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AtomicCafe / Start Seite

Nach der Beschäftigung mit Gedichten von Ingeborg Bachmann und Sarah Kirsch zur atomaren Bedrohung und zu der Auseinandersetzung mit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a den Dokumentarfilm "Atomic Cafe" angesehen. Dieser Film wurde später Teil der Ausstellung "60 Jahre Hiroshima".Wichtige Filmaspekte stellen sie hier vor.


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Meldung von "Pressetext-Austria", 1. August 2006

Papeete/Paris (pte/31.07.2006/12:08) - Das französische Forschungsinstitut INSERM hat 30 Jahre nach den Atomversuchen im Pazifischen Ozean erstmals festgestellt, dass die gestiegene Zahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen in Französisch Polynesien mit den Atomtests in Verbindung stehen. Damit hat Frankreich offiziell das erste Mal zugegeben, dass es einen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Atomtests gibt, berichtet die Tahitipresse.

Die vollständige Pressemeldung


Stellungnahme zu einem besonders ansprechenden Aspekt des Films "Atomic Cafe"

In einer Szene des Films geht es um einen weiteren Test mit Atombomben, der auf der Insel Bikini ausgeführt werden soll. Den Einwohnern von Bikini wird mitgeteilt, dass ihre Insel als Versuchsplatz gebraucht wird und dass eine Evakuierung notwendig ist. Ich fand an dieser Szene sehr interessant und schockierend, wie den Bewohnern eingeredet wurde, dass dieser Test etwas Gutes und Schönes sei.

Einer der Bikiner sagte: "Ok, wir machen das. Wir legen es in Gottes Hände!" Worauf der amerikanische Offizier, der die frohe Botschaft übermittelt hatte, antwortete: "Alles, was wir in Gottes Hände legen, kann nur gut sein!" Dieser Aspekt wurde in dem Film oft aufgegriffen. Alle Redner, die für Atombomben waren, haben diese schön geredet und "attraktiv" gemacht. Truman sagte, Bombenanschläge seien in Gottes Sinne.

Valerie Windt


Stellungnahme zu einem besonders ansprechenden Aspekt des Films "Atomic Cafe"

Nach den Bildern des Bombenabwurfs auf Hiroshima wurde im Film ein TV-Newsbericht gezeigt, der einen Tag später gesendet wurde. Die Reporter scherzten über die verseuchten Leute und verglichen die nicht mehr vorhandene Stadt Hiroshima, welche wie ein Schlachtfeld aussah, mit dem Aussehen eines Footballfeldes nach einem Spiel der "Giants" (New Yorker Football-Team). Außerdem zeigten die Redakteure in dem TV-Newsbericht ein Interview mit dem Piloten der "Enola Gay", in welchem dieser sagte, dass der Abwurf und die Wolkenspaltung kurz zuvor über Hiroshima die schönsten und größten Momente in seinem Leben seien.

Ich finde diesen Newsbericht ziemlich hart, obwohl die Amerikaner das ja nur gemacht haben um sich selbst und ihre Landsleute zu schützen. Außerdem finde ich es nicht ok, dass sich die Reporter so über den Anblick von Hiroshima lustig machen und ihn mit einem Footballfeld vergleichen, das ist einfach inaktzeptabel so einen Anblick so zu verherrlichen.

Ivo Siemers


"Atomic Café"

Ich finde den Film "Atomic Café" sehr beeindruckend, da man sehr gut beobachten kann, wie die Amerikaner zu der Atombombe stehen. Die Amerikaner feierten und jubelten, als die Bombe auf Hiroshima geworfen wurde. Sie sangen Lieder der Freude, deren Inhalt den Krieg verherrlichten. Man berichtete darüber im Fernsehen und es wurde gar nicht klar, welche Folgen es für die Bewohner von Hiroshima gab und wieviele Menschen sterben mussten.

Sie fühlten sich als Sieger des Krieges und zeigten das feiernd. Trotz all dieser Freude fürchtete man sich vor einem atomaren Gegenschlag. Man baute Schutzbunker und übte den Ernstfall in Übungen, in denen man in den sicheren Bunkern Schutz suchte. Alles in allem ist der Film sehr empfehlenswert, da er die reine Wahrheit zeigt.

