Hermann Vöchting – Namensgeber der Schule

Der Rat der Stadt Blomberg hat im Jahre 2005 einstimmig beschlossen, dem bisherigen Städtischen Gymnasium den Namen „Hermann-Vöchting-Gymnasium“ zu geben.

Von der Schulkonferenz war der Name „Hermann-Vöchting-Gymnasium“, Gymnasium der Stadt Blomberg, vorgeschlagen worden. Nach der Präsentation verschiedener Namensvorschläge war in einer Abstimmung aller SchülerInnen, Eltern und Lehrer eine Mehrheit für diesen Namensvorschlag ermittelt worden. Die Schulkonferenz folgte mit ihrem Antrag an die Stadt Blomberg diesem Votum.

aus: Heinrich Plöger, Kurzbiographie  Hermann Vöchting

aus: Heinrich Plöger, Kurzbiographie
Hermann Vöchting

Hermann Vöchting wurde am 8. Februar 1847 in Blomberg geboren und starb am 24. November 1917 in Tübingen. Er war ordentlicher Professor an der Universität Tübingen und gilt als ein führender Biowissenschaftler seiner Zeit. Er wurde 1913  zum Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin ernannt. Die Stadt Blomberg verdankt der Familie Voechting durch eine Nelkenzucht die Bezeichnung als „Nelkenstadt“.

Weitere Informationen zu Leben und Werk finden sich in Kurzform auf Wikipedia.

Hermann Vöchting hat folgende Werke veröffentlicht:

Hermann Vöchting (vorn) mit Mitarbeitern des Botanischen Gartens Bonn

Hermann Vöchting (vorn)
mit Mitarbeitern des
Botanischen Gartens Bonn

  • „Die Botanische Anstalt“
  • „Über Organbildung im Pflanzenreich“, (zwei Bände, 1878-1884)
  • „Über Organbildung im Pflanzenreich. Physiologische Untersuchungen über Wachstumsursachen und Lebenseinheiten“
  • „Untersuchungen zur experimentellen Anatomie und Pathologie des Pflanzenkörpers“, (zwei Bände 1908-1918)

Abgebildet hier eine seiner berühmten Zeichnungen aus seinem Hauptwerk „Über Organbildung im Pflanzenreich (1878)“

Einen Einblick in seine Forschungen gibt zum Beispiel auch der Bericht „Über den Einfluss der strahlenden Wärme auf die Blüthenentwicklung der Magnolien“ aus dem Jahre 1888, veröffentlicht in der  „Naturwissenschaftliche Rundschau„.

Sein bekanntestes Werk heißt: „Über Organbildung im Pflanzenreich“ (1878), Physiologische Untersuchungen über Wachsthumsursachen und Lebenseinheiten – Erster Theil“ Hier ein modern klingendes Originalzitat aus dem Schlusskapitel seines Hauptwerkes – in Originalschreibweise:

„So führt also Alles zu der Annahme, dass in dem Stoff- und Kräftecomplex jeder einzelnen lebendigen vegetativen Zelle des Organismus die Möglichkeit zur Reproduction der Totalität mit ihrer mannigfachen Gliederung gegeben ist. Man kann sagen, dass in jeder einzelnen Zelle des Organismus das Ganze implcite enthalten sei, dass das letztere gewisser Maassen in jedem Einzelelement schlummere; nur muss man dabei stets im Auge behalten, dass diese Ausdrucksweise eine lediglich metaphorische Bedeutung hat. Am complexen Organismus ist jede Zelle nur Theil eines Ganzen, welcher für diesen eine bestimmte Function erfüllt; erst mit ihrer Isolirung hören die Beziehungen zur Totalität auf, und nun treten die Bedingungen ein, vermöge deren sie sich zum Ganzen zu entwickeln strebt.“

Vom ehemaligen Biologielehrer Ulrich Holste – von ihm stammt auch der Namensvorschlag für die Schule – wurde der alljährliche Hermann-Vöchting-Wettbewerb für 5. und 6. Klassen ins Leben gerufen. Eine der Jahrgangsstufe arbeitet an einem von Jahr zu Jahr neu gesetzten Thema. Die besten Arbeiten werden mit Sachpreisen prämiert.