Online-Texte der 10d zum Berufsschnuppertag
1. Architekturbüro pape oder semke
1.1 Ortsbegehung und Argumentation: Ein Beruf mit vielen Aussichten
Am 17.10. 2007 fand für die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Hermann-Vöchting Gymnasiums erstmals ein Berufsschnuppertag statt. Der erste ungefähre Einblick in das Berufsleben sollte gewährleistet werden. Im Vorfeld wurde eine Liste den Schülerinnen und Schülern ausgehändigt, auf der viele Unternehmen und Betriebe standen, bei denen sie sich bewerben konnten. Mehrere Architekburbüros standen mit auf der Liste, unter anderem pape oder semke in Mosebeck.
Das Architekturbüro pape oder semke ist eines der Führenden in dem Großraumbezirk Detmold. Obwohl es nur drei Beschäftigte dort gibt, bearbeitet es Bauprojekte von einfachen Um- oder Anbauten bis hin zur völligen und schwierigen Neukonstruktion von Sporthallen oder Gebäudekomplexen.
Voller Vorfreude und Ehrgeiz gingen alle Schülerinnen und Schüler in ihre Betriebe. Auch dieses Architekturbüro hatte sich entschlossen einen Praktikanten für den Berufsschnuppertag das Berufsleben eines Architekten zu zeigen. Das Architekturbüro vermittelte einen groben Überblick über das Berufsleben, was aus verschiedenen grundlegend verschiedenen Tätigkeiten besteht. Gleich nach Dienstbeginn wurden Grundrisse von Häusern vor Ort abgemessen, notiert und dann mit einem speziellen Programm gleich in den Computer eingegeben. Später wurden dann auch die Höhen und Tiefen von den Etagen, Fenstern und Türen vermessen, sodass das Programm ein komplett virtuelles Haus entstehen lassen konnte. Bei diesen Tätigkeiten nahm das Eingeben in den Computer einen viel längeren Zeitraum ein.
Am späteren Nachmittag war ein Amtstermin mit dem Bauherren und dem Chef des Architekturbüros Herrn Harald Semke angesetzt. Der Bauherr wollte eine Genehmigung für einen Anbau, der den genauen Richtlinien der Stadt widersprach. Da der Nachbar mit der leichten Überschreitung des Abstandes zu seinem Haus einverstanden war, musste das Amt der Stadt davon aber auch noch überzeugt werden. Dabei wurde die handwerklich Tätigkeit eines Architekten ganz in den Hintergrund gestellt, da dieser zusammen mit dem Bauherren argumentieren musste was das „Zeug„ hält. Obwohl der Nachbar ja einverstanden war ging es in dem Gespräch, bei dem die Schülerinnen und Schüler auch nur mit Einverständnis des Bauherren beiwohnen durften, hoch her. Im anschließenden Gespräch erklärte Herr Semke: „Dieses war ein einfacher Fall, oft sind Nachbarn nicht einverstanden, dann kann das bis zum Gericht gehen. Dies geschieht aber auch nur in ganz speziellen Fällen, da dieses Gesetz meist mehr Durchschlagskraft hat als meine Argumentation. Allerdings wird dort dann auch nicht selten auch ein Anwalt eingeschaltet.„
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Architekturbüros.
Tim Frevert
2. Offene Ganztagsschule am Weinberg
Sandra Horn
3. Firma Karl-Ernst Brinkman (keb)
4. Berufsschnuppertag in der Karl E. Brinkmann GmbH in Barntrup
Inken Flörkemeier
5. Reportage über den Berufsschnuppertag 2007, Tierarzt Barntrup
Taira Gadzimski
6. Tierarztpraxis Dr. Falk
6.1 Tiere aus einer anderen Perspektive
Am 27. Oktober 2007 kam ich um neun Uhr in der Praxis von Dr. Falk an und wurde direkt in den Alltag einer Tierärztin eingeführt.
