Auseinandersetzung mit der Theorie des "Symbolischen Interaktionismus"
Klausurvorbereitung
- Orientierung nach wie vor an der Theorie des symbolischen Interaktionismus
- Grundlagen nach Mead
- Klärung der Begriffe "Zeichen", "Gesten", "signifikante Symbole"
- Identitätsbildung nach Mead (Mariels Stichworte s.u.)
- Soziale und kommunikative Kompetenzen in zukünftigen Arbeits- und Lebenswelten
- Kritische Auseinandersetzung mit "Emotionsarbeit"
- Kompetenzerwerb "Emotionsarbeit" (Welche Art von Emotionsarbeit?, wo?, wie?, wann?)
- Bezug zu Rollentheorien bzw. "symb. Interaktionismus"
- Aufgabenstellung zum vorgegebenen Text:
- Entweder Herausarbeitung der Argumentationsstruktur oder Zusammenfassung in Thesenform
- Anwendung der o.g. Theorien
- Eigene argumentative Stellungnahme
- Noch Fragen? Hier können tatsächlich Fragen gestellt werden! Bitte immer nach oben auf die Seite!
Bringt die Kenntnis rollentheoretischer Begriffe und Zusammenhänge strategische Vorteile in Kommunikationssituationen?
- Einige Diskussionsteilnehmer waren der Meinung, dass die Kenntnis der Rollentheorie keine Veränderungen im eigenen (potenziellen) Verhalten bringt.
- Die Gegenposition geht davon aus, dass die Kenntnis rollentheoretischer Zusammenhänge die interaktiven Handlungsalternativen erweitert und die Fähigkeit zur Metakommunikation ausbilden kann.
- Durch die Fähigkeit, sich mit den Augen anderer zu sehen und Verhaltensmöglichkeiten zu antizipieren, steigt die Fähigkeit, Kontrolle über die eigenen Reaktionen auszuüben.
- Indem ich mir Standpunkte und Haltungen anderer mir gegenüber klar mache, kann ich prüfen, wie es wäre, wenn ich an ihrer Stelle stände. Ich verlege diese Prozesse in mich hinein. Ich gewinne dadurch zunehmend ein Bild von mir selbst. Ich entwickle meine Identität.
- Die Fähigkeit zur bewussten symbolischen Interaktion und zur Identitätsbildung entsteht nicht allein durch rollentheoretische Kenntnisse, sondern immer in Verquickung mit einer Summe sozialisatorischer Erfahrungen.
- Fähigkeiten im Bereich symbolischen Interaktionismus bewegen sich möglicherweise im Widerspruch zwischen der notwendigen (Vor-)Einschätzung des Kommunikationspartners und dem flexiblen und ergebnisoffenen Aushandeln der Beziehungen. Andernfalls dienen diese Fähigkeiten "nur" zur geschickten Durchsetzung eigener Interessen in einer Konkurrenzgesellschaft.
- Max Frisch fordert in Anlehnung an die Bibel: "Du sollst dir kein Bildnis machen" - von deinem Gegenüber. Liebe ist für ihn der Verzicht auf ein "Bild des Anderen".
Kompetenzen in der Arbeit- und Lebenswelt der Zukunft
Aufgaben: (Einzelarbeit oder Partnerarbeit)
- Stelle stichwortartig die Chancen und Gefahren der neuen Arbeitswelt gegenüber!
- Welche Bedeutung wird nach den Prognosen die "Emotionsarbeit" gewinnen?
- Welche Beiträge zur Bewältigung zukünftiger Lebenssituationen können Psychologie und Pädagogik leisten?
- Welche Schwerpunkte müssen in der schulischen Bildung gelegt werden, um im oben beschriebenen Sinn zukunftsfähig zu machen?
- Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssten zur Steigerung der Chancen aufgebaut werden?
- Stellungnahme zum Workshop "IdeenCampus on Tour" und zur denkbaren weiteren Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Göttingen
Klausur-Vorbereitung
Basiswissen.
- Entwicklungsmodelle: Freud - Piaget - Kohlberg
- Grundlagentexte zu Rollentheorie und symbolischem Interaktionismus (s.u.)
Krappmann - Fragestellungen
- Welche Fähigkeiten müssen in der heutigen Zeit zur Lebensgestaltung erworben werden?
- Wie sind diese Fähigkeiten zu erwerben?
- welche Bedeutung haben dabei Kindergarten und Schule?