'' Marcel Reuber''


"Atomic Café": Menschenverachtung

Amerika schickt eigene Soldaten ins kontaminierte Gebiet. Die amerikanische Regierung will herausfinden, wie Menschen auf Radioaktivität reagieren. Ich finde es unverantwortliche, dass die US-Regierung ihre eigenen Soldaten ins kontaminierte Gebiet schickte um zu sehen, welche Radioaktivitätsmenge für die Menschen tödlich ist. Viele Menschen starben und noch mehr wurden verseucht, so dass die Auswirkungen noch heute zu sehen sind. Das Schlimmste war die absichtliche Zurückhaltung der Nebenwirkungen oder Folgen der Atombomben. Die Soldaten wussten nur, dass es einen großen Flammenball und eine Druckwelle geben wird. Die Soldaten wurden von der Regierung bewusst in den Tod geschickt. Für mich ist dieses Verhalten das Sinnbild für Menschenverachtung.

Philipp Opel(10a)


"Atomic Café"

Meine Stellungnahme zum "trinity test" aus dem Film "Atomic Café" Dieser sogenannte "Trinity Test" wurde in der Wüste Mexicos gemacht um herauszfinden, welche Ausmaße eine Atombombe haben kann. Sie wurde zwar in der Wüste gemacht, dort, wo keine Menschen waren, aber ich finde es trotzdem schwachsinnig.

Sie haben damit nur Teile der Wüste zerstört und konnten noch nicht einmal ungefähr sagen, wie viele Menschen umkommen würden oder wieviele Häuser zerstört werden würden. Sie konnten damit höchstens die Reichweite einer solchen Bombe absehen. Sie haben damit nur weitere Radioaktivität freigesetzt.


US-Justizmord Ethel und Julius Rosenberg

Sie hätten sich retten können! Ethel (37) und Julius (35) wurden Opfer eines US-Justizmordes des Kalten Krieges. Im frag-würdigen Prozess in New York am 05.04.1951 wurde ihnen vorgeworfen, sie hätten Atomspionage zu Gunsten der UdSSR betrieben. Das Urteil: Todesstrafe! Ethel und Julius hinter ließen zwei Söhne, Michael und Robby ( 10 und 6 Jahre alt bei der Hinrichtung).

Massenproteste, gegen die Hinrichtung der Rosenbergs, wurden auf der ganzen Welt gestartet. In New York fand ein israelischer Gottesdienst mit 500 Gläubigen statt und in Wien gingen 10.000 Menschen auf die Straße und demonstrierten. In Rom und Mailand protestierte die Arbeiterschaft in einem fünfzehnminütigem Streik und in Paris wurden bei einer machtvollen Kundgebung hunderte festgenommen. Telegramme und Bittschriften wurden von vielen Namenhaften Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern und Parlamentariern aus aller Welt an den US-Präsidenten Eisenhower geschickt, mit der Bitte um Verzicht auf die Hinrichtung. Auch der damalige Papst Pius der XII setzte sich für die Schonung des Lebens der Rosebergs ein.

Namenhafte Juristen äußerten schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Prozesses und ein internationaler Juristenausschuss forderte einen neuen Prozess mit einem internationalen Gerichtshof. Die Rosenbergs waren aktive Mitglieder in der Weltfriedensbewegung und scharfe Kritiker der inneramerikanischen Verhältnisse, wie z.B. des Rassismus, und waren somit gegen die konfrontationsausgelegte Außenpolitik Amerikas gegenüber dem früheren Kriegsverbün-deten Sowjetunion.

Die genaue Beschuldigung war, dass die Rosenbergs Angehörige eines Rings kommunis-tischer Spione seien und dass sie das Geheimnis der Atombombe an die Sowjetunion verraten haben sollen. Ethel und Julius bestritten diese Vorwürfe stets. In ihrem Fall wurde erstmals das viel strengere US-Atomgesetz angewandt, welches beinhaltete, dass für nicht-atomare Spionage keine Todesstrafe möglich gewesen wäre.

Präsident Dwight Eisenhower schrieb an seinen Sohn, dass es ihm eigentlich „ gegen den Strich“ ginge eine Frau hinrichten zu lassen. Sein Argument dafür war allerdings, dass die So-wjetunion nur noch Spioninnen rekrutieren würde, wenn er Ethel begnadigte und Julius nicht. Daniel Greenglass, Ethels Bruder, gestand dass er von Julius in ein Nationallabor des US-Militärs, wo eine Atombombe entwickelt wurde, rekrutiert worden sei und ihm Informationen zum Bau der Bombe gegeben habe, welche Ethel abgetippt haben soll.