Zunächst wurden mir die Tiere gezeigt, die zur längeren Behandlung aufgenommen wurden, danach durfte ich die Behandlungszimmer unter die Lupe nehmen und anschließen bat mich die Tierärztin bei einer Operation an einem Meerschweinchen zu assistieren. Diesem Meerschweinchen musste ein Abzess im Wangenknochen entfernt werden. Zunächst verlief die Operation ohne Komplikationen, doch zum Ende hin war die Diagnose erschreckend. Der Abzess hatte sich so tief in den Wangenknochen gefressen, dass es leider unheilbar war und dem entsprechend musste das arme Tier eingeschläfert werden. Meiner Meinung nach, war das kein sehr schöner Anfang für einen Schnuppertag in einer Tierarztpraxis. Aufregend und interessant war es jedoch, bei einer Operation assitieren zu dürfen.
Nach dieser bedrückenden jedoch lehrreichen und aufregenden Erfahrung verlief die folgende Stunde ruhiger. In dieser einen Stunde beschäftigte ich mich mit dem Desinfizieren der Arbeitsflächen und dem Ordnen von Akten. Anschließend durfte ich noch bei einigen anderen Tieren assistieren, unter anderem musste ich die Patienten festhalten und teilweise selbst behandeln. Außerdem hat mir die Tierärztin zu jedem Fall die Vorgeschichte erklärt und wie man sie zu behandeln hat.
An diesem Tag kamen einige Patienten in die Praxis, u.a. eine Mopshündin mit drei Tage alten Welpen, eine riesen Kaninchen und eine Wüstenrennmaus. Nach leider nur drei einhalb Stunden war mein Arbeitstag beendet. Ich konnte an diesem Tag viele interessante Dinge erfahren und lernen, war aber sehr enttäuscht, dass es so schnell zu Ende war.
Megan Schramm
7. Augenarzt Praxis - Dr. med. Matthias Voita
7.1 Voller Durchblick beim Augenarzt
Am 27. Oktober 2007 sollten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums Blomberg in einen Beruf „schnuppern“, den sie sich einige Wochen zuvor selbst ausgesucht haben. Ich habe mich für die Augenarzt Praxis von Dr. med. Matthias Voita entschieden.
Um 8.oo Uhr betrat ich die Praxis und wurde auch sofort freundlich empfangen und mir wurden ein wenig von der Arbeit und dem Ablauf der Praxis erklärt. Am Anfang schaute ich bei den Voruntersuchungen zu, die von einer Auszubildenden, die ich nur mit dem Namen Jenny kennen gelernt habe, gemacht wurden. Nach 1 ½ Stunden Arbeit war ich soweit aufgeklärt, dass ich endlich auch mal selbst die Voruntersuchung leiten durfte. Somit bediente ich erstmals das so genannte „Ref“, womit die vorläufige Brillenstärke gemessen wurde. Die Patienten gucken in eine fast viereckige Maschine hinein, worin sie ein Auto auf einer Straße entlang fahren sahen. Auf der anderen Seite stand nun ich. Ich sah die Augen des Patienten und musste nun mit einem „Lenkknüppel“ vier mal die Pupille treffen, was schwerer war als ich zunächst vermutet habe. Der nächste Teil bestand darin, dass der Patient Zahlen, die an die Wand projiziert worden waren und dessen Größe man beliebig ändern konnte, erkennen musste.
So gegen 12 Uhr mittags gab es für längere Zeit keine Patienten mehr, die eine Voruntersuchung benötigten. Also nutzte ich meine Zeit, indem ich kleine Blätter gestempelt habe, was den Helferinnen ziemlich lästig erschien, wenn sie es selber machen mussten. Bis 13 Uhr erledigte ich kleinere Arbeiten, z.B. zur Post gehen, dann durfte ich aber bis 14.30 Uhr in die Mittagspause gehen.
Danach war Kindersprechstunde, die immer an einem Mittwoch ist. Als ich also wieder in die Praxis zurückkam, saßen bereits, viele kleine Kinder und Babys, aber auch Jugendliche im Wartezimmer.
