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Im Pädagogik-Kurs der Jahrgangsstufe 12 geht es um die Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit. Die Anlage-Umwelt-Problematik mit ihren Auswirkungen auf Kindererziehung und Politik steht dabei am Anfang.


Paedagogik


Anlage - Umwelt - Problematik 2009 (JgSt. 12)


Warum ist die Anlage - Umwelt - Problematik so wichtig?

Zusammenfassende Antwort bitte als Hausaufgabe.


Vorstellung von Grundlagentexten


Materialien

Text/ThemaNamen
Angeboren oder gelernt?Anne-Sally, Ailine, Laura
Entwicklung als genetisches oder soziales Schicksal?Katharina, Lars, Marcel, Nina
Anlage und Umwelt - ihre Bedeutung für die kindliche EntwicklungGabi, Nadine, Anika
Anlage und Umwelt aus Sicht der KriminologieNiklas, Aylin, Lisa
Kritische Darstellung verschiedener ForschungsmethodenJan, Lisa, Jenny, Julia





Zwillingsforschung

  • Unterrichtsplattform Pädagogik-GK, JgSt. 12. 2008

Psychoanalytische Theorie und Therapie

Stufenmodelle der Entwicklung

Symbolischer Interaktionismus

Lehrer-Schüler-Rollen-Verhältnis


Linksammlung


Wissenschaftliche Erklärungen zur Bedeutung der individuellen Freiheit im Entwicklungsgefüge von Anlage- und Umweltfaktoren

FrageSkinnerScheunpflugHammerRoth
Position zur Frage nach der menschlichen Freiheit*weitgehende Lenkung möglich, *Freiheit gering*Frage irrelevant, *Anlagebedingte Möglichkeit des Lernens=Freiheitspotential*aktive, freie Selbstgestaltung möglich *Freiheit: Zwischen Möglichkeiten wählen zu können, ohne von Anlage + Umwelt bestimmt zu werden*Mensch=selbstmächtig handelndes Wesen *Päd. Ziel:Selbstbehauptung des Menschen *kämpft um Raum zw. Anlage + Umwelt
Begründung der Position*Reiz-Reaktions-Muster können wissenschaftlich exakt erforscht werden *Anwendung zur Verhaltenswiederholung möglich *Innere Vorgänge=Black box*Freiheit, Erziehungsimpulse zuzulassen ist genetisch determiniert*Innere Vorgänge sind nicht empirisch erreichbar *Päd. Persönlichkeitstheorie enthält vielfältige innere Vorgänge *Methode: IntrospektionNie gelungen, das handelnde "Ich" zu eliminieren
Pädagogische KonsequenzenMensch ist manipulierbar (positiv u. negativ)Lernangebote machen, damit die entsprechenden Anlage-Umwelt-Fähigkeiten auswählen können *Jeder verarbeitet Impulse andersBedürfnisse befriedigen, damit Freiheit zur eigenen Entscheidung entstehtStärkung des handelnden Ichs
Beurteilung der PositionplausibelArgumentation ist schlüssig, aber Frage nach der menschl. Freiheit bleibt unbeantwortet*Erläuterung der Freiheit nachvollziehbar *kompliziert aufgrund der BedingungenGeht wenig auf das Thema ein

Aktuelle Aufgabe, 24.08.2007:

Gruppe 1

Die pädagogische Bedeutung der Zwillingsforschung

  1. Beschreibung der Untersuchungsverfahren
  2. Erläuterung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
  3. Kritische Bewertung
  4. Pädagogische Schlussfolgerungen

Gruppe 2:

Inwieweit ist Förderung und Entwicklung von Down-Syndrom-Kindern möglich?

  1. Beschreibung der Krankheitssymptome
  2. Auswirkungen auf Eltern und Familie
  3. Fallbeispiele
  4. Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten
  5. Integrative Erziehung - auch in der Schule?

Die Entwicklung der taubblinden Helen Keller


Arbeits- und Zeitplanung

DatumArbeitsschritte
Fr. 24.08.Einführung, Orientierung, Planung
Mi. 29.08.Recherche und Arbeitsabsprachen
Fr. 31.08.Fortsetzung Recherche und Darstellung
Mi. 05.09.Vorbereitung und Erstellung der Präsentation, Texte auf Unterrichtsplattform
Fr. 07.09.Erste Präsentation
Mi. 12.09.Zweite Präsentation - Vorbereitung Klausur
Fr. 14.09.Fortsetzung
Mi. 19.09.Klausur

Aufgabe:

Stellungnahme zu der Frage:

Warum ist die Auseinandersetzung mit der Anlage-Umwelt-Problematik gerade in der heutigen Zeit so wichtig?