Nach diesem Geständnis kam er als Kronzeuge in diesem Prozess mit 15 Jahren Haft davon. Später allerdings zog Greenglass seine Aussage gegen Ethel zurück, welche der einzige wirklich belastende Beweis gegen sie war, denn ansonsten lag gegen sie faktisch nichts vor. Auch viele Beweise gegen Julius wurden zurecht gedreht, um Druck auf ihn auszuüben, damit er Namen nannte. Einige sehen hier Parallelen zu dem Fall: Sacco und Vaneztti. Die beiden italienischen Ein-wanderer waren 1921 in Boston in einem Mordprozess auf Grund fingierter Beweise zum Tode verurteilt worden, trotz weltweiter Proteste gegen die Hinrichtung. Das US-Justi-zministerium hat die beiden Männer erst vor wenigen Jahren rehabilitiert.

Dies wäre nach Beendigung des Kalten Krieges auch im fragwürdigen Fall von Ethel und Julius Rosenberg längst überfällig und der Fall hätte schon längst neu aufgerollt werden müssen. Sam Roberts schreibt in seinem Buch „ The Brother“ folgendes: „ Die Rosenbergs hätten sich retten können, hätten sie nur ausgepackt.“ Sam Roberts hat mit den Söhnen von Ethel und Julius Rosenberg gesprochen und Michael sagte: „ Als die Regierung zu meinen Eltern sagte, sie müssten voll und ganz kooperieren, dann hat das bedeutet, sie müssten andere dorthin bringen, wo sie damals waren.

Und ich denke, sie taten, was jeder anständige Mensch getan hätte. Sie sagten: Nein:“ Robert sieht dagegen Parallelen zum Amerika nach dem 11. September 2001: Im „ Krieg gegen den Terrorismus“ würde man in den USA Andersdenken kriminalisiert, und die Justiz wolle Todesstrafe auf Menschen anwenden, die als „ Bedrohung der Nationalen Sicherheit“ gälten. Auf McCarthy und Eisenhower und den scheinbar fest verankerten Kalten Krieg folgten John F. Kennedy und eine Demokratisierungswelle; die Vereinigten Staaten haben damit ihre außerordentliche Flexibilität unter Beweis gestellt. Wer weiß, was nach George W. Bush und dem „ Terrorismuskrieg“ kommt, der jetzt so schwer auf dem Land liegt wie damals der Kalte. -

'Ann-Katrin Brause'


Stellungsnahme zu einem besonders ansprechenden Aspekt des Films "Atomic Cafe´"

Ich persönlich fand den Bikini-Test in Hawai im Aufklärungsfilm "Atomic Cafe" unverantwortlich. Denn meiner Meinung nach kann eine Waffe und ihre Wirkungen, sei es Energie oder Wärme, nicht gut für die Menschheit sein, wenn sie in der Lage ist 60% einer Hauptstadt zu zerstören. Atomkraft ist gefährlich, kann zu radioaktiven Verstrahlungen führen und starke Missbildungen und Krankheiten hervorrufen. Außerdem kann man mit Atomkraft nicht vorsichtig genug umgehen, was Tschernobyl beweist.

Ebenfalls unverantwortlich war, das sich bei dem Test Menschen auf der Insel befanden, obwohl Radioaktivität durch bloßes Einatmen oder auch schon durch kleinste Wunden in den Körper gelangt und im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben kann. Der Bikini-Test, bei dem getestet werden sollte, ob Atomkraft auch positiv für die Menschheit genutzt werden kann, war deshalb meiner Meinung nach von den Amerikanern nicht zu verantworten.

Ich bin der Meinung, dass man nichts zu seinen Gunsten versuchen sollte zu nutzen, wenn es in der Lage ist, 20 Mal die Menschheit auszurotten. '' Tracy Brüggemann''


Kommentar: Das Geschäft mit der Bombe

Meiner Meinung nach wurde die Atombombe viel zu wenig getestet, bevor sie auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden. Man hatte zwar schon gesehen, dass die Zerstörung extrem war, nicht aber die weiterreichenden Folgen. Man hätte die Bombe vorher genauer untersuchen müssen und nicht zum Test Tausende von Menschen tot und noch viel mehr krank machen.