Ich wurde sofort wieder in die Arbeit gerufen und führte wieder gemeinsam mit der Auszubildenden Jenny die Voruntersuchungen. Diesmal mussten wir uns aber beeilen, da die Termine alle sehr nah aneinander gelegt wurden. Zwischendurch kamen auch kleinere Kinder dran, die sich strickt gegen die Augentropfen wehrten. Wir mussten sie also, mit acht Händen festhalten, da die Tropfen zwingend notwendig waren. Ich war schon ein wenig erschreckt, da ich so was noch nicht gewöhnt war und die Kinder sich so aufführten, als würden wir ihnen etwas schlimmes antun. Doch im Allgemeinen lief der Nachmittag gut ab.
Um 16 Uhr kam ich zum Ende meines Berufsschnuppertages und wurde mit Lob entlassen.
Julie-Ann Lange
8. Blomberger Versorgungsbetriebe
8.1 Ein energiegeladener Tag
Am 17.10. 2007 fand für die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs des Hermann-Vöchting Gymnasiums erstmals ein Berufsschnuppertag statt. Somit sollten sie einen ungefähren Einblick in das Berufsleben bekommen. Im Vorfeld bekamen die Schülerinnen und Schüler eine Liste mit verschiedenen Unternehmen, bei denen sie sich für einen Schnuppertag bewerben konnten. Dabei standen unter anderem die Blomberger Versorgungsbetriebe zur Auswahl.
Die Blomberger Versorgungsbetriebe beliefern ihre Kunden zuverlässig mit Strom, Erdgas und Wasser.
Das Hallenbad Blombergs wird seit 1989 betrieben. Außerdem wurde im Jahr 2000 das Freibad von der BVB saniert und seitdem geführt. Seit 1995 zählen auch die Errichtung und Betreibung von abwassertechnischen Anlagen zu den Aufgaben. Der Personalstand der BVB bemisst sich zurzeit auf 20 Beschäftigte.
Mit einem vorerst mulmigen Gefühl erschien der Schüler zu dem vorher abgesprochen Arbeitsbeginn. Er wurde vom gesamten Personal freundlich empfangen und gut aufgenommen. Es herrschte die ganze Zeit über ein äußerst angenehmes Arbeitsklima. Ein Mitarbeiter des Unternehmens führte den Schüler anschließend durch das Gebäude und durch die anliegenden Lagerhallen und erklärte dabei sowohl zu den einzelnen Bereichen als auch zu den Materialien/Geräten alle nötigen Einzelheiten.
Im Großen und Ganzem wurde dieser Berufsschnuppertag seitens des Schülers sehr positiv aufgenommen und er wurde, nachdem er zuerst den Tag mit Stress und viel Arbeit verbunden hatte, eines Besseren belehrt.
Bei der großen Resonanz kann man davon ausgehen, dass auch im nächsten Jahr ein solcher Berufsschnuppertag wieder stattfinden wird.
Weitere Zusatz- und Hintergrundinformationen zu dem Unternehmen BVB gibt es auf der Internetseite http://www.bvb-blomberg.de
Philipp Breuer
Rebecca McColl
9. Patricks Fotowerbestudio - Lage
9.1 Karriere auch ohne Abitur? Na klar!
Kreativ, flexibel und vor allen Dingen selbstständig; das sind die drei Eigenschaften, welche hauptsächlich im Fotowerbegeschäft gebraucht werden.
Am 17.10.2007 war ich in Patricks Fotowerbestudio in Lage. Dort traf ich mich um halb neun mit dem Geschäftsleiter Patrick Pantze um von ihm herum geführt zu werden. In dem Gebäude befinden sich zur Hälfte Gegenstände für die Fotografie (z.B. Kameras, Scheinwerfer, Gegenstände die fotografiert werden müssen...) und zur anderen Hälfte Gegenstände für ihre Mediendienstleistungen (z.B. große Tische zum Schneiden der bedruckten Folien, Drucker, Papier...).
Da es heutzutage einfacher für Käufer ist, aber auch für Verkäufer sich mehr rentiert, wurden diese beiden Blocks von Herrn Pantze so zusammen "geschweißt", dass dort vier Fotografen und vier Mediengestalter unter einem Dach arbeiten. Von ihnen sind vier Auszubildende, drei Gesellen (denn das Fotografieren ist ein Handwerkerberuf) und ein Meister, die dort volltags arbeiten. Sie sind alle zwischen 21 und 38 Jahre alt und es arbeitet dort nur ein Mädchen.
