Fassungslos

Menschen sind entsetzt,
Irren ziellos durch die Straßen
6. August 1945!
Sie wollen, können nicht verstehen…
– Warum?

Alles ist zerstört,
Überall Trümmer
Familien sind gespalten
Tot!
– Warum?

Nichts ist mehr wie früher,
Die Welt scheint unterzugehen
Die Sonne strahlt nicht mehr…
– Warum?

Ich stehe hier im alten Haus,
Das Dach ist weg
Kann den grauen Himmel sehen
Es regnet…
– Warum?

Um mich herum,
Überall Leid, Schmerz und Gewalt
Ich sehe die Zerstörung, den Tod,
Die Trauer der Seelen ohne Hoffnung…
– Warum?

In meinem Kopf die unfassbaren Bilder,
Die nicht aufzuhören scheinen
Für immer im Gedächtnis…

Wie geht es jetzt weiter?
Wird eine zweite Bombe fallen?
Werden noch mehr unschuldige Leute sterben?
Wer ist überhaupt noch am leben?
Was wird aus mir –
Werde auch ich sterben??

Annika Färber

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Der Spionagefall Ethel und Julius Rosenberg

Das Gerichtsverfahren gegen das US-amerikanische Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg erregte Anfang der 50er Jahre weltweites Aufsehen. Ihnen wurde Spionage für die Sowjetunion vorgeworfen. Die Indizien gegen Julius Rosenberg waren erdrückend, doch gegen seine Frau Ethel lag faktisch nichts vor. Allein die belastende Aussage David Greenglass, des Bruders von Ethel Rosenberg, führte im Prozess zur Verurteilung. Obwohl sie die Vorwürfe bestritten und Millionen von Menschen gegen die Vollstreckung des Todesurteils protestierten, wurden beide am 19. Juni 1953 im Staatsgefängnis Sing Sing in New York auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.

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Grausame Waffen

Kommentar

Die Menschheit hat sich schon immer auf irgendwelche Arten bekämpft. Völker und Staaten gegeneinander und untereinander, meist mit Waffen.

Doch schon seit längerer Zeit übersehen sie das Ausmaß ihrer unzähligen Konstruktionen. Neutronenwaffen?… Was soll das ganze Wettrüsten? Dies sind keine harmlosen Waffen oder Einschüchterungsversuche mehr.

Wie man z.B. 1945 erkennen konnte, waren sie nicht mehr aus Einschüchterungsgründen entwickelt worden. Und die Zukunft wird dies wohl auch nicht ändern.

Das Militär und die Regierungen lassen Waffen mit immensen Kosten bauen um eine Bevölkerung zu töten oder kampfunfähig zu machen, deren Großteil der Menschen nichts mit dem Krieg zu tun hat.

Um nicht “alleine” dazustehen und das Volk von ihren Plänen zu überzeugen, wird als Unterstützer nicht selten Gott angegeben. Es wird be hauptet atomare Angriffe seien in seinem Interesse, um seine Ziele zu verwirklichen. Diese Menschen schrecken nicht einmal davor zurück.

Das klingt für viele wahnsinnig, doch das ist es doch. Wahnsinn, der sich bei uns breit macht. Dies geschah nicht nur früher.

Man sollte so etwas nicht in Vergessenheit geraten lassen. Es ist aktueller, als viele denken.

Und nicht genug damit, dass so ein Leid angerichtet wird, es sterben so viele und die Schäden beziehen sich nicht nur auf die direkte Zerstörung und Tötung, denn viele Opfer werden durch kommende Schäden folgen.

Man müsste denken, dass Menschen, welche so etwas verursacht haben oder daran beteiligt waren, an Vorwürfen ihrer selbst zer brechen oder wenigstens ein Schuldbewusstsein aufbringen, doch dies könnte nur einen Teil der Gefühle der Mit(Täter) beschreiben.

Aus solchen Unglücken und Kämpfen gehen erstaunlicher weise auch Triumphierende hervor.

Tanzende Menschen und Freude breitet sich da aus, wo der “Sieg” gelungen ist. Und wenn das Ausmaß dieser Zerstörung genauer betrachtet wird, ist es nur noch ein kleiner Teil, der zugibt, dass er gelacht hat, als der Sieg bekannt gegeben wurde. Nur wenige besitzen diese Grausamkeit.

Biljana Vicic

Quelle: Film – Atomic Cafe

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Gedenken an Hiroshima

Ich sitze hier,
Sehe Zerstörung
Tod
Schmerz
Trauer
Leid
Verzweiflung
Die Angst vor der Gefahr.

Schuld ist der, der Schuldiges tut,
Doch wer ist der Schuldige?
Der Pilot?
Der Befehlshaber?
Die Wissenschaftler?
Unklar
Aber eins wissen wir,
Eine Wiederholung wäre das Ende!

Marcel Reuber

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Die schöne Stadt im Morgengrauen

Da lag sie, die Stadt am frühen Morgen,
Im Sonnenschein, Hiroshima.
Die Luft war so klar und frisch.
Ein leichtes beruhigendes Summen lag im Wind,
Es kam näher geschwind.
So war es eben noch beruhigend, so ist es nun Beunruhigend,
Das laute Summen im Wind.

Es sah aus wie ein Vogel am klaren Himmel,
Ein laut summender Vogel.
Doch wuchs die Panik in der schönen Stadt im Morgergrauen,
Es war kein Vogel, der summend über die Stadt Glitt,
Es waren die Alliierten mit ihrer tödlichen Fracht.

Ein lauter Knall,
Alles war schwarz,
Es brannt lichterloh,
Und alles war tot.

Nun war sie zerstört die schöne Stadt im Morgengrauen.

Daniel Dittrich Weiterlesen →