Textgrundlagen:

  • Buch S. 18 - 23
  • Recherche zum Thema "Gentechnologie"

Genetische Grundlagen und entscheidender Einfluss der Umweltfaktoren

Dass die genetisch vererbte Anlage eines Menschen für sein Leben und seine Entwicklung sehr ausschlagegebend ist, ist bei Fachleuten und auch vielen Laien klar. Ebenso wie bei anderen Fachleuten und Laien klar ist, dass die Umwelt eines jeden Menschen signifikant für dessen Progression in Sachen Entwicklung und Formen des Charakters und Körpers.

Meiner Meinung nach ist beides zusammen genauso wichtig wie das Einzelne. Es ist gewiss kein Zufall, dass "Sohnemann" und Tochter dem Vater und der Mutter sehr oft in vielen Aspekten ähneln; äußerlich sowie von den Charaktereigenschaften her. Dies liegt bekanntlich an den Genen und die immer von beiden Elternteilen hinzugegebenen Chromosomen, die dazu führen, dass überhaupt neues Leben entsteht und dieses die Möglichkeit hat, ein ganz eigener "Mensch" zu werden.

Und da kommt die Umwelt ins Spiel. Vom Zeitpunkt der Befruchtung und des Heranwachsens des Kindes ist an dessen Genen nichts mehr zu ändern (Heutzutage zwar theoretisch möglich, praktisch aber sehr selten durchgeführt), sondern nur noch die äußeren Einflüsse können Körper und Geist des Kindes beeinflussen.

Äußere Einflüsse können theoretisch alles sein. Sei es der Freundeskreis, die "Clique", die Erziehung an sich, oder ein Besuch im Zoo. Selbst die banalsten Dinge geben Einfluss und wirken auf den Ereigniserfahrenden.

Ein Beispiel:

In diesem Beispiel nehemn wir die eineiigen Zwillinge Lukas und Stefan (Eineiig in diesem Fall deshalb ideal, da von den Erbanlagen gesehen beide die gleichen Voraussetzungen haben). Die Geburt verlief ganz normal und ohne Komplikationen. Nach der Geburt jedoch werden Lukas und Stefan durch Trennung der Eltern Thomas und Sabine voneinander getrennt.

Vater Thomas lässt sich sich in einem neuen Durchschnittshaus nieder und findet rasch eine nette "Ersatzmutter". Bei Mutter Sabine ging dies nicht so schnell. Sie ist alleinerziehende - nun schon seit 16 Jahren. Lukas, der damals mit Sabine ging, ist schon seit geraumer Zeit schlecht in der Schule und verbringt viel Zeit mit seiner Clique, in der Drogen, Alkohol und Gewalt an der Tagesordnung stehen; auch zu Hause bekommt er kaum Entlastung, da seine Mutter viel arbeitet und sich auch sonst sich nicht richtig um Lukas kümmern kann. Er fängt an zu klauen und wird in seinem späteren Leben viel Zeit im Gefängnis verbringen.

Ganz anders Stefan. Er war guter Durchschnitt in der Schule, hat sein Abitur, sich bei der Polizei beworben und ist jetzt fest Eingestellter der Polizei. Er hat auch immer noch einen sehr guten Kontakt und ein sehr gutes Verhältnis mit seinem Vater Thomas.

Man sieht also, dass genetische Erbanlagen den Körper und Geist "vorformen" und diese unveränderbar sind (zumindest noch heute nahezu), jedoch auch, dass die Umwelt eine entscheidende Rolle spielt.

Ich denke, man sollte besonders als Erzieher darauf Acht geben, in welchem Umfeld und Umwelt sich die Kinder bewegen, da der Teil der Umwelt noch der normalste, sichere und bis heute vor allem der gängigere Einflussfaktor ist, den man verändern, kontrollieren und bestimmen kann.