Man kann sich in diesem Beruf nach einem dreijährigem Studium zum Mediengestalter oder Fotograf hoch arbeiten; es ist einfach nur wichtig bei einer solchen Arbeit selbstständig arbeiten und auch handeln zu können, kreativ zu sein und natürlich flexibel.
Da es , wie ich selber gemerkt habe, nicht immer bei dem normalen Feierabend von 18:00 Uhr bleibt, sondern durchaus auch mal bis 21:00 Uhr durchgearbeitet wird. Allerdings braucht man für diesen Job kein Abitur und das macht ihn meiner Meinung nach für viele geeignet.
Im Großen und Ganzen habe ich bei diesem Praktikum gelernt, wie man Gegenstände, wie z.B. Betten, perfekt fotografiert, wie man das Programm "Photoshop" benutzt und wie man Kabel am besten aufrollt.
Unter diesem Link kann man sich noch ein paar Fotos mit der jeweiligen Beschreibung anschauen:
http://pic7.piczo.com/go/pageeditor?g=44690583
10. H.T. Bausysteme GmbH
10.1 Auf der Suche nach dem Traumberuf
Blomberg. Am 17.10.2007 fand der "Berufsschnuppertag" am Hermann-Vöchting-Gymnasium statt. Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sollten dabei einen Einblick in das Berufsleben bekommen. Einige Wochen vorher wurden von den Schülerinnen und Schülern Betriebe ausgesucht und Bewerbungen verfasst, mit denen sie sich dann für das eintägige Praktikum bei den Betrieben bewerben konnten.
Ich entschied mich für "H.T. Bausysteme GmbH". Der Betrieb hat sich auf die Verarbeitung und Montage von Profilblechen spezialisiert. Mit Profilblechen werden Gebäude, meistens Firmengebäude, wie zum Beispiel Produktionshallen "verkleidet". Bereits vorgefertigte Profilbleche werden mit dem Winkelschleifer auf passende Größe gekürzt und anschließend zwischen zwei Halterungen, die sich links und rechts befinden, montiert. Die Montage findet vom Gerüst aus, welches zuvor um das Gebäude aufgestellt wird, statt. Zuletzt werden oben und unten die Kanten der montierten Profilbleche mit speziellen rechtwinkligen Blechen verkleidet.
H.T. Bausysteme beschäftigt zurzeit fünf Mitarbeiter im Alter zwischen 25 Jahren und 50 Jahren. Die Mitarbeiter haben Lehrberufe wie zum Beispiel Dachdecker oder Schlosser erlernt, da das Verarbeiten und Montieren von Profilblechen kein Lehrberuf ist. Dementsprechend gibt es auch keine Ausbildungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten.
Am 17.10. bin ich mit zur Baustelle der Firma Schueco nach Bielefeld gefahren, da dort Profilbleche an einem neuen Gebäude montiert werden sollten. Meine Aufgabe an diesem Tag war, beim Transportieren und der Montage der Profilbleche zu helfen und habe so letztendlich einen ungefähren Einblick erhalten.
(PL)
11. Kindertagesstätte Steinkuhle
11.1 Rückkehr in den Kindergarten - doch diesmal unter anderen Bedingungen
Als ich am 17. Oktober 2007 in die Ev. Ref. Kindertagesstätte an der Steinkuhle kam, wurde ich sehr herzlich von den Erzieherinnen empfangen. Durch meinen kleinen Bruder kannten wir uns schon.
Zu Anfang wurde ich von einer Erzieherin durch die Kindertagesstätte geführt und erhielt dadurch erste Eindrücke. Danach wurde ich in die blaue Gruppe, in der ich den Tag verbringen sollte. Sofort kamen viele kleine Kinder im Alter zwischen zwei und fünf auf mich zu und wollten gleich wissen, wer ich bin und fingen an, mit mir zu spielen.