Des Weiteren halte ich es sowieso für übertrieben, dass zwei dieser Bomben geworfen wurden. Die Amerikaner begründeten es damit, dass die Japaner ihnen noch keine Kapitulation gemeldet hatten, was aber auch kein Wunder mehr war, weil nämlich kaum noch ein Japaner einen Funkspruch hätte abgeben können.

Der Gipfel ist dann wohl noch, einfach den gewonnenen Krieg zu feiern. Der Bevölkerung wurde bestimmt nichts von den Qualen der Japaner erzählt, sondern nur vom ruhmreichen Sieg der eigenen Truppen.

Ein weiterer Punkt, der für mich erschreckend war, ergab sich danach. Aus der großen Gefahr ergab sich plötzlich eine neue Art Profit zu machen. Es wurden Atom-Cafes gegründet, Atomcocktails verkauft oder kleine Minibunker gebaut. Im Fernsehen liefen später Filme, in denen bei lustiger Musik erzählt wurde, wie man sich bei einem Atombombenanschlag verhalten soll.

Für mich waren diese Ratschläge aber alle nutzlos, da es zum Beispiel gar nichts bringt, sich bei einem Einschlag unter der Picknickdecke zu verstecken. In meinen Augen sind auch die Schutzbunker nur bedingt hilfreich, da man hierdrin zwar überlebt, aber, wie es in der Anweisung stand, danach direkt wieder raus geht und sich dann natürlich wieder in Gefahr begibt.

Der Gipfel des Ganzen war dann aber der falsche Atomalarm, der gegeben wurde. Wie man seine eigenen Leute mit Warnungen und Geräuschen aus Lautsprechern derart in Panik versetzen kann, und das in Zeiten des Wettrüstens, ist mir ein Rätsel. Es dauerte dann ja auch lange Zeit, bis man alle wieder beruhigt hatte.

Alles in allem haben die Amerikaner ein Geschäft aus der Sache gemacht, und erst als herauskam, dass die Sowjetunion auch derartige Massenvernichtungswaffen besitzt, änderte sich die Einstellung zu den Waffen. Allerdings, wie ich finde, nicht zufriedenstellend. Den eigenen Leuten Panik zu machen, ist nämlich für mich der falsche Weg.

Tobias Stodieck


Gedicht

Gedenken an Hiroshima

Es gedenk die Kirche, betet, dass es nicht wieder dazu kommt

Es gedenken die Politiker, legen Kränze an Denkmälern nieder

Es gedenkt die Welt, legt Schweigeminuten ein, spricht nicht

Es gedenken die Fernsehsender, spielen Sondersendungen ab

Es gedenken ALLE, auf der Welt!

Die Menschen sind gestorben, Krankheiten breiteten sich aus

Die Städte zerstört, es dauert bis alles wieder aufgebaut ist

Das Land ist unbrauchbar geworden, kann nichts mehr anbauen

Und auch heute noch, viel Verstrahlung, und viele Fragen sich:

Es gedenken ALLE auf der Welt.

Wem hilft das Gedenken? '' Tobias Stodieck''


Szenenbeschreibung und Kommentar:

Kalter Krieg

In dem Kalten Krieg kämpfen die zwei großen Weltmächte Russland und die USA in einem erbitterten Kampf um die Macht auf der Erde. Die USA hatte als erstes eine Atombombe entwickelt und meinte nun, dass Russland keine Chance gegen die USA hat.

Amerika war sehr siegessicher und stellte neue Einkaufszentren vor, anstatt die Bomben besser zu erforschen. Auf einmal hatte Russland auch eine Atombombe und ganz Amerika war erschüttert und ängstlich. Alle Amerikaner wollten sich auf einmal schützen und kauften sich für mehrere tausend Dollar neue Häuser mit Atombunkern. Die Atombunker wurden nie benutzt, aber alle waren auf einen Angriff von Russland vorbereitet. Die Kinder wurden in der Schule mit Filmen und durch die Lehrer aufgeklärt und die Erwachsenen klärten sich im Radio auf.

