Stellungnahmen der Gruppen 2, 3, 4 und 5
Gruppe 2:
- Frauen entscheiden,im Gegensatz zu Männern, aus dem Gefühl
- Frauen werden im moralischen Urteil durch Empathie und Mitgefühl beeinflusst
- Frauen verinnerlichen Fürsorge und Verantwortung für andere
- Hin- und Hergerissenheit zwischen Egoismus und Altruismus
- trifft nicht auf alle Frauen zu
- Wahrnehmung der Frau an den sozialen Kontext der Gruppe gebunden
- Situationsangemessenheit und Situationsbezogeheit beeinflusst das moralische Urteil
- Konflikt zwischen Moral und Selbsterhaltung
eigene Meinung:
- nachvollziehbar, kann jedoch nicht verallgemeinert werden
- Frauen sind gefühlsbetonter als Männer, doch das schließt das moralische Handeln nicht aus
Gruppe 3:
In dem Text Die andere Stimme - Die Moral der Frau von Carol Gilligans wird die moralische Perspektive der Frau kritisch analysiert!
Anhand von einem zentralen Beispiel der Entscheidung (Abtreibung) wird die Frau kritisiert und es wird herrausgestellt, dass sich die Frau in einem Konflikt zwischen Egoismus und Verantwortung für Andere befindet.
Dadurch baut G. einen Bezug zu Kohlberg auf, der behauptet, dass die Männer die Gerechtigkeitsmoral und die Frauen die Fürsogliche Moral vertreten.
Unsere Meinung zu dem behandelten Text von G.:
- Nicht alle Frauen haben eine Moral, die NUR auf Fürsorge und Mitgefühl beruht.
- Auch Männer sind keine Eisklötze und kümmern sich um Andere.
- Das dargestellte Dilemmata ist übertrieben (alltäglicheres Beispiel wäre besser geeignet).
- Frauen sind in der Lage ihre eigene Meinung durchzusetzen und auch egoistische Züge an den Tag zu legen.
Text übertrieben dargestellt. Darstellung teilweise falsch, da Mitgefühl nicht komplett falsch und negativ sein muss.
Julia B., Pascal G., Jaqueline S., Carina R., Verena H.
Gruppe 4:
In Carol Gilligans „Die andere Stimme“ – „Die Moral der Frau“ befasst sich die Autorin mit der Tatsache, dass Frauen nach Lawrence Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung durchschnittlich auf ein niedrigeres Niveau kommen als Männer. Bei ihren Untersuchungen stellt sie fest, dass die Selbstwahrnehmung von Frauen stärker in den sozialen Kontext eingebunden ist und sie deshalb in Studien zur Moralentwicklung, die an der Ausprägung der Autonomie orientiert sind, zwangsläufig ein durchschnittlich geringeres Niveau aufweisen als Männer. In ihrer Auslegung stellt sie die männliche Gerichtsbarkeit der weiblichen Fürsorge gegenüber.
Während Männer in Problemsituationen oder Dilemmata eher nach Pflichten, Regeln und Gesetzen handeln, beziehen sich Frauen eher auf Moral, Verantwortung und Beziehung. So ergäbe das Evaluationsschema der Frau in Dilemmasituationen nach Gilligan folgendes Schema: Zuerst überlegt die Frau, was nach den Moralvorstellungen das Vernünftigste wäre und allgemein als Richtig bezeichnet würde. Dann bezieht sie sich selbst mit ein, was wäre für das Ego der Frau am besten, wie macht sie den größten Gewinn, wie geht es ihr am besten. Danach wägt sie ab, welche Lösung allgemein akzeptabel wäre und dennoch ihr selbst nach Möglichkeit einen Vorteil einbringt – sie wägt ab.
Ich denke, dass die Idee des weiblich-spezifischen Modells zunächst gut ist, da tatsächlich Unterschiede zwischen Mann und Frau bestehen, die auch in Entwicklung der Persönlichkeiten (mit all ihren Aspekten) eine nicht gerade kleine Rolle spielen.
Einfachstes Beispiel ist die Tatsache, dass Mädchen lieber mit Puppen spielen als Jungen mit Autos und Actionfiguren. Woher kommen diese Präferenzen und welche Auswirkungen haben derartige kindliche Verhaltensmuster auf die spätere Persönlichkeit?
Jedoch muss man auch klar sagen, dass Frauen wie Männer Menschen sind und sich in mehr Dingen gleichen als sie sich unterscheiden. Nur weil die Frau beispielsweise eine andere Evaluationsmethode in Problemsituationen hat, ist sie noch lange nicht eine andere Spezies oder entfernter Verwandter des Mannes. Wie C. Gilligan selbst beurteilte, gleicht sich die Moral des Mannes strukturell der Frau bzw. sie sind gleichwertig. [1] Meiner Meinung nach ist es also zu beachtet bis zu welchem Maß der Frau bzw. dem Mann ein Sonderfall zugeschrieben wird.