Kurze Zeit später holte mich die Gruppenleiterin der blauen Gruppe und wir gingen raus zur Bushaltestelle um auf den Bus zu warten, der die Kindergartenkinder aus Eschenbruch bringen sollte. Dies war eine ganz neue Erfahrung für mich, denn ich wusste nicht, dass die ganz Kleinen allein schon mit dem Bus fahren. Nach kurzer Wartezeit kam er dann auch endlich und jeder von uns packte sich zwei Kinder jeweils an beiden Hände. Nach dem Marsch spielte ich dann weiter mit ein paar Kindern und las das eine oder andere Buch laut vor.
Eine Stunde später machten wir einen Sitzkreis spielten ein Spiel und sangen ein Herbstlied. Danach ging es auf zur Turnhalle, nachdem sich jedes Kinder seinen Sportbeutel geholt hatte. Mir wurde erklärt, dass es für die Kinder sehr wichtig ist, früh mit dem Sport anzufangen, weil sich dabei wichtige Reflexe ausbilden können. "Ein Kind z.B., was nie rückwärts laufen kann, wird auch nicht Minus rechnen können."
Nach einer großen Umziehaktion ging es endlich los. Alle hatten viel Spaß beim Turnen, als viele Spiele gespielt wurden, die natürlich mit sportlicher Bewegung in Verbindung standen.
Später gingen wir raus und ich konnte mich (mal wieder) mit den Kindern beschäftigen, die es angeblich toll fanden, mal ein neues Gesicht kennenzulernen.
Um zwölf Uhr Mittags wurden die meisten Kinder nach einem Abschiedslied von ihren Eltern abgeholt. Die restlichen Kinder, die über Mittag bleiben sollten, machten sich mit mir auf den Weg zum Essensraum, wo schon alle gespannt auf das Mittagessen warteten. Als es dann soweit war, half ich den Tisch zu decken und den Kinder ihr Essen aufzuschneiden. Nachdem alle Mägen gefüllt waren, half ich den Tisch abzudecken und bekam eine halbe Stunde Pause.
In dieser sehr langweiligen Pause saß ich in der Eingangshalle und wartete, dass die Zeit schnell verstreicht.
Eine halbe Stunde später ging ich wieder in die blaue Gruppe und knetete. Nachher gingen wir dann noch mal raus und da keine Kinder mehr da waren, sollte ich mithelfen, das Laub wegzufegen und einzusammeln. Um 16:00 Uhr wurde ich dann wieder abgeholt ich hörte Kinder rufen: "Tschüss David, vielleicht sehen wir uns mal wieder", und ein sehr schöner Tag ging für mich zu Ende.
Informationen zum Beruf: "Erzieher" erhalten sie unter [http://de.wikipedia.org/wiki/Erzieher]
David Hofmeister
12. Volksbank Ostlippe
12.1 Ansturm auf die Volksbank Lippe
Blomberg; Am 17. Oktober waren acht Schüler des Hermann- Vöchting- Gymnasiums im Rahmen des Berufsschnuppertages im Hauptsitz der Volksbank Lippe in Blomberg. Dort lernten sie die verschiedenen Bereiche im Bankwesen kennen und noch vieles mehr.
Um 9:00 begann für die Schüler der Berufsschnuppertag in der Volksbank Lippe. Da ein praktischer Teil aufgrund des Datenschutzes leider nicht möglich war, wurde der Berufsschnuppertag durch eine umfassende Power-Point-Präsentation gestaltet.
Die Schüler wurden über die verschiedenen Bereiche im Bankwesen informiert und lernten wie man eine Überweisung tätigt und einen Kreditantrag stellt. Zudem wurden sie mit umfangreichen Material versorgt und auch an Essen und Trinken mangelte es nicht, denn in der Mittagspause wurden sie alle von der Bank in die Eisdiele eingeladen.
Danach gab es eine Führung durch die Bank, quer durch alle Abteilungen von der Kasse bis zur Kreditabteilung, sogar in den begebaren Tresor durften sie einen Blick werfen, begeistert von der vier Tonnen schweren Tür.