Umweltfaktoren stärker als die Anlagen

Die Entwicklung eines Kindes wird erheblich durch die Umwelteinflüsse geprägt. Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass Neugeborene von den Genen der Eltern nur einen groben "Baustein" mitgeliefert bekommen, z.B. das Aussehen, die Gangweise oder die Mimik, einfach gesagt, die Merkmale der Eltern. Die vollendete Entwicklung eines Kindes bezieht sich jedoch nicht auf die vererbten Gene, sondern ist das Produkt vieler kleiner und auch großer Ereignisse, die es schon von klein auf erlebt hat.

Ein großer Faktor ist das Umfeld, in dem das Kind aufwächst. Sind Eltern wohlhabend und kommunizieren mit einem gepflegten Ton oder ist das Kind nur mit einem Elternteil aufgewachsen und wohnt womöglich in einem Großstadtviertel, wo die Schulabschlussquote sehr gering ist.

Der Mensch passt sich nun einmal seiner Umgebung an. Da kann das Kind auch die Gene von einem Professor mitgeliefert bekommen haben, wenn es trotzdem in einem sozialschwachen Bezirk aufgewachsen ist , weil der Vater (Professor) die Mutter des Kindes verlassen hat. Nun ist die Mutter alleinerziehend und kann sich nur eine sehr kleine Mietwohnung in einem sozialschwachen Gebiet leisten. Sie hat wenig Zeit für das Kind, da sie viel arbeiten muss, um beide ernähren zu können. Sie kann sich somit nicht um die schulischen Probleme des Kindes kümmern. Das Kind ist schlecht in der Schule , trotz der "Professoren-Gene" des Vaters.

Daran kann man erkennen, dass die Umwelt, in der das Kind aufwächst, viel mehr die Entwicklung beeinträchtigt als die Anlage.


Probeklausur "Kurzer historischer Abriss"

1. Aufgabe

In dem Text "Kurzer historischer Abriss" beschäftigt sich der Autor anhand von geschichtlichen Grundlagen mit der Anlage-Umwelt-Debatte.

Er teilt seinen Text in vier Abschnitte mit verschiedenen Schwerpunkten ein. Im ersten Teil beschreibt er die Anfänge des "Erbe-Umwelt-Streits" im Jahre 1876, wo die Wissenschaft der Ansicht war, dass die Anlage der Umwelt überlegen ist (Z.5). Dem gegenüber stand der Behaviorismus, der davon ausging, menschliches Verhalten sei ausschließlich von der Umwelt abhängig und Gene spielten keine oder nur eine untergeordnete Rolle (Z.9-13).

Im zweiten Abschnitt erklärt der Autor, dass sich durch die wechselnden Annahmen von Wissenschaft und Psychologie eine Art Glaubenskrieg entwickelte (Z.27). Er gibt außerdem ein Beispiel eines Versuchs in der Zwillingsforschung, indem Prozentanteile von Vererbung und Umwelteinflüssen ermittelt werden sollten (Z.23/24).

Im dritten Abschnitt schildert er dann, dass Ende des 20. Jahrhunderts Wissenschaftler die Debatte für überholt hielten (Z.29/30) und bezüglich des Versuchs mit den Zwillingen eine Angabe in Prozentzahlen wenig hilfreich sei (Z.33/34), da es offensichtlich sei, dass beide Faktoren, Erbgut wie Umwelt, am menschlichen Verhalten beteiligt sind.

Im vierten Paragraphen geht der Autor auf die Forschungsergebnisse von US-Wissenschaftlern ein, die behaupten, dass bestimmte Gehirnfunktionen ausschließlich von Genen abhängig sein. Diese Gehirnregionen könnten somit auch für alle Krankheiten verantworlich sein (Z.44-46). Desweiteren versucht der Autor seinen Standpunkt anhand der Evolution fest zu machen. Er ist der Meinung, dass sich die Menschen durch ihre Umwelteinflüsse entwickelt haben, da die Denk- und Lernfähigkeit nicht nur durch Gene weitergegeben werden kann (Z.48-51)). Er begründet diese These mit der Annahme, dass gelerntes Verhalten eines Individuums mit desem stirbt, und nicht an seine Nachkommen vererbt wird (Z.52/53).

Er fasst zusammen, dass Gene und Umwelt in Wechselwirkung zueinander stehen, doch dass jede genetische Disposition auch nur in gleichbleibenden Umweltbedingungen funktionsfähig ist. Hierzu gibt er ein weiteres Beispiel von einem Kind, dass sich nur dann angemessen entwickeln kann, wenn eine konstante Umwelt gesichert ist (Z.59-62).

Valerie W.