Ich finde die Sache mit dem Wettrüsten schwachsinnig, weil man kann doch nicht rausfinden, welcher Staat mehr Macht hat nur durch Atombomben. Es gibt Hunderte weiterer Aspekte, die wichtig für einen Staat sind, z.B. ob die Bürger eine feste Versorgung haben oder ob viele Bürger zufrieden sind.

Richard Reilender


Stellungsnahme zu einem Aspekt:

Da die USA Angst vor einem atomaren Gegenangriff hatten, trafen sie Sicherheitsvorkehrungen. Sie informierten das Volk darüber, was sie im Ernstfall tun sollten. Viele Menschen bauten sich Atombunker.

Eines Morgens lief im Radio ein Hörspiel, welches in der Zeit der atomaren Bedrohung spielte. Plötzlich wurde das Geschehen wegen einer Warnmeldung unterbrochen. "Kanadische Flugzeuge fiegen auf die USA zu."Dieses Radiohörspiel löste eine Massenpanik aus. Alle die das Hörspiel live mitgehört hatten, warnten andere. Viele suchten Zuflucht in Atombunkern.Ich finde dieses Beispiel zeigt, wie bedrohlich die Situation war. Jeder rechnete jederzeit mit einem Angriff.

Die Regierung schafft ein so angsteinflößendes Klima, dass alle es sofort glaubten, wenn in den Medien von einem Angriff berichtet wurde.

In der heutigen Zeit, könnte es auch jederzeit geschehen, dass die USA angegriffen wird, doch heute macht die Regierung kaum noch Verhaltensaufklärung. Wenn heute, während eines Hörspiels, im Radio vor einem atomaren Angiff gewarnt werden würde, würden die Menschen nicht mehr panisch zu dem nächsten Atombunker laufen.


Stellungsnahme zu "Atomic Cafe"

Schutzmaßnahmen bei einem Atombombenabwurf

In den Schulen Deutschlands wurden um 1950 Unterrichtsstunden eingeführt, die zum Schutz der Schüler/ innen dienten. Dort wurde ihnen beigebracht, wie man sich innerhalb und außerhalb eines Schutzbunkers zu verhalten hatte.

Nach meiner Meinung war es sehr wichtig, die Bevölkerung zu informieren. Besonders für Kinder war es gut, dass sie aufgeklärt wurden, da sie sich bei einer Gefahrensituation noch nicht so gut auskennen wie Erwachsene. Ich denke jedoch, dass die Menschen, die um einen Übungsplatz lebten, noch mehr hätten gewarnt und evakuiert werden müssen.

Ein Aspekt des Films veranschaulicht das Unwissen dieser Menschen deutlich: Sie flüchteten sich so schnell es ging in Bunker, obwohl es „nur“ eine Übung war, kein wirklicher Angriff von außerhalb, trotzdem aber eine Atombombe abgeworfen wurde.

Solche Situationen, denke ich, hätten verhindert werden können und auch müssen, schon allein um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, weil einige Politiker den Krieg auch für sich nutzten. '' Nicole Engel''


Filmvorstellung und –kritik

Der Dokumentarfilm „The Atomic Café“ berichtet über die Entwicklung der Atombombe, vom ersten Abwurf über Hiroshima und weitere Tests bis hin zum Kalten Krieg. Er besteht ausschließlich aus amerikanischem Originalmaterial, z.B. Air Force-Filmen, Fernsehberichten oder Interviews.

Die rein amerikanische Sichtweise lässt die Stimmung der damaligen Zeit aufkommen, was manchmal sehr bedrückend, aus heutiger Sicht aber oft unwillkürlich komisch wirken kann. Ein gutes Beispiel dafür ist der Song „Duck...and cover“, der schon Schulkindern beibrachte, wie man sich bei einem Atombombenabwurf verhalten sollte, mit Methoden, die kaum etwas nützen.

Die damals herrschende Paranoia vor allem Kommunistischen oder Anti-amerikanischem sorgt aber auch heute noch für Nachdenklichkeit, vor allem bei der Erwähnung der Todesurteile gegen Julius und Ethel Rosenberg.

Auch aktuelle Bezüge kommen bei dem Film von 1982 auf, zum Beispiel die Phrase „Feinde der Freiheit“, die damals die UdSSR und heute islamische Terroristen meint. Der Film ist allerdings vor allem geeignet, um jemanden in die damalige Situation zu versetzen. Er enthält wenig genaue Fakten, und es ist einiges an Vorwissen nötig, um alle Zusammenhänge zu erkennen und manche Szenen zu verstehen.