Um ca.16:00 gingen dann alle noch mit einem umfassenden Eindruck von den Berufsbild des Bankkaufmannes bzw. der Bankkauffrau und mit Werbegeschenken versorgt nach Hause.
Carolin Andresen
13. Lippische Landeszeitung Blomberg
13.1 Immer auf Achse
Blomberg(fh). Mittwochs Morgen war es so weit: ca. 100 Schüler der Jahrgangstufe 10 machten sich zu ihrem Berufsschnuppertag in Betriebe in Blomberg und Umgebung auf. Darunter auch ein Schüler, der die Redaktion der Lippischen Landeszeitung besuchte.
Anfangs kamen natürlich gleich die ersten Fragen auf:
"Wieso hast du dich ausgerechnet für die Landeszeitung entschieden und hast du schon vorher etwas mit Zeitung zu tun gehabt?"
Nachdem dies geklärt wurde gab es erst einmal eine ausführliche Einleitung ins Arbeitsgeschehen in der Redaktion.
Als erstes Stand eine Fahrt nach Lügde an, um dort Fotos eines Grundstückes zu machen. Dies war schnell gemacht und es konnte auch gleich angefangen werden einen ausführlichen Artikel darüber zu schreiben, da es um einen neuen Bebauungsplan der Stadt Lügde ging, welcher auf starke Kritik stieß und daher im Moment sehr viel darüber diskutiert wurde
Kurz darauf stand als nächster Punkt die Sporthelferurkundenverleihung an. Es trafen sich die Sponsoren und die zuständigen Lehrkräfte, um den neu ausgebildeten Sporthelfern die Bescheinigungen zu überreichen.
Zum Abschluss des interessanten Tages in der Redaktion konnten noch einmal Fragen gestellt werden und neue Informationen gewonnen werden.
Frederik Hartfelder
14. Malergeschäft Alfred Märtens
14.1 Unkompliziert, dennoch harte Arbeit
Am 17.10.2007 fand erstmals der „Berufsschnuppertag“ für die Jahrgangsstufe 10 des Hermann Vöchting Gymnasiums statt. Hierbei handelt es sich um ein eintägiges Praktikum, damit die Schüler und Schülerinnen einen ersten Einblick in das Berufsleben bekommen. Als Anregung bekamen einige Wochen vorher diese eine Liste mit den Betrieben von Blomberg ausgehändigt.
Mein Ziel war es, mich bei dem Malergeschäft von Ralf Märtens zu bewerben. Nachdem ich diesem meine Bewerbung geschickt hatte, bekam ich von diesem einen Anruf, bei dem er mir erklärte, dass es kein Problem wäre, wenn ich dieses eintägige Praktikum bei ihm absolvieren würde.
An dem abgesprochenen Arbeitsbeginn erschien ich vorerst an seiner Werkstatt. Von dort aus nahm er mich mit zu dem Haus eines älteren Ehepaares, bei denen das Wohnzimmer neu tapeziert werden sollte. Zuerst entfernten wir die alte Tapete und füllten daraufhin Löcher und Ritze in den Wänden aus. Daraufhin frühstückten wir erst einmal mit dem Ehepaar und machten uns, als die Wände trocken waren, an die Arbeit.
Mir wurde erst mehrmals gezeigt, wie das Tapeteneinkleistern funktioniert, sodass ich später selbst die Tapeten einkleistern sollte. Nach mehreren Versuchen bekam ich auch langsam ein Gefühl dafür, sodass es recht schnell funktionierte und die Tapete auch schon an die Wand geklebt wurde. Später wurde es mir auch erlaubt, einige Tapetenstreifen anzubringen.
Durch diese Arbeit habe ich einen großen Einblick in die Schwierigkeiten des Tapezierens gewonnen und eine Menge dazu gelernt, z.B. dass man ohne Fachwissen nicht ohne Hilfe von „Profis“ seine Räume tapezieren sollte, da man bei Fehlern viel Schaden anrichten kann.
Weiter Informationen zum Tapezieren findet man hier.