Theoretische Grundlagen:
| Theorie | Soziale Kompetenzen |
| Rollentheorie | Übernahme verschiedener Rollen, soziales Handeln mit anderen Rollenträgern |
| Symbolischer Interaktionismus | Flexible Gestaltung unterschiedlicher Rollen, originelles und strategisches Handeln |
Vergleich mit Theaterspiel-Konzeptionen:
- Traditionelle Rollentheorie: Schauspieler übernehmen feste Rollen mit vorgegebenen Texten und üben das reibungslose und gut nachvollziehbare Handeln auf der Bühne
- Symbolischer Interaktionsmus:: Schauspieler entwickeln eine Vorstellung von den darzustellenden Problemen und Anforderungen, müssen sich auf der Bühne damit auseinandersetzen, ohne feste Rollen zu haben, ohne zu wissen, wie der andere agiert. Sie versuchen die Mitspieler einzuschätzen, ihr Handeln möglichst vorherzusehen, durch eigenes Handeln Impulse zu setzen, also die anderen zu beeinflussen, selbst immer wieder schnell und originell zu reagieren ... also: Improvisationstheater
Aufgabenstellungen:
Auseinandersetzung mit einem Fachtext
- Auseinandersetzung mit dem Inhalt (Beschreibung der Argumentationsstruktur, Zusammenfassung, Thesen, Erläuterung des Hauptproblems o.ä.)
- Anwendung der Kenntnisse über Rollentheorie und symbolischen Interaktionismus
- Erörterung von Problemen (z.B. entwicklungsbedingtes Aneignung von interaktionistischen Kompetenzen) mit eigener Urteilsbildung
- Haltet stichwortartig die Aussagen dieses Textes fest.
- Beschreibt die Grundsätze des Theorieansatzes von Krappmann. Dabei sollte auch weitere Literatur hinzugezogen werden - aber bitte immer mit Quellenangabe.
- Welche Bedeutung haben Kindergarten und Schule?
- Welche Möglichkeiten ergänzender und kompensatorischer Erziehung hat die Schule?
- Herausarbeitung von Inhalten und Methoden für die einzelnen Jahrgangsstufen
- Verfasst eine eigene Stellungnahme zu diesem Ansatz, in dem ihr insbesondere die Bedeutung für (früh)kindliches Erziehungsverhalten thematisiert.
- Die Stellungnahmen zu den Aufgaben 3 und 4 bitte hier auf die Plattform setzen.
- Die Stellungnahmen dann auch regelmäßig lesen und ggf. kommentieren.
Bitte immer mit Überschrift und Namensnennung!
Aufgaben:
- Kommentierung der Links
- Auflistung offener Fragen
- Ergänzung der Links
- Bearbeitung der Grundlagentexte (Kopien):
- Kindliche Entwicklung im Rahmen der Sozialisationstheorie von Talcott Parsons
Grundlagentexte zu Rollentheorien und zu "symbolischem Interaktionismus"
Lothar Krappmann
Kohlberg
Ja, der Text ist klausurrelevant. (RE)
Aufgabe 3+4
Julia B.,Pascal G., Jaqueline S., Verena H.
Die Schule muss folgende Fähigkeiten lehren, um die Daseinskompetenzen zu vermitteln:
- "Mut zur Lücke"
- der Blick für das Gegenwärtige und die Zukunft
- Selbstwirksamkeit
- Aushandlung
- Handlungskontrolle
- Planungsfähigkeit
- ökonomische, rechtliche, ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge (besonders Kinder/Jugendliche)
Wie sollen die Fähigkeiten vermittelt werden?
- durch problem- und projektorientierten Unterricht
- durch Vorbild und Mitmachen
- durch gemeinsames Leben, Verwalten und Haushalten
- durch Reflexion der Handlungsmuster und Erlebtem
- durch Herausforderungen und immer neue Hürden
- Kooperation mit der Familie
Aufgabe 3:
Welche Bedeutung haben Kindergarten und Schule?
Während Kindergarten und Schule durchleben die Kinder eine Phase der Persönlichkeitsentwicklung, in der praktisches Handeln für die spätere Entwicklung der Kinder notwendig ist. Sie durchleben verschiedene Lernprozesse.
Lother Krappmann bemängelt jedoch, dass die Umsetzung in vielen Einrichtungen fehle.
So seien kaum qualifizierte Erzieher/Lehrer vorhanden, die durch pädagogische Modelle die Kinder gezielt fördern. Ohne pädagogisch konzipierte Projekte, die Selbstwirksamkeit, Aushandlung, Handlungskontrolle und Planungsfähigkeit durch gemeinsames Leben, Verwalten und Haushalten in Schule, Klasse und Arbeitsgemeinschaft herausfordern, dürfte der Fortschritt eher gering sein. Es fehlt an entwicklungspsychologischen Kenntnissen, wenn diese aber doch vorhanden sein sollte, fehle es oft an den Mitteln und der Umsetzung.