Die Zeit um 1950 herum lässt dieser Film allerdings deutlich anschaulicher aufleben als es jeder „echte“ Dokumentarfilm könnte. Einziges Manko sind die Untertitel bei dem durchgehend englischsprachigen Film. Sie sind nur stellenweise vorhanden und hören häufig abrupt auf. Man sollte relativ gut Englisch können, um den ganzen Film zu verstehen. Für jemanden, der sich mit dem Thema der Atombombe beschäftigt, ist dieser Film auf jeden Fall ein Muss. Die einzelnen Szenen ergeben ein beeindruckendes Gesamtbild, denn so hat man Amerika selten gesehen.

Katharina Glock


Stellungnahme zu einem Filmaspekt

Ich finde die Szene, in der sich die Amerikaner nach der 1. Atombombe als Sieger fühlen, Spaß haben und ihr Leben ganz normal weiterleben, als wenn nichts wäre, sehr erschreckend. Es zeigt, wie skrupellos sie waren.

Sie haben Hunderttausende umgebracht und verletzt, eine Stadt fast ganz zerstört und dann kümmern sie sich nicht darum und freuen sich sogar. Sie feiern, weil sie gewonnen haben und leben danach normal weiter.

Wenn ich zu der Zeit ein Amerikaner gewesen wäre, hätte ich mich unwohl gefühlt und Mitleid mit den Japanern gehabt, weil mein Land Menschen getötet und verletzt hat und sie auch noch Jahre danach unter den Folgen der Atombombe leiden müssen.

'' Nicole Eickmann''


Stellungnahme zu einem besonders ansprechenden Aspekt des Films "Atomic Cafe"

In dem Film „Atomic Cafe“ wurde ein TV-Newsbericht vom Tag nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima gezeigt. In dem Film ging es natürlich um Hiroshima und der Reporter war sehr beeindruckt und auch stolz darauf, was America mit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima geleistet hat.

Er fand es amüsant, dass Leute starben und durch den Abwurf atomar verseucht waren. Er verglich die nicht mehr vorhandene Stadt Hiroshima mit einem Footballplatz nach dem Spiel der Giants. Er freute sich und machte Witze, was total unnötig war ohne über die Folgen solch eines Ereignisses nachzudenken!

Dann haben sie noch ein Interview mit dem Piloten gezeigt, der den Abwurf der Atombombe durchgeführt hat. Er beschrieb die Sekunden nach dem Abwurf als den schönsten und ebenfalls größten Momente seines Lebens.

Ich finde, dass dieser Bericht gut zeigt, wie unüberlegt die Amerikaner gehandelt haben. Es ist zwar klar, dass sie es aus dem Grund getan haben um ihr eigenes Land zu schützen, was man meiner Meinung nach auch anders hätte regeln können. Ebenfalls haben sich die Amerikaner falsch verhalten, indem sie hinterher große Paraden gefeiert haben und sehr stolz auf das Töten von Tausenden von Menschen waren, was, wie ich finde, nichts ist, worauf man stolz sein sollte! '' Von Dominik Zech''


Wasserstoffbomben

In dem Film ’ The Atomic Café ’ wurde, neben dem Hauptthema Atombombe, auch das Thema Wasserstoffbomben oder H-Bomben angesprochen. Die Wasserstoffbomben wurden im Jahre 1950 von den Amerikanern erfunden. Sie sollten zum Schutz vor Russland gebaut werden. Die Russen hatten aber ebenfalls Wasserstoffbomben gebaut, wovon sie eine am 19. August 1953 zündeten. Danach testen die Amerikaner die genauen Folgen eines solchen Abwurfes - mit Schweinen. Die Tiere wurden durch die dreimal stärkere Wucht im Vergleich zu einer Atombombe teilweise in Stücke gerissen, waren dagegen aber kaum radioaktiv verseucht.

Wasserstoffbomben haben den Vorteil, dass sie die Umwelt sowie die Menschen und das Wasser nicht für Jahrtausende verseuchen, aber sie zerstören von der Wucht her mehr. Genau anders herum eine Atombombe: sie zerstört zwar auch im ersten Moment, aber verseucht dafür das Gebiet für Jahrtausende.

