlichen Institutionen gibt es, welche Kompetenzverteilung?
- Welche Wahlmöglichkeiten gibt es?
- Gibt es weitere Formen der Bürgerbeteiligung?
- Einschätzung und Bewertung
- Darstellung auf der Plattform: Übersichtliche Texte, Grafiken, Links
- Diskussion im Kurs
Demokratie in anderen Ländern
| Land | Namen | Termin |
| Russland | Julia, Felicitas | 04.03. |
| USA | Sophia, Julia W. | April |
| Kasachstan | Jana, Nadja, Friederike | 04.03. |
| Luxemburg | Alexandra, Leonie, Inga | 04.03.08 |
| Spanien | Manuela | 04.03.08 |
| Kongo | Friederike, Eva-Maria | 04.03. |
| Schweden | Matthias Tunke, Marcel Kettermann | 04.03. |
| Australien | Cosima, Ann-Cristin | 04.03. |
| England | Theo, Hannes | 04.03. |
| Schweiz | Christopher, Angelina, Anna-Lea, Carola | 04.03. |
| DDR | Rico, Andreas, Kevin | 04.03. |
| Pakistan | Sven T., Marcel Z., Nils L. | 03.03.08 |
| Griechenland | Max, Marvin, Matthias S-T | 10.03.2008 |
| DDR | Rico, Andreas, Kevin | - |
| Kenia? | Svenja, Christoph, Maggy, Steffi W. | 06.03.08 |
| Gegenwärtige Konflikte in Kenia | T. Stumpf | 07.02.08 |
| Japan,Demokratie als The.terstück | Hermann J., Michael K, Jan D.,Julia S., Kristina N., Basti M., Tobias B. | 13.03. |
| Kanada | Luisa | April |
| China | Dajana S., Janina H., Marcel H. | --- |
| Israel | Michel Koch. | --- |
Formen und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
Ein Link für alle
- Formen direkter Demokratie: Direktwahlen, Bürgerentscheide, Volksabstimmungen
- Wirksamkeit von Bürgerinitiativen
- Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs)
- Online-Demokratie
Was ist eigentlich eine Demokratie?
Es ist eine Regierungsform, in der der Wille des Volk herrscht. Doch ist das so? Denn in einem demokratischem Land werden Entscheidungen durch eine Kollektive Mehrheit entschieden. Aber genau darin liegt das Problem.
Es werden nur die Interessen der Mehrheit berücksichtigt und die Minderheiten müssen sich unterwerfen. Und je größer das Kollektiv ist, desto mehr unterschiedlichen Meinungen gibt es.Und genau deshalb kann die Demokratie missbraucht werden. Es können sich Gruppen bilden, die Ihre Mehrheit ausnutzen können um für sich Vorteile zu schaffen.
Außerdem regiert nicht das Volk, sondern nur eine kleine Gruppen von Politikern. Denn das Volk trifft nur eine Entscheidung, wenn es um die Wahlen geht. Was in den nächsten vier Jahren bis zur nächsten Wahl geschieht, entscheiden die gewählten Politiker. Somit kann man nicht von einer Regierung des Volkes sprechen.
Diese Argumente bringen eine Seite ans Licht, die man sonst nicht von der Demokratie kennt.
Hermann Jost
Kommentar zur „Demokratietheorien 2“
Die Quelle, die in „Demokratietheorien 2“ angezeigt wird, stellt 3 verschiedene Theorien dar, die alle auf ihre spezielle Weise das Wort Demokratie definieren, analysieren und ausführen. Doch ist bei diesen 3 Theorien eine deutliche Entwicklung zu erkennen. Diese Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine ältere Theorie als Basis für eine neuere Theorie fungiert. Es ist also ein Prozess bzw. eine Entwicklung zu erkennen.
Die älteste der Theorien ist die von Rousseau (1712-1778). Die Identitätstheorie. Diese Theorie beinhaltet noch klare Gedankenströme vom Absolutismus bzw. von der Diktatur.
Denn diese Theorie, die in dem Buch „Der Gesellschaftsvertrag“ dargestellt ist, bestimmt, dass das Volk einen homogenen Volkswillen besitzt. Dies ist in unserer heutigen Demokratie undenkbar. Denn heute zählt das Motto: „Jeder darf seine eigene Meinung schildern und vertreten“. Auch spricht für die „diktatorische Spritze“ in dieser Theorie, dass dieser Wille vom Staat festgelegt wird. Es wird, glaube ich, deutlich, dass diese Theorie wenig mit unserer heutigen Demokratie zu tun hat. Denn die Folge sind, dass es keine differenzierten Parteien gibt und eine Klassengesellschaft entsteht.