Marcel Märtens
15. Kraus Elektromotoren
15.1 Eindruck des harten Alltags
Ein Tag als Maschinenbauer
Der Tag begann wie jeder andere auch. Nur sollten wir uns heute nicht auf der Schulbank rumdrücken, sondern für einen Tag in einem Beruf Erfahrungen sammeln.
Um acht Uhr standen ich und ein anderer „Ein-Tages-Praktikant“ in der riesigen Halle der Firma Kraus in Blomberg. Ein etwas älterer Mann kam auf uns zu, begrüßte uns, und erzählte uns, wie groß der Betrieb ist, wie viele Mitarbeiter und Mitarbeitrinnen dort arbeiten, was sie meist für Aufträge erhalten und, und, und...
Dann führte er uns durch die Halle, in der die meiste Zeit gearbeitet wird, erklärte uns, welche Arbeiten an welchem Platz erledigt werden, welcher Arbeiter in welchem Spezialbereich eingesetzt wird und wie einige der Geräte funktionieren.
Nach der kleinen Einführung fing für uns der noch etwas langweilige Teil des Tages an. Zuerst sollten wir uns ansehen, wie bei Kraus gearbeitet wird. Da die meisten Motoren alle nach dem selben Prinzip funktionieren, ist das Vorgehen fast immer das gleiche. Motor auseinander nehmen, die einzelnen Teile prüfen und diese dann gegebenenfalls reparieren bzw. austauschen. Zum Schluss den Motor wieder zusammenbauen und testen, ob dieser funktioniert.
Doch dann am späten Vormittag wurde es spannender. Eine große Schraube, die einem Propeller ähnelte und in einem Freibad Bielefelds das Wasser mit Chlor vermischen sollte, wurde angeliefert. Sie hatte eine Spannweite von 1,25m und wog mehr als eine halbe Tonne.
Die riesige Schraube auseinander zu nehmen, gestaltete sich schwieriger als zuerst angenommen.
Anfangs nahmen die Arbeiter die Flügel ab, da man annahm, dass sich ein Teilchen in der Mechanik zwischen Motor und Flügeln verklemmt habe. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass dem nicht so war. Also musste nun der Motor untersucht werden. Dazu musste das Gehäuse abgenommen werden. Ein paar der Schrauben waren komplett verrostet und mussten mit einer Bohrmaschine entfernt werden. Bis die Hülle dann endlich abgenommen war, vergingen anderthalb Stunden. Schließlich wurde der Fehler dann gefunden: Der Motor war überhitzt und einige Drähte der Spulen sind verschmort. Die Länge der Drähte wurde immerhin auf knapp 100 Kilometer geschätzt. Wie sich herausstellte, waren zum Glück nicht alle Spulen kaputt und „nur“ etwa 2 Kilometer Draht mussten ausgetauscht werden. Diese auszutauschen hat natürlich eine ganze Menge Zeit in Anspruch genommen.
In der Zwischenzeit haben wir beiden Praktikanten einige ältere Motoren auseinander genommen und ein „Azubi“ des Betriebes hat uns erklärt, wozu die einzelnen Teile eines Motors benötigt werden. Auch unsere kleinen Motoren auseinander zu nehmen gestaltete sich nicht immer ganz einfach. Ein paar Schrauben waren auch bei uns verrostet, durch Beton mit dem Gehäuse „verschmolzen“ oder mit Öl und anderem Dreck zugesetzt. Meist half nur noch rohe Gewalt, um die Teile auseinander zu nehmen und am Ende waren unsere Hände kohlrabenschwarz. Doch Gott sei Dank gibt es ja die gute alte Wurzelbürste und genügend Seife.
Kurz bevor wir uns dann auf den Weg nach Hause machen wollten, hatten es die Arbeiter geschafft die riesige Schraube wieder zum Laufen zu bringen. Und die Kraft, die dahinter steckte, war gewaltig. Als sie eingeschaltet wurde, war sie freihängend in der Luft und schwankte stark. Der Wind, der entstand, fegte einen fast von den Füßen.
So wurden wir am Ende eines harten, aber spannenden Arbeitstages noch mal kräftig durchgepustet und wir sind mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause gegangen.