Ich finde Wasserstoffbomben sind schrecklich, weil sie eine größere Zerstörung anrichten als Atombomben, sie töten Menschen und Tiere und zudem verseuchen sie die Umwelt auch ein bisschen. Atombomben sind aber noch schlimmer, weil diese auch einen sofortigen Schaden anrichten, aber die Folgen (Radioaktivität) länger hält.

Julia Klaas


Stellungnahme zu einer Szene im Film Atomic Café'''

Der Film Atomic Café ist ein sehr informativer Film und zeigt, wie schrecklich der Krieg seien kann. Er erzählt vom Atombombenanschlag auf Hiroschima und vom Kalten Krieg. Es werden aber nicht nur die Opfer und Angehörigen dieser Anschläge gezeigt, sondern man kann sehen, wie die Kinder auf den Krieg vorbereitet werden.

Dieses fand ich sehr interessant und witzig, da diese Szene mit einem Comic verbunden wurde. Die Szene zeigte zwei Frauen, die eine Grundschulklasse auf einen Bombenanschlag vorbereitet. Die Frauen teilen den Kindern mit, was für einen Essensvorrat man haben sollte. Anschließend zeigen sie, wie man auf einen Anschlag reagieren soll, das Merksatz (das Motto) war ,,Duck and Cover’’, was im Hintergrund gesungen wurde.

Ich denke, somit konnten sich die Kinder diesen Tipp besser einprägen und der darauf folgende Film konnte es noch etwas netter gestaltet.

Im Comic ging es um eine Schildkröte, die sich ebenfall vor etwas schützen musste und sich in ihren Panzer verkroch. Ich finde dieser Film ist empfehlenswert, da er Abwechslungsreich, durch Comics, Lieder, Reden, etc., gestaltet wurde.

Ulla Rifat


Filmkommentar:

'''Ethel und Julius Rosenberg

Eigene Stellungnahme:'''

Meiner Meinung nach war der Justizmord an Ethel und Julius Rosenberg in der Zeit des Kalten Krieges nicht berechtigt. Gegen Ethel lag faktisch nichts vor außer der belastenden Aussage ihres Bruders, der diese später zurück zog, da er sie nur getätigt hatte, um von sich und seiner Frau abzulenken. Somit wäre es nicht nötig gewesen zwei kleinen Jungen ihre Mutter zu nehmen. Auch die Fakten gegen Julius waren zurechtgedreht worden, um ihn unter Druck zu setzen und Namen Verbündeter seinerseits herauszubekommen.

Ich kann nicht verstehen warum der damalige US-Präsident Dwight Eisenhower die weltweiten Massenproteste übersehen hat oder sogar übersehen wollte. Auch die vielen namhaften Juristen, die schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Prozesses äußerten, ließen ihn nicht vor der Hinrichtung zurückschrecken. Genauso wie der extra einberufene internationale Justizausschuss, der einen neuen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof forderte, konnte ihn nicht daran hindern, was ich keineswegs nachvollziehen kann.

Es gibt einige Parallelen zu einem anderen Fall: Der Fall Sacco und Vaneztti. Die beiden italienischen Einwanderer wurden 1921 in Boston in einem Mordprozess zum Tode verurteilt. Diese Fall wurde erst vor wenigen Jahren neu aufgerollt und die beiden Männer wurden rehabilitiert. Bei all dem was man heute weiß und nachträglich herausgefunden hat, wäre dies im Falle der Rosenbergs längst überfällig.

Ann-Katrin Brause


Meine Stellungnahme zum "trinity test" aus dem Film "Atomic Café"

Dieser sogenannte "Trinity Test" wurde in der Wüste Mexicos gemacht um herauszfinden, welche Ausmaße eine Atombombe haben kann. Sie wurde zwar in der Wüste gemacht, dort, wo keine Menschen waren, aber ich finde es trotzdem schwachsinnig.

Sie haben damit nur Teile der Wüste zerstört und konnten noch nicht einmal ungefähr sagen, wie viele Menschen umkommen würden oder wieviele Häuser zerstört werden würden. Sie konnten damit höchstens die Reichweite einer solchen Bombe absehen. Sie haben damit nur weitere Radioaktivität freigesetzt.