Nun baute auf dieser Grundlage der spätere US-Präsident Madison (1751-1836) seine Theorie auf. Diese erlaubt es, dass es verschiedene Parteien gibt. Diese dürfen sogar untereinander einen Konkurrenzdruck ausüben. Auch der Schutz vom Eigentum wird in dieser Theorie erstmalig angesprochen und für nötig erklärt. Übergeordnete Vertreter sorgen dafür, dass es zu einer Verhinderung von Machtkonzentration kommt und dass verschiedenste Interessen vertreten werden. Dabei sorgt eine sinnvolle Anzahl von Abgeordneten bzw. Vertretern für eine Stabilität. Denn eine Klassengesellschaft wird so vermieden. Auf Grund des entstehenden Konkurrenzkampfes wird diese Theorie Konkurrenztheorie genannt.
Auf der Grundlage von Madison baute nun Fraenkel seine Theorie auf. Deswegen wird sie auch als Erweiterte Konkurrenztheorie bezeichnet. Auch bei dieser Theorie sind verschiedene Parteien und Gruppen erlaubt. Auch die Wahl von Vertretern bzw. Abgeordneten für eine Stabilität ist in dieser Theorie weiterhin enthalten. Genau so wie die Notwendigkeit des Besitzes von Eigentum. Doch gibt es bei dieser Theorie noch eine Erweiterung. Denn in dieser Theorie gibt es einen allgemeingültigen Wertekodex. Oder wie man heute sagt. Es gibt Gesetze. Doch muss eins gewährleistet sein. Nämlich, dass diese Gesetze auf der Grundlage der Demokratie erschaffen worden sind und das sie schlicht demokratisch sind.
Bei allen 3 Theorien ist durch die Weltgeschichte schon eins bestätigt worden. Nämlich, dass alle Theorien „lebensfähig“ sind. D.h. sie sind durchführbar und können somit auch als Modelle oder Grundbaupläne gesehen werden.
Welche von diesen Theorien nun die beste ist, muss jeder, ganz nach unseren heutigen demokratischen Prinzipien, für sich beantworten.
Sven Toepelt
Quellen: keine Quelle
Viele Länder haben eine "defekte Demokratie"
Die Zahl der Demokratien weltweit nimmt zu, doch gleichzeitig entwickeln sich immer mehr von ihnen zu heimlichen Autokratien. Während immer mehr Länder offiziell Demokratien werden, wächst gleichzeitig die Zahl der Länder, in denen das demokratische System zunehmend „ausgehöhlt“ wird.
Diese erfüllen zwar offiziell noch demokratische Mindeststandards, weisen in der Praxis aber erhebliche Rechtsstaatsmängel auf, wie eine Behinderung der Opposition und Wahlmanipulationen, z.B. erst kürzlich bei den Präsidentschaftswahlen in Kenia.
„Sie befinden sich in einer Grauzone zwischen Demokratie und Autokratie“, sagt Hauke Hartmann.
Ein sehr aktuelles Beispiel für eine „stark defekte Demokratie“ ist Russland.
Gemessen an unseren Maßstäben und unseren Standards waren das keine freien, keine gleichen und keine demokratischen Präsidentschaftswahlen.
Bei der Parlamentswahl in Russland haben mehr als die Hälfte der 108 Millionen Wahlberechtigten gewählt. Wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale lag die Quote bei 54,8 Prozent.
Im Vorfeld hatten die Behörden alles getan, um möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe zu bewegen. Dies äußerte sich in "erheblichen Einschränkungen" gegen die Opposition, bei Bürgerrechten sowie in der Meinungs- und Pressefreiheit.
Das Ziel des bisherigen Präsidenten Wladimir Putin ist eine Zweidrittelmehrheit der Partei, ein Sieg von Medwedew, um seine Machtposition zu erhalten und so auch künftig eine wichtige Rolle in der russischen Politik zu spielen.
Wahlergebnis: Medwedew wird neuer Präsident und Putin hat sein Ziel erreicht – jedoch auf sehr undemokratische Weise!
Svenja Wittrock