- Henrik Kozuchwoski
Quellen: [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Carol_Gilligan
Zettel aus dem Unterricht: „Die andere Stimme - Die Moral der Frau“ Carol Gilligan
Stellungnahme
Unserer Meinung nach haben Frauen eine andere Moral als Männer. Der These von Carol Gilligan: „ Sie haben eben jene moralische Tugend verinnerlicht, die Macintyre für jede Ethik fordert- Fürsorge und die Verantwortung für andere.“ stimmen wir zu.
Die Ursprünge dieser Verinnerlichungen sind in der Geschichte der Frau tief verwurzelt, weil sie sich im Gegensatz zum Mann, der für die Jagd zuständig war, immer um die Kinder/ Familie kümmern musste. Mittlerweile ändert sich diese strenge Rollenverteilung jedoch immer mehr, sodass auch viele Männer zu „Hausmännern“ werden.
Allgemein ist die Moral von Frauen aber immer noch anders als bei den Männern. Ein Beispiel dafür ist, dass Frauen moralische Entscheidungen im Kontext der Lebenssituation der beteiligten Menschen sehen. Wie Carol Gilligan sind wir auch der Meinung, dass es ihnen nicht um die Durchsetzung eines moralischen Prinzips, sondern um die Wahl zwischen verschieden großen Übeln geht. Darin spiegeln sich ihre Fürsorge und ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen wider und es wird deutlich, warum Frauen bei Entscheidungen zögern.
m,c,c
Gruppe 5:
In dem Text "Die andere Stimme- die Moral der Frau" geht es darum, dass man die Moralkonzepte von Kohlberg und Piaget analysiert. Carol Gilligan hat festgestellt, das die Moralphilosophen nur Männer nach ihren Handeln und Denken untersuchen und die Frauen ein wenig außenvor bleiben. Sie hat sich damit beschäftigt herauszufinden, welche Moral Frauen haben und auf welche Art und Weise diese anders sind als die der Männer.
Nach Gilligan legen Frauen und Mädchen bei der moralischen Beurteilung von Handlungen andere Maßstäbe,sie sind geprägt von Fürsorge und die Verantwortung für andere (vgl. S.1, Z: 26-29). Sie sind in ihrer eigenen Moral sehr unsicher,sie werden durch Empathie und Mitgefühl beeinflusst (vgl.S.2, Z.1-6), " Das scheint eine Haltung zusein, die man von Frauen erwartet! (S.2, Z.7-8). Eine weibliche Moral, so Gilligan, setzt sich aus Anteilnahme und Verantwortlichkeit in Beziehungen zusammen ( vgl. 2,Z. 22-23). Die Aufassung und die Art derErklärung zur Moral derFrau nach Gilligan ist recht plausibel und teilweise auch nachvollziehbar, doch sind die aufgeführten Argumente nicht der weiblich angeborene Instinkt. Ein Instinkt der sich auch " Mutterinstinkt" nennt und der in den Frauen fest verankert ist. Gilligans Erklärung ist für uns keine gute Erklärunge dafür, dass Kohlberg und Piaget die Frauen in ihr Konzept nicht einbezogen haben. Zu bestreiten ist ebenfallsob Frauen überhaupt eine andere Moral haben. Moral bedeutet; sittliche Grundsätze/ Verhalten, Pflichtbewußtsein; oder eine moralische Entwicklung: Die Entwicklung von Einstellungen, kognitiven Kompetenzen und Verhaltensweisen. Frauen befolgen dieselben sittlichen Grundsätze die die Männer auch und jeder Mensch versucht sich an die Werte und Normen der Gesellschaft anzupassen. Ob eine Frau mehr oder weniger Fürsorglich ist, hängt nicht von ihrem Geschlecht ab, denn ein Mann kann die gleiche Fürsorge fühlen, sobald er ein Kind hat oder einen Menschen den er liebt. Das Frauen sensibler sind als Männer würde wahrscheinlich keiner bestreiten, aber doch nur, weil Frauen kein Problem damit haben es zu zeigen als Männer. Das bedeutet aber nocht, dass sie von Empathie und Mitgefühl beeiflusst werden und deswegen unsicher in ihrer eigenen moralischen Position. Schlussfolgernd würden wir sagen, dass die aufgestellte Theorie von Gilligan fragwürdig ist und nicht auf die Anlage-/ Umweltproblematik eingeht.
Tanja & Nastja