Die E-Gitarre in der Physik-AG

Unsere Physik-AG besteht aus einer kleinen Gruppe technisch interessierter Schülerinnen und Schülern. Jeden zweiten Donnerstag treffen wir uns, um in einer der zwei Stunden die Physiksammlung unserer Schule neu zu sortieren und zu vervollständigen. Dieses Mammutprojekt neigt sich nun langsam dem Ende zu. In der zweiten Stunde beschäftigen wir uns mit den Geräten, die gerade neu in die Sammlung gekommen sind und ausprobiert werden wollen oder auf Wunsch von einzelnen Schülern angewendet werden.

Als letztes haben wir einen Vortrag von Herrn Welslau über den Tonabnehmer einer E-Gitarre gehört und lernen nun die physikalischen Hintergründe kennen.

Die Geschichte der E-Gitarre begann mit der Erfindung des Single Coils (eng: Einzelne Spule). Das sind meist ein oder mehrere Magneten, die mit einer Spule umwickelt wurden. Bewegt man nun die Saite, die über den Magnetspulen angeordnet ist, wird durch die Schwingungen das Magnetfeld beeinflusst und ein elektrischer Strom induziert. Dieser wird durch den Verstärker in akustische Signale umgewandelt.

Die bekanntesten E-Gitarren, die mit Single Coils bestückt sind, sind das Telecaster und das Stratocaster von der Firma Fender. Berühmte Gitarristen wie Jimi Hendrix oder Stevie Ray Vaughan machten diese Modelle berühmt. Nachteile des Single Coils sind die Anfälligkeit für andere elektromagnetische Wellen von Stromkabeln oder Computern, die dann das Sirren und Brummen verursachen.

Um diesen Geräuschen vorzubeugen, wurden von der Firma Gibson sogenannte Humbucker (eng: Brummen unterdrücken) entwickelt. Diese bestehen aus zwei unterschiedlich gepolten Single Coils, die sich gegenseitig ergänzen und gleiche elektromagnetische Wellen ausgleichen. Das Brummen und Sirren wird unterdrückt.

Bis heute gibt es noch viele weitere Verbesserungen, um die E-Gitarre weniger anfällig gegen Störsignale zu bauen. Nicht jeder, der einmal eine Fender oder Gibson mit Single Coil oder Humbucker besessen hat, möchte auf eine andere Gitarre umsteigen, denn beide sind aufgrund ihres Klanges deutlich zu unterscheiden.

Marvin Vibora Münch(9b) und Malte Blask(9b)

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wir entfernen nur Kommentare, wenn die Wortwahl nicht stimmt. Und die stimmt bei deinen Beiträgen definitiv nicht! Wenn man sich sachlich ausdrückt, dann wird der Kommentar auch nicht gelöscht. Das hat überhaupt nichts mit fehlender Kritikfähigkeit zu tun.

    Marcel Huxoll

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