Madeleine Becker


Filmausschnitt:

Thema: Kalter Krieg

Eine wichtige Szene im Film war über den "Kalten Krieg". Der Kalte Krieg zog sich über viele Jahre hin und war ein ewiger Kampf zwischen den USA und Russland. Im Kampf mit verschiedenartigen Waffen und Bomben bekämpften sich die beiden Weltmächte, um die absolute Weltmacht zu werden.

Nachdem die Amerikaner die erste Atombombe der Geschichte entwickelt hatten, zogen die Russen nach und hatten plötzlich eine noch stärkere Bombe entwickelt. Somit wurde ganz Amerika, nachdem sie zunächst ziemlich sicher waren, die Weltmacht Russland einzunehmen, ängstlich.

In großer Angst bauten sich die Amerikaner tausende Atombunker, um für das Schlimmste vorbereitet zu sein, jedoch waren es nur Vorsichtsmaßnahmen und die Bunker hatten keine Gelegenheit ihren Sinn zu erfüllen. Es war nur ein ewiges Abtasten dieser Großmächte. Vorbereiten auf den Angriff der Russen, wurden in Schulen über die Vorsichtsmaßnahmen unterrichtet, während sie Erwachsene kontinuierlich über verschiedene Radiosender informieren konnten. '' Daniel Dittrich''


Stellungnahme zu einem besonders an sprechenden Aspekt des Films "Atomic Café"

Der Film "Atomic Cafe" ist sehr oft mit Musik und Melodien unterlegt, welche nicht passend für die währenddessen gezeigten Szenen sind. Sie sind witzig und fröhlich zu einem ernsten Hintergrund. Dies lässt besonders einzelne Szenen lächerlich rüberkommen, obwohl es dort nichts zu lachen gibt.

Wenn man solch einen Film macht, über Geschehnisse wie dieses, finde ich es unverantwortlich , die Musik (und sie beeinflusst den Eindruck der Zuschauer erheblich) dermaßen falsch zu wählen, dass dies schon fast an Verspottung der ganzen Opfer und dieses Unglücks grenzt. Vor so etwas sollte man Respekt haben und es nicht einfach so verherrlichen, als sei es eine Komödie. Wer würde denn bei einem ernsten Gedicht über den Tod witzige Reime einbringen? Hört sich absurd an, denn so etwas geht einfach gegen die vorhanden sein sollenden Prinzipien. Eine Verschandelung wie diese sollte man nicht dulden, denn in diesem Gebiet darf man sich eine Verspottung einfach nicht leisten!

Biljana Vicic


Filmkommentar:

Ethel und Julius Rosenberg

Eigene Stellungnahme:

Meiner Meinung nach war der Justizmord an Ethel und Julius Rosenberg in der Zeit des Kalten Krieges nicht berechtigt. Gegen Ethel lag faktisch nichts vor außer der belastenden Aussage ihres Bruders, der diese später zurückzog, da er sie nur getätigt hatte, um von sich und seiner Frau abzulenken. Somit wäre es nicht nötig gewesen zwei kleinen Jungen ihre Mutter zu nehmen. Auch die Fakten gegen Julius waren zurechtgedreht worden, um ihn unter Druck zu setzten und Namen Verbündeter seinerseits herauszubekommen.

Ich kann nicht verstehen, warum der damalige US-Präsident Dwight Eisenhower die weltweiten Massenproteste übersehen hat oder sogar übersehen wollte. Auch die vielen namenhaften Juristen, die schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Prozesses äußerten, ließen ihn nicht vor der Hinrichtung zurückschrecken. Genauso wie der extra einberufene internationale Justizausschuss, der einen neuen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof forderte, konnte ihn nicht daran hindern, was ich keineswegs nachvollziehen kann. Es gibt einige Parallelen zu einem anderen Fall: der Fall Sacco und Vaneztti. Die beiden italienischen Einwanderer wurden 1921 in Boston in einem Mordprozess zum Tode verurteilt. Diese Fall wurde erst vor wenigen Jahren neu aufgerollt und die beiden Männer wurden rehabilitiert. Bei all dem, was man heute weiß und nachträglich herausgefunden hat, wäre dies im Falle der Rosenbergs längst überfällig.

' Ann-Katrin Brause '

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