Man dürfe jedoch nicht vergessen, so Krappmann, dass das Elternhaus selbst die erste Bildungsstätte ist. Schulen und Kindergärten werden jedoch oft für verantwortlich herangezogen, da die Familiensituation oft unbefriedigend ist. Ein harmonisches Familienleben scheitert oft an unwichtigen Streitereinen und Problemen der Eltern.
Eltern müssen lernen ihren Alltag kompetent zu gestalten, erst dann könne die Schule dazugezogen werden. Denn die Vermittlung von Kompetenz ist ein entscheidender Schnittpunkt unserer sozialen Welt.
Dinah Roser
3. Welche Bedeutung haben Kindergarten und Schule?
- bieten die Örtlichkeiten ihre Kompetenzen zu erlernen – Förderung der Kinder
- benötigen umfangreichere Kenntnisse über ökonomische, rechtliche, ökologische und Wohlbefinden fördernde Zusammenhänge
- Herausforderungen
- Vorbildfunktion (Lehrer, Kindergärtner)
- Entwicklung zum praktischen Handeln wird gefördert
- Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeit in Lernprozessen
- pädagogisch konzipierte Projekte unterstützen dies
- Förderungen können zu Belastungen werden, wenn zu Hause kein friedvolles Leben herrscht und das gemeinsame Leben nicht funktioniert
Bianca, Jana
4. Welche Möglichkeiten ergänzender und kompensatorischer Erziehung hat die Schule?
Aufgabe der kompensatorischen Erziehung ist es, Bildungsbenachteiligung abzubauen und Chancengleichheit herzustellen. Dieses betrifft häufig Kinder aus sozial schwachen Familien. Dies war besondern in den 70er Jahren ausgeprägt, sollte allerdings auch heute wieder mehr in den Blick genommen werden. Dementsprechend wichtig ist der schulische Erfolg und die soziale Herkunft.
Schüler sollten deshalb individuell gefördert werden. Im jedem schulischen Jahrgang sollte die Möglichkeit bestehen, Leistungen von schwächeren Schülern durch z.B. Förderunterricht zu verbessern. Dies kann durch Gruppenförderung und betreutes Lernen gestützt werden.
Bianca, Katharina, Severin, Lars, Jana
3. Welche Bedeutung haben Kindergarten und Schule?
Kindergarten und Schule sind als außerordentlich wichtiges Element in der Entwicklung eines Kindes bekannt. In dieser Phase eigenen sie sich lebenswichtige und praktische Kompetenzen an und erweitern ihr Wissen für ein späteres Berufsleben.
Laut Krappmann jedoch, sollten Kindergarten und Schule in Prinzipien und zu vermittelndem Stoff neu überarbeitet werden. Kompetenzen, die lebensnotwendig und jeden Tag auf die Probe gestellt werden, seien laut Krappmann viel zu wenig gefördert und berücksichtigt.
Kindergarten und Schule sollten lebensnähere und lebenspraktische Kompetenzen vermitteln und auf diese gezielt hinarbeiten.
4. Welche Möglichkeiten ergänzender und kompensatorischer Erziehung hat die Schule?
Möglichkeiten der ergänzenden kompensatorischen Erziehung sind z.B. Projektarbeiten, in denen Schüler Unterricht oder Themen selbst wählen, gestalten und vorstellen, während sie durch Kollaboration mit Mitschülern und Lehrern das Zusammenleben und –arbeiten praktisch lernen und so auf ihr späteres Leben durch Erwerb dieser lebenspraktischen Kompetenzen vorbereitet werden. Anschließend sollte über die Projektarbeit diskutiert und gesprochen werden, in denen die Erfahrungen zu Gelerntem ausgetauscht oder erweitert werden. So wäre eine Kopplung des Erwerbs von Wissen und lebenspraktischen Fähigkeiten gesichert.
- Henrik & Jannik
Laut Krappmann fehlt es in Kindergärten deutlich an entwicklungspsychologischen Kenntnissen, es gibt in der Pädagogik der Kindereinrichtungen kaum Modelle, die die für praktisches Handeln grundlegenden Entwicklungen gezielt fördern. Die Erzieherinnen und Erzieher müssten daher seiner Meinung nach ein viel qualifiziertere Ausbildung erhalten.