Christian Kaltschmidt
16. Parkett Gruhle
16.1 Eine Reportage
Es ist Mittwoch, der 17.10.2008 um 06:00 in der Früh. Ich mache mich auf den Weg zu meinem heutigen "Arbeitsplatz" für einen Tag, dem Parkettleger Betrieb Gruhle. Es ist kalt und es regnet ein wenig. Als ich ankomme, sehe ich viel Licht und schon viele emsige Leute Kisten mit Parkett, Zement, Klebefestiger, schweren Maschinen und andere Materialien schleppen, ich werde herzlich empfangen, mir wird das, was ich vorher noch nicht kannte, gezeigt, ich werde kurz eingewiesen und dann gleich an die Arbeit geschickt. Etwa vierzig Dreißig- und Fünfzigkilosäcke mit Klebefestiger und Maschinen sollen von mir und einem anderen Angestellten der Firma in die Transporter verladen werden.
Dann geht es los. Naach dem Aufteilen der Arbeitsgurppen fahren wir zu zweit in ein Wohngebiet am Rande der Stadt Detmold. Auf dem Weg kommen wir an einer Tankstelle vorbei, besorgen Brötchen und etwas zu Trinken und fahren schnell weiter.
Als wir ankommen, hat man uns schon erwartet und die Tür geöffnet. Wir stellen uns kurz vor, tragen die Gerätschaften in den zu renovierenden Raum und ich lasse mich instrueren, was zu tun ist am heutigen Tage. Nachdem die schwerden Geräte im Haus verstaut sind, muss ich noch die 50 Kisten mit Furnierparkett der Marke Kährs in den Hausflur tragen, womit ich bei den vielen Treppen einige Zeit beschäftigt bin.
Nun muss der Boden abgeschliffen werden, Hierbei durfte ich nur mit Orhörern zusehen, da dies eine sehr komplexe Angelegenheit ist und einiges an Erfahrung und Können verlangt. Gegen zehn Uhr gehen wir in den Wagen, den wir an der Straße geparkt haben und frühstücken. Hier sieht man erstmals, dass schon die körperlich harte Arbeit von knapp 4 Stunden sehr an den Kräften zehrt, müde und hungrig macht; mehr, als die Schule.
Hiernach wird der Bereich verklebt; das heißt, dass eine Klebemasse aufgetragen wird, die dann mit einer schallabsorbierenden "Folie" überzogen wird, die, nach kurzer Trrocknungszeit, festgenagelt werden muss, welches meine Aufgabe war.
Hier endet meine Berichterstattung von der Baustelle, denn an dieser Stelle holt mich der Juniorchef Christian ab, um mit mir einige Briefe wegzubringen.
Danach fahren wir zu Kunden in ganz Lippe, Privatkunden, aber auch zu einigen größeren Auftraggebern, wie zum Beispiel in das Hotel "Stern" und Bad Meinberg, wo ein Raum mit etwa 80 Quadratmetern neu ausgestattet werden muss, da er etliche Wasserschäden aufweist. Ich muss die Fläche ausmessen und in die Kartei eintragen, dann wird mir gezeigt, welches Parkett verwendet werden muss und we viel es laut Kostenvoranschlag kosten wird.
Zu guter Letzt werden mir noch einmal die mir schon bekannten Büro- und Verkaufsräume des Betriebes gezeigt. Es stapeln sich Aktenordner über Aktenordner, Broschüren, Parkettmuster, Computer Teppichmuster und weiteres.
Ein langer, ereignisreicher und auch harter Arbeitstag als Parkettleger geht für mich mit dem Heimbringen zu Ende. Es ist mittlerweile 16 Uhr, ich stehe also seit mehr als 10 Stunden auf den Beinen und habe nicht mehr als eine Supper zu Mittag gegessen. Meine Arme schmerzen, Beine sind ermüdet und ich muss mich wach halten, doch was bleibt, ist eine tolle Erinnerung an die "richtige körperliche Arbeit" und das Wissen:
Ich habe heute viel geschafft.
http://www.parkettinformation.de/
Carlo Pause-Hohenner