Des weiteren sagt er aber auch, dass Schulen und Kindergärten nur dann die Entwicklung der Kinder auf dem Gebiet der Lebenspraxis ( Wirtschaft, Recht, Haushalt, Umwelt, Ernährung, Gesundheit,..) effektiv fördern können, wenn die Grundlage der Kompetenzen zur Bewältigung des Alltags bereits durch das Familienleben gegeben sind. Dort werden, so Krappmann, die Kompetenzen nicht in erster Linie durch Belehrung, sondern vor allem durch Vorbild und Mitmachen vermittelt. Funktioniert das gemeinsam Leben in der Familie nicht, so kann man auch keine Energien für das Lernen in der Schule oder für bürgerliches Engagement aktivieren, die Forderungen der Schule werden eher zur Belastung des gesamten Haushaltes.
Am Ende sagt Krappmann, die logische Schlussfolgerung könne nur sein, den Ort an dem die Menschen zusammenleben, den Haushalt, durch die Vermittlung von Kompetenzen zu unterstützen.
Diese Schlussfolgerung erscheint uns nicht schlüssig, weil keine konkrete Erläuterung angegeben wird, wie genau diese Vermittlung von Kompetenzen erfolgen soll, wenn nicht durch die Schule oder den Kindergarten!?
carina und charlotte
Welche Bedeutung haben Kindergarten und Schule für die Entwicklung der Kompetenzen ?
Kompetenzen sollten schon im Kindesalter angeeignet werden, wobei die Altersgrenze nach unten offen ist.
Diese Kompetenzen, die ein glückliches Leben in einer Gemeinschaft ermöglichen, sollten daher eigentlich in der Familie vermittelt und übernommen werden.
Dies ist jedoch in der heutigen Zeit nicht mehr in allen Familien gewährleistet, sodass dem Kindergarten und der Schule die Aufgabe der Kompetenzenvermittlung zufällt. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob dies in einer solchen Institution überhaupt möglich ist.
Schule vermittelt Wissen in vielen Bereichen. Kompetenzen jedoch sind nicht, wie etwa Mathe, lehrbar. Kompetenzen werden vorgelebt und von den Kindern nachgeahmt.
Das Kind bekommt also Kompetenzen vermittelt, indem es bestimmte Kompetenzen bei seinen Mitmenschen beobachtet und diese Beobachtung in bestimmten Situationen selbst umsetzt. Meiner Meinung nach ist eine rein theoretische Kompetenzenvermittlung in Form eines Schulfaches sinnlos. Kompetenzen können in der Schule nur durch das „Miteinanderleben“; das „Miteinanderumgehen“ vermittelt werden. Dies könnte z.B. durch Projekte oder bestimmte Unterrichtsreihen, die nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis beinhalten, geschehen. Ein Beispiel für Kompetenzenvermittlung ist z.B. die Vereinbarung eines Klassenvertrages, wie es in der 3.Klasse meines kleinen Bruders der Fall ist. In seiner Klasse wurde in einem Klassenvertrag angemessenes Verhalten in der Klasse vereinbart. Bei nicht einhalten des Vertrages gibt es eine Strafe. Bei dieser Art der Kompetenzenvermittlung wird den Kindern aufgezeigt, dass sie Verantwortung im Umgang mit anderen haben und dass sie das Verhältnis zu anderen durch bestimmte Verhaltensweisen beeinflussen können. Da sich der Klassenvertrag nicht nur auf ein Schulfach sondern auf das gesamte Miteinander in der Schule bezieht, ist es meiner Meinung nach ein guter Ansatz um Kompetenzen in der Schule zu vermitteln.
Ich denke, im Kindergarten ist die Möglichkeit Kompetenzen zu vermitteln wesentlich größer als in der Schule, da die Kinder immer eine bestimmte Erzieherin als Vorbild haben und viele verschiedene Situationen mit ihr und mit der Gruppe erleben. Sie Essen gemeinsam, sie spielen gemeinsam, sie gehen gemeinsam spazieren usw. Durch die Vielzahl der Situationen ist es möglich viele verschiedene und mehr Kompetenzen als in der Schule zu vermitteln.
Meiner Meinung nach ist es auch einfacher und effektiver Kompetenzen im frühen Kindesalter zu vermitteln. Dem Argument, dass kleine Kinder so etwas nicht verstehen, kann ich nicht zustimmen, da ich denke, dass man in entsprechende Situationen alles kindgerecht erklären kann, wenn man nur will.
Im Allgemeinen bleibt Kompetenzenvermittlung in der Schule und im Kindergarten jedoch ein Problem. Einerseits, weil in der Schule nicht genügend Zeit neben dem vorgeschriebenen Lehrplan bleibt, andererseits, weil sich die Vermittlung von Kompetenzen nur auf das Geschehen in der Schule oder im Kindergarten bezieht und sich nicht auf das Alltagsleben des Kindes ausweiten lässt.
Des Weiteren denke ich, dass eine zu große Gruppe es nicht zu lässt individuell und sinnvoll Kompetenzen zu vermitteln.
Mariel